CH95426A - Verfahren zum Erhitzen bezw. Schmelzen von Materialien auf elektrisch-induktivem Wege und Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Erhitzen bezw. Schmelzen von Materialien auf elektrisch-induktivem Wege und Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.

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CH95426A
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  Verfahren zum Erhitzen     bezw.    Schmelzen von Materialien auf     elektrisch-induktivem     Wege und Vorrichtung zur     Ausführung    dieses     Yerfahrens.       Vorliegende Erfindung     betrifft    ein Verfah  ren zum Erhitzen     bezw.    Schmelzen von Ma  terialien auf     elektrisch-induktivem    Wege und  besteht darin, dass ein primärer, freischwin  gender     Induktionsstrom;

      das heisst ein solcher  Strom, dessen Periode durch die Kapazität  und die Selbstinduktion des Stromkreises  bestimmt ist, von solch hoher Frequenz ver  wendet wird, dass die erzielte Änderungsge  schwindigkeit des     Kraftlinienfeldes    eine Kop  pelung des primären     Stromkreises    mit dem  sekundär induzierten Heizstromkreise durch       ferro-magnetisches    Material     überflüssig    macht,       ferner    dadurch, dass die Amplitude des durch  eineu     Heizwiderstand    belasteten, sekundär  induzierten Stromes aufrecht erhalten wird.  



  Einen weiteren     Gegenstand    der Erfindung  bildet eine Vorrichtung zur Ausübung des  Verfahrens, welche in einem     primären    Strom  kreis eine     Induktionsspule    und einen Kon  densator enthält, zum Zweck, einen     Hoeh-          frequenzstrom    zu erzeugen.  



  Die Amplitude der Schwingungen des  primären     HochfrequenAstromes    kann dadurch    aufrecht erhalten werden, dass so viel Energie  zugeführt wird, als gerade verbraucht wird.  



  Bei der Vorrichtung zum Ausführen des  neuen Verfahrens, welche in einem primären       Induktionsstromkreis    eine Induktionsspule und  einen Kondensator enthält, ist dieser Induk  tionsstromkreis     zweckmässigerweise    angenähert  auf die Frequenz des     Speisestromkreises    ab  gestimmt.  



  Beiliegende Zeichnung     betrifft    spezielle bei  spielsweise     Ausfübrungsformen    der     Erfindung.          Fig.    I und 2 sind schematische Darstel  lungen, welche spezielle Schaltungen     betreffen,     und       Fig.    3 und 4 sind     hypothetiscbe,    schema  tische Darstellungen, die zur Erläuterung des  Verlaufes des elektrischen Stromes und der  Bewegungen in dem Schmelzbade einer als  elektrischer Ofen ausgebildeten Vorrichtung  gemäss der     Erfindung    dienen;       Fig.    5 ist eine teilweise geschnittene An  sicht eines Induktionsofens.  



  Es ist bekannt, dass bei     .Überwiegen    des       Selbstinduktionswiderstandes    über die Kapa-           zität    des Stromkreises einer zur Erzeugung  von Wärme durch elektrische Induktion  dienenden Vorrichtung,     resp.    Ofenlage, der       Leistungsfaktor    der Anlage beträchtlich ver  schlechtert wird, so dass die Anlage für viel  grössere Stromstärken als der     effektiv    in nutz  barer Wärme im Ofen umgesetzten Energie  entsprechen würde, gebaut werden muss. Auch  wird     hierbei.    Wärme an solchen Stellen des  Stromkreises erzeugt; wo sie nicht nur un  nötig, sondern direkt schädlich .ist.  



  Dieser     ITbelstand    kann durch Einschaltung  von Kondensatoren in den     Stromkreis    der  Ofenspulen vermieden werden.  



       Lrrr    jedoch hierbei eine Energieverschwen  dung zu vermeiden, muss der Stromkreis,  durch den die Entladungen geleitet werden,  mit dem Speisestromkreis möglichst genau  abgestimmt sein, indem man im     Entlade-          stromkreis    einen     Selbstinduktionswiderstand     und eine Kapazität passender Grösse vorsieht.  'eine Schwingungen bleiben dann in ihrer  Amplitude stets aufrecht erhalten, und es  findet eine gleichmässige und ununterbrochene  Energieübertragung statt.  



  Die einzigen Stellen in dem Schwingungs  stromkreis der Vorrichtung, an denen Wärme  erzeugt wird, sind jene, an welchen ein in  induktiver Weise gekoppelter, sekundärer  Stromkreis, beispielsweise ein fester, flüssiger  oder plastischer Körper aus leitendem Material,  oder ein Behälter für letzteres, der einen       sekundärem    Widerstandsstromkreis bildet, vor  handen ist.  



