CH95364A - Verfahren und Einrichtung zum Eintrocknen von feste Körper in Lösung oder in Suspension enthaltenden Flüssigkeiten. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Eintrocknen von feste Körper in Lösung oder in Suspension enthaltenden Flüssigkeiten.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Eintrocknen von feste Eörper in Lösung odei in
Suspension enthaltenden Fliissigkeiten.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Eintrocknen von feste K¯rper in Losung oder in Suspension enthaltenden Flüssigkeiten, bei welchen die Flüssigkeit in einem umlaufenden Strom überhitzten Trocknungsdampfes zerstäubt und eingedampft wird und die dabei sich ausscheidende, feste Substanz, sowie der entstehende Dampfübersohuss aus dem Dampfkreislauf entfernt werden, während der verbleibende Dampf zur Behandlung weiterer zu zerstäubender Flüssigkeit immer wieder über- hitzt wird.
Von den bekannten Einrichtungen dieser Art unterscheidet sich die vorliegende dadurch, dass der als überschüssig aus dem umlaufenden Trocknungsdampfkreislauf entfernte Dampf mittelst 6ines Turbokompressors verdichtet und damit auch erhitzt wird, um zunächst zum Überhitzen des umlaufenden Trocken dampfstromes und nachher als Kondensat zum Vorwärmen der zu zerstäubenden und einzudickenden Flüssigkeit zu dienen.
Die zur Anwendung gelangende Einrichtung weist hierbei vorzugsweise mindestens eine Trocknungskämmer auf, aus welcher die Luft, während sie mit Heissdampf gef llt wird. entfernt werden kann und in welcher ferner die einzutrocknende Flüssigkeit mittelst eines Zerstäubers fein zerstäubt wird, wäh- rend sie von dem durch mindestens einen Ventilator im Kreislauf gehaltenen Trooknungs- dampf durchflossen wird und hierbei der im Trocknungsdampf, welcher die Trocknungs- kammer durchflossen hat, befiudliche überschüssige Dampf von einem Turbokompressor aus dem Kreislauf des Trocknungsdampfes abgesaugt, durch denselben verdichtet, erhitzt und durch einen im erwähnten Kreislauf des Trocknungsdampfes eingeschalteten Heizkörper gedrückt wird.
Hierauf gelangt er als Kondensat aus letzterem in eine Heizrohre, die in das Rohr, welches die einzu- trocknende Flüssigkeit dem Zerstäuber zuführt, eingeschaltet ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel der Einrichtung im Längs- schnitt zur Darstellung gebracht, mit welchem beispielsweise im Vakuum getrocknet werden soll.
A bezeichnet die Trocknungskammer, deren Hioterteil unter Zwischenschalten einer Filtrierkammer C mit einem zum Ventilator B führenden, vertikalen Kanal a in Verbindung steht, der wiederum mittelst eines horizontalen Kanals b und eines vertikalen Kanals c mit dem Vorderteil der Kammer A kommuni- ziert, so dass ein durch die Pfeile d angedeuteter, geschlossener Kreislauf gebildet ist, in welchen die Kammer A eingeschaltet ist, deren Luft-bezw. Dampfinhalt durch den Ventilator B in umlaufender Bewegung gehalten werden kann.
Diese Kammer zl, sowie die Kammer C und die KanÏle a, b, c können aus Beton oder Eisenbeton hergestellt und ihre Wandungen durch eine Asphaltschicht oder dergleichen luft-und dampfundurehiässig gemacht und in gehöriger Weise gegen Wärmo- verlust isoliert worden sein.
Die Kammer ist unten mit einem Rohr e f r die Heissdampfzufuhr und oben mit einem Rohr f zum Ausblasen der Luft versehen, um beim Inbetriebsetzen der Einrichtung unter in Bewegungsetzung des Ventilators B mittelst des Elektromotors g die Luft aus der Kammer A, der Filtrierkammer C, und den Kanälen, b, c entfernen und dieselben mit Hei$dampf anfüllen zu können.
Bei ihrem Vorderteil ist die Kammer A mit dem Düsenzerstäuber D ausgerüstet, dem die einzutrocknende Flüssigkeit durch die mittelst des Elektromotors h angetriebene Pumpe E zugef hrt wird. Letztere saugt ge nannte Flüssigkeit aus dem BehÏlter F und drückt sie durch das Rohr G in den Düsenzerstäuber D, der sie fein zerstäubt und in der mit Hei$dampf gef llten Kammer A verteilt.
