CH96087A - Elektrischer Ofen für metallurgische Zwecke, zum Beispiel für die Gewinnung von Zink und dergleichen. - Google Patents

Elektrischer Ofen für metallurgische Zwecke, zum Beispiel für die Gewinnung von Zink und dergleichen.

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CH96087A
CH96087A CH96087DA CH96087A CH 96087 A CH96087 A CH 96087A CH 96087D A CH96087D A CH 96087DA CH 96087 A CH96087 A CH 96087A
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Coswiger Braunkohlen-W Haftung
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Coswiger Braunkohlen Werke Ges
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  Elektrischer Ofen für     metallurgische        Zwecke,    zum Beispiel für die Gewinnung  von Zink und dergleichen.    Die Erfindung     betrifft    einen elektrischen  Ofen für metallurgische     Zwecke,    zum Beispiel  für die Gewinnung von Zink oder dergleichen.  Die Erfindung soll ermöglichen, dass unter  vollständigem     Luftabschluss    oder in einer ganz  bestimmten Atmosphäre oder im evakuierten  Raum gearbeitet werden kann.

   Es wird des  wegen die     Lichtbogenbeheizung    mit ihren ver  schiebbaren und regulierbaren Elektroden  gänzlich vermieden und ausschliesslich eine       Widerstandsbeheizung    und eine     Beheizung    der  Beschickung von den Ofenwänden zur An  wendung gebracht.  



  Um dies zu erreichen, ist nach der Er  findung ein vollständig geschlossener Be  schickungsraum vorgesehen, an dessen Um  fang in den Wandungen in mindestens einer  Reihe eine Anzahl von nach dem Zentrum  zu nicht verschiebbaren, mit in der Wärme  elektrisch leitender Masse     überstampften,    also  mit der Beschickung nicht in Berührung  kommenden Elektroden angeordnet ist, wobei  diese so geschaltet sind, dass zwischen sämt-         lichen    in der gleichen Reihe liegenden Elek  troden Potentialdifferenz herrscht.  



  Der     Erfindungsgegenstand    ist auf der  Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen  veranschaulicht.  



       Fig.    1 stellt einen Längsschnitt durch  eine     Ausführungsform    dar, und zwar nach  Linie     I-I    in     Fig.    2. Diese ist ein Quer  schnitt durch den Ofen und zeigt die Anord  nung der Elektroden.  



       Durch        Fig.    3 werden die Strom- und  Spannungsverhältnisse zwischen den Elek  troden veranschaulicht.     -          Fig.    4 und 5 zeigen zwei beispielsweise       Anschlussschaltungen,    für welche die in     Fig.    3  dargestellte     Potentiälverteilung    gilt.     -          Fig.    6 stellt schematisch eine zweite Aus  führungsform     dai#,    und       Fig.    7     ist'    eine Abwicklung des Ofenum  fanges dieser Ausführungsform.  



       Fig.    8 und 9 zeigen zwei verschiedene  beispielsweise     Anschlussschaltungen    für die  Ausführungsform nach     Fig.    6 und 7.      Bei der Ausführungsform nach     Fig.    1 und  2 sind sechs Elektroden     Ei,        E2,        E3,        Ei'        E2',          E3'_    in einer Reihe über     dein    Umfang gleich  mässig verteilt, die, sich paarweise gegenüber  liegend, an die Stromquelle angeschlossen  sind.

   Der Ofenraum A ist vollständig ge  schlossen, die Elektroden ragen nicht in den       Beschickungsraum    hinein und sind im Innern  mit der Widerstandsmasse, beispielsweise       Dolomit    überdeckt. Wie aus     Fig.    1 ersicht  lich, erstrecken sich die Elektroden über die  ganze Länge des Ofenraumes A, der in üb  licher     -Weise    durch Kanäle mit einer oder  mehreren Vorlagen B verbunden ist. Der  Ofen ähnelt in seiner Form den bisher mit  Gas beheizten stehenden oder liegenden Re  torten.

