CH98533A - Sengvorrichtung für Textilwaren. - Google Patents

Sengvorrichtung für Textilwaren.

Info

Publication number
CH98533A
CH98533A CH98533DA CH98533A CH 98533 A CH98533 A CH 98533A CH 98533D A CH98533D A CH 98533DA CH 98533 A CH98533 A CH 98533A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
singeing
flame
gases
combustion air
secondary combustion
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Osthoff Walter
Original Assignee
Osthoff Fa Walter
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Osthoff Fa Walter filed Critical Osthoff Fa Walter
Publication of CH98533A publication Critical patent/CH98533A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C9/00Singeing
    • D06C9/02Singeing by flame

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description


      Sengvorrichtung    für     Textilwaren.       Die Erfindung bezieht sich auf mit gas  förmigem Brennstoff betriebene     Sengvor-          richtungen    für Textilwaren, und sie bezweckt,  die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen in  bezug auf den Brennstoffverbrauch zu er  höhen.  



  Das Wesen der Erfindung besteht darin,  dass zu beiden Seiten der nach oben gerich  teten Flamme aufrechte Führungswände an  geordnet sind, welche die seitlich abströmen  den Heizgase nach oben umlenken.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes dar  gestellt, welcher wahlweise mit     platten-    oder  zylinderförmigen     Sengkörpern    oder auch als       Flammensengvorrichtung    benutzt werden  kann, und zwar zeigt:

         Fig.    1 einen Querschnitt durch den     Seng-          brenner    mit einer aufgelegten     Sengplatte     während des     Anheizens,          Fig.    2 einen     Querschnitt    durch den Bren  ner mit aufgelegter     Sengplatte    während des  Betriebes und mit einer Führungswand zum  Vortrocknen der     Tex        ilware,            Fig.    3 einen Querschnitt durch den     Seng-          brenner    mit aufgesetztem     Sengzylinder,

            Fig.    4 einen Querschnitt durch den     Seng-          brenner    bei Benutzung als einfache Flammen  sengvorrichtung.  



  Bei dem dargestellten Beispiel ist 1 der  eigentliche, sich über die ganze Gewebebreite  erstreckende Brenner, welcher von einem  Gehäuse 2     umgeben    ist. Der Brenner 1 ent  hält zwei untere Längskanäle 9, 11 und einen       obern    Längskanal 13, welche am einen     bezw.     andern Ende durch Querkanäle 10, 12 ver  bunden sind und zur Zuführung des aus Gas  oder vergastem Brennstoff und Luft beste  henden Brenngemisches dienen.

   Das     Brenn-          gemisch    durchströmt dabei der Reihe nach  zunächst den Längskanal 9, tritt an dessen  einem Ende durch den     Querkanal    10 in den  zweiten     Längskanal    11 über und strömt  durch diesen Kanal zurück bis an dessen an  deres Ende, wo es durch den Querkanal 12  in den mittleren Längskanal 13     austritt.     Letzterer ist auf seiner ganzen Länge oben  mit einem schmalen Schlitz 14 versehen, aus  dem die Flamme 5 brennt.

   Durch diese mehr  fache Hin- und     Zierführung    des Brenn-           gemisches    in dem sich während des Betriebes  stark erwärmenden Brenner 1 wird eine hohe       Vorwärmung    des     Brenngemisches    bewirkt.  



  Das den Brenner 1 nach Art eines Man  tels umgebende Gehäuse 2 ist zu beiden Sei  ten der Flamme 5 mit senkrechten Führungs  wänden 3 versehen, welche dazu dienen, die  sich zu beiden Seiten der Flamme 5 aus  breitenden Flammengase 6 nach oben, das  heisst gegen den zu sengenden Stoff 21, um  zulenken.

   Diese Umlenkung kann entweder,       ivie    bei der in     Fig.    4 gezeigten     Benutzung,     als     Flammensengvorriohtung,    unmittelbar  durch die Wände 3 geschehen oder durch  dieser vorgebaute Schamottesteine 3a, wie bei  der in     Fig.    1 bis 3 dargestellten Benutzung  als Platten-     bezw.        Zylindersengvorricht-zng.     Natürlich könnten die Schamottesteine 3a  gegebenenfalls auch durch     auswechselbare     Blechwände ersetzt werden.  



