CH98866A - Vorrichtung zur Ausübung von Drücken. - Google Patents

Vorrichtung zur Ausübung von Drücken.

Info

Publication number
CH98866A
CH98866A CH98866DA CH98866A CH 98866 A CH98866 A CH 98866A CH 98866D A CH98866D A CH 98866DA CH 98866 A CH98866 A CH 98866A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
motor
dependent
driving force
pressure
differential gear
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Haftung Siemens- Beschraenkter
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke Gmbh filed Critical Siemens Schuckertwerke Gmbh
Publication of CH98866A publication Critical patent/CH98866A/de

Links

Landscapes

  • Transmission Devices (AREA)

Description


  Vorrichtung zur     Ausübung    von Drücken.    Die Erfindung     bezie'_it    sich auf eine Vor  richtung zur Ausübung von Drücken, bei       -welcher    der     Druckkörper,    bevor er den zu  drückenden Körper berührt. einen Leerweg  durchlaufen muss. Derartige     Vorrichtungen     sind Bremsen,     Pressmaschinen,    Schalter für  grosse Stromstärken usw.

   Bei allein diesen  Vorrichtungen ist es erwünscht,     einersei@:s    die  Dauer des Leerweges des Druckkörpers mög  lichst zu verkürzen, anderseits aber wesent  liche Überschreitungen des     beabsichtit^n     Druckes infolge der Massenwirkung schwerer  Teile der     Vorrichten,,    zu verhindern.

   Bisher  bestand eine wesentliche Schwierigkeit darin;  dass, wenn man das Durchlaufen des Leer  weges mit der wünschenswerten Geschwin  digkeit stattfinden liess, im Augenblick des       Auftreffens    des Druckkörpers auf den zu  drückenden Körper den     beabsiehtigteii    Druck  wesentlich     überschreitende    Massenkräfte,  durch rotierende Motorteile oder     fallende    Ge  wichte hervorgerufen,     wirksam    wurden.  



  Nach der Erfindung dient zur Bewegung  des Druckkörpers ein Differentialgetriebe mit    zwei     Treibkraftangriffsorganen,    von denen  nur- das eine mit einer grossen Masse verbun  den ist.  



  Die Zeichnung veranschaulicht zehn Aus  führungsbeispiele der Erfindung, die sich  sämtlich auf Bremsen beziehen.  



  In     Fig.    1 dient ein Hebel als Differential  getriebe. In     Fig.    2 wirkt eine stark steigende .  Spindel, die sich sowohl     dre'_ien    als     achsial     verschieben kann, als Differentialgetriebe.  In     Fig.    3 bildet ein Planetengetriebe das  Differentialgetriebe, während in     Fig.    4 wie  der ein Hebel als Differentialgetriebe dient.  In allen     Fig.    1 bis 4 wirken an den     Treib-          kraftangrifforganen        Kräfte,    die von getrenn  ten Motoren erzeugt sind.  



  Bei den Ausführungsformen nach     Fig.    5  bis 7 wird eine bei jedem Anlegen der  Bremsklötze einen bestimmten Weg durch  laufende Ursprungskraft in die auf die       Treibkraftangriffsorgane    des Differential  getriebes einwirkenden     Kräfte    zerlegt.  



  Bei den Ausführungen nach     Fig.    8 und 9  wird lediglich der Weg der Ursprungskraft,      also der treibenden Kraft eines Motors, zer  legt.  



  In     Fig.    10 ist zwischen dem Motor und  dem Differentialgetriebe ein als     Wegzerleger     wirkendes Planetengetriebe eingeschaltet.  



  In     Fig.    1 ist der Hauptbremshebel 1 einer  Fördermaschine durch ein Zwischenglied mit  dem Bolzen 2  an dem einen Ende eines  Hebels 2 verbunden. Der Bolzen 2  bildet  hier das Glied, welches zur Übertragung  einer ihm erteilten Bewegung auf einen oder  mehrere     Druckkörper,    z. B. Bremsklötze,  dient. Durch einen Bolzen 8 ist der Hebel 2  mit der Stange eines Kolbens 5 verbunden,  der sich     in.    einem Zylinder 5'     achsial    ver  schieben kann, während ein Bolzen 14 zur  Verbindung des Hebels 2 mit der Stange 14'  eines Gewichtes 3 dient. Am obern Ende der  Stange 14' ist ein Haken vorgesehen, der  mit einem Haken 4 in Eingriff ist, der  mittelst eines Handhebels um einen festen  Zapfen gedreht werden kann.