   Er besitzt die Form einer     langge-          streckten    stehenden oder liegenden Kammer       .4,    von Zylinderform, die innen vollkommen  mit einer in der Wärme die Elektrizität lei  tenden Masse     (Dolomit)    ausgekleidet ist. In  die Seitenwände der Kammer A sind die  Elektroden eingemauert. Sie werden so an  die Elektrizitätsquelle angeschlossen, dass  zwischen allen Potentialdifferenz besteht, so  dass der elektrische Heizstrom sowohl zwi  schen den einzelnen Elektroden, als auch ,ge  gebenenfalls noch von der einen Elektrode  zur     schräg    gegenüberliegenden Gegenelektrode  je nach den Widerstandsverhältnissen     ini    Ofen  fliesst.  



  Die     Widerstandsbeheizung    erfolgt teils  durch das auf die Elektroden     aufgestampfte     Ofenfutter, teils durch den     -Widerstand,    den  die Beschickung des Ofeninnern dem Durch  gang des Stromes gegebenenfalls entgegen  setzt. Eine Verunreinigung der Beschickung  durch das     Elektrodenmaterial    ist hierbei aus  geschlossen, da die Beschickung mit den  Elektroden "selbst nicht in Berührung kommt.  



  Die     Strahlungsbeheizung    erfolgt von dem  durch     Widerstandsbeheizung    erhitzten Ofen  futter, besonders in dem Falle, wenn das  Ofeninnere nur zum Teil von der Beschickung  ausgefüllt ist.  



  Die besondere Anordnung der Elektroden       und.    die gleichmässige Stromverteilung ge-         währleisten    auch eine gleichmässige     Beheizung     des Ofeninnern.  



  Bei der in     Fig.    4 dargestellten     Anschluss-          schaltung    für den Ofen ist als     Stromquelle     ein Drehstromgenerator in offener Sternschal  tung und regulierbarer     Magnetwicklung    an  genommen.

   Für die Potential- und Strom  verteilung ergibt sich dabei nach     Fig.    3 fol  gendes Bild:  Bezeichnet man mit     Ep    die volle Phasen  spannung, dann ist diese zwischen den sich  gegenüberliegenden Elektroden Ei und     Ei',     oder     Es    und     E-',    oder Es und Es', stets     L'p,     im Verhältnis der andern Elektroden zuein  ander aber wie folgt:

    
EMI0002.0039     
  
    1-2 <SEP> 1-2'
<tb>  1-3 <SEP> <B>1-3'</B>
<tb>  2-3= <SEP> <U>E\'2</U> <SEP> =0,SGGEp <SEP> 2-1'=0,51a,
<tb>  11-21 <SEP> <B>11-31</B> <SEP> 3-1'
<tb>   ' <SEP> - <SEP> 3' <SEP> <B>3-2'</B>       Bei der in     Fig.    5 dargestellten     AnschluP-          schaltung    für den Ofen ist als Stromquelle  ein     Drehstromtransformator    in     unverketteter     Schaltung der Sekundärwicklung angenom  men. Das Strom- und Spannungsdiagramm  ist das gleiche wie in     Fig.    3.  



  Die Regulierung der     Beheizung    erfolgt bei  diesem Ofen gegebenenfalls während des Be  triebes von aussen, d. h. am Generator oder  Transformator dadurch, dass die an den Elek  troden angelegte . Spannung beispielsweise  durch Einstellung des drehbaren Teils eines  Potentialreglers variiert wird oder dadurch,  dass besondere Zusatztransformatoren verwen  det werden, die als Reguliertransformatoren  ausgebildet sind.

