Stickmaschine. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Stickmaschine mit zweispitzigen Nadeln nach Art der Handstickmaschine und mit Einrichtung zum gleichzeitigen Ersetzen aller abgestickten Nädlinge. Dieselbe besitzt eine vor die Kluppen schwingbare, über die ganze Breite der Alaschine verlaufende Suchneidvor- richtung zum gleichzeitigen Abschneiden der Knoten aller abgestickten Nädlinge. Ferner besitzt sie seitlich und in der Höhe verschieb bare Schienen zur Befestigung neuer,
unter Bremsung stehender Fadenstücke mit einfachen Knoten an den Nadeln, nach Einfädeln dieser Fadenstücke in die Nadelöhren durch Haken. Weiter besitzt sie eine zweite, über die ganze Breite der Maschine verlaufende Schneidvor- richtung zum Abschneiden der abgestickten Nädlinge vom Stoff und zum Abschneiden der neu eingefädelten Fadenstücke vom Vor ratsfaden.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dar gestellt und zeigt: Fig. 1 die linke Seite des obern Teils der Stickmaschine, Fig. 111 grösser eine Einzelheit dieses Ma schinenteils in perspektivischer Darstellung in zwei verschiedenen Stellungen, Fig. 1b eine weitere Einzelheit dieses Maachinenteils in Vörderansicht, Fig. 2 die rechte Seite des obern Teils der Stickmaschine; Fig.3 ist eine Ansicht in Richtung des Pfeils C der Fig. 1;
Fig. 4 ist eine Detailvariante zu Fig.1, und Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Teil derselben; Fig. 5@ zeigt eine Einzelheit eines Teils der Fig. 2 in Draufsicht; Fig. 6 zeigt Teile der Einfädeleinrichtung im Schnitt, Fig. 7-12 Teile derselben in verschiede nen Stellungen, Fig. 13-18 zu den Fig. 7-12 gehörige Draufsichten, Fig. 19 den fertigen Knoten;
Fig.20 einen Teil der Fadenklernmvor- richtung, und Fig. 21-23 Teile aus Fig. 6 in Vorder ansicht bezw. Draufsicht. In Fig. 1 ist lA ein fester und 2A ein, wie später erläutert ist, verstellbarer Support. Die Nadelkluppen N sind je ein Teil einer Stange 1°, welche im Support 2A und einem Lager 3A drehbar und achsial verschiebbar gelagert ist.
Die Stange 1, besitzt an ihrem vordern Teil eine Längsnut 1,, (Fig. 1 und 9); im vordern Teil der Nut 1a, ist das Hämmerli 2 der Kluppe gelagert und hinter diesem längsverschiebbar ein Keil 4, der hinten eine Nase hat, welche durch die Durchbrechung der Stange 1, bei 7 hindurchgeht. Die Nase ist dabei kürzer als der Schlitz bei 7, um die Längsbewegung des Keils zur Stange 1, zu ermöglichen.
Das Hämmerchen 2 hat hinten eine Abschrägung 1b, welche voll vorn nach hinten und oben geht, und unter welche eine vordere Abschrägung des Keils 4 greift, zur Schliessung des Hämmerchens (Fig. 1). All dem unten über die Stange 1, vorstehen den hintern Nasenteil 4 greift ein durch eine Feder 7" gegen einen losen Ring 5 anliegen der, verschiebbarer Ring 6 an. Die Verschieb barkeit des losen Ringes 6 dein Stickgrund zti ist durch die Nase des Keils 4 begrenzt.
Der lose Ring 5 besitzt eilte Keilnut, in welche der Keil 4 eingreift, wodurch der Ring 5 an einer Selbstdrehung verhindert wird, nicht aber an einer Verschiebung. Er kann sich also ungehindert zwischen der Nase des Keils 4 und einem Hebel 38 verschieben, wenn die Stange 1" in der Stellung nach Fig. 2 ist. Bewegt sich die Stange 1, in die Stellung nach Fig. 1, so wird der lose Ring 5 an die Nase des Keils 4 und den Ring 6 angelegt.
