CH97629A - Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle.

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  Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven  Entfärbungskohle aus Sulfitzellstoffablauge.  



  Verfahren, die zur Herstellung von     Ent-          färbungskohle    von     Sulfitablauge    ausgehen,  sind bereits angegeben worden. Ihnen allen  ist gemeinsam, dass die Ablauge im unver  arbeiteten Zustande oder nach Entfernung  der anorganischen Bestandteile zur Trockne  verdampft und der Verdampfungsrückstand  verkohlt wird. Zur Gewinnung der     Entfär-          bungskohle    aus der Ablauge sind daher ganz  erhebliche Mengen Wasser abzudampfen, die  für ein Kilogramm Entfärbungskohle etwa  50 Liter betragen. Im Hinblick auf den  hohen Preis von Heizstoffen wird durch die  sen Umstand die Wirtschaftlichkeit solcher  Verfahren sehr in Frage gestellt.

     Der geschilderte Übelstand wird durch  das nachfolgend beschriebene Verfahren da  durch vermieden, dass an Stelle der Ablauge,  die zu etwa 90% aus Wasser besteht, die aus  dieser ausgefällte organische Substanz zur  Verwendung gelangt. Das Verfahren besteht  darin, dass man die in der Sulfitzellstoffab-    lauge, z.

   B. die in der Sulfitspritschlempe  enthaltenen organischen Bestandteile in be  kannter Weise ausfällt, hierauf den Nieder  schlag, abfiltriert und in noch feuchtem Zu  stande mit Alkaliverbindungen, welche der  Fällung alkalische Reaktion verleihen, da  durch, dass sie entweder alkalisch reagieren  oder bei der Umsetzung mit den anorgani  schen Stoffen der Fällung in Alkaliverbin  dungen von alkalischer Reaktion übergeführt  werden, vermengt, hierauf die aus dem Nie  derschlag erhaltene konzentrierte Lösung ge  gebenenfalls nach Filtration, im flüssigen  Zustande oder nach völliger Trocknung in  üblicher Weise verkohlt, das Verkohlungs  produkt mit Wasser auslaugt, die aus  gelaugte Entfärbungskohle trocknet und die  erhaltene Lauge nach     Karbonisation    wieder  verwendet.  



  Die Ausscheidung der     fällbaren    organischen       Substanz    der     Sulfitzellstoffablauge        kann    in  bekannter Weise durch     Aussalzen    mit Neu  tralsalzen., z.     B.    mittelst     Kaliumchlorid,    Na  triumchlorid und     dergl.,    oder mit Hydraten  der Erdalkalien, zweckmässig bei höherer      Temperatur und höherem Druck erfolgen.

    Der erhaltenen Fällung können nach deren  Filtration als Verbindungen der Alkalien  zum Beispiel Hydroxyde, Karbonate, Phos  phate, Sulfate der Alkalien zugesetzt werden,  wodurch die     organische    Substanz der Fällung  in eine wasserlösliche Form, die für die nach  folgende Verkohlung besonders geeignet ist,  übergeführt wird. Dies erklärt sich dadurch,  dass die betreffende organische Substanz  offenbar saurer Natur ist, so dass durch dern  Zusatz der Alkalien wasserlösliche Alkali  verbindungen entstehen.  



  Das Verkohlungsprodukt enthält die ge  samte     anorganische    Substanz, einschliesslich  Alkalien, und zwar letztere vorwiegend als  Sulfid. Werden nach Zusatz der Alkaliver  bindung und Flüssigwerden des Nieder  schlages die ausgeschiedenen anorganischen  Substanzen durch     Filtration    entfernt, dann  finden sich in diesem Falle in der Lö sung  und dem daraus erhältlichen Verkohlungs  produkte nur wasserlösliche Alkalien, haupt  sächlich als Sulfid vor.  