   Auch kann sie dadurch er  folgen, dass vor solche Zusatztransformatoren,  die dann ein konstantes Übersetzungsver  hältnis haben, ein Potentialregler oder ein  besonderer Reguliertransformator gelegt wird  oder dadurch, dass ein Reguliertransformator  oder ein Potentialregler vor den Haupttrans  formator oder -Generator geschaltet wird,  welch letzterer eine bestimmte Spannung an  die Elektroden legt, die ihrerseits durch  den vorgeschalteten Apparat geändert wird.      Schliesslich kann die -Regulierung der     Behei-          zung    bei diesem Ofen auch noch dadurch er  folgen, dass die Höhe der zugesetzten Span  nung von dem in die Elektroden geschickten  Strom in selbständige Abhängigkeit gebracht  wird.  



  Bei dem dargestellten Ofen sind die Elek  troden derart geschaltet und so gleichmässig       urn    den Beschickungsraum verteilt, dass sich  der     Spannungsabfall    zwischen je zwei Elek  troden entsprechend den geringeren oder  grösseren Entfernungen der Elektroden von  einander und genau entsprechend den Wider  ständen zwischen den einzelnen Elektroden  verhält. Dadurch wird eine vollkommen gleich  mässige     Beheizung    der Beschickung     bezw.    des  Ofenfutters erreicht.  



  Bei nicht ganz gleichmässiger Beschickung,  oder wenn sich etwa in einer Zone der Be  schickungssäule durch Ungleichmässigkeit in  der Leitfähigkeit der Beschickung eine bessere  oder schlechtere Leitfähigkeit ergibt, kann  der Fall eintreten, dass an diesen Stellen der  Strom nicht ganz gleichmässig über die ganze  Länge der Elektroden durch den Beschickungs  raum hindurchfliesst.  



  Die Anordnung nach     Fig.    6-8 dient da  zu, auch für diese Verhältnisse einen gleich  mässigen     Stromdurchflussdurch        dieBeschickung     zu erzielen.     .Bei    dieser Ausführung sind im  Gegensatz zu derjenigen nach     Fig.    1 und 2  verhältnismässig kurze Elektroden verwendet.  Die Elektroden sind hier in drei auf die  Länge des Ofens verteilten Reihen<I>I, 11</I> und       III    angeordnet. In jeder Reihe ist eine ge  rade Anzahl von Elektroden auf den Umfang  des Ofens gleichmässig verteilt.

   Die Elek  troden der aufeinanderfolgenden Reihen, also  der Reihe<I>I</I> und<I>11</I>     bezw.        1I    und     11I,    sind  gleichmässig gegeneinander .versetzt. Jedes  der Paare gegenüberliegender Elektroden jeder  Reihe, also 1, 1'     bezw.    2, 2' und 3, 3' jeder  Reihe ist an eine besondere Phase des     Dreh-          stromgenerators    angeschlossen, so dass nicht  nur zwischen den Elektroden einer Reihe der  Spannungsabfall zwischen den einzelnen Elek  troden entsprechend dem grösseren und ge  ringeren Abstand zwischen ihnen grösser oder    kleiner ist, sondern dass auch zwischen be  nachbarten Elektroden benachbarter Reihen  Spannungsabfall besteht.

   -Der Strom ist daher  gezwungen, auch zwischen je zwei Elektroden  reihen gleichmässig zu fliessen. Für die Span  nungsverteilung der Elektroden einer jeden  Reihe ergibt sich wiederum das in     Fig.    3  dargestellte Bild. Die Zahl der Reihen kann  beliebig gewählt werden. Es können auch  Reguliervorrichtungen an der Stromquelle an  geordnet sein, mittelst deren während des  Betriebes von     aussen    bei einer nur teilweisen  Füllung eines vertikalen Ofens mit dem zu  behandelnden Material oder bei einer Füllung  des Ofens mit Material, das auf die Länge  des Ofens verschieden ist, der Heizeffekt  einzelner     Elektrodenreihen    gegenüber dem  jenigen anderer Reihen so reguliert werden  kann, dass der Ofen an verschiedenen Stellen  seiner Länge verschieden geheizt wird.  



