Einrichtung zur Regelung der Gas- und Luftzufuhr bei Gaskochern. Der Einstellhahn an Gaslochern lässt zwischen seinen Grenzstellungen Mittelstufen für die Flammengrösse zu, deren Einstellung aber vollständig dem Gefühl überlassen ist. Nach allgemeinen Erfahrungen werden Speisen zunächst bei grösster -Flamme zum Kochen gebracht und bei der Kochtemperatur über eine gewünschte Zeit durch Kleinstellung der Flamme erhalten. Die Einhaltung der Koch temperatur erfordert eine verhältnismässig genau bestimmbare Menge Gas. Bei einem Kocher üblicher Grösse sind hierzu meist 40 Liter Gas, auf die Stunde berechnet, erforderlich. Eine solche genaue Einstellung ist aber bei den gebräuchlichen Kochern nicht möglich.
Hiervon ausgehend stellt sich vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine solche Einstel lung des Hahnkückens gegenüber einer Skala zu ermöglichen, dass es jeweilen genau die gewünschte Gasmenge durchlässt. Zu diesem Zweck ist das Hahnküclen mit einer Reihe Bohrungen wachsenden Querschnittes versehen, die in Übereinstimmung mit der Skala des Hahnens angeordnet sind und mit einer ge- meinsamen Düse nacheinander in Verbindung gebracht werden können.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbei spiel der Erfindung in Fig. 1 und 2 an einem Gaskocher mit Doppelsparbrenner im senkrech ten Schnitt bezw. Oberansicht dar; Fig. 4 zeigt die Abwicklung des Halmkückens -und Fig. 3 eine Variante.
In dem Kochergestell a sind im gezeich neten Beispiel der Fig. 1 und 2 der Spar brenner b und der ihn umgebende Haupt brenner c angeordnet. Sie werden durch ihre zugehörigen Kanäle b' bezw. c' über den ge meinsamen Hahnen d gespeist, der in üblicher Weise am Kochergestell a befestigt und an die Gaszuleitung e angeschlossen ist. Das Kücken <I>d'</I> des Hahnens <I>d</I> ist mit einer Längs bohrung und in seinem Mantel mit neben einanderliegenden Bohrungen<I>f,</I> g, g" und lt von wachsender Grösse versehen, deren Durch messer einer bestimmten Gasmenge in der Stunde entspricht.
Damit der Sparbrenner b für sich, unabhängig vom Hauptbrenner, mit verschiedenen bestimmten Gasmengen beliefert werden kann, beide Brenner aber auch zu gleich gespeist werden können, enthält das Hahukücken d' zunächst die Reihe der Boh rungen g und daran anschliessend die zwei übereinanderliegenden Reihen der Bohrungen !j", h (Fig. 4).
Da die beiden Düsen g', h' für den Sparbrenner b bezw. den Haupt brenner r hintereinander und in der Höhe der Bohrungen g, g" bezw. h, liegen, gestatten die Bohrungen g zugleich mit den Bohrungen h den Zutritt des Gases zu beiden Brennern b und e. Sobald jedoch die Bohrungen g" vor der Diise g' des Sparbrenners b eingestellt werden, ist der Gaszutritt zur Düse 1i' ab gesperrt.
Das Hahngehäuse ist von einer Kammer i für den Zutritt der Erstluft zu den Düsen g' und h der beiden Brenner umgeben. Die Ver bindung der Kammer z mit der Aussenluft wird durch einen Drehschieber h gesteuert, der mit dem Hahnkücken d' verbunden ist. Die Durchflussöffnungen 7' für den Zutritt der Erstluft werden dadurch in Übereinstim mung mit den Bohrungen des Hahrrkückens eingestellt.
Die Stellscheibe d" des Halrn- kiiekens d' trägt eine Skala der einstellbaren Gasmengen in der Stunde.
Die Auslassöffnungen des Hauptbrenners c können beliebig nach aussen oder innen ge richtet sein. Im gezeichneten Beispiel ist die letztere Anordnung gewählt. Die zum Zutritt der Zweitluft dienende Öffnung d wird durch einen Drehschieber 7n gesteuert, der bei in' gelagert ist und an Arm )a' einen Zahnbogen )t trägt.
Dieser steht mit einem Zahnsektor o auf einer Spindel o' des Halmkückens d' in Eingriff. Er wird in Lbereinstimrnung mit den Bohrungen des Kückens eingestellt, damit bei voller Flamme auch die Zweitluft in vollem Ausmass zutreten kann.
Eine bis an den Hauptbrenner c reichende Schalet) verhindert den freien, seitlichen Zutritt der Luft zur Flamme. >;m den seitlichen Zutritt der Luft regeln zu können, ist am Grunde der Schale 1) ein Drehschieber g ein gebaut, durch den Schlitze h der Schale gesteuert werden kiinnen. Der Drehschieber g ist durch Stege r mit dem Schieber<B>gib</B> ver- bunden und wird gleichzeitig mit ihm ver stellt.
Durch die Regelung der Zweitluft und der seitlich zutretenden Luft wird auch die Strö- nrungsgeschwindigkeit der Heizgase bestimmt, also besonders bei kleiner Flamme vermindert, so dass die Heizgase vollkommener ausgenutzt werden.
Bei einfachen Brennern wird das Hahn- kiicken d' zweckmässig nur mit einer Reihe Bohrungen f wachsender Grösse ausgerüstet, wie Fig. 3 zeigt, die dann beim Einstellen des Kückens d' nacheinander mit der zum Brenner führenden Düse Verbindung erhalten.