Die durch Verdampfen der Fl ssigkeit in der Kammer entstehende feste Substanz fÏllt zu Boden der Kammer A und kann mittelst einer Förderschneckee H aus der Kammer A entfernt werden. In der Filtricrkammer C, sind Filtriersacke I angeordnet, die etwa vom Heissdampf mitgerissene Trockensubstanz zurückhalten. Die so sich unter den Filtriersacken I ansammelnde Trockeeusubstanz kann durch einen Kanal a1 abgelassen, mit der durch die F¯rderschnecke H gef¯rderten Trockensubstanz vereinigt und durch i aus der Anlage entnommen werden.
Bei der Inbetriebsetzung der Einrichtung, das heisst nachdem A C, a, b, c mit Hei$dampf angefüllt und der Hahn j der Leitung e geschlossen worden ist, und sich der Ven- tilator B auch in Betrieb befindet, das heisst Heissdampf durch A, C, a, b, c zirkuliert, wird, bevor der Zerstäuber D durch die Pumpe E mit der einzutrocknenden Flüssigkeit gespeist wird, der Turbokompressor IR mittelst des Elektromotors le angetrieben, so dass er durch das Rohr nD von dem sich in der Kammer A befiudlichen Dampf aus diesem Kreislauf, wie Pfeil 1 aogibt,
absaugen kann und ihn beliufs Einstellens des Vakuums in der Kammer A auf den gewünschten Grad, nach Schluss des Hahns 8, durch das mit Hahn 6 versehene Rohr 7 ins Freie abbläst und, nach Schluss des Hahns 6 und Wiederössnen des Hahns 8, ihn verdichtet und erhitzt, wie die Pfeile 2, 3, 4 angeben, zunäehst durch den Hahn 8 reguliert in die Heizschlange L, die in einer Erweiterung o des Kanals b angeordnet ist, und hierauf als Kondensat in eine Heizschlange Jf, die in einer Erweiterung @ des Rohres G angeordnet ist, hindurchdrüekt.
Hierbei wird der Trocknungsdampf, den der Ventilator B iiber die Heizschlange L hinwegbewegt, berhitzt und die durch G dem Zerstäuber zugeführte, einzudickende Fliissigkeit durch die Heizsehlange 1I vorgewärmt.
Dieser Vorgang dauert so lange, als der Turbokompressor in Betrieb ist, indem er konti- nuierlich den im Trockendampf sich ansam- melnden übersehüssigen Dampf ansaugt. Ein Hahn s gestattet den Übertritt des Dampfes aus L in 16I zu drosseln und ein Hahn 9 gestattet, die sich eveutuell in der Schlange L ansammelnde Luft ins Freie abzulassen, um den gewiinschteu Valiuumgtad in der Anlage aufrecht zu erhalten.
Bei richtigem Ausmass und richtiger Be messuug des Turbokompressors und richtigein Einstellen des Hahns s genügt die so erhaltene tberhitzung des zirkulierenden Trock nungsdampfes durch die Heizschlange L nebst Vorwärmung der einzudickenden Flüssigkeit durch die Heizschlange M, um die Einrichtung ohne grössere Frischdampfzufuhr in Betrieb zu halten.
Die erforderliche Frischdampfzufuhr kann durch das mit Hahn t versehene Rohr q wie durch Pfeil 5 angegeben ist, aus e zur Heizschlange L erfolgen, oder es kann zu diesem Zwecke durch Öffnen des Hahns u frischer Heissdampf aus q einem in o eingesetzten, zwischen q und dem L und M miteinander verbindenden Rohr w eingeschalteten mit Kondenstopf 10 ausgerüsteten Zusatzheiz- kipper T zugeführt werden.
Falls die in der Kammer A einzutrock- nende Flüssigkeit bei ihrem Eintrocknen eine Säure odere andere den Turbokompressor 1 : angreifende Substanz dern in Zirkulation be findlichen Trocknungsdampf abgeben sollte, so kann in den Kreislauf des Trocknungsdampfes zum Beispiel in den Kanal a oder in das Rohr m ein Glaswolle-oder Schlacken- wollefilter eingeschaltet werden ; dessen Glas- bezw. Schlackenwolle mit einer Flüssigkeit berieselt wäre, welche die Saure oder andere den Turbokompressor angreifende Substanz zurückzuhalten vermochte.