  Da aber an den übrigen Stellen des  Stromkreises, vorausgesetzt dass die Leitungen  richtig dimensioniert sind, keine oder nur  sehr geringe     ohmsche    Verluste entstehen,  kann der Schwingungsstrom auf eine beträcht  liche Entfernung von der Stelle, wo die Kon  densatoren aufgestellt sind, mit nur kleinen  Wärmeverlusten übertragen und an dieser  entfernten Stelle fast vollständig in Wärme  umgewandelt werden.  



  Da die vom Kondensator erhältliche  Leistung nur von der in ihm aufgespeicherten  Energie     ('/a    C     #        V2)    und der Zahl abhängig  ist, wie oft der Kondensator in der Zeitein-         heit    auf die erforderliche Spannung geladen  und entladen wird, so haben der     Selbstinduk-          tionswiderstand    des' primären Stromkreises,  der spezifische elektrische Leitungswiderstand  des den sekundären gekoppelten     Stromkreis     bildenden Metalls oder des Heizwiderstandes  und     die-Innigkeit    der Kopplung keinen Ein  fluss auf die erzeugte Energie und, theoretisch,  keinen Einfluss auf die dem Heizwiderstand  abgegebene Energie.  



  Bei der in     Fig.    1 schematisch gezeigten  Ausführungsform, gemäss der Erfindung, ist  nun der primäre     Induktionsstromkreis    auf den       Hochfrequenz-Speisestromkreis    abgestimmt,  oder doch nahezu abgestimmt, das heisst, der       Selbstinduktionswiderstand    und die Kapazität  sind so gewählt, dass die natürliche Periode  dieses primären Stromkreises im wesentlichen  derjenigen des Speisestromkreises entspricht.  



  Der Speisestrom befindet sieh nahezu in  Phase mit seiner Spannung, und es wird der  Vorteil der     Kondensatorwirkung    erhalten, ohne  dass es erforderlich ist, Entladungszwischen  räume oder     Funkenstrecken    zu benutzen. Es  wird hier eine ununterbrochene Reihe von       Schwingungen    erhalten, von     denen    jede von  voller Amplitude ist. Die den Speisestrom  liefernde     Hochfrequenz-Weehselstromquelle    ist       zum    Beispiel als     Wechselstromdynamo    H  ausgebildet, die einen Strom von hoher Span  nung liefert und zur Erzeugung der von der  selben abgegebenen Leistung nur einen kleinen  Speisestrom erfordert.

   Der Strom wird von  den Stellen p,     p1    nach dem Schwingungs  stromkreis geführt, in dessen einem Zweig  der einstellbare Kondensator     C    von der Kapa  zität C angeordnet ist, während in einem  zweiten Zweig dieses     Stromkreises    ein Selbst  induktionswiderstand     L7    vorgesehen ist. Die       ohmschen    Widerstände der genannten zwei       Stromkreiszweige    sind durch r und R' darge  stellt.     I    bezeichnet den Strom in dem     Ge-          neratorstromkreis,    während     I,    und     Il    die  Stromstärke in den Leitungszweigen bezeich  nen.

   Die elektromotorischen Kräfte in dem       Generatorstromkreis    und in den verschiedenen  Teilen des     Induktanzstromkreises    sind mit       E,        Er    und     Ei,    und der äquivalente Widerstand      eines Teils des Induktionsstromkreises mit       Xi    bezeichnet.  



  Zur Erzeugung des     Selbstinduktionswider-          standes        L7    dient eine Induktionsspule, die  als Ofenspule, das heisst um ein als Schmelz  ofen     dienendes    Gefäss angeordnet ist. Bei  der gezeigten Schaltung fliessen verhältnis  mässig starke Ströme durch den Stromkreis  des Kondensators und der     Induktorspule,    so  dass, wie bekannt, die Stromstärken in den  zwei Leitungszweigen viel grösser sind, als  die Stromstärke im Speisestromkreis, da sich  diesen ein starker wattloser Strom hinzuad  diert.

   Es ist ersichtlich, dass die Ströme in  den     Leitungszweigen    nicht in Phase mit der  Spannung des Speisestromkreises sind, indem  der eine der     elektrorriotorischen    Kraft     vor-          und    der andere ihr nacheilt.  



  Bei der gezeigten Ausführungsform ist von  der möglichen     Anbringung    einer Funken  strecke abgesehen, da es fraglich ist, ob die  durch eine Funkenstrecke erzielbaren Vorteile  nicht wieder durch die darin auftretenden  Verluste aufgehoben werden.  