Ein Hebel 38, bei jeder Stange 1a, der durch die Teile 40, 41 und 42 (Fig. 1, 2) von einer schwingenden Welle 43 pendelnd um einen Drehzapfen 39 bewegt wird, kann die Ringe 5 und 6 vom- Stickgrund St weg verschieben und damit den Keil 4 zum Lockern der Kluppe IV zurückziehen, so dass die konische Nadel unter das Hämmerchen 2 eindringen kann. Eine Feder 7a, bringt die Ringe 6 und 5 wieder in die vordere Schliess stellung.
Zwischen zwei feste Bünde 8 und 9 der Stange <B>1,</B> greift eine Winkelschiene 22" mit im Rapport sitzenden Ausschnitten (Fig. 1''), welche auf einer Schubstange 23 festsitzt, und durch einen Hebel 24 vermittelst einer schwingenden Welle 25 vorwärts und rück wärts bewegt werden kann. Auf der Winkel schiene 22a, sind stellenweise Stangen 22 befestigt, welche seitliche Zapfen 22b besitzen, zu einem später beschriebenen Zweck.
An dem dem Stickgrund abgewendeten Ende jeder Stange 1" ist ein Stift 11 ange ordnet, welcher beiderends in Schlitze 10 einer Hülse 13 eingreift, welche drehbar, aber unverschiebbar in dem Support 3A gelagert ist. In die Hülse 13 ist ein Zapfen 14 ein- gewindet, und auf diesem Zapfen ist ein Winkelrad 15 befestigt, welches in ein Winkel rad 16 eingreift. Alle Winkelräder 16 sind auf der Triebwelle 17 befestigt. Dreht sich die Welle 17, so wird durch das Winkelge triebe je eine der Hülsen 13 und durch die Enden des Stiftes 11 die Stange 1, mit ihrer Kluppe N gedreht.
Die Stange 1, nimmt durch den über ihren Umfang vorstehenden Teil des Keils 4 auch einen drehbaren, aber nicht längsverschiebbaren Zylinder 1\2l mit lind wickelt den Faden auf diesen auf. Diese Drehung kann bei jeder Stellung der Kluppen erfolgen.
Es sind 44 und 51 zwei Fadenleiterstangen. Die Fadenleiterstange 51 sitzt fest an mehre ren Hebeln 52, welche über die Maschinen länge verteilt und auf eitler Welle 54 lose gelagert sind.
Die Fadenleiterstange 51 wird bei der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der Kluppen, welche voll der Winkelschiene 22" aus erfolgt, da die Zapfen 22b der all der Winkelschiene 2r2;, festen Stange 22 je in einen Schlitz 53 eines Armes des Hebels 5\3 eingreifen, aufwärts und abwärts bewegt, und zwar abwärts bis auf die Nadeln bezw. den Faden (Fig. 2), damit derselbe geradelt Aus zug aus dem Stoff hat.
Dies ist nötig, weil sonst durch die Fadenleiterstange 44, welche durch die Welle 46 und die Hebel 45 eilte Schwingung voll zirka 80 aus der Stellung nach Fig. 1 in diejenige nach Fig. 2 macht, der Faden schräg ausgezogen würde. Gleiche Teile, wie die bisher beschriebenen; befinden sich auch in dem in Fig. 2 darge stellten rechten Teil der Maschine.
In Fig. 2 ist die Gegenkluppe Ns in einer Stellung dargestellt, bei welcher der Faden 36 ausgezogen ist. Die Fadenleiterstange 44 ist in der obern Stellung und geht nun zurück. Eine Klemmvorrichtung 47, welche eine feste Backe und eine in Fig. 2 hinter ihr liegende, horizontale, bewegliche und federnde Backe besitzt, ist in der Stellung nach Fig. 2 ge schlossen. Sie wird geschlossen, sobald der Faden 36 ausgezogen ist, also die Stellung nach Fig. 2 erhalten hat.
