CH94856A - Verfahren, um nicht zur Verwendung in der Textilindustrie bestimmte zelluloseähnliche Stoffe schwer benetzbar zu machen. - Google Patents

Verfahren, um nicht zur Verwendung in der Textilindustrie bestimmte zelluloseähnliche Stoffe schwer benetzbar zu machen.

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CH94856A
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  Verfahren, um nicht zur     Verwendung    in der     Textilindustrie    bestimmte       zelluloseähnliche        Stoffe    schwer     benetzbar    zu machen.    Es wurde die bemerkenswerte Beobachtung  gemacht, dass     zelluloseähnliche    Stoffe, zum       BEipiel        zellulosehaltige    Stoffe oder Zellulose  derivate, durch Behandlung mit     Thiony1-          chlorid    die Eigenschaft erhalten, mit     MTas-          :er    schwer     benetzbar    und dadurch wasserdicht  zu werden.  



  Dieser Behandlung     können    als     zellulose-          haltige    Stoffe sowohl reine Zellulose, wie  Baumwolle, Zellstoff, ferner unreine Zellulose,  wie     Ramie,    Leinen, Jute, Flachs, Hanf     usw:,,     soweit die vorgenannten Stoffe nicht zur  Verwendung in der Textilindustrie bestimmt  sind, ferner auch andere pflanzliche Stoffe,  wie Holz, Kork, Stroh, unterworfen werden.

    Das Verfahren ist in gleicher Weise anwend  bar auf     Zellulosederivate,        ivie        Oxy-    und     Hy-          dratzellulosen,    zum Beispiel     Kunstseide,    und  auf verwandte Körper, wie Stärke und     Dex-          trin    und damit behandelte oder imprägnierte  Stoffe. '       Das        Verfahren    ist ferner anwendbar auf       Fabrikate,    die aus den vorerwähnten Stoffen    hergestellt sind.

   zum Beispiel auf     ungeleimte     und geleimte und mit Füllstoffen oder son  stigen Zusätzen versehene Papiere und Pap  pen und andere nicht zur Textilbranche ge  hörige     Fertigwaren.     



  Die Ausführung des Verfahrens kann in  der Weise erfolgen, dass man die zu behandeln  den Stoffe, wie beispielsweise Papier, wäh  rend kurzer Zeit bei gewöhnlicher oder erhöh  ter Temperatur mit verdünnten Lösungen von       Thionylehlorid    in indifferenten Lösungsmit  teln,     urie    Chloroform,     Tetrachlorkohlenstoff,     Schwefelkohlenstoff oder Benzol, behandelt.  



  Um eine Schädigung des Papiers auszu  schliessen, ist es zweckmässig, das behandelte  Material mit Wasser oder verdünnten     Alka-          lien    zu spülen oder im trockenen Zustande mit       Ammoniakgas    zu neutralisieren. Durch diese  Behandlung erhält das behandelte Material  die Eigenschaft, mit Wasser schwer     benetzbar          lind    somit wasserdicht zu werden. Gleichzeitig  wird zum Beispiel Papier durch diese Behand  lung gehärtet.

        Während nach dieser Arbeitsweise durch  eine Art     Pergamentierung    die     Benetzbarkeit     und somit die Wasserdurchlässigkeit des Ma  terials vermindert wird, erzielt man noch we  sentlich bessere Resultate durch eine andere  Ausführungsform des Verfahrens, welche  darauf beruht, dass man das eventuell zuvor  scharf getrocknete oder mit Wasser zur Ent  fernung von hygroskopischen Salzen oder  andern benetzend wirkenden Stoffen extra  hierte Material. z. B. Papier, bei gewöhnlicher  oder erhöhter Temperatur für die Dauer von  einigen Sekunden bis Minuten mit den Dämp  fen von     Thionv        lchlorid    behandelt. Die     Naeli-          behandlung    erfolgt wie oben beschrieben.

    Zum Beispiel derart behandeltes Papier ist  mit Wasser schwer     benetzbar,    mithin wasser  dicht. Es ist im hohen Grade leimfest; Tinten  schrift läuft darauf nicht aus und schlägt  nicht durch. Der Überzug ist beständig ge  gen Lieht, gegen kaltes und heisses Wasser  und gegen verdünnte Alkalien, sowie gegen  organische Lösungsmittel.  



  Nach dem beschriebenen Verfahren kann  man     zellulosehaltige    Stoffe durch Behand-         lung    mit hochprozentiger oder mit konzen  trierter Schwefelsäure oder mit andern Lö  sungsmitteln für Zellulose, wie Chlorzink  usw., oberflächlich     pergamentisieren    und den  entstandenen Überzug von     Hydratzellulose          bezw.        Amyloid    durch Nachbehandlung mit       Thionylchlorid    schwer     benetzbar    machen.  So     behandelte    Stoffe,     wie    insbesondere Papier,  sind fett-     uiid    wasserdicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren, um nicht zur Verwendung in der Textilindustrie bestimmte, zelluloseähn- liche S,offe schwer benetzbar und somit was serdicht zu machen, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Stoffe mit. Thionylchlorid be handelt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die mit Thionyl- chlorid zu behandelnden Stoffe zuvor einer Trocknung unterwirft.
CH94856D 1918-08-22 1920-06-30 Verfahren, um nicht zur Verwendung in der Textilindustrie bestimmte zelluloseähnliche Stoffe schwer benetzbar zu machen. CH94856A (de)

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