Kunstleitung zur abschnittsweisen Nachbildung kurzer natürlicher Leitungen. In der Fernsprech- und Telegraphentechnik kommt es häufig vor, dass natürliche<B>'</B> Leitungen in ihrem Scheinwiderstand nachzubilden sind. Handelt es sich um lange Leitungen, worunter im allgemeinen solche zu verstehen sind mit einer Dämpfung<B>P. 1 > 1,5,</B> so erfolgt bekannt- ]ich die Nachbildung annäherungsweise durch verhältnismässig einfache Gebilde. Für die Praxis genügt dies, weil der Einfluss' ange schalteter Apparate, Teilnehmerleitungen usw, auf den Scheinwiderstand der Leitung an ihrem Anfang ohne nennenswerten Einfluss ist.
Nun kommt es aber auch in der Praxis vor, dass kürzere Leitungen, zum Beispiel pupini- sierte Einführungskabel, durch welche die langen Fernleitungen von der Peripherie der Grossstadt in das Fernsprechamt eingeführt werden, nachgebildet werden müssen. Hier genügt eine annähernde Nachbildung nicht inehr, sondern die Kunstleitung muss mög lichst genau mit der natürlichen Leitung übereinstimmen, weil angehängte Leitungen oder Apparate den Scheinwiderstand am An fang der Leitung in erheblichem Masse be- einflussen. In solchen Fällen ist man daher gezwungen, die Leitung Stück für Stück nach zubilden.
In der Praxis erfolgte bisher diese Nach bildung für die Leitungsabschnitte durch in ge eigneter Weise zusammengeschaltete ohm'sche Widerstände, Induktionsspulen und Kapazi täten, wobei, falls es sich um Spulenleitungen handelt, Spulen zwischen die Abschnitte ein gefügt werden, die denen der natürlichen LeitUngen entsprechen. Man erhält auf diese Weise als Nachbildung einer Spulenleitung eine Kunstleitung wie sie in Fig. <B>1</B> der Zeich nung dargestellt ist.
In die beiden Leiter a und<B>b</B> ist<B>je</B> eine Wicklung
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einer Spule L" eingeschaltet, welche 'eine getreue Nachbildung der Spule ist, die sich in der natürlichen Leitung be findet. Ferner liegt in jeder Ader zu beiden Seiten der Spule L. ein Widerstand r/4 Lind eine Spule LI4, die den ohni'schen Wider stand beziehungsweise die Induktivität des Leitungsabschnittes nachbilden. Die Kapazität des Leitungsabschnittes ist durch die die Leitungsadern überbrückende Kapazität<B>C</B> dargestellt.
Bei einer grösseren Anzahl von Leitungs abschnitten erhält man auf diese Weise ein ziemlich kompliziertes und kostspieliges Ge bilde. Durch die Erfindung wird nun bezweckt, eine getreue Nachbildung der natürlichen Leitung in Amplitude und Phase in einfacherer und weniger kostspieligen Weise zu schaffen, was dadurch erreicht wird, dass der ohiii'sche Widerstand eines jeden Leitungsabschnittes durch entsprechende Bemessung der die In- duktivität des Leitungsabschnittes wieder gebenden Spule nachgebildet wird.
Handelt es sich um die Nachbildung von Spulen- leitungen, so wird zweckmässigerweise die Spule derart bemessen und berechnet, dass sie sowohl den ohm'schen Widerstand und die Induktivität des Leitungsabschnittes, als auch den ohm'schen Widerstand, den Verlustwider- stand und die Induktivität der Belastungs spule in der natürlichen Leitung wiedergibt.
Die Spule verkörpert somit den Gesanitwider- stand und die Gesamtinduktivität des Leitungs abschnittes. Man wird in diesem Falle mit Spulen mit kleinerem Eisenkern auskommen, als die Spulen in der natürlichen Leitung<B>be-</B> sitzen, so dass nicht nur die Kunstleitung be deutend vereinfacht wird, sondern auch klei nere Spulen benutzt werden können.
Eine Kungtleitung, bei welcher der ohni'sche, Widerstand des Leitungsabschnittes durch die Induktionsspule, welche die Spule in der natürlichen Leitung nachbildet, gleichzeitig wiedergegeben wird, ist in Fig. 2 veranschau licht. Nach dieser Figur besteht die Nach bildung der Gesamtinduktivität und des ge samten ohm'schen Widerstandes eines Leitungs abschnittes für jede Ader aus einer Spule L./2 <B>+</B> r/2 und zwei Spulen L14.