  Aus dem in     Fig.    2 gezeichneten Vektor  diagramm ergibt sich anhand bekannter Be  ziehungen zwischen elektromotorischer Kraft,  Strom und deren Phasenbeziehung der beiden  respektiven     Stromkreise,-dass    im vorliegenden  Falle die Verwendung einer hohen elektro  motorischen Kraft sehr zweckmässig ist, da  es möglich ist, dem Speisestrom einen sehr  kleinen Wert zu geben, dass ferner bei zu  nehmender induktiver Koppelung zwischen  dem Heizwiderstand und dessen Spule mehr  Arbeit durch erhöhte Wärmeabgabe geleistet  und hierdurch auch der Generator veranlasst  wird, mehr Leistung abzugeben.  



  Ein Vorteil, welcher durch die Anwendung  von grossen elektromotorischen Kräften und  einer kleinen Stromstärke erzielt wird, besteht  darin, dass in einem solchen Falle billige  Dynamokonstruktionen zur Anwendung kom  men können, und dass nur kleine Übertra  gungsverluste in Kauf, genommen werden  müssen, falls der Strom auf eine bedeutende  Entfernung     .zu    übertragen ist.    Infolge der angenäherten Abstimmung des  primären Induktionskreises auf die Frequenz  des     Speisestromes    werden die Schwingungen,  welche von der     Xondensatorentladung    her  rühren, trotz der Dämpfung, welcher sie  während ihrer Schwingung im primären In  duktionskreis wegen der Energieübertragung  auf den Heizwiderstand unterworfen sind,  immer wieder in gleicher Grösse erzeugt.

   Auf  diese Weise wird die volle maximale Ampli  tude und Stärke dieser Schwingungen im  primären Induktionskreis aufrecht erhalten.  



  Da während der Ladung des     Kondensa-          tors    keine Unterbrechung der Schwingungen       stattfindet,    wird die Energie bei der beschrie  benen Vorrichtung gemäss der Erfindung  während der ganzen Zeit mit maximaler In  tensität übertragen, was zum Beispiel bei den  Vorrichtungen, wo gedämpfte Schwingungen  zur Anwendung kommen, nur während des       Entladezeitraumes    der Fall ist, der nur einen  Bruchteil des zum Laden und Entladen die  nenden ganzen Zeitraumes bildet.  



  Bei der beschriebenen Vorrichtung ist es  daher möglich, bei gleicher Energiezuführung  die erforderlichen Abmessungen oder das er  forderliche Gewicht des     Kondensators    im  Vergleich zu den Vorrichtungen, wo gedämpfte.  Schwingungen zur Anwendung kommen, auf  ungefähr ein Fünftel zu reduzieren, indem  bei der neuen Vorrichtung bei einer bestimm  ten Grösse des Kondensators eine viel grössere  Energieaufnahme stattfindet. Bei der be  schriebenen Vorrichtung kann ferner die zu  geführte Energie eine hohe Spannung besitzen,  die dem Stromkreis ohne oder unter Zwischen  schaltung von Transformatoren zugeführt  werden kann, so dass ein starker     Stromfluss     ohne nennenswerte Verminderung der Span  nung erhalten wird.  



  Zur genauen Abstimmung des Induktions  stromkreises wird     zweckmässigerweise    eine  der zwei massgebenden Grössen, die Kapazität  oder der zu Selbstinduktion der Induktions  spule hinzukommende     Selbstinduktionswider-          stand    des dieselbe enthaltenden Stromkreises  einstellbar vorgesehen.

        Die Art und Weise, wie die Anpassung  einer derartigen Vorrichtung an einen Mehr  phasenbetrieb zu erfolgen hat, ohne dass die       Phasen    des Netzes ungleich belastet werden,  ist auf der Hand liegend; so dass es sich  erübrigt, eine solche Anpassungsart besonders  darzustellen und zu beschreiben. - Da wo ein  besonderer Generator gewünscht wird, kann  er     zweckmässig    durch einen     Mehr#phasen-Asy        n-          chronmotor    betätigt werden, wobei dann eine  beliebige Speisung der einzelnen Phasen durch  den Generator möglich ist, ohne dass die  Phasen des Netzes ungleich belastet werden.  



