CH96957A - Verfahren zur Herstellung duktiler Langkörper aus Wolfram und nicht duktilen Wolframlegierungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung duktiler Langkörper aus Wolfram und nicht duktilen Wolframlegierungen.

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CH96957A
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Buehlmann Felix
A-G Elektrometall
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Buehlmann Felix
Elektrometall A G
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    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/16Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of other metals or alloys based thereon
    • C22F1/18High-melting or refractory metals or alloys based thereon
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Description


  Verfahren zur Herstellung duktiler Langkörper aus Wolfram und nicht duktilen  Wolframlegierungen.    Bei der Herstellung von gezogenem Draht  aus Wolframmetall und nicht duktilen Wol  framlegierungen, zum Beispiel für Glühkörper  elektrischer Glühlampen, wurde bis jetzt  hauptsächlich in der Weise vorgegangen, dass  man einen gesinterten Stab des     betreffenden     Metalles bei hoher Temperatur so lange me  chanisch bearbeitete, insbesondere hämmerte,  bis der duktile Zustand erreicht war, worauf  die weitere Verarbeitung in bekannter Weise  durch Ziehen erfolgte.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein  Verfahren zur Herstellung     duktiler    Lang  körper (Stäbe, Drähte usw.) aus Wolfram  und nicht duktilen Wolframlegierungen, bei  welchem ein spröder     Langkörper    von geringer  Stärke unter solchen     Bedingungen    der Ein  wirkung einer oxydierend wirkenden Alkali  verbindung, wie z. B. Natron- oder Kalisal  peter, Natrium- oder Kaliumnitrit oder Na  triumsuperoxyd ausgesetzt wird, dass eine  Reaktion eintritt, die eine bis ins Innere des  Langkörpers gehende Temperung zur Folge  hat.

      Die tempernde Reaktion, die unter starker  Wärmeentwicklung und Steigerung der Tem  peratur auf mindestens 1300  C vor sich  geht, erhält man vorteilhaft, wenn man ent  weder den kalten Langkörper in die hoch  erhitzte, oxydierend wirkende     Alkaliverbin-          dung    eintaucht oder den genügend hoch er  hitzten Langkörper mit der geschmolzenen  oder pulverförmigen     Alkaliverbindung    in Be  rührung bringt, oder letztere als Paste auf  den Langkörper aufträgt und das Ganze  danach bis zum Eintreten der Reaktion er  hitzt. Kommt zum Beispiel Kalisalpeter mit  einem Schmelzpunkt von etwa 320 9 C zur       Anwendung,    so. bedarf es einer- Erhitzung  des Bades auf etwa<B>550</B>   C, damit bei kal  tem Langkörper die Reaktion eintritt.

   Bei  der     praktischen    Ausführung des Verfahrens  kann man den Langkörper durch das Bad  der oxydierend wirkenden     Alkaliverbindung     derart hindurchführen, dass dieses nacheinan  der auf seine einzelnen Teile einwirkt. Will  man das Verfahren wiederholt anwenden, so  kann man den Langkörper durch hinterein-      andengeschaltete Bäder führen. Wird der  Langkörper erhitzt, so braucht man je nach  der ihm erteilten Temperatur die Alkaliver  bindung nur auf entsprechend niedrigere       Temperatur    zu bringen, eventuell überhaupt  nicht anzuwärmen.  



  Eine kurze Einwirkungsdauer genügt, um  einen vorher spröden     Langkörper    derart zu  beeinflussen, dass er bei     gewöhnlicher    Tem  peratur biegsam und ziehbar wird.  



  Die duktilisierende Wirkung auf den sprö  den Wolfranlangkörper dürfte ihren Grund  darin haben, dass eine Strukturveränderung  in der ganzen Tiefe eintritt.  



  Der spröde Langkörper von geringer  Stärke, von dem das Verfahren ausgeht,  kann in bekannter Weise aus einem durch  Pressen von Wolframpulver und Sintern ge  wonnenen stärkerer Langkörper durch me  chanische Bearbeitung, z. B. Walzen,     Hänm-          mern    ursw., auf die gewünschte Stärke von  etwa 2 nm hergestellt sein, wobei er gleich  zeitig mit der Querschnittsverminderung in  seinem Gefüge verdichtet wird, jedoch noch  spröde bleibt.  



  Wird das Verfahren auf einer) Wolfram  stab angewendet; so kann der damit erhält  liche duktile Stab in bekannter Weise zu  einem Draht ausgezogen werden; der als  Glühkörper für elektrische Glühlampen ver  wendbar ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung duktiler Lang körper aus Wolfran und nicht duktilen volframlegierungen, gen dadurch gekennzeichnet, dass man einen spröden Langkörper von ge ringen Stärke unter solchen Bedingungen der Einwirkung einer oxydierend wirkenden Alkali verbindung aussetzt, dass eine Reaktion ein tritt, die eine bis ins Innere des Langkörpers gehende Temperung zur Folge hat. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Alkalisalpeter als oxydierende Alkaliverbindung verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Langkörper mehrfach der Einwirkung der oxydieren den Alkaliverbindung aussetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der spröde Lang körper -von geringer Stärke aus einem durch Pressen von Wolframpulver und Sintern gewonnenen stärkeren Langkörper durch zur Verdichtung und Querschnitts verminderung dienende mechanische Be arbeitung desselben hergestellt ist.
CH96957D 1921-06-15 1921-06-15 Verfahren zur Herstellung duktiler Langkörper aus Wolfram und nicht duktilen Wolframlegierungen. CH96957A (de)

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