Notorblockantrieb. Die Wechselstronrblockfelder haben als Antrieb bekanntlich einen polarisierten Anker, der zwischen den Polen eines Elel-Itromagnetes schwingt und unmittelbar die Hemmung für den Blockrechen betätigt. Da nur verhältnis mässig geringe Ströme aus dein von Hand betätigten Induktor zur Bewegung des Ankers zur Verfügung stehen, müssen die Blockfelder sehr sorgfältig gearbeitet sein und bedürfen einer dauernden Überwachung, damit keine Störungen eintreten.
Trotzdem lassen sich diese nicht vermeiden, und die vielfachen Vorschläge zur Verbesserung des Antriebes, zur Vermeidung des Klebens der Anker, zu einer Einrichtung zur Verhinderung des Aus lösens durch Prellschläge zeigen, dass ein Bedürfnis vorliegt zur Beseitigung dieser Stö rungen und Einwirkungen. Da die gemachten Verbesserungsvorschläge aber die an sich nicht einfache Einrichtung der Blockfelder nur noch verwickelter gestalteten, waren sie prak tisch wertlos und sind deshalb nicht allge mein zur Anwendung gekommen.
Man ging daher dazu über, den Block antrieb grundsätzlich zu ändern und hat dies durch Anwendung eines Motors 'an Stelle des Elektromagnetes zu erreichen versucht, da der Motor nicht nur mechanisch unempfind licher ist, sondern auch gegen elektrische Ein wirkung nicht gewünschter Art leichter ge schützt werden kann. Es sind zum Beispiel Blockfelder bekannt, bei welchen die beim Blocken und Entblocken zu bewegenden Sperrglieder zwangsläufig von einem Motor angetrieben werden. Nun hat aber die zwangs läufige Bewegung der Sperrteile des Block feldes den Nachteil., dass der Motor eine ver hältnismässig grosse Arbeit leisten muss.
In folge der beschränkten Raumverhältnisse in einem Blockfeld kann der Motor aber eine gewisse Grösse nicht überschreiten, und durch den von Hand betätigten Induktor kann nur eine gewisse Menge Energie erzeugt werden. Da diese sich auf vier oder manchmal sechs Felder verteilen muss, könnte es vorkommen, dass die für ein Feld bleibende Energie nicht genügt, um ein Blockfeld zu betätigen, dessen Motor die Sperrenteile zwangsweise bewegt.
Aus diesem Grunde hat man Blockwerke der üblichen Bauart verwendet und reit eine Motor versehen, dessen Drehrichtung während eines Blockvorganges mehrfach wechselt. Diese Einrichtung nimmt jedoch für den Blockvorgang zu lange Zeit in Anspruch. Denn der Motor muss bei jedem Wechsel der Drehrichtung anlaufen und nach einigen Um drehungen wieder gebremst werden, um darin wieder umgekehrt werden zu können. Wenn die Zeit dazu auch an sich gering ist, so be deutet dies doch infolge der öfter notwendigen Wechsel ein ziemliches Mehr von Kurbelum drehungen am Induktor.
Bei kurzen Zug folgen muss aber mit Bruchteilen von Sekun den gerechnet werden, so dass das Bestreben dahin gehen muss, den eigentlichen Blockvor gang möglichst zu verkürzen.
Dies lässt sich erreichen mit einem Motor blockantrieb gemäss vorliegender Erfindung, dessen während des ganzen Blockvorganges in demselben Umdrehungssinne umlaufender Motoranker in Verbindung steht mit einem die Umlaufsbewegung irr die Pendelbewegung der Rechenhemmung umsetzenden Getriebe.
Fig. 1 zeigt beispielsweise eine Ausfüh rungsform eines derartigen Blockantriebes von hinten gesehen und Fig. 2 die Seiten ansicht. Der in dem Gestell g gelagerte Anker a läuft zwischen den Polen eines permanen ten Stahlmagnetes<I>-</I>in. Der Strom wird dem Kollektor 1c dureh die Schleifbürsten b zu geführt, die mit den Anschlussklemmen d in Verbindung stehen. Unmittelbar mit der Motor achse ist ein Kurbelbolzen e verbunden, der in eine Gabel l eingreift, so dass die Dreh bewegung des Motorankers in eine Pendel bewegung der Gabel umgesetzt wird.
Die Gabel ist durch die Feder f auf einem Mit nehmer c befestigt, der auf der der Motor achse parallelen Welle u) sitzt. Die Welle<B>zu</B> trägt auf ihrem andern Ende die Hemmung h, die in üblicher Weise in den Blockrechen 2 eingreift. Die federnde Verbindung zwischen Gabel L und Mitnehmer g ermöglicht die Handauslösung des Blockfeldes nach Ab schrauben des Blockfensters 10. Durch ein Blech t sind Anker und Kollektor gegen zu fällige Berührungen geschützt.
