CH96591A - Motorblockantrieb. - Google Patents

Motorblockantrieb.

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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  • Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)

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      Notorblockantrieb.       Die     Wechselstronrblockfelder    haben als  Antrieb bekanntlich einen polarisierten Anker,  der zwischen den Polen eines     Elel-Itromagnetes     schwingt und unmittelbar die Hemmung für  den Blockrechen betätigt. Da nur verhältnis  mässig geringe Ströme aus dein von Hand  betätigten     Induktor    zur Bewegung des Ankers  zur Verfügung stehen, müssen die Blockfelder  sehr sorgfältig gearbeitet sein und bedürfen  einer     dauernden    Überwachung, damit keine  Störungen eintreten.

   Trotzdem lassen sich  diese nicht vermeiden, und die vielfachen  Vorschläge zur Verbesserung des Antriebes,  zur Vermeidung des     Klebens    der Anker, zu  einer Einrichtung zur Verhinderung des Aus  lösens durch     Prellschläge    zeigen, dass ein  Bedürfnis vorliegt zur     Beseitigung    dieser Stö  rungen und Einwirkungen. Da die gemachten  Verbesserungsvorschläge aber die an sich  nicht einfache Einrichtung der Blockfelder nur  noch verwickelter gestalteten, waren sie prak  tisch wertlos und sind deshalb nicht allge  mein zur Anwendung gekommen.  



  Man ging daher dazu über, den Block  antrieb     grundsätzlich    zu ändern und hat dies    durch Anwendung eines     Motors    'an Stelle des  Elektromagnetes zu erreichen versucht, da  der     Motor    nicht nur mechanisch unempfind  licher ist, sondern auch gegen elektrische Ein  wirkung nicht     gewünschter    Art leichter ge  schützt werden kann. Es sind zum Beispiel  Blockfelder bekannt, bei welchen die beim  Blocken und     Entblocken    zu bewegenden  Sperrglieder zwangsläufig von einem Motor  angetrieben werden. Nun hat aber die zwangs  läufige Bewegung der Sperrteile des Block  feldes den Nachteil., dass der Motor eine ver  hältnismässig grosse Arbeit leisten muss.

   In  folge der beschränkten Raumverhältnisse in  einem Blockfeld kann der Motor aber eine  gewisse Grösse nicht überschreiten, und durch  den von Hand betätigten Induktor kann nur  eine gewisse Menge Energie erzeugt werden.  Da diese sich auf vier oder manchmal sechs  Felder verteilen muss, könnte es vorkommen,  dass die für ein Feld bleibende Energie nicht  genügt, um ein Blockfeld zu betätigen, dessen  Motor die     Sperrenteile    zwangsweise bewegt.  



  Aus diesem Grunde hat man Blockwerke  der üblichen Bauart     verwendet        und        reit    eine      Motor versehen, dessen Drehrichtung während  eines Blockvorganges mehrfach wechselt.  Diese Einrichtung nimmt jedoch für den  Blockvorgang zu lange Zeit in Anspruch.  Denn der     Motor    muss bei jedem Wechsel der  Drehrichtung anlaufen und nach einigen Um  drehungen wieder gebremst werden, um darin  wieder umgekehrt werden zu können. Wenn  die Zeit dazu auch an sich gering ist, so be  deutet dies doch infolge der öfter notwendigen  Wechsel ein ziemliches Mehr von Kurbelum  drehungen am Induktor.

   Bei kurzen Zug  folgen muss aber mit Bruchteilen von Sekun  den gerechnet werden, so dass das Bestreben  dahin gehen muss, den eigentlichen Blockvor  gang möglichst zu verkürzen.  



  Dies lässt sich erreichen mit einem Motor  blockantrieb gemäss vorliegender Erfindung,  dessen während des ganzen Blockvorganges  in demselben Umdrehungssinne umlaufender  Motoranker in Verbindung steht mit einem  die     Umlaufsbewegung    irr die Pendelbewegung  der Rechenhemmung umsetzenden Getriebe.  