  Um das     Alkalisulfid    für den Prozess wie  der nutzbar zu machen, kann das aus dem  Verkohlungsrückstande ausgelaugte Sulfid  durch Einleiten von Kohlendioxyd in das  Karbonat umgewandelt werden. Es hat sich  aber bezeigt, dass die Umwandlung des Sul  fids in das Karbonat in Gegenwart der nas  sen Entfärbungskohle wesentlich schneller  und ohne     Anwendung    eines merklichen Koh  lendioxydüberschusses vor sich geht. Es ist  daher zweckmässiger, das Kohlendioxyd in  das mit Wasser aufgeschwemmte Verkoh  lungsprodukt einzuleiten und die Auslaugung  mit Wasser erst nachher anzuschliessen; man  erhält dann eine Lauge, die das wiederver  wendbare Alkalilkarbonat enthält, während  der entweichende Schwefelwasserstoff in be  kannter Weise unschädlich gemacht werden  kann.

   Die karbonisierte Laube wird wieder  verwendet.  



  Nach dem vorstehend     beschriebenen    Ver  fahren werden 70 bis 80 % des Wasser  gehaltes der ursprünglichen Sulfitzellstoff  ablauge aus dem Prozess ausgeschieden, die    nach den früher erwähnten bekannten Ver  fahren verdampft werden müssen. Hieraus  ergibt sich ohne weiteres die     grosse    wirt  schaftliche Überlegenheit des beschriebenen  Verfahrens     gegenüber    den bisher bekannten,  Beispiel:  20 lug Kalziumoxyd werden mit Wasser  gelöscht und 1000l Liter Sulfitzellstoff  ablauge unter Rühren zugesetzt. Die Mi  schung wird in einem Druckkessel während  einer Stunde bei 3 Atm. erhitzt und der nach  dieser Zeit erhaltene Niederschlag abgepresst.

    Der Niederschlag wind nun mit 50 Kgb Pot  tasche unter Rühren auf Kochtemperatur ge  bracht, wodurch die organische Substanz in       wasserlösliche    Form übergeführt und dadurch  die Masse clünnfliissig wird. Die erhaltene  Lösung wird heiss abgepresst, das Filtrat nach  völliger Trocknung in bekannter Weise un  ter Luftabschluss v erkolhlt, das Verkohlungs  produkt mit Wasser aufgeschwemmt und in  die feuchte Masse Kohlendioxyd eingeleitet.  Nach Umwandlung des in dem Verkohlungs  produkte enthaltenen Sulfids in das Kar  bonat, wird die Masse in üblicher Weise aus  gelaugt, die Entfärbungskohle getrocknet  und die ausgelaugte Lösung von Kalium  karbonat zur Aufschliessung der nächsten  Fällung benützt.  



  An Stelle von unverarbeiteter Sulfitzell  stoffablauge kann auch mit Vorteil     verarbci-          tete    Sulfitzellstoffablauge, z. B. die aus der  Sulfitspritfabrikation, abfallende Schlempe,  verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer hoch aktiven Enutfärbungskohle aus Sulfitzell- sloffablauge, dadurch gekennzeichnet, dass man die in der .1bl:aube enthaltenen fäll- baren organischen Bestandteile in bekannter Weise ausfällt, :
    den @iederschla.b abfiltriert und in no.cli feucliteni Zustande mit Alka-li- verbindungen, welche dem Niederschlage al kalische Reaktion verleihen, vermengt, hier auf die aus dem Niederschlag erhaltene kon zentrierte Lösung, in üblicher Weise ver kohlt, das Verkohlungsprodukt mit: Wasser auslaugt, die ausgelaugte Entfärbungskohle trocknet und die erhaltene Lauge nach Kar bonisation wieder verwendet.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in das mit Wasser auf geschwemmte Verkohlungsprodukt Kohlen- dioxyd bis zur Umwandlung des Sulfids in das Karbonat eingeleitet wird und Entfär- bungskohle und Lauge hierauf durch Filtra tion und Auswaschen mit Wasser getrennt werden.
CH97629D 1920-07-05 1921-06-11 Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle. CH97629A (de)

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