Die Gesamt anordnung des Blockantriebes in der vorbe- schriebenen Form bietet den wesentlichen Vor teil, dass jedes Wechselstromblockfeld ohne Schwierigkeiten rnit dem beschriebenen Gleich stromantrieb ausgerüstet werden kann. Nach Abschrauben des Wechselstrommagnetes wird der hakenförmige polarisierte Anker durch die Welle w ersetzt und das Gestell g mit dem Gleichstromantrieb durch die Schrauben s an der Blockrückwand 11 befestigt.
Nach Anschluss der Blockleitungen an die Klemmen d und Umlegen des Stromanschlusses am In duktor von der Weehselstromklemme zur Gleichstromklemme ist der Block wieder betriebsfähig. Der beschriebene Blockantrieb weist gegenüber den vorbekannten nicht nur den Vorteil auf, dass er wesentlich einfacher ist und ohne weiteres in vorhandene Block felder eingebaut werden kann, sondern er ver meidet auch die besondere Zusatzeinrichtung, die für jeden Induktor nötig ist, wenn der Block mit wechselndem Gleichstrom betätigt werden soll. Es können daher auch die vor handenen Induktoren ohne weiteres beibehal ten werden.
Eine gewisse Unvollkommenheit dieses Antriebes liegt noch darin, dass der Motor anker nach Abschalten des Blockstromes nicht sofort stehen bleibt. Es könnte daher, be sonders wenn der Induktor sehr schnell ge dreht wird, also eine aussergewöhnliche hohe Spannung erzeugt wird, und sich der Anker infolgedessen sehr schnell dreht und die Block taste nach dem Blocken sofort losgelassen wird, ehe der Anker zur Ruhe gekommen ist, eintreten, dass der leerlaufende Anker eine Anzahl Zähne des Blockfeldes auslöst und eine teilweise Entblockung bewirkt.
Zur Ver meidung dieses Übelstandes wird zweck mässigerweise eine Hilfseinrichtung angeordnet durch die nach erfolgter Blockung eine Sper rung des Ankers eintritt oder sonst eine nach trägliche Einwirkung des Ankers auf das Blockfeld verhindert wird. Diese Hilfseinrich tung kann elektrisch oder mechanisch be tätigt werden.
So kann zurre Beispiel nach Fig. 3 in den Blockstromkreis ein kleines Relais 1 einge schaltet werden, das den Motoranker a durch den Kontakt 2 kurzschliesst, solange kein Blockstrom in der Leitung 3 fliesst.
Der beim Blocken fliessende Strom geht zunächst über das Relais 1, das den Kontakt 2 öffnet, so dah der Blockstrom über den Anker a fliessen mul.;. -Wird nach dem Blocken die Blöcktaste losgelassen und dadurch der Stromkreis bei 4 unterbrochen, so schliesst sich der Kontakt 2, und der Anker liegt in einem Kurzschluss, so dass seine Bewegung gebremst wird.
An Stelle dieser Kurzschlussbremsung kann unmittelbar der Anker gebremst werden, in dem, zum Beispiel nach Fig. 4, in den Block stromkreis die Wicklung einer kleinen Luft bremse eingeschaltet wird, die den Motor anker irn stromlosen Zustande festhält. Mittelst der Feder i wird ein Bremsklotz 7a gegen die auf der Motorachse sitzende Scheibe o gedrückt. Bei fliessendem Blockstrom zieht der Magnete den Bremsklotz von der Scheibe, und sobald der Strom unterbrochen ist, tritt die Bremse in Tätigkeit.
An Stelle der Bremse kann auch eine gleichartig wirkende Sperre treten, in dem die auf der Motorachse sitzende Scheibe o mit Sperrzähnen versehen und der Bremsklotz als Sperrstück ausgebildet wird.
Die durch Sperrung oder Bremsung be wirkte Materialbeanspruchung kann durch An wendung einer elektrisch betätigten Kupplung vermieden werden. Eine solche Einrichtung zeigt beispielsweise Fig. 5. Die Wicklung der Kupplung liegt hier ebenfalls im Block strom, so dass dieser die Kupplung bewirkt, indem er den Hebel u gegen den Zug der Feder v bewegt und dadurch die Kupplung x verschiebt, so dass die Ankerwelle a mit ihrem Kuppelstück ai über die Kupplung x das Kurbelstück e mitnimmt. Der frei bewegliche Anker ist also nur bei fliessendem Blockstrom mit dem Blockgetriebe verbunden.