       Fig.    1 zeigt beispielsweise eine Ausfüh  rungsform eines derartigen Blockantriebes  von hinten gesehen und     Fig.    2 die Seiten  ansicht. Der in dem Gestell     g    gelagerte Anker       a    läuft zwischen den Polen eines permanen  ten Stahlmagnetes<I>-</I>in. Der Strom wird dem       Kollektor        1c        dureh    die Schleifbürsten b zu  geführt, die mit den     Anschlussklemmen    d in  Verbindung stehen. Unmittelbar mit der Motor  achse ist ein Kurbelbolzen e verbunden, der  in eine Gabel l eingreift, so dass die Dreh  bewegung des     Motorankers    in eine Pendel  bewegung der Gabel umgesetzt wird.

   Die  Gabel ist durch die Feder f auf einem Mit  nehmer c befestigt, der auf der der Motor  achse parallelen Welle     u)    sitzt. Die Welle<B>zu</B>  trägt auf ihrem andern Ende die Hemmung  h, die in üblicher Weise in den Blockrechen 2  eingreift. Die federnde     Verbindung    zwischen  Gabel L und     Mitnehmer    g ermöglicht die  Handauslösung des Blockfeldes nach Ab  schrauben des Blockfensters 10. Durch ein  Blech t sind Anker und Kollektor gegen zu  fällige     Berührungen    geschützt.

   Die Gesamt  anordnung des Blockantriebes in der vorbe-         schriebenen    Form bietet den wesentlichen Vor  teil, dass jedes     Wechselstromblockfeld    ohne  Schwierigkeiten     rnit    dem beschriebenen Gleich  stromantrieb ausgerüstet werden kann. Nach       Abschrauben    des     Wechselstrommagnetes    wird  der     hakenförmige    polarisierte Anker durch  die Welle     w    ersetzt und das Gestell     g    mit  dem Gleichstromantrieb durch die Schrauben     s     an der     Blockrückwand    11 befestigt.

   Nach  Anschluss der Blockleitungen an die Klemmen  d und Umlegen des Stromanschlusses am In  duktor von der     Weehselstromklemme    zur  Gleichstromklemme ist der Block wieder  betriebsfähig. Der beschriebene Blockantrieb  weist gegenüber den     vorbekannten    nicht nur  den Vorteil auf, dass er wesentlich einfacher  ist und ohne weiteres in vorhandene Block  felder eingebaut werden kann, sondern er ver  meidet auch die besondere Zusatzeinrichtung,  die für jeden     Induktor    nötig ist, wenn der  Block mit wechselndem Gleichstrom betätigt  werden soll. Es     können    daher auch die vor  handenen Induktoren ohne weiteres beibehal  ten werden.  



  Eine gewisse Unvollkommenheit dieses  Antriebes liegt noch darin, dass der Motor  anker nach Abschalten des Blockstromes nicht  sofort stehen bleibt. Es     könnte    daher, be  sonders wenn der Induktor sehr schnell ge  dreht wird, also eine     aussergewöhnliche    hohe       Spannung    erzeugt wird, und sich der     Anker     infolgedessen sehr schnell dreht und die Block  taste nach dem Blocken sofort losgelassen  wird, ehe der Anker zur Ruhe gekommen ist,  eintreten, dass der leerlaufende Anker eine  Anzahl Zähne des Blockfeldes auslöst und  eine teilweise     Entblockung    bewirkt.

   Zur Ver  meidung dieses Übelstandes wird zweck  mässigerweise eine Hilfseinrichtung angeordnet  durch die nach erfolgter     Blockung    eine Sper  rung des     Ankers    eintritt oder sonst eine nach  trägliche Einwirkung des Ankers auf das  Blockfeld verhindert wird. Diese Hilfseinrich  tung kann elektrisch oder mechanisch be  tätigt werden.  



  So kann zurre Beispiel nach     Fig.    3 in den       Blockstromkreis    ein kleines Relais 1 einge  schaltet werden, das den     Motoranker        a    durch      den     Kontakt    2 kurzschliesst, solange kein  Blockstrom in der Leitung 3 fliesst.

   Der beim  Blocken fliessende Strom geht zunächst über  das Relais 1, das den Kontakt 2     öffnet,    so  dah der Blockstrom über den Anker     a        fliessen          mul.;.    -Wird nach dem Blocken die     Blöcktaste     losgelassen und dadurch der Stromkreis bei 4  unterbrochen, so schliesst sich der Kontakt 2,  und der Anker liegt in einem Kurzschluss,  so dass seine Bewegung gebremst wird.  