  Bei Anwendung des vorliegenden Verfah  rens und der Vorrichtung zum Heizen     bezw.     Schmelzen einer Metallmasse oder eines andern  leitenden Materials spielen     Unregelmässigkeiten     in der Form der Charge gar keine Rolle und  selbst eine örtliche     Wärmezuführung    an be  stimmten Stellen derselben ist möglich. Die  als Ofen ausgebildete Schmelzvorrichtung  kann ohne Schmelztiegel ausgeführt sein oder  einen solchen aufweisen, und der Schmelz  tiegel     kann    nach Bedarf leitend sein oder  nicht. In einem leitenden Tiegel kann jedes  beliebige, auch nicht leitende Material behan  delt werden.  



  Speziell für     Tiegelöfen    bietet die Erfindung  den Vorteil, dass     keine    Beimengung von  magnetisch leitendem     Material    zum Einsatz  erforderlich ist, so dass dessen Zusammen  setzung nicht gestört wird.  



  Beim Heizen mit     Vakuum    können bei der       Konstruktion    des Tiegels die Bedingungen;  welche für die Aufrechterhaltung des     Vakuums     zu erfüllen sind, vollauf berücksichtigt werden,  da eine passende Umhüllungsspule an jedem  Tiegel angebracht werden kann.  



  Die Erfindung soll nun auch noch an  hand des in     Fig.    5 gezeigten elektrischen       Induktions-Tiegelofens    erläutert werden. Bei  diesem Ofen umgibt eine Spule 0 einen Be  hälter 12, der mit einem luftdichten -Deckel  13 versehen ist, durch den eine     nach    einem  Vakuum führende Röhre 14 hindurchgeht.  Innerhalb des Behälters 12 ist ein     Tiegel    11  angeordnet, der auf eine Isoliermasse 15 auf  gesetzt ist, damit er,     .bezw.    sein Inhalt 16    auf die erforderliche Höhe zu der Spule zu  liegen kommt. Der     Heizwiderstand    kann  durch 15- oder<B>16</B> gebildet werden.  



  Der durch die Spule 0 fliessende     Schwin-          gungsstrom,    .von dem die Amplitude der  Schwingungen aufrecht erhalten wird, indu  ziert,. ganz gleichgültig wie er erzeugt worden  ist, im     Heizwiderstand    einen     Stromfluss    in  Ebenen, die zu den Ebenen der Spule 0       parallel    sind. Der     Skin-Effekt    bewirkt, dar)  der induzierte Strom etwas mehr in dem  äusseren .

   Teil, als an andern Stellen des       Heizwiderstandes    konzentriert wird, was zur  Folge hat,     dass    der     Aussenumfang,    schneller  erwärmt wird, . als der innere Teil, so dass  ein     Wärmefluss    von dem äussern Teil des  Heizwiderstandes nach. dem innern Teil des  selben eintritt. Ein     Joulescher        Effekt,    das       heisst    das Bestreben der     stärker    erhitzten       Heizwiderstandteile,    in die Höhe zu steigen,  tritt auf, wenn der     Heizwiderstand    flüssig  ist.

   In     .Fig.    3 deuten die Pfeile die Richtung  der     Stromlinien    in der Spule, durch welche  die Schwingungen hindurchgehen, und im  Heizwiderstand an.  



  -Die     Stroindiclite        ln    einem geschmolzenen  öder flüssigen     Heizwiderstand        kam)    so     gross     gemacht werden,     daf,    der Strom in derselben  Weise wirkt, wie wenn parallele Stromlinien  durch     düirne    Leiter fliessen würden, die sich  in der Luft frei     bewegen    können und dabei  zusammengezogen werden.

   Eine entsprechende  Zusammenziehung in einem flüssigen Leiter,  eine Erscheinung, die     "Pirich-Effekt"    genannt  wird,     kann    dazu verwendet werden, um eine  wirksame     Rührwirkung    zu erhalten, die sich  von dem     stärker    erwärmten äussern Teil  des Schmelzbades in radialer Richtung nach  einwärts geltend macht. Eine solche     Wirkung          wird    allerdings durch das in die Höhe ' stei  gende, stärker erwärmte Metall etwas abge  schwächt, so dass ungefähr die in     Fig.    4  gezeigten     Strömungslinien    erhalten werden.

    Der Rührwirkung     kommt    nicht dieselbe Be  deutung zu wie der L     mwandlung    von Energie  in Wärme, welche für     Heizwiderstand    vor  sich. zu. gehen hat, da ohnehin eine gute  Leitung der Wärme vom Aussenumfang nach      innen stattfindet, was namentlich dann der  Fall ist, wenn der     Tiegelinhalt    den Heiz  widerstand bildet.  



  Die Vorrichtung gemäss der Erfindung  erfordert einen Generator, der eine anormale  Frequenz besitzt und etwas     teurer    ist als  ein solcher normaler     Frequenz.    Hingegen  können infolge der günstigen, in vorstehendem  dargelegten Eigenarten des zur Verwendung  gelangenden Stromes die Auslagen für die  Kondensatoren ganz erheblich vermindert  werden.  



