CH97860A - Umformbare Pressunterlage für das Werkstück bei der Herstellung von Schuhwerk durch Kleben. - Google Patents
Umformbare Pressunterlage für das Werkstück bei der Herstellung von Schuhwerk durch Kleben.Info
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Description
Uniformbare Prossunterlage fär das Werkstück bei der Herstellung von Schuhwerk durch Kleben. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine umformbare, Pressunterlage für das Werk stück bei der Herstellung von Schuhwerk durch Kleben, wobei bekanntlich das Werk stück mit der Sohle auf diese Unterlage ge drückt wird. Die Pressunterlage besitzt eine Masse, die aus Füllstoffen und Bindernitteln zusammengesetzt und bei gewöhnlicher Tem peratur starr oder nur wenig elastisch ist.
Sie lässt sieh aber mit Hilfe äusserer Ein wirkungen vorübergehend in einen formbaren Zustand versetzen, und 'in diesem Zustande durch Einpressen eines Modellschuhes in eine Pressform anderer Gestalt umwandeln, Nach dem Erstarren oder Abbinden der Alasqe bleibt diese Form unverändert erhal ten, und das so hergestellte Presswiderlager kann hierauf zur Herstellung beliebig vieler Schuhe von gleicher Gestalt wie der Modell- schull verwendet werden. Man kann die Pressunterlage beliebig oft umformen und in der neuen Gestalt stets wieder zti dein gleichen Zwecke benutzen.
Die den formbaren Zustand der Pressunter- lage herbeiführenden physikalischen oder chemischen Einflüsse können je nach der Be schaffenheit der zür Herstellung der Masse verwendeten Füllmittel und Bindemittel von verschiedener Art sein. Wenn zum' Beispiel die Masse ans einer Mischung von Asphalt mit Gips, Sand oder dergl. besteht, wird vor zugsweise zum Formbarmachen trockene oder feuchte Wärme benutzt. Beispielsweise wird zu diesem Zwecke die Masse über einer Flamme oder in einem Behälter, oder aber in einer heissen Flüssigkeit, wie Wasser oder dergl., erwärmt.
Die feuchte Wärme ist beim Formbarmachen der Masse besonders dann von Nutzen, wenn es sich um Stoffgemische handelt, bei denen die Füllstoffe mit leim artigen Bindemitteln gemengt sind, wie bei Mischungen von Sägemehl, Korkschrot oder anderen vegetabilischen Stoffen oder Leder staub mit Leim oder dergl. Nach dem Trocknen erstarren die Gemische, oder sie haben höchstens die gerin>ge Elastizität, die den verwendeten Stoffen innewohnt.
Andere Stoffgemische, bei denen ein aufquellbares oder lösbares Bindemittel benutzt ist, beispiels weise Sägemehl oder Lederstaub, die mit- telst Zelluloid gebunden sind, kann eine Flüssigkeit benutzt werden, die das Binde- inittel mehr oder weniger weich iriaelit oder auflöst, bei Zelluloid beispielsweise Aceton oder Essigäther, durch welche Substanzen die Masse formbar gemacht werden kann,
während nach dem Umformen der Pressunter- Jage infolge des raschen Verdunstens dieser Flüssigkeiten die Pressunterlage in kurzer Zeit ihre feste Beschaffenheit wieder erhält. Bei einem solchen Stoffgemisch besitzt nicht nur der Füllstoff, sondern auch das Binde mittel dauernd eine gewisse, wenn auch ge ringe Elastizität, die in manchen Fällen für die Zwecke der Pressunterlage von Vorteil ist.
Die Prel,Aunterlage aus formbarer Masse kann zur Erteilung bestimmter Wirkungen in Verbindung mit anderen Zwischenlagen beim Kleben von Schuhwerk angewendet w erden.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Pressunterlage in einer beispielsweisen Aus führungsform dargestellt. Fig. <B>1</B> veranschau licht einen Längsschnitt durch die Unterlage, die in einem kastenartioen Unterteil unter- 0,ebracht ist. Fi'-. <B>21</B> stellt einen >Schnitt nach der Linie a-b in Fig. <B>1</B> dar.