Sie bleibt geschlossen, während die Hebel 45 durch die Welle 46 in die Lage nach Fig. 1 zurück gehen und die Wicklungen des Fadens 36 auf dem Zylinder 12 nicht mehr durch die Fadenleiter stange 44 straff gehalten werden. Die Klemm vorrichtung hat den Zweck, die Windungen des Fadens auf dem Zylinder straff zu halten, erlaubt aber in geschlossener Stellung wegen _ der Federung der einen Backe den Abzug des Fadens vom Zylinder. Die Klemmvor richtung 47 öffnet sich, sobald sich die ent sprechende Klemmvorrichtung 47 auf der andern Seite der Maschine schliesst und der Faden 36 die in Fig.2 dargestellte Lage erreicht hat.
In Fig. 1 sind 26 die Bohrer und 27 die Stüpfel, deren Schienen je mit Haltern 28, 29 auf Stangen verschiebbar sitzen, welche in Fig. 1 vor und hinter den Stangen 30 liegen, welch letztere eine Schiene 37 für die Feston- gabeln tragen. Von einer schwingenden Welle 35 aus werden durch Lenker 33 mit An griffstücken 31 die Stüpfel, und von einer schwingenden Welle 36" aus vermittelst Hebeln 34 und Angriffstücken 32 die Bohrer bewegt.
In Fig. 2 ist - 31a eine schwingende Welle, welche durch Hebel 32" am Zapfen 33" an greift. Der Zäpfen 33a ist fest am beweg lichen Support 2A (Fig. 2), welcher durch Ausschwingen der Welle 31a samt den Zylin dern 12 etwas vom Stoff entfernt werden kann.
Dies findet nur dann statt, wenn man die Fadenende von Hand in die Klemmen 70 einlegen will. So ist dann mehr Platz zwischen Stoff und Zylindern geschaffen. Beim Sticken befindet sich der Support stets in der Stellung nach Fig. 2, kann sich also während dieser Zeit nicht auf den ortsfesten Bolzen 331, verschieben.
Hebel 55 sind fest auf der Welle 54 an geordnet, welch letztere sich um<B>180'</B> drehen kann. 57 ist eine über die ganze Maschinen länge laufende Winkelschiene, welche an den Hebeln 55 stellenweise festgeschraubt ist. An der Schiene 57 ist parallel eine Schiene 56 (Fig. 1 und 111) so angeordnet, dass letztere sich auf Zapfen 56a zur Schiene 57 seitlich verschieben lässt, in Längsrichtung derselben.
Rechtwinklig an der Schiene 57 und an der Schiene 56 ist je ein einseitig geschliffenes Stahlband 58 und 58a, fest, welches je Schneid zacken 58" besitzt, die zum Abschneiden des abgestickten Fadens (Nädlings) zwischen Kno ten 207 und Nadelöhr dienen. Die Schienen 56 und 57 sind mit Löchern 57" versehen, zum Durchtreten der Kluppenspitzen: 94 (Fig. 2) ist eine der Spulen, von denen die neuen Nädlinge abgenommen werden.
Sie befinden sich bei einem Einfädelapparat E (Fig. 2), der eine Welle 61 besitzt, mit im Abstand voneinander liegenden Zahnrädern 62, welche je in eine Zahnstange 63 eingreifen. Die Zahnstangen 63 tragen je einen Support 64. An den Supports ist eine Achse 65 gelagert, auf welcher drehbar und längsver schiebbar eine Schiene 66 sitzt. Diese hat im Rapportabstand aus je zwei Zinken 66" bestehende Gabeln (Fig. 7 und 9), welche als Schlingehalter für die Fäden 36 dienen.