  Bei der in     Fig.    1 und 2 dargestellten  Benutzungsart als     Plattensengvorrichtung     ist 4 die     Sengplatte,    über welche der zu sen  gende Stoff 21 geführt wird und welche aus  wechselbar auf dem Gehäuse 2 ruht. Die  Führungswände 3a sind nun so angeordnet,  dass sie um den untern Rand der Seng platte 4  herumgreifen und dadurch die zu beiden  Seiten der Flamme 5 abströmenden Heizgase,  wie durch Pfeile angedeutet ist, nach oben  umlenken. Dabei zeigt sich die unleugbare  Tatsache, dass die Heizgase nach ihrer Um  lenkung nach oben durch die Führungs  wände 3a nicht 'senkrecht weiter strömen,  sondern sich an die äussere, gewölbte Form  der     Sengplatte,    wie durch Pfeillinien dar  gestellt ist, anschmiegen.

   Insbesondere so  lange sich noch kein Stoff auf der     Seng-          v        orrichtung,    befindet, wie es zum Beispiel  beim Anheizen der Vorrichtung der Fall ist,  folgen die Heizgase genau der äussern Form  der     Sengplatte    und schlagen dabei in der  Mitte an der Stelle 8, von beiden Seiten an  kommend, zusammen. Auch die äussere Luft  strömung, welche durch Aufsteigen der  Heizgase hervorgerufen wird, folgt, wie  durch die Pfeile 2 angedeutet ist, den eigen  artigen Wegen der Heizgase um die Seng-    platte, so dass eine vollständige Verbrennung  auch derjenigen Gasmengen stattfindet,     \vel-          che    an der Oberseite der     Sengplatte    vorbei  streichen.

   Dieser Umstand, im Verein mit  der völligen     Einhüllung    der     Sengplatte    von  den brennenden Heizgasen, hat zur Folge,       da.ss    die     Anheizzeit    gegenüber den bisher be  kannten     Sengvorrichtungen    ganz bedeutend  verkürzt ist und dadurch eine erhebliche Er  sparnis an Zeit und Brennstoff erzielt wird.  



       Fig.    2 zeigt die Benutzung als     Platten-          sengvorrichtung    während des Betriebes. Da  bei ist 21 der zu sengende Stoff, welcher  von rechts nach links, wie durch einen Pfeil  angedeutet ist, über die heisse     Sengplatte    4  hinweggezogen wird und durch die in der  Höhenrichtung verstellbaren Rollen 19a,     19h     und 19c geführt ist. Die Heizgase haben auch  hierbei noch das Bestreben, der äussern Form  der     Se.ngplatte    zu folgen.

   Da sie jedoch. durch  den Stoff verhindert werden, nach oben ab  zuziehen, so findet eine gewisse Stauung  statt, und ein Teil der Heizgase muss in Rich  tung des Pfeils     6a        bezw.        6b    abströmen.

    Auf der dem ankommenden Stoff zugewand  ten Seite ist hinter der senkrechten Füh  rungswand 3 noch eine nahezu     wagrechte,     von einem     Leitblech    20 gebildete Führungs  wand angeschlossen, durch welche die seit  lichen, in Richtung des Pfeils 6a abströmen  den Heizgase dem ankommenden Stoff     ent-          t;egengeführt    werden und dadurch eine     Vor-          trocknung    und eine     Vorwärmung    des Stoffes  bewirken. Auf diese Weise wird eine weit  gehende Ausnutzung der abströmenden Heiz  gase ermöglicht.

   Gegebenenfalls kann an der  entgegengesetzten Seite der     Seng        v        orrichtung     auch noch ein Leitblech 209 angebracht sein,  um auch an dieser Stelle die abströmenden  Heizgase länger in Berührung mit dem Stoff  zu halten.  



