CH95574A - Schutzkörper gegen Röntgen- und Radiumstrahlen. - Google Patents

Schutzkörper gegen Röntgen- und Radiumstrahlen.

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CH95574A
CH95574A CH95574DA CH95574A CH 95574 A CH95574 A CH 95574A CH 95574D A CH95574D A CH 95574DA CH 95574 A CH95574 A CH 95574A
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Kaempe Fritz
Lorey Dr Med Alexander
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Kaempe Fritz
Lorey Dr Med Alexander
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  Schutzkörper     gegen    Röntgen- und     Radiumstrahlen.       Wegen des schädlichen     Einflusses    der  Röntgen- und     Radiumstrahlen    auf den mensch  lichen Körper werden die Räume, in denen  solche Strahlen erzeugt werden oder in denen  sich die Bedienung der Einrichtung zur  Strahlenerzeugung aufhält, durch Schutzkörper  (Wände, Decken, Fussböden) aus für     Röntgen-          bezw.        Radiumstrahlen    undurchlässigem Bau  stoff abgeschirmt.  



  Zu diesem Zwecke wurden bisher fast  ausschliesslich mit einer 2 bis 3 mm starken  Bleischicht bekleidete Schutzwände, -Decken  und -Böden benutzt, weil Blei infolge seines  hohen Atomgewichtes und seiner grossen  spezifischen Schwere eine besonders starke  Schutzwirkung gegen Röntgen- und Radium  strahlen hat. Derartige Bleiwände, -Decken  und -Böden haben den Nachteil, dass sie an  sich nicht tragfähig sind, sondern einen meist  in Form einer Holzwand ausgeführten Träger  erfordern, an dem das Blei durch Nägel be  festigt wird, so dass es an diesen Stellen  durchlöchert werden muss.

   Da die Undurch  lässigkeit des Eisens gegen Röntgen- und         Radiumstrahlen    wesentlich geringer als die  des Bleies ist, wird die     Schutzwirkung    der  Wand an den Befestigungsstellen der Blei  platten entsprechend vermindert. Schliesslich  ist als Nachteil der mit Blei verkleideten  Schutzkörper hervorzuheben, dass Blei als  guter elektrischer Leiter die Zuführung des  hochgespannten Stromes zur Röntgenröhre  erschwert und durch elektrische     Aufladungen     den Betrieb der Röhre stört.  



  Nach vorliegender Erfindung werden diese  Nachteile dadurch beseitigt, dass der Schutz  körper durch eine gegen Röntgen- und Radium  strahlen undurchlässige Schutzschicht gebildet  wird, die aus einer einen     Stoff    von hohem  Absorptionsvermögen für Röntgen- und Ra  diumstrahlen, z. B. Schwerspat, enthaltenden  keramischen Masse besteht. Da ein solcher  Schutzkörper ganz aus der strahlensicheren  Schutzmasse hergestellt werden kann, kann  der bei mit Blei verkleideten Schutzkörpern  erforderliche Träger in Wegfall kommen.  Auch können für solche in beliebiger Dicke  ausführbare Schutzkörper Stoffe verwendet      werden, deren spezifisches Absorptionsver  mögen für Röntgen- und     Radiumstrahlen     geringer ist als das des Bleies.  



  Eine Schutzwand     bekannter    Art aus 3 mm       starkem    Bleiblech hat einschliesslich ihrer       Holztragwand    und der Holzverkleidung eine       Gesamtstärke    von etwa 6 cm. Wenn nach  der Erfindung beispielsweise ein Schutzstoff,  wie Schwerspat, mit einem geeigneten Binde  inittel, z. B.

   Gips oder Zement, und Wasser  zu einer     abbindefähigen    keramischen Masse  angerührt und aus dieser die ganze Schutz  wand in einer Stärke von 6 cm hergestellt  wird, so zeigt sich, dass eine solche Wand  in ihrer Schutzwirkung einer 312 bis 4 min  starken Bleischicht vollständig     gleichkommt;     sie hat aber vor einer     Bleischutzwand    die  wesentlichen Vorteile, dass sie bedeutend  billiger     herstellbar,    vollständig ungiftig und  nicht     leit-    oder     aufladefähig    ist.  