An den Supports 64 ist ferner eine Schiene 67 (Fig. 22) vermittelst in Winkelschlitze 67b der Schiene eingreifenden Zapfen<B>67,1</B> der Supports verschiebbar, welche im Rapport Federklemmen 70 besitzt. An den Supporten ist ferner durch Zapfen 68d und Winkel schlitze 68b (Fig. 21) eine Schiene 68 mit Fadenösen 68a verschiebbar gelagert.
An einer ortsfesten Traverse 72 (Fig. 6 und 20) sind im Rapport Scheibenklemmen 73 angeordnet. Durch letztere werden die Fäden zeitweise festgeklemmt. Direkt neben der Stoffbahn St ist eine zweite, über die ganze Breite der Maschine verlaufende Schneidvorrichtung an Hebeln 74 angeordnet, welch letztere sich um Zapfen 75 drehen können. Diese Schneidvorrichtung besitzt zwei Stahlbänder 76 und 77 mit schneidenden Zacken, welche durch Hin- und Herschieben des Bandes 77, wie nachher be schrieben, dieFadenstückeabschneiden können.
Häkchen 79, für jede Nadel eines, sitzen an Hebeln 81 (Fig. 2), welche um eine Welle 82 drehbar sind. Die 'Hebel ruhen auf einer mit ihnen zugekehrten, schrägen Stufen ver- sehenen, quer zu ihnen liegenden Flacheisen schiene 90 auf. Die Höher- und Tieferstellung der Häkchen 79 und der Hebel 81 ist durch Längsverschiebung der Flacheisenschiene 90 von irgend einem Exzenter zur richtigen Zeit möglich. Es ist 86 eine Querschiene (Fig. 16, 2 und 5y), welche irgendwie in Längsrichtung verstellt werden kann.
Diese Schiene 86 hat dort, wo Stangen 22 sich befinden, bajonett- artige Ausschnitte 86" (Fig. 5n) mit Nasen 86b. In diese Ausschnitte treten die Stangen 22 jeweils beim Vorschieben der Stangen 1" ein. Durch Verstellung der Schiene 86 in Längs richtung können die Stangen 22 zur Schiene 86 in die Lage gebracht werden, die in Fig. 511 punktiert angegeben ist. In der ersteren übt eine Bewegung der Stangen 22 in Richtung des Doppelpfeiles z keinen Einfluss auf die Schiene 86 aus.
In der letzteren Lage aber stossen die Stangen 22 nach kurzem freiem Auswärtsgang gegen die Nasen 86b und nehmen so die Schiene 86 quer zu ihrer Längsrichtung mit. Die Schiene 86 ist an Stangen 83 gelagert, welche quer zur Längs richtung der Maschine verschiebbar gelagert sind. Alle Stangen 83 sind durch die Welle 82 miteinander verbunden, auf welch letzterer lose drehbar irn Rapport die Hebel 81 sitzen. Federn 89 ziehen die Stangen 83 und so die Hebel 81 in ihre Endstellung in Richtung zur Ebene des Stoffes St hin in die Lage, in welcher sie in Fig. 2 durch ausgezogene Linien dargestellt sind.
Auf jeder Kluppenstange 1, sitzt, bei Drehung durch den Keil 4 mitgenommen, aber gegen achsiale Verschiebung gesichert, ein Fadenaufwicklungszylinder 12. Dieser hat, wie in Fig. 2 ersichtlich ist, vorn Einschnitte oder Zähne zum Erfassen des Fadens, wenn derselbe beim Ausziehen des Fadens auf den sich dann drehenden Zylinder aufgewickelt wird. Dieses Ausziehen des Fadens, sowie auch die Verkürzung des Fadenauszuges nach jedem Stich gehört nicht in den Rahmen der vorliegenden Erfindung und ist daher nicht gezeichnet und beschrieben.