  Der vom Gehäuse 2 umschlossene Raum  16 um den Brenner 1 dient zur Zuführung  und     Vorwärmung    der sekundären Verbren  nungsluft, welche von unten durch die Öff  nung 15 eingeführt     -#vird.    In der     obern    Ge  häusewand 17 sind mehrere Reihen von  kanalartigen     C)ffnungen    18 angeordnet, durch      welche die sekundäre Verbrennungsluft,  nachdem sie sich an den heissen Wandungen  des     Br-nners    1 und der Kanüle 18 vor  gewärmt hat, in die Räume seitlich neben  der Flamme 5 austritt.

   Durch die Kanäle 18,  welche in Richtung der seitlich abströmen  den Heizgase in mehreren Reihen hinterein  ander liegen, wird den     Heizgasen    so viel  vorgewärmte Luft beigemischt, dass nicht  nur eine vollständige Verbrennung des durch  den Schlitz 14 zugeführten Brenngemisches  eintritt, sondern sogar noch ein Überschuss  von Luft vorhanden ist. Dadurch wird er  reicht, dass auch die beim Sengen der Textil  fasern von diesen entwickelten brennbaren  Gase noch genügend Luft für eine vollstän  dige Verbrennung in unmittelbarer Nähe des  zu sengenden Stoffes vorfinden und ver  brennen, so dass auch der Heizwert der ver  sengten     Textilfasern    beim vorliegenden Ver  fahren nutzbringend verwandt wird.  



  Sowohl die Menge des zugeführten Brenn  gemisches, als auch die Menge der zugeführ  ten sekundären Luft kann durch nicht mit  dargestellte Ventile oder Hähne geregelt  werden. Diese Regelung erfolgt zweckmässig  derart, dass beim Anheizen reichlich Brenn  gemisch zugeführt wird,     sol    dass sich eine  lange, kräftige Flamme bildet, welche den       Sengkörper    4, wie in     Fig.    1 dargestellt ist,  ringsum vollständig einhüllt und dadurch ein  schnelles Anheizen bewirkt. Ist die erforder  liche Temperatur des     Sengkörpers    erreicht,  so kann die zugeführte Brennstoffmenge  herabgesetzt und gleichzeitig die Zufuhr von  Sekundärluft gesteigert werden.

   Die heissen  Abgase nehmen dann nach Einführung des  zu sengenden Stoffes den in     Fig.    2 gezeich  neten Weg.  



  Soll die Einrichtung nicht für Platten  sengen, sondern für Zylindersengen benutzt  werden, so wird die     Sengplatte    4     abgenommen     und gegen einen     Sengzylinder    22     (Fig.    3)  ausgewechselt, welcher in bekannter Weise  in Lagern drehbar gehalten ist, die sich zu  beiden Seiten der     Sengvorrichtung    befinden  und auf der Zeichnung nicht     mitdargestellt     sind.

   Die senkrechten Führungswände 3, 3a    für die Heizgase sind hierbei durch Hinzu  führung der Schamottesteine     3b    der veränder  ten Form des     Sengkörpers    angepasst, wie aus       Fig.    3 ersichtlich ist, so dass der Verlauf der  Heizgase in     entsprechender    Weise wie in       Fig.    1 und 2 stattfindet.  



  Um eine wirksame     Vorwärmung    der se  kundären Verbrennungsluft zu erzielen, kann,  wie in     Fig.    3 angedeutet ist, das Gehäuse     22     um den Brenner 1     mit    Sperrgut, zum Bei  spiel dicken Kieselsteinen 23, ausgefüllt sein.  Dadurch     wird    einerseits eine viel grössere  Berührungsfläche der vorzuwärmenden Luft  mit den wärmeabgebenden Teilen geschaffen,  anderseits der Luftweg verlängert, so dass die  Luft mehr Zeit und Gelegenheit hat, Wärme  aus der Umgebung aufzunehmen.  



