CH96660A - Verfahren und Vorrichtung zum Heizen einzudampfender Flüssigkeiten mittelst verdichteter Dämpfe. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Heizen einzudampfender Flüssigkeiten mittelst verdichteter Dämpfe.

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CH96660A
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evaporated
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heating
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Verfahren und Vorrichtung zum Heizen einzudampfender Flüssigkeiten  mittelst verdichteter     Dämpfe.       Es ist bekannt, den Abdampf von ein  zukochenden Flüssigkeiten oder von einem  die     Eindampfung    dieser Flüssigkeit     bewir-          kenden    Zwischenmittel dadurch     wirtschaft-          licli    auszunutzen, dass man die Abdämpfe     ver-          clichtet    und sie als Heizmittel für die -zu       kochende    Flüssigkeit verwendet.

   Die Ver  dichtung muss hierbei stets so hoch gehalten       v-erden,    dass die verdichteten Dämpfe um  eine bestimmte Temperatur heisser sind als  die jeweilige Temperatur der einzudampfen  den Flüssigkeit.  



  Da nun mit zunehmender     Eindampfung     der Lösung im Kochbehälter deren     Siede-          punlit    steigt, ' so müsste infolgedessen auch  der Heizdampf bei einem Verfahren mit un  veränderlichem Heizdampfdruck von vorne  herein auf einen so hohen Druck gebracht  werden, dass seine Sättigungstemperatur ent  sprechend höher liegt als die gegen Ende der       Eindampfung    auftretende Temperatur der  einzudampfenden Flüssigkeit. Das bedeutet  aber einen unnötigen Kraftaufwand in dem  ersten Teil des     Eindampfverfahrens,    wo man    mit weit geringerem Druck auskommen  würde.

   Treibt man dagegen die Verdichtung  der Heizdämpfe nur so hoch, dass die Tem  peratur der Heizdämpfe bei erreichter     Ein-          dampfung    der Flüssigkeit nicht mehr über  dem Siedepunkt liegt, so ist die naturgemässe  Folge, dass die durch die Verdichtung der  Heizdämpfe erreichte Leistung mit zuneh  mender Verdickung der einzudampfenden  Lösung abnimmt.  



  Gemäss der Erfindung werden nun diese  Nachteile dadurch vermieden, dass die Höhe  der Verdichtung entsprechend der     bei,    zu  nehmender     Eindampfung    steigenden Tempe  ratur in dem Kochgefäss erhöht wird. Zur  Ausführung des Verfahrens kann eine Vor  richtung verwendet werden, welche gemäss  der Erfindung einen im Kochgefäss befind  lichen Thermostaten aufweist, welcher derart  ausgebildet und angeordnet ist, dass er bei  steigender Temperatur den die Erhöhung der  Verdichtung bewirkenden Eingriff in die  Anlage selbsttätig herbeiführt.

   Zu diesem  Zwecke kann man in die einzudampfende      Flüssigkeit einen Thermostaten beliebiger  Bauart eintauchen lassen, welcher bei der in  folge zunehmender Verdickung der Lösung  steigenden Temperatur derselben zum Bei  spiel durch Vermittlung einer Hilfsmaschine  die den Verdichter antreibende Maschine dm  art beeinflusst, dass die Drehzahl der     Haschine     und damit der Verdichtungsdruck, bei glei  cher angesaugter     Heizdampfmenge,    bei zu  nehmender Temperatur der einzudampfenden  Lösung gesteigert wird.  



  Bei solchen Antriebsmaschinen, zum Bei  spiel Synchronmotoren, bei denen die Um  drehungszahl unveränderlich ist, wird durch  die Hilfsmaschine nicht die Regelung der       Antriebsmaschine    beeinflusst, sondern statt  dessen kann zum Beispiel eine Drosselklappe  in der     Ansaugeleitung    des Verdichters derart  verstellt werden, dass bei steigender Tempe  ratur im Kochgefäss der im Verdichter er  reichte Enddruck erhöht wird. Allerdings  wird     ini    letzteren Falle auch die Menge des  angesaugten     Heizdampfes    verringert, so dass  der Heizvorgang gegen Ende des Eindampf  verfahrens etwas verschlechtert wird.

   An  statt eine Drosselklappe zu betätigen, kann  man auch für den ersten Teil des Eindampf  verfahrens den Verdichter mit mehreren pa  rallel geschalteten Stufengruppen arbeiten  lassen, die dann gegen Ende des Verfahrens  teilweise oder sämtlich     hintereinandergeschal-          tet    werden, wodurch ein entsprechend höheres  Verdichtungsverhältnis erreicht wird. Will  man die Verlangsamung des     Heizvorganges     am Ende des Verfahrens auch bei Verwen  dung von Antriebsmaschinen mit unver  änderlicher Drehzahl vermeiden, so kann man  durch die Hilfsmaschine dem anfänglich be  nutzten Verdichter entsprechend weitere Ver  dichtungsstufen     nachschalten.     



  Anstatt die oben beschriebenen Regelun  gen unmittelbar durch einen Thermostaten  zu bewirken, kann man dieselben auch durch  Hand vornehmen, wobei dem Maschinen  anwärter die richtige Einstellung durch den    im Kochgefäss befindlichen Thermostaten in  irgend einer Weise angezeigt wird.  



  Durch die     Anwendung    des vorliegenden  neuen Verfahrens erreicht man also, dass man  zu Anfang mit einem möglichst niedrigen       Verdichtungsdruck    und damit dem geringsten       Kraftaufnand    arbeitet, während am Ende  des     Eindampfverfahrens    der Verdichtungs  druck, nur so weit es erforderlich ist, erhöht  wird, wodurch man ein äusserst wirtschaft  liches Heizverfahren erreicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Heizen einzudampfen der Flüssigkeiten mittelst verdichteter Dämpfe, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Verdichtung entsprechend der bei zunehmender Eindampfung steigenden Temperatur in dem Kochgefäss erhöht wird. II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen im Kochgefäss be findlichen Thermostaten, welcher derart ausgebildet und angeordnet ist, dass er bei steigender Temperatur den die Er höhung der Verdichtung bewirkenden Eingriff in die Anlage selbsttätig her beiführt. UN TERAN SPRMHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Antriebs maschine des Verdichters bei steigender Temperatur im Kochgefäss auf höhere ITmdrehungszahl gebracht wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass bei zunehmen der Temperatur im Kochgefäss dem Ver dichter einzelne Stufen nachgeschaltet werden.
CH96660D 1920-06-21 1921-05-02 Verfahren und Vorrichtung zum Heizen einzudampfender Flüssigkeiten mittelst verdichteter Dämpfe. CH96660A (de)

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