   Der Haken 4  ist mit einem Hebel 4' fest verbunden, der  seinerseits gelenkig mit einer Stange 17 ver  bunden ist, deren unteres Ende einen langen  Schlitz 18 hat. In diesem Schlitz greift ein  Zapfen ein, der an dem Handhebel 17' eines       Dreiwegehahnes    15 befestigt ist.  



  Sobald der Haken 4 mittelst eines Hand  griffes so viel gedreht wird, dass er mit dem  Haken der Stange 14' ausser Eingriff kommt,  wird der Hebel 17' so gedreht, dass durch das  Rohr 15' zugeleitete Druckflüssigkeit oder  Druckluft unter den Kolben 5 treten kann.  Da gleichzeitig aber auch das Gewicht 3  fällt, so bewegen sich. die beiden Bolzen 8  und 14 in entgegengesetzten Richtungen.  das heisst Bolzen 8 aufwärts und Bolzen 1.4  abwärts, und die Folge ist, dass der Hebel  sich um einen ideellen Punkt dreht, der zwi  schen den Bolzen 8 und 14 liegt. Der Bol  zen 2 , von welchem aus die Bewegung des  Hebels 2 auf den Hauptbremshebel 1 übertra  gen wird, macht nun eine Aufwärtsbewegung.

    Die     strichpunktierten    Mittellinien I und     1I     lassen den Unterschied zwischen der An  fangslage und der schliesslich erreichten. Lage  des Hebels 2 erkennen,    Sobald die Bremsklötze gegen die Brems  scheiben anliegen, kann das ganze Gestänge  nur noch so viel Bewegung ausführen, als  ihm seine eigene Elastizität und eventuell die  Elastizität des Druckmittels, welches sich  unter dem Kolben 5 befindet, gestattet. Es  ist ersichtlich, dass, während der Bolzen 2   um die Strecke     S'    steigt, der Bolzen 14 um  die Strecke<I>H</I> sinkt. Strecke<I>H</I> ist beträcht  lich kleiner als die Strecke H', um welche  das Gewicht 3 fallen müsste, wenn der Bol  zen 2  den Weg S durchlaufen würde, der  Bolzen 3 aber im Raume feststände.

   Durch  die gleichmässige Wirkung .des Gewichtes 3  und des Kolbens 5 wird also im Vergleich  mit alleiniger Wirkung des Gewichtes er  reicht, dass das Gewicht 3 um ein wesentlich  geringeres Mass fällt, also auch eine wesent  lich geringere lebendige Kraft aufnimmt als  im Falle des Fehlens oder Stillstandes des  Kolbens 5, ferner die Bremsklötze wesent  lich rascher den Leerweg bis zur Anlage  gegen die Bremsscheibe durchlaufen, und dass       s        c        'hliesslich        trotz        der        gleichzeitigen        Wirkung        n     zweier Kräfte, nämlich des Gewichtes 3 und  der auf den Kolben 5 einwirkenden Kraft,

    der     Bremsdrucl:    nicht grösser werden kann,  als er bei alleiniger Wirkung des Gewichtes 3  oder, wenn dieses noch durch den Haken 4  unterstützt ist, bei alleiniger Wirkung des  Kolbens 5 werden könnte.  



  Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der  Bolzen 2  dasjenige Glied, welches während  des     Anlegens    der Bremsklötze in     derselben     Richtung bewegt wird, sowohl wenn beide,  als auch wenn nur ein     Treibkraftangriffs-          organ,    zum Beispiel nur das Gewicht oder  nur der Motor 5', 5 auf den Hebel 2 ein  wirkt.     \-'     Der Hebel 2 kann auch ausschliesslich  durch die einen Motor bildende     Vorrichtung     5', 5     beweg$    werden, nämlich, wenn die  Bremsklötze bei eingeklinkt bleibendem Ge  wicht 3     angelegt    werden sollen. Dann dient  das Gewicht 3 als Reserve für den Fall, dass  der Motor 5', 5 versagt.

   Das Arbeiten mit  dem Motor 5', 5 wird dadurch möglich, dass  die Stange 17 den Schlitz 18 hat, der eine      hinreichende Drehung des Handhebels 17'  gestattet.  