  Infolge der erzielten Einfachheit und der  völligen Unabhängigkeit von Unregelmässig  keiten in der Form und abgesonderten Teilen  des Heizwiderstandes werden so grosse Vor  teile erzielt, dass nahezu in idealer Weise  arbeitende Öfen erhalten werden, was nament  lich mit Bezug auf zum Schmelzen, Raffinieren  oder Erwärmen von Materialien dienende  Tiegel zutrifft.  



  Dein Tiegel kann eine solche Form ge  geben werden, dass er leicht gefüllt und ent  leert werden kann. Ferner kann der Tiegel  inhalt abgekühlt und wieder erwärmt werden,  ohne dass der Tiegel zerschlagen werden muss.  



  Durch die kompakte Form der den Heiz  widerstand darstellenden, behandelten Masse  werden in weitgehendem Masse die Wärme  verluste vermindert, die Masse wird einheit  lich erwärmt und ist bezüglich der Erwärmung  weniger von der Zirkulation abhängig, als in  andern Öfen mit Erhitzung auf elektrisch  induktivem Wege, bei denen das Bad eine  sehr ausgedehnte und unregelmässige Form  hat.  



  Es kann dafür gesorgt werden, dass der  Leistungsfaktor im wesentlichen gleich eins  ist und der Wirkungsgrad nimmt in ausge  prägtem Masse mit der Grösse der Vorrich  tung zu. Im Speisestromkreis wird dadurch  ein Leistungsfaktor eins erhalten, dass der  Strom in diesem Stromkreis in Phase mit  seiner elektromotorischen Kraft gebracht wird,  und es ist der Strom in dem die Kapazität  und die Ofeninduktionsspule aufweisenden  Stromkreis zu jeder Zeit im wesentlichen  gleich gross, während der vom Generator ge-    lieferte Strom entsprechend der vom     Heiz-          widerstand    aufgenommenen Energie wechselt.

    Bei auftretenden Änderungen in der absor  bierten Energie ändert sich die Phasenver  schiebung zwischen den Strömen, welche  durch die     Induktorspule    und den Kondensator  gehen, wie das aus dem     Vektordiagramm     ersichtlich ist, und zwar nimmt dieselbe mit  zunehmender Energieaufnahme ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Erhitzen bezw. Schmelzen von Materialien auf elektrisch-induktivem Wege, dadurch gekennzeichnet, dass ein primärer, frei schwingender Induktions strom, das heisst ein solcher Strom, dessen Periode durch die Kapazität und die Selbstinduktion des Stromkreises bestimmt ist, von solch hoher Frequenz verwendet wird, dass die erzielte Änderungsgeschwin digkeit des Kraftlinienfeldes eine Koppe lung des primären Stromkreises mit dem sekundär induzierten Heizstromkreise durch ferroinagnetisches Material überflüssig macht, ferner dadurch, dass die Amplitude des durch einen Heizwiderstand belasteten,
    sekundär induzierten Stromes aufrecht erhalten wird. II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass dieselbe in einem primären Stromkreis eine Induktionsspule und einen Kondensator enthält, zum Zweck, einen frei schwingenden Hochfrequenzstrom zu erzeugen. UNTERAN SPRMIE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingende Strom, welcher durch den Heizwiderstand geleitet wird, zeitlich ununterbrochen ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der primäre Induktionskreis angenähert auf dieselbe Frequenz abgestimmt wird, die der die Energie liefernde Speisestrom kreis aufweist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Entladung eines im primären Induktionsstromkreis enthaltenen Kondensators durch einen metallischen, die Induktionsspule enthaltenden Leiter geleitet wird, so dass eine Entladungsfun- kenstrecke entbehrlich wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass infolge Auftretens eines starken, wattlosen Stromes im primären Induktionsstromkreis in diesem ein stärkerer Strom fliesst \als in dem Speisestromkreis. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Induktions stromkreis angenähert auf die Frequenz des Speisestromkreises abgestimmt ist.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass von den zwei Grössen, Kapazität und Reaktanz des In duktionsspulenstromkreises, die eine ein stellbar ist, zwecks Abstimmung des ge nannten Stromkreises, um hierdurch einen Ausgleich für verschiedene Betriebsbedin gungen zu schaffen.
CH95426D 1917-09-19 1918-03-22 Verfahren zum Erhitzen bezw. Schmelzen von Materialien auf elektrisch-induktivem Wege und Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. CH95426A (de)

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