Die Wirkungsart der Einfädelvorrichtung ist folgende Sind die Fäden der Maschine beinahe aufgestickt, so dass ein neues Fadenstück in jede Nadel eingefädelt werden soll, so stellt der Sticker die Maschine still, und zwar so, dass die Nadeln auf derselben Seite sind, wie die Einfädeleinrichtung .E. Nun wird das Gatter mit dem Stickstoff St so verstellt, dass die abgestickten Nädlinge in den Bereich der Schere 76, 77 kommen und so vom Stoff abgeschnitten werden.
Trotz des Stillstandes der Maschine ist es dem Sticker noch immer möglich, in bekannter Weise durch Drehung eines Handrades einzelne Stickmechanismen zu bewegen. Zunächst dreht er zum Beispiel durch Drehung einer Handkurbel die Welle 54 so, dass die Abschneidevorrichtung 56--58 vor die Kluppen zu liegen kommt. Nun wird die Kluppenbewegung auch von Hand aus bewerkstelligt, wobei dann die Kluppen der in Fig. 1 dargestellten Maschinenseite, der sogenannten linken Seite, durch die Löcher 57" treten und die Nadeln durch diese hin durch auf die letztgenannte Maschinenseite ziehen.
Dann bewirkt der Sticker zum Beispiel auch von Hand aus eine Verschiebung der Schienen 56 und 57 zueinander, so dass eine Stellung der Schienen und der Kluppen zu einander eintritt, wie sie in Fig. 111 links gezeichnet ist. Hierdurch werden die Fäden 36 an den Löchern 57n zwischen den Schienen 56 und 57 festgeklemmt.
Bei der Rückver schiebung der Winkelschiene 56 werden nun, nachdem die Schienen 56, 57 vorher etwas angehoben worden sind (Fig. 1 links), die Fäden zwischen den Nadelöhren und den Xnoten 207 durch die Sclrneidzacken 58, durchgeschnitten. Nun werden die Schienen 56, 57 wieder in die Stellung nach Fig. 1 umgeschwungen. Die abgestickten Nädlinge, welche während des Schneidens von den Schienen 56 und 57 wieder eingeklemmt worden sind, können nun von einer die Stick maschine bedienenden Person während des weiter erfolgenden Stickers herausgezogen werden.
Die Reste der Schlaufen, welche noch in den Nadellöchern hängen bleiben, fallen später beirr Passieren des Stickbodens heraus oder werden durch die Häkchen 79 beim später beschriebenen Einfädeln entfernt.
Jetzt soll die Neueinfädelung beginnen. Dabei stehen die nun in Tätigkeit tretenden Einfädelteile zuerst in der Stellung nach Fig. 7 und 13, wobei die Häkchen .79 sich in der Stellung befinden, in welcher sie in Fig. 2 in vollen Linien dargestellt sind. Der Sticker schaltet nun eine nicht dargestellte Kupplung ein, wodurch die Maschine wieder motorisch in Gang gesetzt wird. Die Bewegung der Maschine ist bis zur vollendeten Einfädelung eine möglichst langsame, was zum Beispiel durch konische Riemenscheiben vom Motor aus ermöglicht ist.
Die Nadeln, welche sich noch auf der linken Maschinenseite befinden, werden langsam auf die rechte Seite abg:ge- ben. Während dessen erfolgt folgendes: Von einer nicht dargestellten Exzenter- welle aus wird die Schiene 66 bei einstweiliger Beibehaltung ihrer schrägen Lage nach Fig. 6 in die Stellung nach Fig.8 nach links ge schoben, wodurch die Zinken 66a die von den Bremsen 73 kommenden, durch je eine Faden öse 68a gehenden Fäden, welche einerends in den Fadenklemmen 70 festgehalten sind,
in die Stellung nach Fig. 8 und 14 bringen unter Abzieheng von Faden von den Faden spulen 94. Hierauf wird die Schiene 66b (Fig. 6 und 23) längsverschoben. Diese hat stellenweise Stufen<B>66,1</B> (Fig. 23), welche die Schiene 66 unter Überwindung des Druckes von Federn 66f (Fig. 8) nun aus der in Fig. 6 mit ausgezogenen Linien gezeichneten Lage in die durch strichpunktierte Linien darge stellte Lage 66, bringen, also auch aus der Lage nach Fig. 14 in diejenige nach Pig. 15.