       In        Fig.    2 werden die beiden an dem  Differentialgetriebe wirkenden Kräfte durch  ein Gewicht 3 und einen Motor 19 erzeugt.  Als Differentialgetriebe, an welchem diese  beiden Kräfte angreifen, wird hier eine Ge  windespindel 2 verwendet; ihre Mutter 22  ist ein Glied, welches beim Anlegen der  Bremsklötze sich sowohl bei Tätigkeit einer,  als auch beider das Differentialgetriebe an  treibenden motorischen Kräfte in derselben  Richtung bewegt. Die Spindel 2, an deren  unterem Ende das Gewicht 3, durch ein Ku  gellager gestützt, hängt, wird durch die  mit Rollen versehenen Klinken 4 getragen,  solange das Gewicht nicht zur Erzeugung  einer Bremswirkung in Tätigkeit treten soll.

    Der obere, gewindelose Teil der Spindel 2  geht durch ein     achsial        unverschiebbares    Ke  gelrad hindurch, in welches ein auf der  Achse des Motors 19 sitzendes Kegelrad ein  greift. Das     achsial        unverschiebbare    Kegelrad  ist durch Federkeil und: Nut mit der Spindel 2  gekuppelt. Werden die miteinander     gekup-          pelten    Klinken 4 gleichzeitig mit dem An  lassen des Motors 19 ausser Eingriff mit  einem an -der Spindel 2 festsitzenden Bund 22  gebracht, so wird der Spindel 2 durch das  fallende Gewicht eine     achsial    gerichtete Ab  wärtsbewegung und ausserdem durch den  Motor 19 eine Drehbewegung erteilt.

   Die Ge  schwindigkeit, mit der die     Mutter    22 sich  abwärts bewegt, ist also grösser als die Ge  schwindigkeit, welche die Mutter ohne Dre  hung der Spindel, also durch das fallende  Gewicht allein, erlangen könnte. Es ist auch  ersichtlich, dass, je grösser .der durch die Dreh  bewegung der Spindel hervorgerufene Anteil  an der Abwärtsbewegung der Mutter ist, um  so kleiner die Fallhöhe des Gewichtes sein  wird. Auch bei dieser Ausführung wird der  Leergang des Gestänges wesentlich rascher,  als es durch die Wirkung des Gewichtes oder  des Motors allein     möglich    wäre, durchlaufen.

    Anderseits kann der Bremsdruck nicht die  Grösse überschreiten, die durch- die Grösse des  Gewichtes 3 vorgeschrieben ist: Der 'Motor    19 kann dazu verwendet werden, das Ge  wicht 3 wieder in die     Anfangsstellung    hin  aufzuheben, wenn die Bremse gelöst werden  soll. Sobald das Gewicht genügend gehoben  ist und die Klinken 4 unter den Bund 22  der Spindel greifen, kann der Motor um  gesteuert werden, so dass die Mutter 22 wie  der     aufwärts    wandert und das Brems  gestänge in die in der Zeichnung dargestellte  Anfangslage zurückgeht.  



  Es ist ferner ersichtlich, dass, während  die Klinken 4 im Eingriff bleiben, der Mo  tor     1'9    allein mittelst der Spindel 2 zum  Manövrieren mit der Bremse benutzt werden  kann.  



  Die Spindel 2 kann selbsthemmend, aber  auch stark steigend sein. Wenn die Spindel  selbsthemmend ist, so kann das Gewicht nach  dem Lösen der Klinken 4 den Bremsdruck  ausüben, ohne dass der Motor 19 eingeschaltet  ist. Wenn dagegen die Spindel nicht selbst  hemmend ist, so muss bei nicht eingeschalte  tem Motor das durch das Bremsgewicht 3  erzeugte, auf Drehen der Spindel hinwirkende  Moment durch eine Hemmvorrichtung auf  genommen werden; zum Beispiel kann, wenn  die beiden Klinken 4 ausser Eingriff mit dem  Bund 2\ der Spindel gebracht werden, durch  ein gleichzeitig mitbewegtes Gestänge 21  eine Klinke 20 zum Eingriff in ein Zahnrad  auf .der Motorwelle gebracht werden.  



  Die Anordnung nach     Fig.    2 wird ebenso  zweckmässig für die Bewegung von Schal  tern     verwendet.    Auch bei diesen ist häufig  die Forderung gestellt, sie durch einen Mo  tor, aber auch rasch durch eine andere Hilfs  kraft, etwa ein Gewicht oder eine Feder, be  tätigen zu können. Dabei soll der Motor bei  geschlossenem Schalter im gleichen Sinne  wie diese andere Kraft wirken, das heisst bei  entsprechender Verstärkung seines Dreh  momentes, zum Beispiel durch Zufuhr eines  stärkeren Stromes, die andere Kraft wieder  spannen und dadurch zu erneuter     .--Arbeits-          bewegung    vorbereiten.  



