Chiffriervorrichtung. Gegenstand der Erfindung ist eine Chiffriervorrichtung, das heisst eine Vor richtung zur Umwandlung von Worten und Sätzen der offenen Sprache in Geheimschrift und umgekehrt. Der Erfindungsgegenstand unterscheidet sich von den bisher bekannt gewordenen Chiffriervorrichtungen, bei wel chen die Verwandlung der offenen Sprache in die Geheimschrift und die umgekehrte Verwandlung durch Einzelaustausch der Schriftzeichen erfolgt, das heisst bei welchen Buchstabe für Buchstabe der offenen Spra che oder der Geheimschrift verwandelt wird.
grundsätzlich dadurch, dass mit ihr jedesmal eine fortlaufende Buchstaben- oder Zeichen folge eingestellt und als Ganzes in die CTe- heimschrift oder umgekehrt in die Schrift sprache verwandelt werden kann.
Die Ein ' stellung der Buchstaben- oder Zeichenfolge sowohl der offenen Sprache, als auch der Ge heimschrift erfolgt an den gleichen Schrift zeichenträgern, und die Umwandlung wird dann durch Drehung dieser Schriftzeichen träger bewirkt, derart, dass an den gleichen Schriftzeichenträgern auch die verwandelte Schrift, nämlich im einen Falle an Stelle der sinngemässen Buchstaben- oder Zeichenfolge der offenen Sprache die sinnlose Buchstaben- oder Zeichenfolge der Geheimschrift,
im an dern Falle an Stelle der sinnlosen Buchstaben- oder Zeichenfolge der Geheimschrift die sinn gemässe Buchstaben- oder Zeichenfolge der offenen Sprache an der Ablesestelle der Schriftzeichenträger erscheint.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Aus- führungsbeispiele der Erfindung, und zwar ist in den Fig. 1 bis 3 eine möglichst ein fache Ausführungsform gezeigt, während die Fig. 4 bis 15 eine den praktischen Anforde rungen mehr entsprechende Ausführungsform wiedergeben.
Bei der in Fig. 1 im Längsschnitt, in Fig. 2 in Draufsicht bei abgenommener Ge häusedecke und in Fig. 3 im Querschnitt dar gestellten Ausführungsform ist 1 das aus einem rechteckigen Kasten bestehende Ge häuse der Vorrichtung. In demselben sind eine Welle 2, sowie vier Achsen 3, 4, 5 und 6 parallel hintereinander gelagert. Die Welle \l trägt auf ihrem durch die eine Seitenwand des Gehäuses heraustretenden Ende eine Handkurbel 7 und kann mittelst derselben gedreht werden, während die Achsen 3, 4, 5, 6 gegen Drehung gesichert sind.
Jede der vier Achsen 3, 4, 5, 6 trägt eine gleiche Anzahl von Scheiben 8, welche auf den Achsen frei drehbar, aber unverschiebbar sind. Die Schei ben 8 bilden die Schriftzeichenträger; auf ihrer Mantelfläche sind in gleichmässigen Ab ständen die Buchstaben des Alphabetes, Zah len und andere Schriftzeichen angebracht.
Mit jeder der auf den Achsen 4, 5 und 6 sitzenden Scheiben 8 ist ein Zahnrad 9 fest verbunden. Die Zahnräder der auf der Achse 4 sitzenden Scheiben 8 kämmen mit den un mittelbar benachbarten Zahnrädern der auf der Achse 5 sitzenden Scheiben, diese wieder um mit den unmittelbar benachbarten Rä dern 9 der Scheiben auf der Achse 6.
Mit jeder Scheibe 8 auf der Achse 3 sind da gegen zwei Zahnräder 10 und 11 fest ver bunden, von welchen die Zahnräder 10 mit den Zahnrädern 9 auf der Achse 4 kämmen, wodurch immer je vier hintereinanderliegende Scheiben 8 miteinander gekuppelt sind, wäh rend die auf gemeinsamer Achse nebenein ander, das heisst in der gleichen Reihe lie genden Scheiben 8 voneinander unabhängig sind. Die Zahnräder 11 kämmen mit Zahn rädern 12, welche auf der Welle 2 fest gekeilt sind, so dass durch Drehung der Welle 2 sämtliche Schriftzeichenträger oder Scheiben 8 gemeinsam gedreht werden kön nen.