Anstatt sich in der Kammer in gleicher Richtung zubewegen, k¯unten der Trocknungs- dampf und der einzutrocknende Flüssigkeits- staub sich ineinander entgegengesetzten Rich tungen bewegen.
Auch könnte der Hahn s durch einen Kondenstopf ersetzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Eintrocknen von feste Korper in Losung oder in Suspension enthaltenden Flüssigkeiten, bei welchem die Flüssigkeit in einem umlaufenden Strom überhitzten Trocknungsdampfes zerstäubt und einge dampft wird und die dabei sich ausschei- dendefeste Substanz, sowie der entstehende Dampfüberschuss aus dem Dampfkreislauf entfernt werden, während der verbleibende Dampf zur Behandlung weiterer zu zer stÏubender Flüssigkeit immer wieder über- hitzt wird, dadurch gekennzeichnet, dal3 der aus dem umlaufenden Trocknungs darnpfkreislauf entfernte überschüssige Dampf mittelst eines Turbokompressors verdichtet und damit auch erhitzt wird,um zunächst zum Uberhitzen des umlau fenden Trockendampfstromes und nachher als Kondensat zum Vorwärmen der zu zerstäubenden, einzudickenden Flüssigkeit zu dienen.II. Einrichtung zum Eintrocknen von feste Körper in Losung oder in Suspension ent haltenden Flüssigkeiten, mit mindestens einer Trocknungskammer, aus welcher die Luft, während sie mit Eeissdampf gefüllt wird, entfernt werden kann, und in wel cher ferner die einzutrocknende Flüssig keit mittelst eines Zerstäubers fein zer stäubt wird, während sie von dem durch mindestens einen Ventilator im Kreislauf gehaltenen Trocknungsdampf durchflossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der im Trocknungsdampf, welcher die erwähnte Kammer durchflossen hat, befindliche über- schüssige Dampf von einem Turbokom pressor aus dem Kreislauf des Trocknungs dampfes abgesaugt,und durch denselben verdiebtet und erhitzt, zunächst durch einen im erwähnten Kreislauf des Trock nungsdampfes eingeschalteten Heizkörper gedrüekt wird und hierauf als Kondensat aus letzterem in eine Heizrohre gelangt, die in das Rohr, welches die einzutrock nende Flüssigkeit dem Zerstäuber zuführt, eingeschaltet ist.UNTERANSPRCCHE : 1. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass beim Austritt des Trocknungsdampfes aus der Trocknungs- kammer ein Filter angeordnet ist, um die vom Trocknungsdampf etwa aus der Trock nungskammer mitgerissene, feste Substanz zurückzuhalten.2. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da? Mittel vorge sehen sind, um das Uberhitzen des im Kreislauf bewegten Trooknungsdampfes durch den vom Turbokompressor verdich teten und erhitzten Dampf mittelst einer Zufuhr frischen Dampfes zu ergÏnzen.3. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, da durch gekennzeichuet, dass dem Turbokompressor eine Filtriervorrichtung vorgeschaltet ist, welche eine beim Eintrockneu der Flüssigkeit in der Einrichtung sich etwa bildende Substanz, die Ventilator und Turbokompressor angreifen könnte, zurück- zuhalten vermag.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH95364T | 1921-09-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH95364A true CH95364A (de) | 1922-07-01 |
Family
ID=4353024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH95364D CH95364A (de) | 1921-09-07 | 1921-04-21 | Verfahren und Einrichtung zum Eintrocknen von feste Körper in Lösung oder in Suspension enthaltenden Flüssigkeiten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH95364A (de) |
Cited By (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2815071A (en) * | 1953-09-18 | 1957-12-03 | Roy O Henszey | Horizontal spray drier |
| FR2386001A1 (fr) * | 1977-03-31 | 1978-10-27 | Electricity Council | Sechage de materiau par passage dans une chambre avec mise en circulation de vapeur surchauffee |
| FR2463905A1 (fr) * | 1979-08-20 | 1981-02-27 | Stork Friesland Bv | Procede pour le traitement de l'air chaud notamment dans un sechoir du type a pulverisation et appareillage pour la mise en oeuvre du procede |
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1921
- 1921-04-21 CH CH95364D patent/CH95364A/de unknown
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| US4974335A (en) * | 1988-05-24 | 1990-12-04 | Siemens Aktiengesellschaft | Method and apparatus for drying sewage sludge |
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