  An Stelle dieser     Kurzschlussbremsung    kann  unmittelbar der Anker gebremst werden, in  dem, zum     Beispiel    nach     Fig.    4, in den Block  stromkreis die Wicklung einer kleinen Luft  bremse eingeschaltet wird, die den Motor  anker     irn    stromlosen Zustande festhält.     Mittelst     der Feder i wird ein Bremsklotz     7a    gegen die  auf der Motorachse sitzende Scheibe o gedrückt.  Bei fliessendem Blockstrom zieht der     Magnete     den Bremsklotz von der Scheibe, und sobald  der Strom unterbrochen ist, tritt die Bremse  in Tätigkeit.

   An Stelle der Bremse kann auch  eine gleichartig wirkende Sperre treten, in  dem die auf der Motorachse sitzende Scheibe o  mit Sperrzähnen versehen und der Bremsklotz  als Sperrstück     ausgebildet    wird.  



  Die durch Sperrung oder Bremsung be  wirkte     Materialbeanspruchung    kann durch An  wendung einer elektrisch betätigten     Kupplung     vermieden werden. Eine solche Einrichtung  zeigt beispielsweise     Fig.    5. Die Wicklung  der Kupplung liegt hier ebenfalls im Block  strom, so dass dieser die Kupplung bewirkt,  indem er den Hebel     u    gegen den Zug der  Feder v bewegt und dadurch die Kupplung x  verschiebt, so dass die Ankerwelle a mit ihrem       Kuppelstück        ai    über die Kupplung x das       Kurbelstück    e mitnimmt. Der frei bewegliche  Anker ist also nur bei fliessendem Blockstrom  mit dem Blockgetriebe verbunden.

   Sobald  der Strom unterbrochen wird, werden beide  wieder entkuppelt und der Anker kann aus  laufen.  



  An Stelle dieser elektrisch betätigten       Klauenkupplung    kann auch nach     Fig.    6 eine  unmittelbare magnetische Scheibenkupplung  treten. Auf der Welle des Ankers a ist in  einem glockenartigen     Gehäuse        y    eine kleine    Spule eingebaut, die in stromdurchflossenem  Zustand die Scheibe z und damit den Kurbel  bolzen e mitnimmt.  



  Diese elektrisch betätigten Hilfsglieder  nehmen natürlich einen Teil des vom Induk  tor erzeugten Stromes auf, so dass sie nur  anwendbar sind, wenn der     Motor    mit dem  übrigbleibenden Anteil sicher betätigt werden  kann. Im andern Fälle wird man zu rein  mechanisch wirkenden Mitteln greifen. So  kann man, zum Beispiel die Anzahl der Um  drehungen des Motors begrenzen. Wenn das  Zahnsegment 20 Zähne hat, genügen 20 Be  wegungen der Hemmung, denen bei direktem  Antrieb 20 Umdrehungen des Motorankers  entsprechen. Lässt man daher den Motor  anker nach 20 Umdrehungen anschlagen, was  mit Hilfe einer Zahnrad- oder Gewindeüber  setzung keine Schwierigkeiten bietet, so bleibt  der Anker, nachdem er das Blocken bewirkt  hat, stehen.

   Diesen Anschlag kann man statt  von der Umdrehungszahl des Motors auch von  der Stellung des Rechens abhängig machen.  Ist der Rechen in seine unterste Stellung  gelangt, so sperrt     er@die    Weiterbewegung des  Ankers in der Blockrichtung; hat der Rechen  die oberste Lage erreicht, so wird der Anker  verhindert, sich in der     Entblockrichtung    wei  ter zu drehen.  



  Eine derartige Einrichtung in einfachster  Form zeigt     Fig.        ?.    Auf dem Rechen e sitzen  zwei Anschläge 5 und 6. In der gezeichneten  obern Lage des Rechens stösst der Kurbel  bolzen e gegen den Anschlag 5, so dass sich  der Motoranker in der Pfeilrichtung nicht  weiter drehen kann. Der Motor muss zum  Blocken in anderer Richtung laufen. Dies  tritt ohne weiteres ein, wenn Blockstrom und       Eutblockstrom    für ein Feld entgegengesetzte  Richtung haben. Hat der Rechen die untere  Lage erreicht, so stösst der     Egzenterbolzen     gegen den Anschlag 6 und der Motor kann  nur durch den in anderer Richtung fliessenden  Strom für die     Entblockung    bewegt werden.