  Bei dem in     Fig.    4 dargestellten Beispiel  ist schliesslich gezeigt, wie der Brenner auch  nach Entfernung der     Sengplatte,        bezw.    des       Sengzylinders    und nach     Herausnahme    der  Schamottesteine 3a,     3b    auch als sogenannte       Flammensengvorrichtung    benutzt werden  kann, bei welcher die Flamme     unmittelbar     auf die zu sengende Textilware 21 einwirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mit gasförmigem, Brennstoff betriebene Sengvorrichtung für Textilwaren, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten der nach oben gerichteten Flamme aufrechte Führungswände angeordnet sind, welche die seitlich abströmenden Heizgase nach oben umlenken. UNTERANSPRÜCHE 1. Sengvorrichtung nach Patentanspruch., da durch gekennzeichnet, dass zwischen der Flamme und den aufrechten Führungs wänden für die Heizgase Öffnungen zur Zuführung von sekundärer Verbrennungs luft vorgesehen sind. 2. Sengvorriehtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Öffnungen zur Zufüh rung der sekundären Verbrennungsluft in mehreren Reihen angeordnet sind.
    3. Sengvorricht.ung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf der Seite des ankommenden Textilstoffes noch eine Führungswand angeordnet ist, durch wel che die heissen Abgase dem ankommenden Stoff zwecks Vorwärmung und Vortroek- nung entgegengeführt werden. .1. Sengvorrichtung nach Patentanspruch, mit über der Flamme angeordnetem- Seng-kör- per, dadurch gekennzeichnet, dass die auf rechten Führungswände den Sengkörper teilweise umgreifen.
    5. Sengvorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der Brenner von einem ge schlossenen Gehäuse umgeben ist und der zwischen beiden befindliche Raum, wel cher zur Zuführung und Vorwä.rmung der sekundären Verbrennungsluft dient, mit Sperrgut ausgefüllt ist.
CH98533D 1921-10-29 1921-10-29 Sengvorrichtung für Textilwaren. CH98533A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH98533T 1921-10-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH98533A true CH98533A (de) 1923-04-02

Family

ID=4356378

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH98533D CH98533A (de) 1921-10-29 1921-10-29 Sengvorrichtung für Textilwaren.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH98533A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69228123T2 (de) Boiler
DE2200970C3 (de)
DE1551767A1 (de) Brenner fuer stroemende Brennstoffe
CH98533A (de) Sengvorrichtung für Textilwaren.
DE378283C (de) Gasheizbrenner fuer die Beheizung von Fluessigkeiten mit grosser Brennflaeche
DE2130332C2 (de) Vorrichtung zur Sicherung der gegenseitigen Zündung von mit einem Gas/Luftgemisch beheizten Geräten
DE69614805T2 (de) Wasserrohrkessel und deren Verbrennungsmethode
DE591118C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beheizen von Kalanderwalzen und sonstigen langen Hohlkoerpern
DE480098C (de) Vorrichtung zum Beheizen von Gewebesengmaschinen mit festem Brennstoff
DE333353C (de) Gewebe-Gassengmaschine
DE165114C (de)
DE493868C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Sengen von Textilwaren mit gas- oder dampffoermigem Brennstoff
DE317709C (de)
DE115864C (de)
DE363181C (de) Verfahren zur Herstellung eines brennbaren Gases aus Wasserdampf und Daempfen von OEl
AT22759B (de) Gasesse für Kettengliederschweißung u. dgl.
DE968422C (de) Gasbrenner zum Oberflaechenhaerten, insbesondere Brennhaerten von Werkstuecken
AT208039B (de) Großflächiger Strahlbrenner
DE558295C (de) Herstellung aktiver Kohle
AT201822B (de) Heizbrenner für flüssige Brennstoffe
DE334353C (de) Gewebe-Gassengmaschine
AT367534B (de) Heizkessel, insbesondere fuer zentralheizungen
DE539483C (de) Gasbeheizter Durchlaufofen
DE437841C (de) Vorrichtung zum Verfeuern von Grudekoks und aehnlichem Brennstoff
DE1583376C3 (de) Tiefofen