Damit die Zahnräder der vier Scheiben reihen ausser Eingriff miteinander gebracht und dadurch alle Buchstabenreihen unabhän gig voneinander eingestellt werden können, sind die Scheiben 8 durch auf den Achsen sitzende Abstandsröhrchen 13 im richtigen Abstand voneinander gesichert, und die Ach sen 3 und 5 sind mit den darauf sitzenden Scheiben und Zahnrädern in der Achsenrich- tung in den Längswänden des Gehäuses ver schiebbar angeordnet, so dass sie samt den darauf sitzenden Scheiben und Zahnrädern gegenüber der Welle 2 und den Achsen 4, 6, sowie den darauf sitzenden Scheiben und Rä dern verschoben werden können.
Die Achsen 3, 5 tragen zur leichteren Verschiebung auf ihrem einen Ende einen Knopf 14, während auf ihre entgegengesetzten, mit einem Bund versehenen Enden je ein aussen am Gehäuse gelagerter Riegel 15 einwirkt, um die Achsen bei eingerückten Rädern in ihrer Stellung sichern zu können.
Die Einstellung der Schriftzeichenträ ger oder Scheiben 8 erfolgt durch im Deckel 16 des Gehäuses geführte Druckstangen 17, welche am obern Ende mit einem Druck knopf 18 versehen sind, am untern Ende da gegen Schaltklinken 19 tragen, welche beim Niederdrücken der Stangen 17 in die Zahn räder 9 der Scheiben 8 eingreifen und diese. dadurch schrittweise drehen. Die Druck stangen werden jedesmal durch Federn 20 in ihre obere Endstellung zurückgeführt und darin gehalten. Die Schaltlänge der Klin ken 19 ist dabei so gewählt, dass bei jedem Niederdrücken der Stangen 18 die zugehörige Scheibe 8 um ein Schriftzeichen weiter geschaltet wird.
Von unten in die, Zahn lücken der Zahnräder 9 eingreifende federnde Schnäpper 21 sichern die Scheiben 8 in der jeweils eingenommenen Stellung, ohne aber ihre Weiterschaltung zu behindern.
Die Zahnräder 10 der auf der Achse sitzenden Scheiben 8 und die Zahnräder 12 auf der Antriebs-%,xxelle 2 sind keine vollen Zahnräder: ihre Zahnkränze sind vielmehr mit durch' Fortlassen von Zähnen geschaffe nen Unterbrechungen versehen, deren Länge und Anordnung auf den einzelnen Rädern eine ganz verschiedene ist. Dadurch wird er zielt, dass bei Drehung der Antriebswelle \ die auf einer gemeinsamen Achse, das heisst in einer Reihe nebeneinanderliegenden Schei ben um ganz verschiedene Winkelbeträge ge dreht werden, so dass jede der in einer Reihe nebeneinanderliegenden Scheiben 8 eine an dere Verstellung erfährt.
Im Gehäuse 16 sind endlich oberhalb der Scheiben 8 vier Reihen von Schaulöchern 22 vorgesehen, durch welche die jleweils oben befindlichen Schriftzeichen der Scheiben 8 sichtbar sind, und aussen an der einen Längs wand des Gehäuses 1 sind neben der Kurbel Kontrollmarken 23 vorgesehen, welche als Anhaltspunkte für die Ausgangsstellung der Kurbel und für den Betrag der Kurbeldre hung dienen.
Die auf der Achse 3 sitzende Scheiben reihe dient zur Einstellung eines Stich- vfortes (Parolewortes), das zweckmässig so siel Buchstaben enthält, als die Zahl der Scheiben auf dieser Achse beträgt, wohin gegen die Scheibenreihen auf den Achsen 4, 5 und 6 zur Einstellung und Umwand lung der zu übermittelnden Nachricht die nen.
Die Umwandlung der offenen Sprache in die Geheimschrift erfolgt in folgender Weise: Nachdem durch achsiale Verschiebung der Achsen 3 und 5 die Zahnräder sämtlicher Scheiben ausser Eingriff gebracht sind, wird an den Scheiben der Achse 3 das vereinbarte Stichwort eingestellt, indem die Scheiben mit Hilfe der Druckstangen 17 und Schaltklinken 19 gedreht werden, bis in den Schaulöchern 22 die entsprechenden Buchstaben erscheinen. Hierauf wird an den Scheiben der Achsen 4, 5 und 6 die zu übermittelnde, aus Worten, Sätzen und Zahlen der offenen Sprache be stehende Nachricht eingestellt, indem auch diese Scheiben mittelst der Druckstangen 17 und Schaltklinken 19 gedreht werden, bis in den zugehörigen Schaulöchern die gewünschte Buchstaben- und Zeichenfolge erscheint.