    An Stelle der unmittelbar auf dem Rechen  sitzenden Anschläge können von diesem auch  bewegliche Anschläge gesteuert werden. Der  artige Anschläge zur Verhinderung des Weiter-           drehens    des Ankers nach Erledigung des  betr.     Blockvorganges    haben aber noch einige  weitere Vorteile. Bei Verwendung eines Gleich  strommotors mit     permanentem        Magneten    ist  die Drehrichtung des Motors abhängig von  der Stromrichtung. Es muss also ein geblock  tes Feld in ganz bestimmter Richtung von  dem Strom zwecks     Entblockung    durchflossen  werden, damit sich der Anker von dem festen  Anschlag wegbewegen kann.

   Es sind daher  durch diesen     -Anschlag    die Hälfte der     Aus-          lösemöglichkeiten    durch Gleichstrom ausge  schaltet. Ausserdem hat der durch den An  schlag festgehaltene     Anker    einen geringeren  Widerstand für den Strom als ein umlaufen  der Anker. Wenn nun ein Feld infolge irgend  welcher Hemmungen etwas schwergängig ist,  und das leichter gehende Feld seinen Block  vorgang erledigt hat, und dessen Anker gegen  den Anschlag     gekommen    ist, so erhält das  schwergängige Feld mehr Strom als vorher  und     kann    die Hemmungen dann besser über  winden.  



  Eine verhältnismässig einfache mechanische  Einrichtung zur Festhaltung des     Motorankers     nach erfolgtem Blocken ergibt sich aus der  Anwendung einer Bremse oder Sperre, die  vorübergehend während der Bewegung der  Druckstange des Blockfeldes wirkt, wie     Fig.    8  zeigt. Durch einen auf der     Druckstange    7  sitzenden Reiter 8 wird ein kleiner unter  Federdruck stehender Hebel 9 von der Brems  scheibe o abgehoben gehalten.

   Bei der Be  wegung der Druckstange wird infolge eines  Einschnittes am Reiter 8 vorübergehend der  Hebel 9 durch die Feder gegen die     Bretns-          scheibe    o gedrückt, so dass beim     Hochgehen     der Druckstange der noch umlaufende Motor  anker     a    vorübergehend gebremst wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Motorblockantrieb, gekennzeichnet durch einen während des ganzen Blockvorganges im selben Sinne umlaufenden Motoranker in Verbindun,- mit einem die Umlaufsbewegung in eine Pendelbewegung der Hemmung des Rechens umsetzenden Getriebe. UNTERANSPRtrCHE: 1. Motorblockantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Motorankers nach Beendigung des Blockvorganges durch eine Hilfseinrich tung aufgehoben wird.
    2. Motorblockantrieb nach Patentanspruch ' und Unteranspruch 1, dadurch gekerni- zeichnet, dass der Motoranker bei Nicht fliessen des Blockstromes durch einen von einem Relais beherrschten Kontakt kurz geschlossen ist. 3. Motorblockantrieb nach Patentanspruch und ITnteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass durch den Blockstrom magnetisch eine Haltevorrichtung gelöst wird, die den Motor- anker in stromlosem Zustande festhält.
    4. llotorblocl,:antrieb nachPatentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Motoranker an der 'Weiterdrehung durch Anschläge verhindert wird, die von dem Blockrechen in seinen Endlagen in die Anschlagstellung gebracht werden. 5. Motorblockantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Motoranker während der Druck stangenbewegung nach oben vorübergehend festgehalten wird.
    .6. Motorblockantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einwir kung des Motorankers auf das Blockfeld nach Beendigung des Blockvorganges durch Lösen eines Zwischengliedes zwischen Motor und Hemmung verhindert wird. 7. Motorblockantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der sich frei drehende Motoranker nur bei fliessendem Blockstrom mittelst einer elektrisch betätigten Kupplung mit dem Blockgetriebe verbunden wird.
    B. Motorblockantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbe wegung des Motorankers durch einen un mittelbar mit seiner Achse verbundenen Exzenterbolzen in die Pendelbewegung einer (xabel umgesetzt wird, die federnd auf einer der Motorachse parallel liegenden Welle befestigt ist, wobei auf dem andern Ende dieser Welle unmittelbar die Hemmung für den Blockrechen angeordnet ist.
CH96591D 1921-02-14 1921-03-19 Motorblockantrieb. CH96591A (de)

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