  Die     Schutzkörper    können aus der strahlen  sicheren keramischen Masse entweder als ein  heitliches Ganzes hergestellt sein oder eine  aus einzelnen Baukörpern zusammengesetzte  Wand, Decke oder dergleichen bilden. In  jedem Falle sind sie, was besonders für ihre  Verwendung in     Krankenhäusern    wichtig ist,  abwaschbar und     können    mit Ölfarbe gestri  chen oder     finit    Kacheln oder dergleichen ver  kleidet werden.  



  Vorhandene Wände, Decken oder Böden  können durch einen Verputz aus der oben  beschriebenen keramischen Masse strahlen  sicher gemacht werden.  



  Anstatt die Schutzkörper vollständig aus  der den Schutzstoff enthaltenden keramischen  Masse herzustellen oder aus diese Stoffe ent  haltenden Baukörpern aufzubauen; kann auch  eine aus gewöhnlichem     Baustoff    errichtete  Wand, Decke oder Boden mit Kacheln, Flie  sen oder dergleichen belegt werden, deren       (xrundstoff    die Schutzmasse enthält.     Derartige     Kacheln können beispielsweise aus Ton her  gestellt sein, der mit den Schutzstoffen innig  verrührt und gemischt und nach seiner Form  gebung in üblicher Weise gebrannt wird.

      Die Schutzkörper können durch einen  nicht strahlensicheren Hohlkörper mit ihn  ausfüllender keramischer Schutzschicht ge  bildet sein, zum Beispiel aus zwei nicht  strahlensicheren Futterwänden mit Zwischen  füllung aus strahlensicherem     Schutzstoff    be  stehen.  



  Es ist bereits bekannt, einen von Röntgen  strahlen     undurchleuchtbaren        Stoff    dadurch  herzustellen, dass staubfein geriebenes Metall  oder Metalloxyd mit einer Gummilösung an  gefeuchtet, zu einem Teig     zerrührt,    ausge  walzt und vulkanisiert wird. Aus diesem       Stoffe    sind insbesondere Schutzkleider und  dergleichen für die mit Röntgenstrahlen  arbeitenden Personen hergestellt worden, in  dein der     Stoff    entweder selbst zu Kleidungs  stücken verarbeitet oder als Einlage zwischen  Deckstoffen benutzt wurde.

   Demgegenüber  liegt die beschriebene Erfindung auf einem  ganz andern Gebiet, indem sie Schutzkörper  gegen die     Fernwirkung    von Röntgen- und       Radiumstrahlen    über den Behandlungsraum  hinaus     betrifft.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schutzkörper gegen Röntgen- und Radium strahlen, gekennzeichnet durch eine Schutz schicht aus einer einen Stoff von hohem Ab sorptionsvermögen für Röntgen- und Radium strahlen enthaltenden keramischen Masse. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Schutzkörper nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine nicht strahlen sichere Wand, auf der die keramische Schutzschicht aufgebracht ist. 2. Schutzkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch 1; gekennzeichnet durch eine nicht strahlensichere Wand, deren Schutzschicht aus einzelnen Kacheln be steht. 3. Schutzkörper nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen nicht strahlen- sicheren Hohlkörper mit ihn ausfüllender keramischer Schutzschicht. 4.
    Schutzkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, gekennzeichnet durch eine Wand aus zwei nicht strahlensicheren Futterwänden mit zwischenliegender kera mischer Schutzschicht.
CH95574D 1919-05-22 1921-03-26 Schutzkörper gegen Röntgen- und Radiumstrahlen. CH95574A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE913000C (de) * 1943-07-08 1954-06-08 Dr Boris Rajewsky Bauelement oder Bauteil zum Schutz gegen Neutronen- und ª†-Strahlung
DE913351C (de) * 1951-02-17 1954-06-10 Strahlenschutz M B H Ges Strahlensicherer Fussbodenbelag

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE913000C (de) * 1943-07-08 1954-06-08 Dr Boris Rajewsky Bauelement oder Bauteil zum Schutz gegen Neutronen- und ª†-Strahlung
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