Nun werden durch die Zahngetriebe 61, 63 von einem Exzenter aus die Supports 64 gehoben, wodurch auch die Schienen 66 und 68 gehoben werden. Die Schiene 67 bleibt aber in ihrer Stellung, da die Zapfen 67d (Fig.22) in den vertikalen Schenkeln der Winkelnuten 67b sich nach oben ohne Ein wirkung auf die Schiene 67 verschieben können. Es tritt also die Stellung nach Fig. 9 und 15 ein. Hierauf werden die Schienen 68 und 66 maschinell nach rechts in die Stellung nach Fig. 10 und 16 ver schoben, wodurch jedes Fadenende unten durchgezogen und so eine Schlaufe gebildet wird.
Bei der Schiene 68 ist diese Verschie bung möglich, da die wagrechten Schenkel der Winkelschlitze 68b (Fig. 21) sich auf den Zapfen <B>68,1</B> verschieben können. Hierauf bleiben die Schienen 66 und 68 in ihrer Lage, während die Schiene 67 von einem besonderen, nicht dargestellten Exzenter aus schräg nach oben links bewegt wird, in die Stellung, in welcher sie in Fig. 11 und 17 dargestellt ist. Die schrägen Schenkel der Winkelschlitze 67b (Fig. 22) lassen diese Bewegung der Schiene 67 zu.
Bis jetzt befindet sich die vorn an den Hebeln 81 feste, über die ganze Maschinen länge laufende Schiene 79a, an welcher die Häkchen 79 angeordnet sind, ebenso wie während des Stickers in der Stellung, in welcher sie in Fig. 2 in ausgezogenen Linien dargestellt ist. Nun erfolgt eine Längsver schiebung der Schiene 86 (Fig. 2 und 5a). Hierdurch tritt diese Schiene in die Lage, in welcher sie in Fig. 5a durch punktierte Linien angedeutet ist.
Infolgedessen nehmen die Stangen 22 bei ihrer Auswärtsbewegung, nach kurzem Leergang an die Nasen 86b anstossend, die Stangen 86 nach rechts mit, wodurch auch die Stangen 83, die Welle 82, die Hebel 81 und die Haken 79 nach rechts in die in Fig. 2 punktierte Lage mitgenommen werden.
Die Anordnung des freien Spiels zwischen den Stangen 22 und den Nasen 86b ist aus dem Grunde vorgesehen, dass der Weg der Haken .79 kürzer ist als derjenige der Kluppen; denn es ist nicht angängig, dass die Haken 79 so nahe an den Stoff heran treten wie die Kluppen I4: Gleichzeitig mit dieser Rückwärtsbewegung der Haken 79 erfolgt eine Verschiebung der Stange 90 in ihrer Längsrichtung, wodurch die Schiene 79" mit d;,n Haken in ihre Stellung senkrecht über den Nadelöhren gesenkt wird, in die Stellung nach-Fig. 11.
Jeder Sattel 796 setzt sich auf eine Nadel auf. Die Nadeln haben dabei bereits den grössten Teil ihres Weges von links nach rechts zurückgelegt und befin den sich ungefähr in der der in Fig. 2 punk tierten Kluppe entsprechenden Lage rechts vom Stoff oberhalb der Einfädeleinrichtung. Nun ist jedes Fadenende in den Bereich eines Hakens 79 gebracht, der durch das Nadelöhr geht, wobei er etwa in demselben noch vor handene Fadenreste ausstöfät. Hierauf wird von irgend einem Exzenter aus die Schiene 90 wieder zurückgezogen,
so dass auch die Schiene 79" wieder mit den Haken in die Höhe geht, wodurch die nun eingefädelten Fadenenden durch die Reibung zwischen den Haken 79 und den Sätteln 796 mit hochgezogen werden. Während die Haken 79 in die Höhe gehen und in die strichpunktierte Lage nach Fig. 2 kommen, vollenden die Nadeln ihren Weg von links nach rechts, bis dorthin, wo eine solche in Fig. 2 mit ausgezogenen Linien dargestellt ist. Jedes Fadenende wird immer noch im Haken 79 festgehalten.
