CH96442A - Verfahren zur Trocknung von kohlehaltigen Materialien. - Google Patents

Verfahren zur Trocknung von kohlehaltigen Materialien.

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CH96442A
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dry
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Jacobs Karl
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  Verfahren zur Trocknung von kohlehaltigen Materialien.    Gegenstand des vorliegenden Patentes  bildet ein Verfahren, um kohlehaltige Mate  rialien, z. B. Rohbraunkohle oder Torf, zu  trocknen, und zwar insbesondere, um die  selben für die Zwecke der späteren Halb  verkokung     bezw.    Verkokung vorzutrocknen.  



  Es ist bereits bekannt, derartige Materia  lien in Trockenbunkern zu trocknen, und  zwar erfolgt dies bis jetzt in der Weise, dass  mittelst     Lutten    oder Rohren Trocken-     bezw.     Heissluft in den Trockenbunker eingesogen  oder eingedrückt wird. Es ist weiter bekannt,  dass es notwendig ist, diese Trocknung bei  mässigen Temperaturen vorzunehmen. Bei den  bisher gebräuchlichen Trockenbunkern voll  zieht sich der Trockenvorgang ausserdem in  einer Stufe, wodurch der thermische Wir  kungsgrad bei der Trocknung bekanntlich  ungünstig wird und die Bunker sehr grosse  Abmessungen benötigen. Wenn man die  Trocknung bei höheren Temperaturen vorzu  nehmen versucht, findet ein weitgehendes  Zerfallen des Kohlenmaterials statt, was für  die spätere Halbverkokung wie auch Ver  kokung sehr ungünstig ist.

   Ganz abgesehen  davon ist aber auch bei forcierter Trocknung,    insbesondere bei Torf, die Wärmeausnutzung  eine überaus schlechte, was bei Torf auf  dessen kolloidalen Zustand und den bei so  fortiger Anwendung höherer Temperatur sich  bildenden Abschluss der Oberfläche durch  kolloidale Schichten zurückzuführen sein  dürfte. Bei Rohtorf muss der Bunkertrocknung  stets eine Lufttrocknung vorangehen.  



  Das vorliegende Verfahren gibt nun die  Möglichkeit, mit Aufwand höherer Wärme  energie und doch rationell zu trocknen. Das  Verfahren besteht darin, dass der Trocken  vorgang nicht wie bisher einstufig, sondern  mehrstufig, zum Beispiel zweistufig, vorge  nommen wird; derart, dass das Trockengut  zunächst in der ersten Stufe bei niedriger  Temperatur langsam, und sodann mit fort  schreitender Trocknung unter Anwendung  steigender Temperaturen weiter und schneller  getrocknet wird. Dadurch, dass durch diese  Massnahme die Anwendung grösserer Wärme  mengen ohne Schädigung des Materials mög  lich wird, gelingt es, die Trockenbunker in  kleineren Abmessungen zu halten.  



  Das Verfahren wird zweckmässig so aus  geführt, dass das     nasse    Material in einen mit      mehreren untereinander angeordneten Reihen  von     Heissluft-Zuführungslutten        ausgestatteten     Bunker eingefüllt, und aus diesem an der  untern Seite wieder entleert wird, wobei das  Material nach Massgabe der fortschreitenden  Trocknung von oben nach unten sinkt. Der  Trockenbunker ist oben mit verschliessbaren  Fülltrichtern versehen.

   Die     Wärmezufuhr    ist  derart geregelt, dass der obern Reihe oder  den obern Reihen der     Zuführungslutten    auf  geringe Wärmegrade erwärmte Luft zugeführt  wird, während in den tiefer liegenden Reihen  der     Zuführungslutten    mehr     bezw.    höher er  hitzte Luft eingeführt wird. Der geschlossene  Raum oberhalb des Trockengutes steht mit  einem Ventilator in Verbindung, der die  feuchte Luft     absäugt    und die Trockenluft  durch die     Lutten    in das Material einsaugt.  Die Trockenluft kann ausserdem zur Be  schleunigung des Durchganges durch das  Trockengut in das Trockengut hineingedrückt  werden.  



  Wesentlich ist'     immer,    dass dem von oben  nach unten abwandernden Material steigende  Wärmemengen zugeführt werden. Es gelingt  so, das in den obern Schichten langsam vor  getrocknete Material in den untern Schichten  schneller fertig zu trocknen, ohne dass eine  Schädigung des Trockengutes durch     Zer-          brückelung    eintritt.    Die Form der     Luftzuführungslutten    kann  je nach dem speziellen Bedürfnis eine ver  schiedene sein. Sie     können    dachförmigen  Querschnitt mit unterer Öffnung haben, sie       können    mit perforierten Wandungen ausge  stattet sein oder dergleichen.

   Ebenso können  die Form und     Grüssenbeinessungen    des     Lut-          tendurchschnittes    und der     Luttenlänge    in den  verschiedenen Schichten verschieden sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur vorbereitenden Trocknung von kohlehaltigen Materialien, in besondere für die Zwecke der Halbverkokung oder Ver kokung, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknüng in mehreren Stufen vorgenommen, das Material zunächst bei geringeren Tempe raturen langsam vorgetrocknet, sodann mit Abnahme des Wassergehaltes schneller und bei höheren Temperaturen weiter getrocknet wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Trockenmaterial durch geschlossene Trockenbunker hindurchgeführt wird, wobei ihm in den obern Schichten ge ringere, in den untern Schichten grössere Wärmemengen zugeführt werden.
CH96442D 1920-05-27 1921-04-21 Verfahren zur Trocknung von kohlehaltigen Materialien. CH96442A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032697B (de) * 1952-12-05 1958-06-19 Zsigmond De Galocsy Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung ueberhitzten Hochdruckdampfes aus der Feuchtigkeit zu trocknenden Gutes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032697B (de) * 1952-12-05 1958-06-19 Zsigmond De Galocsy Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung ueberhitzten Hochdruckdampfes aus der Feuchtigkeit zu trocknenden Gutes

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