Als dann werden durch entgegengesetzte Verschie bung der Achsen 3 und 5 sämtliche Zahn räder wieder eingerückt, worauf die Kurbel 7, welche vor dem Wiedereinrücken der Zahn räder in eine vereinbarte Ausgangsstellung gebracht war, um einen vereinbarten Win kelbetrag oder eine vereinbarte Tourenzahl gedreht wird. Hierdurch erfahren die Schei ben 8 der Achsen 4, 5 und 6 unter Vermitt lung der unterbrochenen Zahnkränze der Rä der 12 und 10 eine ganz unregelmässige Ver stellung, so dass unter den Schaulöchern 22 eine sinnlose Buchstaben- und Zeichenfolge, die Geheimschrift, erscheint. Diese wird nun dem Empfänger der Botschaft übermittelt.
Die Auflösung der Geheimschrift, das heisst ihre Umwandlung in die offene Sprache, erfolgt mit Hilfe einer genau gleichen Vor richtung in folgender Weise: Zunächst werden wieder durch achsiale Verschiebung der Achsen 3 und 5 sämtliche Zahnräder ausser Eingriff miteinander ge bracht, worauf die Antriebskurbel 7 in die vereinbarte Ausgangsstellung gebracht und an "der Scheibenreihe der Achse 3 das ver einbarte Stichwort eingestellt wird. Nach Einrückung der Zahnräder wird nunmehr die Kurbel 7 um den vereinbarten Winkelbetrag oder die vereinbarte Tourenzahl gedreht, und alsdann werden alle Zahnräder durch Ver schiebung der Achsen 3 und 5 erneut ausser Eingriff gebracht.
Nunmehr wird an den Scheiben der Achsen 4, 5 und 6 die Buch staben- und Zeichenfolge der übermittelten Geheimschrift eingestellt. Nachdem dann alle Zahnräder wieder in Eingriff gebracht sind, wird die Kurbel 7 in ihre Ausgangsstellung zurückgedreht, wodurch die Buchstaben scheiben der Achsen 4, 5 und 6 je um den gleichen Betrag, aber im umgekehrten Sinne verstellt werden, als dies bei der Umwand lung der Worte der offenen Sprache in die Geheimschrift geschehen ist. Dadurch er scheint unter den Schaulöchern 22 an den Scheiben 8 der Achsen 4, 5, 6 an Stelle der eingestellten sinnlosen Buchstaben- und Zei chenfolge die sinngemässe Buchstaben- und Zeichenfolge der offenen Sprache, das heisst die Botschaft ist an den Schaulöchern 22 in offener Sprache ablesbar.
Die Auflösung der Geheimschrift ist, wie ohne weiteres ersichtlich, nur demjenigen möglich, der eine mit der Vorrichtung des Aufgebers der Botschaft genau übereinstim mende Maschine besitzt und der ausserdem sowohl die vereinbarte Ausgangsstellung, als auch den vereinbarten Betrag oder die Zahl der Kurbeldrehungen und endlich auch das vereinbarte Stichwort oder die Parole kennt. Dadurch ist die Auflösung der Geheimschrift durch Unbefugte, selbst wenn sie im Besitz einer Chiffriermaschine sind, vollständig ausgeschlossen.
Da bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3 die hintereinanderliegenden Scheiben der Achsen 4, 5 und 6 jedesmal um den gleichen Winkelbetrag gedreht werden, muss zur Vermeidung der Gefahr einer Auf lösung der Geheimschrift anhand der regel mässig wiederkehrenden Schriftzeichen die Buchstabenfolge wenigstens auf den Schei ben der Achse 6 eine andere sein als auf den Scheiben der Achsen 4 und 5. Dagegen k,3nn die Buchstabenfolge auf den Scheiben der Achse 4 und 5 die gleiche sein, weil diese Scheiben wohl um den gleichen Betrag, aber im entgegengesetzten Sinne gedreht werden.
