Vorrichtung zur synchronen Aufnahme optisch-akustischer Vorgänge und deren Wiedergabe mittelst konstanter Lichtquelle. . Für die Zwecke der akustischen Kine- matographie ist es bekanntlich erforderlich, die optisch akustischen Vorgänge synchron aufnehmen und wiedergeben zu können.
Die Schwierigkeiten zur Verwirklichung die ser Forderung liegen insbesondere in der Zwangsläufigkeit, die zwischen der Auf nahme und Wiedergabe mit Bezug auf die Svnchronität bestehen muss und in den über- tragungsschwierigkeiten zwischen Aufnahme und Wiedergabe. Akustische Kinematographie kann infolgedessen nicht einseitig dadurch verwirklicht werden, dass für das Aufnahme verfahren allein diese Schwierigkeiten be hoben werden, während das Wiedergabever fahren mit den bisher vorhandenen Nach teilen durchgeführt wird.
Die Erfindung gibt ein Mittel an die Hand, um sowohl synchrone Aufnahme, wie synchrone Wiedergabe zu ermöglichen. so class akustische Kinematographie, das heisst die Aufnahme und Wiedergabe optisch aku stischer Ereignisse ermöglicht wird. Die Aufnahme, deren Schwierigkeit darin besteht, die akustischen Frequenzen unver- zerrt und ohne Zeitdifferenzen zu registrieren, wird dadurch ermöglicht, dass die Quer belichtung eines Filmbandes durch eine den akustischen Frequenzen trägheitslos folgende Lichtquelle herbeigeführt wird.
Um diese optisch registrierten Frequenzen gleichfalls synchron und unverzerrt wiedergeben zu können, wird eine konstante Lichtquelle be nutzt, die auf eine lichtelektrische Zelle ein wirkt. Die Wirkung der lichtelektrischer Zelle, die vorteilhaft aus Alkalimetall besteht und eine lichtelektrische Kathodenzelle sein kann, wird erhöht -durch Einschaltung in einen durch ungedämpfte Hochfrequenz- schwingunLyen erregten Kondensatorkreis. Die zur.
Aufnahme dienende, den akustischen Frequenzen trägheitslos folgende Lichtquelle ist vorteilhaft eine leuchtende Gasstrecke, beispielsweise eine Quecksilberdampflampe oder ein anderes Gasrohr mit leuchtender Entladung.
Die Erfindung kann praktisch derart ausgeführt werden, dass auf einem Film der optische Teil eines Ereignisses in normaler Weise kinematographisch fixiert wird. Die hiermit verbundenen akustischen Vorgänge (Töne und Geräusche) wirken auf einen sehallaufneh'menden Apparat (Mikrophon) und setzen sich in elektrische Stromscliwan- kungen um. Diese beeinflussen eine prak tisch trägheitsfreie Lichtquelle, insbesondre eine leuchtende C asstrecke, die den von der Schallquelle erzeugten Stromschwankungen folgt, ohne selbst Eigengeräusche zu er zeugen.
An Stelle dieser Lichtquelle kann ferner eine Lampe mit thermischer Lichtemission treten, die bei geeigneter Ausführung gleich falls praktisch trägheitslos ist.
Diese Lichtschwankungen werden benutzt, um den laufenden Film in Querstreifen zu belichten. Hierbei muss die Grösse der Film geschwindigkeit der Streifenbreite entspre chend derart gewählt werden; dass die Cha- r@ikteristik der Sprache nicht gestört -wird. Da aber bekanntlich der Film (las Objektiv ruckweise passiert, erfolgt die Belichtung an einer etwas vor- oder zurückliegenden Stelle des Filmes, die sich dort stetig bewegt.
