Fusseisen. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein für Bergsteiger, Gebirgssoldaten, Wildheuer, Waldarbeiter usw. bestimmtes Fusseisen mit einem an einer Fussauflage angelenkten, zwei armigen Hebel, der an jedem Ende auf einen Sporn einwirkt.
Bei bekannten Fusseisen dieser Art ist der genannte Hebel gestreckt und an jedem Ende entweder selbst mit einem Sporn aus gebildet oder lose durch eine Aussparung eines solchen gesteckt. Im Gegensatz hierzu bildet gemäss vorliegender Erfindung dieser Hebel nach unten einen stumpfen Winkel, und ist er mit jedem Ende an den zugehörigen Sporn angelenkt.
Dank dieser winkelförmigen Ausbildung des Hebels ist für dessen beide Enden und damit für die an sie angelenkten Sporen gegenüber früher ein bedeutend grösserer 'Unterschied in der Höhenlage erhältlich; die Fussauflage bleibt also an bedeutend steilerem Abhang immer noch annähernd wagrecht. Zudem ist die Stellung der einzelnen Sporen an und für sich zweckmässiger als früher, und dadurch, dass sie unmittelbar an den Hebel angelenkt sind, erhalten sie besseren Halt und können sie den Bewegungen des Hebels besser folgen.
Das Fusseisen wird, was in Anbetracht seiner Zweckbestimmung ausserordentlich wichtig ist, in seiner Wirk samkeit wesentlich sicherer und zuverlässiger, zudem dauerhafter als die bekannten Fuss eisen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel dieses Fusseisens dargestellt, und zwar durch Fig. 1 von hinten, mit teilweisem Schnitt; Fig. 2 ist der Grundriss des Fuss eisens, Fig. 3 eine Seitenansicht, Fig. 4 ein wagrechter Schnitt nach der Linie IV-IV von Fig. 1.
a ist der als Fussauflage dienende Bügel. Er setzt sich zusammen aus zwei Einzel bügeln cal, a", die_durch Bolzen<I>b',</I> b1, b2 in gegenseitigem Abstand gehalten und fest mit einander verbunden sind. Uni den in der Symmetrieebene des Bügels gelegenen Bolzen b= ist zwischen den Einzelbügeln a1, a2 ein zwei armiger Hebel c drehbar, dessen zwei Arme nach unten einen Winkel von etwa 135 11 <B>-</B> miteinander bilden.
Jeder Arm greift mit seinem freien Ende in eine Aussparung e eines an seinem untern Rande mit keilförmigen Zacken g besetzten Spornes f und ist hier um einen Stift d drehbar. Das obere Ende jedes Spornes f liegt zwischen den Einzel bügeln a1, a= und trägt lose einen Stift h; der mit seinen Enden seitlich über den Sporn vorsteht und in einer Nut i geführt ist, die sich auf der Innenseite jedes Einzelbügels befindet. Der Stift h, wird auf dem Sporn<I>f</I> gehalten vermittelst eines über ihn umge bogenen, am Sporn befestigten Blechstückes k, jedoch so, dass er sich leicht drehen -kann.
Am untern Ende jeder Nut i befindet sich eine Ausbuchtung 1, in welche in der unter sten Stellung des Spornes<I>f</I> der Stift h ein fällt unter der Wirkung einer den Sporn nach aussen drückenden Feder in, die mit ihrem obern Ende am Bügel a befestigt ist. Die Feder m drückt gegen den Sporn mit zwei ihre Seitenteile bildenden Lappen in. Der mittlere Lappen rral der Feder ist in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise einwärts gebogen und bestimmt, unter die Rundung des mitt leren Teils des Schuhes zu greifen, um eine Drehung des letzteren im Bügel zu verhindern.
Die Sporen f sind unten stark verbreitert, und zwar in der Weise, dass, wie besonders aus Fig. 4 ersichtlich, die Bügel a1, a= an dem verbreiterten Teil des in seiner Höchst lage befindlichen Spornes einen Gegenhalt finden. .Dies ist vorteilhaft, weil naturgemäss der bergseits befindliche Teil der Bügel durch das Gewicht des sich normalerweise mehr gegen die Bergseite als nach aussen haltenden Mannes stärker belastet und daher stärker beansprucht ist.
Der eine Einzelbügel, vorliegend a -, ist auf der Aussenseite mit dem Ansatz _p ver sehen, der in zwei je mit einem Zacke)) g versehene Lappen ausläuft und dazu be- stimmt ist, dem Schuhabsatz als Unterlage zu dienen. Ein ähnlicher Ansatz kann am Einzelbügel a1 zwecks Unterstützung des vor- dern Teils des Schuhes angebracht sein.
Die Schuhauflagefläche dieses letzteren Ansatzes wird zweckmässigerweise gleich hoch ange ordnet, wie diejenige am Bügel a. während der hintere Ansatz, wie aus Fig. 1 ersieht lieh ist, etwas tiefer liegt. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass bei An wendung des vorliegenden Fusseisens der Fuss selbst an einem steilen Abhang immer noch eine annähernd wagrechte Unterlage besitzt. Dadurch wird die Neigung des Fusses zum Kanten und Verrenken, die sonst beim Gehen an steilen Halden vorliegt, vermieden und einem Ermüden der Muskeln an den Fuss knöcheln vorgebeugt.
Statt des einen Winkelhebels c könnte man auch zwei solche Hebel nebeneinander anordnen. Dies kommt namentlich in Betracht, wenn ein solcher Hebel nicht gegossen, son dern gepresst, also zum Beispiel aus Stahl hergestellt werden soll.
Sodann kann es sich empfehlen, den oder die Wir)kelhebel c nach oben und unten hin messerartig zuzuschärfen, damit er bei seiner Drehung Schnee, der allfällig zwischen die Bügel a1, a= eingedrungen ist, zerteilen kann. Auch lassen sich auf der Unterseite der Bügel Schutzbleche oder dergleichen anbringen, um das Eindringen von grösserer) Mengen Schnee zu verhindern.
Das Fusseisen liesse sich auch in der Weise ausführen, dass als Fussauflage eine beidseitig aufwärtsgebogene, in der Mitte annähernd flache Platte aus starkem Blech benutzt würde, deren aufwärtsgebogene Enden durch Aussparungen der Sporen auf die Aussenseite der letzteren geführt und hier mit einem die Sporen hinterfasenden Stift versehen sind. Die Sporen wären an ihrem obern Ende an einem zweiarmigen Hebel gelagert, dessen Drehachse sieh in dein oben befindlichen Mittelteil eines metallischen Bogenstückes be fände, das in seinen abwärtsgerichteten Enden durch anziehbare Gurten oder dergleichen mit der Fussauflage verbunden wäre.
Die durch die Aussparungen der Sporen geführten Enden der Auflageplatte würden zweckmässigerweise etwas schmäler gehalten als der mittlere Teil. Zu diesem Zwecke könnte man zum Beispiel an den Enden der Platte beidseitig durch Längsschnitts Lappen bilden und aufbiegen, so dass sie als Federn wirken und die Sporen von innen her gegen das auf ihrer Aussen seite befindliche, entsprechende Ende der Platte bezw. den dort befindlichen Stift drücken könnten.