Ebenso kann die Buchstabenfolge auf den auf gemeinsamer Achse nebeneinander sit zenden Scheiben die gleiche sein, weil jede der in einer Reihe nebeneinanderliegenden Scheiben um einen andern Winkelbetrag verstellt wird. Die Sicherheit gegen un befugte Auflösung der Geheimschrift ist so mit: die denkbar grösste, da. gleiche Zeichen der Geheimschrift niemals gleichen Zeichen der offenen Sprache entsprechen.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 bis 15 ist in den Fig. 4 und 5 je im Längsschnitt dargestellt. wobei die Zahnräder in Fig. 4 eingerückt, in Fig. 5 dagegen ausgerückt sind.
Fig. 6 ist eine Draufsicht der Vorrich tung; die Fig. 7 und 8 zeigen die Ein- und Aus rückvorrichtung für das Rädergetriebe in zwei. verschiedenen Stellungen, während die Fig. 9 bis 12 das Rädergetriebe mehrerer hintereinanderliegender Schriftzeichenschei- ben in Seitenansicht und Oberansicht in zwei verschiedenen Winkelstellungen der Räder wiedergeben; Fig. 13 und 14 zeigen einen Teil der Vor richtung im Längsschnitt und in Draufsicht bei ausgerücktem Getriebe;
Fig. 15 endlich veranschaulicht die Wei terschaltung bezvy. Einstellung der Schrift zeichenträger oder -Scheiben.
Bei der Ausführung nach Fig. 4 bis 15 sind im Gehäuse 1 die Welle 2 und fünf Achsen 3, 4, 5, 6 und 24 parallel hinter- einander angeordnet. Die Welle 2 dient als Antriebswelle; sie trägt an ihrem durch einen Schlitz 60 aus dem Gehäuse heraustretenden Ende die Handkurbel 7, während auf den Achsen 3, 4, 5, 6 und 24 je eine gleiche Anzahl von Schriftzeichenträgern bezw. -Scheiben 8 lose drehbar, aber unverschieb- bar angeordnet sind.
Jede Scheibe ist hier mit zwei Zahnrädern 25, 26 fest verbunden, von welchem das Rad 25 einen vollen Zahn kranz, das Rad 26 dagegen einen unterbroche nen Zahnkranz besitzt, das heisst mit unregel mässigen Gruppen von Zähnen besetzt ist. Die vollen und die unterbrochenen Zahnräder sind an den hintereinanderliegenden Schei ben 8 gegeneinander versetzt, so dass bei spielsweise an der Achse 3 die vollen Zahn- 1 25 rechts und die unterbrochenen r äder Zahnräder 26 links von den Scheiben 8 sich befinden, auf der Achse 4 dagegen die unter brochenen Zahnräder rechts, die vollen Zahn räder links von den Scheiben usw.
Es steht also immer ein volles Zahnrad einem unter brochenen Zahnrad gegenüber. Die Zahnräder stehen nicht im unmittelbaren Eingriff, viel mehr erfolgt ihre Kupplung durch auf Zwi schenachsen 27, 28. 29, 30, 31 drehbare, aber unverschiebbare Ritzel 32, wobei die in der Längsrichtung der Maschine hintereinander liegenden Ritzel abwechselnd links und rechts von den Scheiben angeordnet sind, so dass die unterbrochenen Zahnräder auf der Achse 3 mit den vollen Zahnrädern der Achse 4, die unterbrochenen Zahnräder der Achse 4 da gegen mit den vollen Zahnrädern der Achse 5 um. gekuppelt sind. Mit den vollen Zahn rädern der Achse 3 kämmen auf der An triebswelle 2 befestigte Zahnräder 33.
Wird die Kurbelwelle 2 gedreht, so treiben ihre Räder 33 die vollen Zahnräder 25 der Schei ben 8 mit auf der Achse 3, welche wiederum mittelst ihrer unterbrochenen Zahnräder 26 die vollen Zahnräder der Scheiben 8 auf der Achse 4 treiben, usw. Dadurch wird nicht nur jede der auf gemeinsamer Achse neben einander angeordneten Scheiben 8 um einen andern Winkel gedreht, sondern auch alle hintereinander angeordneten Scheiben erfah- ren eine andere Winkelverstellung. Die Schriftzeichenscheiben 8 auf der Achse 3 dienen zur Einstellung des Stichwortes.