Sobald der Strom unterbrochen wird, werden beide wieder entkuppelt und der Anker kann aus laufen.
An Stelle dieser elektrisch betätigten Klauenkupplung kann auch nach Fig. 6 eine unmittelbare magnetische Scheibenkupplung treten. Auf der Welle des Ankers a ist in einem glockenartigen Gehäuse y eine kleine Spule eingebaut, die in stromdurchflossenem Zustand die Scheibe z und damit den Kurbel bolzen e mitnimmt.
Diese elektrisch betätigten Hilfsglieder nehmen natürlich einen Teil des vom Induk tor erzeugten Stromes auf, so dass sie nur anwendbar sind, wenn der Motor mit dem übrigbleibenden Anteil sicher betätigt werden kann. Im andern Fälle wird man zu rein mechanisch wirkenden Mitteln greifen. So kann man, zum Beispiel die Anzahl der Um drehungen des Motors begrenzen. Wenn das Zahnsegment 20 Zähne hat, genügen 20 Be wegungen der Hemmung, denen bei direktem Antrieb 20 Umdrehungen des Motorankers entsprechen. Lässt man daher den Motor anker nach 20 Umdrehungen anschlagen, was mit Hilfe einer Zahnrad- oder Gewindeüber setzung keine Schwierigkeiten bietet, so bleibt der Anker, nachdem er das Blocken bewirkt hat, stehen.
Diesen Anschlag kann man statt von der Umdrehungszahl des Motors auch von der Stellung des Rechens abhängig machen. Ist der Rechen in seine unterste Stellung gelangt, so sperrt er@die Weiterbewegung des Ankers in der Blockrichtung; hat der Rechen die oberste Lage erreicht, so wird der Anker verhindert, sich in der Entblockrichtung wei ter zu drehen.
Eine derartige Einrichtung in einfachster Form zeigt Fig. ?. Auf dem Rechen e sitzen zwei Anschläge 5 und 6. In der gezeichneten obern Lage des Rechens stösst der Kurbel bolzen e gegen den Anschlag 5, so dass sich der Motoranker in der Pfeilrichtung nicht weiter drehen kann. Der Motor muss zum Blocken in anderer Richtung laufen. Dies tritt ohne weiteres ein, wenn Blockstrom und Eutblockstrom für ein Feld entgegengesetzte Richtung haben. Hat der Rechen die untere Lage erreicht, so stösst der Egzenterbolzen gegen den Anschlag 6 und der Motor kann nur durch den in anderer Richtung fliessenden Strom für die Entblockung bewegt werden.
An Stelle der unmittelbar auf dem Rechen sitzenden Anschläge können von diesem auch bewegliche Anschläge gesteuert werden. Der artige Anschläge zur Verhinderung des Weiter- drehens des Ankers nach Erledigung des betr. Blockvorganges haben aber noch einige weitere Vorteile. Bei Verwendung eines Gleich strommotors mit permanentem Magneten ist die Drehrichtung des Motors abhängig von der Stromrichtung. Es muss also ein geblock tes Feld in ganz bestimmter Richtung von dem Strom zwecks Entblockung durchflossen werden, damit sich der Anker von dem festen Anschlag wegbewegen kann.
Es sind daher durch diesen -Anschlag die Hälfte der Aus- lösemöglichkeiten durch Gleichstrom ausge schaltet. Ausserdem hat der durch den An schlag festgehaltene Anker einen geringeren Widerstand für den Strom als ein umlaufen der Anker. Wenn nun ein Feld infolge irgend welcher Hemmungen etwas schwergängig ist, und das leichter gehende Feld seinen Block vorgang erledigt hat, und dessen Anker gegen den Anschlag gekommen ist, so erhält das schwergängige Feld mehr Strom als vorher und kann die Hemmungen dann besser über winden.
Eine verhältnismässig einfache mechanische Einrichtung zur Festhaltung des Motorankers nach erfolgtem Blocken ergibt sich aus der Anwendung einer Bremse oder Sperre, die vorübergehend während der Bewegung der Druckstange des Blockfeldes wirkt, wie Fig. 8 zeigt. Durch einen auf der Druckstange 7 sitzenden Reiter 8 wird ein kleiner unter Federdruck stehender Hebel 9 von der Brems scheibe o abgehoben gehalten.
Bei der Be wegung der Druckstange wird infolge eines Einschnittes am Reiter 8 vorübergehend der Hebel 9 durch die Feder gegen die Bretns- scheibe o gedrückt, so dass beim Hochgehen der Druckstange der noch umlaufende Motor anker a vorübergehend gebremst wird.