Fig. <B>3</B> zeigt eine rnterlage von ebener Gestalt vor Ihrer Anpassung an die C*xestalt der Werk- stileke. Fig. 4 ist der Grrundriss eines Be standteils der Unterlage nach Fig. <B>3.</B>
Das in einem Ausführung9beispiel ans Asphalt mitZusätzen von Gips, Sand, Säge spänen oder anderen starren oder nur wenig elastischen Fülltnitteln bestehende, die Press)- unterlage bildende Gemisch<B>1</B> wird durch die Einwirkung von Wärme und Mischen oder Kneten in eine breiige oder sonstwie form bare Masse verwandelt und in diesem Zu stande in eine dem Sohlenumfange entspre chende Form gebracht.
Kurz vor dem Er starren oder Festwerden der Masse<B>1</B> wird ein als Modell dienender Schuh gegen die Oberfläche der Masse und etwas in diese liiiieiiigedt-iiekt, so dass die Masse bei ihrem völlicen Erkalten oder Trocknen die -enaue Forin des Schuhbodens hat. Sie beli#ilt diese Gestalt unverändert ini erkalteten Zustande und kann dann als feste Unterlage beim An kleben von Sohlen auf den Oberteil dienen.
Um während des Foriiiens derOberfläche durch Andrücken eines Schuhes auf die form bare Masse das Besehädigen oder Anhaften der Masse am Schuh züi verhüten, werden zweckmässig isolierende Schichten aus geeig neten Stoffen dazwischen eingefügt. Es einp- flehlt sich die Anwendung einer biegsamen Zwischenlage 2ausPappe, Lederoder dergl., welche verschiedene Drücke, die von der Stärke des Oberleders, 'Verstärkungseinlagen der Sohle und dergl- herrühren, auszugleichen vermag.
Diese Zwiselienlage kann dauernd mit der Masse verbunden bleiben- sie über- ti#il*i"("t den Druck gleichmässig und gibt genau die Stelle an, auf die der Schuh beim Pres sen gesetzt werden soll.
Die Masse<B>1.</B> wird zweckmässig zum Schutze und zur besseren Stützun-, in einen Forinpalirnen oder -hasten<B>5</B> eingesetzt oder eingegossen, Fig. <B>1</B> und 2. Ihre Erwärmung zwecks Erzielung der Forinbarkeit kann un mittelbar in dein -escheben sie kann aber auch zu diesem Zwecke aus dein Ka sten entfernt werden.
<B>Es</B> ist nicht ei-furderlieb, dass die Forinung der Unterla-c sofort na-#h der Mischung und vor dein Ti,ot-ktic-ii resp. Erstarren der geschieht. Vielinehr kann die Masse erst in eine beliebige andere Gestalt gebracht wer den und in dieser erstarren oder fest werden, uni. erst später unter<B>Ei</B> rweichen die als Press- unterlage dienliche Form zu erhalten.
Die Miigliehkeit des Wiedererweiehens hat gerade den Vorteil-, dass die beliebig geformte benv. bereits als 'Unterlage benutzte Masse wieder holt umgeformt und für jede andere Schuh gestalt und brauchbar gemacht wer den kann. Diese Eigenschaft der Masse gibt die Möglichkeit, die Masse vorerst als ebene oder gebogene Platte<B>3</B> iuszu-#ief,)eii oder sonstwie herzustellen, beispielsweise wie in Fig. <B>3</B> und 4 gezeigt ist, in welchem Falle sie annähernd den Ulmriss der Sohle hat.
Die flachen Platten erleichtern den Versand und die Aufbewahrung der Masse. Bei Bedarf wird die Masse in der Schuhfa brik erwärmt oder durch eines der schon er wähnten Mittel behandelt bis der formbare Zustand eingetreten ist, und durch Einpres sen des Schuhes in die entsprechende Press- unterlace unioewandelt. Die Masse trocknet resp. erstarrt stets wieder und iässt sich. für jede zu bearbeitende Schuhform passend ge stalten.
Zur leichten Ausführung eines ge wünschten Umrisses und zur Verhütung des Anklebens der Masse beim Ausgiessen oder Einsetzen in einen Kasten wird sie zweck mässig auf eine Unterlage 4 ans Pappe oder dergl. (Fig. 4) aufgebracht, die das Biegen der Platte nicht hindert.