Durch Einstellung eines solchen, bei Ge brauch der Vorrichtung, werden die Aus Pangsstellungen der unterbrochenen Zahn räder dieser Scheiben voneinander verschie- den--, darum stellen diese Zahnräder die mit ihnen verbundenen Schriftzeichenscheiben verschieden ein, obsehon sie gemeinsam um den gleichen Winkelbetrag gedreht werden, cla die Zahnräder 33 volle Zahnkränze be- ;ltzell.
Die Ritzel 32 sollen gleichzeitig dazu dienen, bei der Verdrehung der Scheiben 8 zum Ztvecke der Umwandlung der eingestell ten Buchstabenfolge oder Zeichenfolge der C; eheimschrift, oder umgelehrt, die getriebe nen vollen Zahnräder 25 und damit die Schei ben 8 in ihrer jeweiligen Stellung zu sichern, v. enn die Ritzel 32 infolge der Unter brechungen der treibenden Zahnräder 26 mit diesen ausser Eingriff kommen, das heisst -wenn die treibenden Räder leer arbeiten.
Zlz diesem Zwecke sind die Ritzel 32 auf der Hälfte ihrer Breite voll verzahnt, auf der andern Hälfte ist jeder zweite Zahn entfernt (Fig. 9 bis 12). Die Ritzel sind also gewisser massen mit zn,ei in der Zahnstellung über einstimmenden Zahnkränzen versehen, von welchen der eine nur halb so viel Zähne be sitzt als der andere.
An. den Unterbrechungs stellen der Zahnkränze der treibenden Räder 26 sind Iireisbogenstücke 34 angeordnet, die die Zahngruppen verbinden und die gleiche Höhe haben wie die Zähne und so breit sind wie derjenige Teil der Zähne der Ritzel 32, welcher nur die halbe Zähnezahl besitzt, welchen 'feilen der Ritzel 32 diese Kreis bogenstücke auch gegenüberstehen. Solange eine Zahngruppe cler treibenden Räder zur Wirkung kommt (Fig. 9 und 10), kämmen beide Zahnkränze des Ritzels sowohl mit dem treibenden Rad 26, als auch dem ge triebenen Rad 25.
Während der Leerarbeit des treibenden Rades, das heisst wenn das Ritzel einer Unterbrechung des Zahnkranzes des letzteren gegenübersteht, greift das die Zahngruppen des treibenden Rades verbin dende Bogenstück in eine der durch Fort lassung jedes zweiten Zahnes gebildeten Lücken der einen R,itzelhälfte ein (Füg. 11 und 12), wodurch das Ritzel an der Drehung verhindert ist.
Da das Ritzel aber dauernd mit dem benachbarten vollen Zahnrad kämmt, so wird auch dieses und damit die zugehörige Scheibe 8 während der Leerarbeit des trei benden Rades festgestellt, so dass Fehler in der Verwandlung der Buchstaben- oder Schriftzeichenfolge durch unbeabsichtigte Drehung einer Scheibe nicht vorkommen können. Die Sperrung der Ritzel durch die Tireisbogenstücke gewährleistet ferner stets den richtigen Wiedereingriff der Verzahnun gen der unterbrochenen Räder, sowohl bei der Vorwärts-, als auch bei der Rückwärtsdre- hung derselben.
Die Ausrückung der Zahnrädergetriebe erfolgt nicht durch achsiale Verschiebung eines Teils der Achsen, sondern durch Ver schiebung der Achsen quer zur Achsen richtung. Zu diesem Zwecke sind die Achsen 3, 4, 5, 6, 24 nicht in den Gehäusewänden, son dern je in zwei in Nuten 35 der Längswände des Gehäuses 1 geführten Wangen 36 be festigt. In den Wangen 36 sind zugleich die Achsen 27, 28, 29, 30 und 31 befestigt, und zwar ist immer jede der Achsen 3, 4, 5, 6, 24 gemeinsam mit der dahinterliegenden Achse 27, 28, 29, 30 bezw. 31 an einem Wangen paar befestigt.
Jedes Wangenpaar ist durch die Achsen und eine Anzahl Querstangen zu einem starren Ganzen verbunden und bildet so mit Ausnahme des die Achsen 5 und 29 tragenden VTangenpaares, das an den Ge häusewänden ortsfest gehalten ist, einen in der Längsrichtung des Gehäuses verschieb baren Rahmen, so dass die Zahnrädergetriebe durch Verschiebung der Wangenpaare nach entgegengesetzten Richtungen ausser Eingriff gebracht werden können.