  Die in     Fig.    6-8 dargestellte Ausführungs  form, bei welcher sich verhältnismässig kurze  Elektroden ergeben, hat dadurch den     beson-          dern    Vorteil, dass eine Zerstörung des Ofen  mauerwerkes, wie sie durch die Ausdehnung  der langen Elektroden beim Erwärmen der  selben zu befürchten ist, vermieden wird.  



       Fig.    9 zeigt eine andere     Anschlussschal-          tung    für die Ausführungsform nach     Fig.    6  und 7, bei welcher ein     Drehstromtransformator     mit offener Schaltung der Sekundärwicklung  als Stromquelle verwendet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Ofen für metallurgische Zwecke, zum Beispiel für die Gewinnung von Zink oder dergleichen, gekennzeichnet durch einen vollständig geschlossenen Beschickungs raum, an dessen Umfang in den Wandungen eine Anzahl von nach dem Zentrum zu nicht verschiebbaren, mit in der Wärme elektrisch leitender Masse überstampften also mit der Beschickung nicht in Berührung kommenden Elektroden in mindestens einer Reihe ange ordnet ist, wobei diese so geschaltet sind, dass zwischen sämtlichen in der gleichen Reihe liegenden Elektroden Potentialdifferenz herrscht, zum Zwecke, zu ermöglichen,
    dass die chemischen Prozesse unter Luftabschluss oder in verdünnter Atmosphäre oder auch im evakuierten Raum bei gleichmässiger Vertei lung des Stromes und gleichmässiger, aus Widerstandsbeheizung in der Beschickung selbst und Beheizung der Beschickung durch Bestrahlung von den Ofenwänden her kom binierter Beheizung durchgeführt werden können. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Elektrischer Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden sich über die ganze Länge des Ofenraumes erstrecken, in gerader Zahl über den Um fang desselben gleichmässig verteilt sind und jedes Paar gegenüberliegender Elek troden so an eine besondere Phase einer Mehrphasenstromquelle angeschlossen ist, dass der Spannungsabfall zwischen den einzelnen Elektroden im Verhältnis zu deren Entfernung voneinander bezw. zu den zwi schen ihnen liegenden Widerständen steht. 2.
    Elektrischer Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Länge des Ofenraumes mehrere Reihen von auf dem Umfang des Ofenraumes in gerader Zahl gleichmässig verteilter Elektroden ver teilt sind, dass die Elektroden der aufein- anderfolgenden Reihen gleichmässig gegen- einander versetzt sind, und dass jedes der Paare gegenüberliegender Elektroden jeder Reihe an eine besondere Phase einer 111ehr- phasenstromquelle so angeschlossen ist, dass nicht nur zwischen den Elektroden einer Reihe der Spannungsabfall zwischen den einzelnen Elektroden entsprechend dem grösseren und geringeren Abstand zwischen ihnen grösser oder kleiner ist,
    sondern dass auch zwischen benachbarten Elektroden benachbarter Reihen Spannungsabfall be steht. 3. Elektrischer Ofen nach Patentanspruch, gekennzeichnet durchReguliervorrichtungen an der Stromquelle, welche. derart ausge bildet sind, dass mittelst derselben während des Betriebes von aussen bei einer nur teilweisen Füllung eines vertikalen Ofens mit denn zu behandelnden Material oder bei einer Füllung des Ofens mit Material, das auf die Länge des Ofens verschieden ist, der Heizeffekt einzelner Elektroden reihen gegenüber demjenigen anderer Reihen so reguliert werden kann, dass der Ofen an verschiedenen Stellen seiner Länge ver schieden geheizt wird.
CH96087D 1914-05-28 1921-01-12 Elektrischer Ofen für metallurgische Zwecke, zum Beispiel für die Gewinnung von Zink und dergleichen. CH96087A (de)

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