Eine allen Anforderungen genügende Unterlage erhält man z. B. aus einerMasse, die in folgender Weise zusammengesetzt ist: Aspalt 200 Gewichtsteile, Gips 200 Gewichtsteile, Sand<B>100</B> Gewichtsteile.
Die Zusammensetzung kann indessen in weiten Grenzen,<B>je</B> inach derTemperatur, bei der die -Unterlagen benutzt werden sollen, geändert werden. Auch die Beschaffenheit der verwendeten Stoffe hat dabei einen Ein-- fluss. Vorteilhaft wird der Füllstoff im Ver gleiche zumBindemittel überwiegen.
So wie man an Stelle von Gips andere Füllstoffe, wie<B>Sä ' o "</B> -espäne, Lederspäne oder dergl., her anziehen kann, lassen sich auch an Stelle von Leini,Wachs, Asphalt andere Zelluloidlösung Bindemittel, oder wie dergl., Harz' zu- setzen.
Die von der Masse geforderten Eigen schaften sind ihre starre oder wenig elastische Beschaffenheit unter gewöhnlichen Bedingun gen, die leichte Forrnbarkeit unter dem Ei in- fluss vorübergehend wirkender äusserer Ein flüsse und die Fähigkeit der Formung der -Unterlage durch einen Schuh selbst, mit dem dann alle auf der Unterlage angefertig ten Schuhe übereinstimmend ausfallen. Vor teile der Unterlage sind die leichte und bil- lige Herstellung der Masse, ihre fast unbe grenzte Wiederverwendbarkeit, die leichte und rasche Umformbarlieit, das geringe Gewicht, ihre Dauerhaftigkeit und der Wegfall lang wieriger Bearbeitung.
Es ist niebt nötig, zahlreiche Unterlagen für viele Schuhgrössen aufzubewahren, sondern wenige Unterlagen genügen, da sie in erfor derliche andere Formen schnell umgearbeitet werden können, wobei dieselbellasse immer wieder verwendet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Umformbare Pressunterlage für das Werk stück bei der Herstellung von Schuhwerk durch Kleben, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Masse aufweist, die aus Füllstoffen und Bindemitteln zusammengesetzt und bei gewöhnlicher Temperatur starr oder wenig elastisch ist und die sich mit Hilfe äusserer Einwirkungen vorübergehend in einen form baren Zustand versetzen und in diesem Zu stande durch Einpressen eines Modellschubes in eine Pressform widerer Gestalt umwandeln lässt. UNTERANSPRüCIIE:<B>1.</B> Pressunterlage nach Patentanspruch, be stehend aus einem Gemisch aus starren oder nur wenig elastischen Füllstoffen und einem Bindemittel, das unter der Ein- wirk(ing trockner oder feuchter Wärme formbar wird, jedoch bei gex.,vöhtilicher Temperatur die ihm erteilte Gestalt nicht oder nicht wesentlich ändert.2. Pressunterlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Masse aus einern Gemisch aus starren oder nur we nig elastischen Füllstoffen und einem Bindemittel besteht, das durch Einwirkung von Lösungsmitteln in den formbaren Zu stand versetzt werden kann und nach dem Verdunsten des Lösungsmittels die nicht formbare Beschaffenheit wieder annimmt, wobei die Pressunterlage die ihr erteilte neue Gestalt beibehält.<B>3.</B> Pressunterlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf der Ober- fläcbe der Masse eitie Zwischenlage aus nachgiebigem Stoff vorgesehen ist, die beim Umformen der Pressunterlage das Anhaften oder Beschädigen des M odell- schuhes verhütet und bei der Benutzung der Pressunterlage dein Druckausgleich gegenüber dem Werkstück dient.4. Pressunterlage nach -Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Masse aus Asphalt, Sand und Sägespänen besteht. <B>5.</B> Pressunterlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die formbare Masse auf einerschmiegsamen Platte auf getragen ist. <B>6.</B> Pressunterlage nach Patentansprucb, da durch gekennz <B>'</B> eichnet, dass. die formbare Masse in einem Kasten enthalten ist.
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