Die Verschiebung der Wangenpaare erfolgt mit Hülfe zweier in Nuten der einen Gehäuselängswand ge führten Schubstangen 37 (Fig. 7 und 8)., welche mit an ihren innern Enden gelagerten Rollen 38 in radialaSchlitze39 einer an der Gehäusewand gelagerten Kurbelscheibe 40 eingreifen, die durch eine damit verbundene Handkurbel 41 gedreht Urerden kann. Die Schubstangen sind mit Löchern 42 und Längsschlitzen 43 ver sehen,. in welche an den verschiebbaren Wan gen angeordnete Zapfen 44 (Fig. 13) ein greifen.
Und zwar greifen die Zapfen der die Achsen 4 und 6 tragenden Wangen in die Schlitze 43, die Zapfen der die Achsen 3 und 26 tragenden Wangen dagegen in die Löcher 42 ein. Wird die Scheibe 40 ent gegen dem Uhrzeigersinne gedreht (Fig. 8), so werden zunächst die beiden die Achsen 3 und 27 und 6, 30 enthaltenden Wangenpaare und nach einer gewissen Verschiebung der letzteren die die Achsen 4, 28 und 24, 31 enthaltenden Wangenpaare mitgenommen, das heisst die vor und hinter den ortsfesten Achsen 5, 29 liegenden Achsenpaare werden nach entgegengesetzten Richtungen vom Ach senpaar 5, 29 und voneinander entfernt.
Da mit sind alle Ritzel 32 ausser Eingriff. mit den dahinterliegenden vollen Zahnrädern 25 gebracht, die hintereinanderliegenden Schei ben 8 also entkuppelt (Fig. 5 und 13). Das Wiedereinrücken der Zahnrädergetriebe er folgt durch entgegengesetzte Drehung der Scheibe 40, wobei die Achsen im umgekehr ten Sinne wie vorher verschoben werden, bis alle Räder wieder im Eingriff stehen.
Die Antriebswelle 2 ist in den die Achsen 3 und 3 7 tragenden Wangenpaaren gelagert, wo- bei die Entkupplung ihrer Räder 33 von den Rädern 25 der Achse 3 durch achsiale Verschiebung der Antriebswelle 2 erfolgt Um eine unbeabsichtigte Drehung der Schrift zeichenscheiben bei ausgerückten Zahnrädern zu verhindern,'werden die Scheiben 8 durch von unten gegen dieselben drückende Federn 45 gebremst (Fig. 2 und 13).
Die Federn 45 sind vorteilhaft an Wellen 46 befestigt, wel che in dem zugehörigen Wangenpaar 26 lagern und je einen Steuerhebel 47 tragen, an dem eine Schubstange 48 angreift, deren anderes Ende am Gehäuse 1 befestigt ist. Die Anordnung der Schubstangen ist dabei derart, dass b-i Verschiebung der Wangen paare zum Zweck der Entkupplung der Rä- dergetriebe die Federn 45 durch Drehung der Wellen 46 gegen die Schriftzeicheuschei- ben 8 gedrückt werden, bei der entgegen .gesetzten Verschiebung der Wangen, zum Zwecke des Wiedereinrückens der Räder getriebe, dagegen von den Scheiben 8 ent fernt,
das heisst ausser Wirkung gesetzt werden.
Die Schaulöcher ?? sind in den die Wangenpaare 36 oben verbindenden Leisten. 49 angeordnet. welche an der Verschiebung der Achsen teilnehmen. Dabei ist infolge Anordnung der Zwischenräder 32 die Mögiich- keit gegeben, die Schriftzeichenscheiben 8 eben so gross oder grösser als die Zahnräder 25, 26 zu machen, so dass sie dicht an die Schaulöcher herangeführt werden können, damit das jeweils oben liegende Schrift zeichen sich unmittelbar unter dem Schau loch befindet.
Zur Abschliessung der zwischen den Leisten 49 verbleibenden Zwischenräume dienen über die Ränder der Leisten 49 grei fende Deckleisten 50, welche an den Wänden des Gehäuses 1 so befestigt sind, dass sie die Bewegung der Leisten 49 beim Ein- und Aus- riicken der Rädergetriebe nicht hindern.