Die Abwärts und Aufwärtsbewegung der Haken findet während der Rückwärtsbewegung derselben vom Stoff weg statt. Die Drehung der Zylinder 12 ist während der Einfädelperiode arretiert. Sind die Häkchen in der in Fig. 2 punktierten Lage angelangt, dann erfolgt durch eine kurze Drehung der Zahnräder 61 eine nochmalige Hebung der Schiene 66 aus der Stellung nach Fig. 11 in die Stellung nach Fig. 12.
Die Schienen 67 und 68 behalten dabei ihre Höhenlage bei, jedoch werden die Schienen 66 und 68 etwas seitlich nach links verschoben, wie dies aus einer Vergleichung ihrer Stellung in Fig. 12 zu derjenigen in Fig. 11 hervorgeht. Die Zapfen 67,r und 68,r gleiten in den senkrecht, be ziehungsweise schräg aufwärtsgehenden linken Schenkeln der Schlitze, 676 und 68r,. Durch diese Bewegungen wird je eine Schlaufe vor je eine Kluppe gestellt. Nun beginnt die Bewegung der Nadeln wieder von rechts nach links.
Jede Kluppe tritt mit ihrer Nadel durch ihre Schlaufe \?06 gemäss Frg. 12 und 18. Durch Rückdrehung der Zahnräder 61 senkt sich nun die Schiene 66 so tief, bis die (fabeln 66a ans der Schlaufe geschlüpft sind. Unterdessen gelangten die Häkchen 79 wieder in die in Fig. 2 mit ausgezogenen Linien dargestellte Stellung.
Die Schiene 86 (Fig. 2 und 511) wird von irgend einem Exzenter aus in die voll ausgezogene Stellung nach Fig.5a verschoben, und die Stangen 22 haben wieder freien Weg, so dass die Organe 79, 79a, 81, 82, 83, 86 und 89 in Ruhestellung verbleiben, bis wieder eingefädelt wird.
Nun werden die Nadeln von den gegenüberliegenden Kluppen abgenommen. Hierbei ist die Brerr.svorrich- tung 73 durch den Zug an der Stange 71 von irgend einem Exzenter aus geschlossen, so dass einfache Knoten 207 nun in Form nach. Fig. 19 zusammengezogen werden und durch den Stickstoff gehen. Alle Teile der Einfädelvorrichtung gehen dann in die Stellung nach Fig. 6 zurück.
Nach dem Auseinander gehen der Kluppen und dem Knotenanzug erfolgt auch die Aufwickelung des Fadens auf den Zylinder 12 der linken Maschinen seite (Fig. 1). Durch das Abwärtsgehen der Schiene 67 in die Normalstellung wird der Faden wieder unter die Federklemme 70 eingelegt. Nachdem einige Stiche gemacht sind, erfolgt durch die Schere 76, 7 7 von einem Exzenter aus die Trennung des einge fädelten Fadenstückes von dem zwischen der Spule 94 und der Klemme 70 liegenden Faden teil, indem man es wieder durch Senken des Gatters in den Bereich der Schere bringt.
Die Ableitung der einzelnen Bewegungen von der Hauptantriebswelle aus erfolgt durch an sich bekannte, bewegliche Übertragungs- mechanismen, wie Kurvenscheiben, Nuten scheiben, Exzenter und dergleichen.
An Stelle des Winkelradgetriebes 15, 16 kann auch, wie Fig. 4 und 5 erkennen lassen, ein Stirnrad 98 angeordnet sein; dessen Zähne in ein gelochtes Band 97 eingreifen.