Man kann indessen noch weiter* gehen und auch die In- duktivität eines Leitungsabschnittes durch eine gemeinsame Spule nachbilden. Man ei-hält auf diese Weise die Schaltung nach Fig. <B>3,</B> bei welcher der Gesamtwiderstand und die G'e- samtinduktivität eines Leitungsabschnittes einer Spulenleitung init E, inschluss der Be lastungsspulen durch eine einzige Spule nach gebildet sind.
Neben der<B>Spule</B> ist noch ein kleinerer ohm'scher Widerstand r' vorgesehen, welcher als Korrektionswiderstand dient.
Schliesslich ist es nicht notwendig, ein solches Gebilde in bezug auf a- und b-Ader symmetrisch aufzubauen. Dadurch wird eine weitere Vereinfachung der Kunstleitung er zielt, indem die Gesamtinduktivität, der Ver lust- und ohm'sche Widerstand der natür- lieben Spulenleitung durch einzelne in Reihe geschaltete Spulen nachgebildet werden, zwischen denen die die beiden Leiter über brückenden Kapazitäten angeschaltet sind, wie aus Fig. 4 ersichtlich.
Artificial line for the partial replication of short natural lines. In telephone and telegraph technology it often happens that natural <B> '</B> lines have to be simulated in their impedance. In the case of long lines, which are generally understood to mean those with attenuation <B> P. 1> 1.5, </B> as is known, the replication takes place approximately by means of relatively simple structures. In practice, this is sufficient because the influence of connected devices, subscriber lines, etc., on the impedance of the line at its beginning has no significant influence.
Now, however, it also happens in practice that shorter lines, for example pupinized entry cables, through which the long trunk lines are introduced from the periphery of the big city into the telephone exchange, have to be simulated. An approximate replica is not sufficient here; the artificial line must match the natural line as precisely as possible, because attached lines or apparatuses have a considerable influence on the impedance at the beginning of the line. In such cases you are therefore forced to model the line piece by piece.
In practice, this replication for the line sections has so far been carried out by appropriately interconnected ohmic resistors, induction coils and capacitors, with coils being inserted between the sections that correspond to those of the natural LeitUngen, if coil lines are involved . In this way, as a replica of a coil line, an artificial line is obtained as shown in FIG. 1 of the drawing.
There is <B> each </B> a winding in the two conductors a and <B> b </B>
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A coil L "is switched on, which is a faithful replica of the coil that is found in the natural line. Furthermore, in each wire on both sides of the coil L there is a resistor r / 4 and a coil LI4, which the ohni ' The capacitance of the line section is represented by the capacitance <B> C </B> bridging the line cores.
With a larger number of line sections you get a rather complicated and expensive Ge in this way. The aim of the invention is to create a faithful replica of the natural line in amplitude and phase in a simpler and less costly manner, which is achieved in that the ohiii'sche resistance of each line section by appropriate dimensioning of the inductance of the line section reproducing coil is reproduced.
If it is a matter of simulating coil lines, the coil is expediently dimensioned and calculated in such a way that it contains both the ohmic resistance and the inductance of the line section as well as the ohmic resistance, the loss resistance and the inductance the load coil in the natural line reproduces.
The coil thus embodies the total resistance and the total inductance of the line section. In this case, you will get by with coils with a smaller iron core than the coils sit in the natural line, so that not only the artificial line is significantly simplified, but smaller coils can also be used.
A Kungt line, in which the ohni'sche resistance of the line section by the induction coil, which simulates the coil in the natural line, is shown simultaneously, is illustrated in FIG. According to this figure, the replica of the total inductance and the entire ohmic resistance of a line section for each wire consists of a coil L./2 + r / 2 and two coils L14.
One can, however, go even further and simulate the inductivity of a line section using a common coil. In this way, the circuit according to FIG. 3 is kept, in which the total resistance and total inductance of a line section of a coil line, including the loading coils, are formed by a single coil .
In addition to the <B> coil </B>, a smaller ohmic resistor r 'is also provided, which serves as a correction resistor.
Finally, it is not necessary to construct such a structure symmetrically with respect to the tip and ring wires. This further simplifies the artificial line, in that the total inductance, the loss and ohmic resistance of the natural coil line are simulated by individual series-connected coils, between which the two conductors are connected via bridging capacities, such as can be seen from FIG.