Zur Einzeldrehung der Schriftzeichen scheiben 8 behufs Einstellung des Stichwortes und der zu verwandelnden Botschaft dienen an ihrem obern Ende mit Knöpfen 18 ver sehene Stangen 17, die mit ihren untern, ab gesetzten Enden in senkrechten Löchern von flachen Stangen 51, welche die Wangen 36 eines jeden Wangenpaares verbinden, geführt, während sie sich oben mit Hilfe von Längs schlitzen 52 an den Achsen 27, 28, 29, 30, 31 führen. Um die Schriftzeichenscheiben 8 so wohl rückwärts, als auch vorwärts drehen zu können, tragen die Stangen 17 je zwei ent gegengesetzt gerichtete Schaltklinken 19,19a, von" welchen die Klinke 19 von oben, die Klinke 19a von unten in die vollen Zahnräder 25 eingreift.
Die Stangen 17 können mit Hilfe ihrer Knöpfe 18 sowohl niedergedrückt, als auch angehoben werden. Sie werden durch je eino zweischenklige Feder 53, welche an einer die Wangen 36 verbindenden Stange 54 be festigt und durch eine zweite Querstange 55 in ihrer Mittellage abgestützt ist, in einer mittleren Höhenlage gehalten, indem die Schenkel der Feder 53 von oben und unten auf einen an der Stange 17 befestigten Zap fen 56 drücken.
Die Schaltklinken 19, 19a, welche v\=ieder unter Wirkung von Federn <B>57,</B> 57a stehen, werden in der 11I- ittelstellung der Stangen 17 durch Querstangen 58, -58a abgestützt, so dass sie dann nicht in die Ver zahnung der Räder 25 eingreifen können. Wird die Stange 1.7 dagegen gehoben oder gesenkt, so gleitet die eine oder andere Klinke 19 oder 19a über oder unter der' Stange 58 oder 58a hinweg und greift in die Verzah nung des Rades 25 ein, so dass dieses Rad und die damit verbundene Scheibe 8 im einer! oder andern Sinne um ein Schriftzeichen weitergeschaltet werden kann.
Für jede Schriftzeichenscheibe ist eine besondere Schaltvorrichtung vorgesehen.
Die Handhabung der Vorrichtung nach hig. 4 und 5 ist im wesentlichen gleich wie die der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3. Nachdem die Rädergetriebe in der bereits geschilderten Weise entkuppelt sind, werden zunächst die Scheiben 8 auf der Achse 3 auf das Stichwort (Parole) eingestellt, worauf die Scheiben 8 der Achsen 4, 5, 6 und 24 auf die zu verwandelnde Buchstabenfolge der offenen Sprache eingestellt werden. Nach dem dann .das Rädergetriebe wieder in Ein griffstellung gebracht ist, wird die Kurbel 7 um eine vereinbarte Tourenzahl gedreht, wo durch die Umwandlung der eingestellten Worte oder Sätze der offenen Sprache in die Geheimschrift erfolgt.
Die Auflösung der Botschaft wird ebenfalls in der in bezug auf das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3 beschriebenen Weise bewirkt. Da die Kurbel welle 2 volle Zahnräder trägt, ist eine be stimmte Ausgangsstellung der Kurbel nicht erforderlich; es braucht vielmehr nur die Zahl der Kurbeldrehungen und das Schlag wort vereinbart zu werden. Die Sicherheit ist aber auch hier eine sehr grosse, da durch die Einstellung eines andern Stichwortes an den Scheiben der Achsen 3 die Ausgangs stellung der treibenden Räder 26 auf dieser Achse beliebig verändert werden kann, wo durch sich in Verbindung mit der Wahl an derer Drehzahlen an der Kurbel eine un ausdenkbare Zahl von Variationen ergibt.
Die Anordnung der Buchstaben- oder Söhrift- zeichenfolge kann auf allen Scheiben 8 ge nau die gleiche sein, da auch die hinterein- anderliegenden Scheiben je um einen andern Winkelbetrag verdreht werden.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die gezeichneten Beispiele beschränkt; viel mehr sind im Rahmen des Patentanspruches zahlreiche andere Ausführungen möglich. Die Vorrichtung kann auch mit einer Druck vorrichtung versehen sein, um die Botschaft in- offener, als auch in Geheimschrift un mittelbar abdrucken zu können.