Um die optisch registrierten akustischen Frequenzen vermittelst der Streifenschwär- zung wiederzugeben, wird letztere von einer konstanten Lichtquelle bestralhlt, deren Licht bündel durch das vorbeilaufende Filmband rliythinis^h in seiner Intensität geändert wird und auf eine lichtelektrische Zelle (zum Bei spiel Alkalihvclriir mit Edelgasfüllung) fällt. l1an benutzt die Widerstandsänderungen der Zelle,
um in einem mit ungedä.mpfter Hoch frequenz gespeisten Schwingungskreis, zu dessen Kondensator die Zelle parallel geschaltet. ist, Stromschwankungen hervor zurufen, indem die Dämpfung dieses greises durch den durch die Zelle bedingten Parallel widerstand beeinflusst wird.
Auf diese Weise lassen sich auch in grossen Räumen genügende Schallintensitäten erzeugen. Die in der beiliegencl#-n Zeichnung dar gestellten Figuren sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgeg < nstandes.
In Fig. 1 ist die Tonaufnahme in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die gleich zeitige Bildaufnaliine ist mitgezeiclinet; In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für die Tonreproduktion abge bildet; Die Fig. 3 veranschaulicht ein Ausfüh rungsbeispiel der Erfindung für das Ein schalten der Photozelle in einen elektrischen Schwingungskreis ; Fig. 4 endlich zeigt den Ausschnitt eines nach der Erfindung beispielsweise hergestell ten Filmes, der Ton und Bild aufweist.
In Fig. 1 gelangt der Schall in das Mikrophon in, und wird dadurch in elektrische Wellenströme umgesetzt. Diese Ströme wer den dem Kathodenröhreverstärker v zuge führt und so verstärkt, dass sie eine leuch tende Entladung g im Tempo der Schall wellen zu beeinflussen vermögen.
Die leuch tendsten Teile dieser Entladung werden durch ein optisches System o und - eine Schlitz blende oder Spalt s auf dem sich bewegenden Film<I>f</I> abgebildet. Der Film<I>f</I> wird von der Rolle r1 abgewickelt und passiert gleichzeitig den kinematographischen Aufnahmeapparat k, wo an anderer Stelle der Filmbreite (Fix.
4) das kinematographische Bild aufgezeichnet wird. Der belichtete Film gelangt schliess lich in die Rolle r.. Der Transport des Fil mes in den beiden Aufzeichnungsapparaten ist so eingerichtet, dass er im kinematographi schen Aufnahmeapparat ruckweise, in dem Apparat zur Aufzeichnung der akustischen Vorgänge stetig erfolgt.
Die Wiedergabe des kopierten Filmes ge schieht in ähnlicher Weise. Der Film passiert einen nicht gezeichneten kinematographischen Projektionsapparat und den Apparat für die Wiedergabe der Tonzeichen.
Der Wiedergabevorgang selbst vollzieht sich folgendermassen. <B>-</B> Lichtquelle Z s-ndet gleichmässig einen konstanten Lichtstrom aus, der durch das optische System o und den Spalt s in Form einer schmalen Brennlinie auf die= jenige Stelle des Filmes projiziert wird, die die Tonzeichen. in Form von Schwärzungs- schwankungen enthält. Durch den vorbei laufenden Film wird die Menge des nach der Photozelle r durchfallenden Lichtes im Rhythmus der akustischen bezw. optischer. Intervalle geändert.
In der Photozelle -, ent stehen durch die wechselnde Menge des ein fallenden Lichtes Stromschwankungen. Diese werden mit einer Kathodenröhrenverstär- kungseinrichtung v verstärkt und einem ge eigneten Wiedergabetelephon t zugeführt, das die Stromschwankungen wieder in Schall umsetzt.
In Fig. 3 liegt die photoelektrische Zelle z parallel zu dem Kondensator eines ab gestimmten Sehvingungskreises k<B>2</B>. Der Schwingungskreis<B>IG,</B> wird durch den Kreis k, erregt und überträgt diese Energie auf den Nutzkreis k3. Durch die Widerstands änderungen der Photozelle wird die Dämp fung des Kreises im Rhythmus der Schall wellen beeinflusst.
Fig. 4 stellt, wie erwähnt, einen Film dar, der die Bild- und Tonzeichen besitzt.