  Wird bei einer allgemein der     Fig.    2 ent  sprechenden Anordnung der Motor, nachdem  er die andere Kraft gespannt hat, für ent-      gegengesetzten Drehsinn geschaltet, um nun  auch - das Betätigungsgestänge, zum Beispiel       das    Bremsgestänge oder den beweglichen  Schalterteil, wieder in die unwirksame Lage  zurückzubringen, so soll diese Schaltung des  Motors so lange auf das Gestänge unwirk  sam bleiben, als die Ursache, welche die Aus  lösung der einen oder beider an den     Treib-          luaftangriffsorganen    des     Differentialgetri@-          bes    wirkenden Kräfte bewirkte, noch nicht  behoben ist.

   Dies ist bei den Anordnungen  nach     Fig.    1 und 2 der Fall, da erst, nachdem  die     Auslöseursache    behoben ist und dem  gemäss die Klinken 4 wieder das Gewicht       bezw.    die Spindel 2 in der obern Lage stüt  zen, die     Rückbewegung    des Kolbens 5 in       Fig.    1     bezw.    des Motors 19 in     Fig.    2 eine  Rückbewegung des Gestänges 1, 2 zur Folge  haben kann;

   denn wenn die     Riickbewegung     von 5     bezw.    die Rückdrehung von 19 ohne  Einrückung der Klinken 4 erfolgt, so findet  das Bremsgewicht bei     Fig.    1 lediglich an dem  Kolben 5 und bei     Fig.    2 an der Mutter 22       seine    Stütze, und die Folge ist, dass die  Bremse angezogen bleibt.

   Die Anordnung ist       besonders    wichtig bei Bremsen für Förder  maschinen, weil bei diesen das Bremsgewicht  nur dann in der höchsten Stellung, also ge  gen das Sinken gesperrt, sein darf, wenn der       Manövriermotor    durch den Führer bewusst       ausgeschaltet    worden ist, der Führer also,  bevor er den     Manövriermotor    ausschaltete,  die Ursache für die Auslösung des Gewichtes  beseitigte. Ist die     Auslöseursache    nicht be  seitigt, so hält das Gewicht 3 die Bremse ge  schlossen, trotzdem der Führer den     Ma-          növriermotor    auf "Lösen" gestellt hat.  



  Gegenüber der     bekannten    Einrichtung, bei       ivelcber    das Bremsgewicht und der Manövrier  motor getrennt an dem Haupthebel 1 angrei  fen, wird der Vorteil erreicht, dass keine       Summierung    von Bremskräften stattfinden  kann, also auch nicht die Gefahr einer Über  schreitung des zulässigen Bremsdruckes be  steht. Als weiterer wichtiger Vorteil kommt  hinzu, dass das Gewicht 3 durch den Motor,  mittelst dessen mit der Bremse     manövriert     wird, auch gehoben werden kann, also beson-         dere        Anhubvorrichtungen    für das Gewicht 3  entbehrlich sind.

   Da     ivührend    des     Anhebens     des Gewichtes     ä    durch den     -Motor,    die Bremse  ohne     Verminderung    des Bremsdruckes ge  schlossen     bleibt,    sind ferner     allo        Verriege-          lungsv        orrichtungen    zwischen den beiden  Bremsmotoren, nämlich dem Gewicht 3 einer  seits und dem Zylinder mit dem Kolben 5  oder dem Motor 19 anderseits,     überflüssig.     Die Bremse wird also nicht nur in der Her  stellung billiger und in ihrer Arbeitsweise  sicherer,

   sondern auch das Zurückführen des  Bremsgewichtes 3 in die Bereitschaftsstel  lung geschieht schneller und wirtschaft  licher.  



  In     Fig.    3 ist eine Anordnung dargestellt,  die in ihrer Wirkung vollkommen derjenigen  nach     F'ig.    1 und 2 entspricht.  



  Hier wird jedoch als Differentialgetriebe  ein Planetengetriebe benutzt. Der Träger der  Planetenräder 2 ist als Trommel für ein Seil  ausgebildet, an dem das Gewicht 3 hängt.  Das Zentralrad des Planetengetriebes     sitz+     auf der     3.#relle    eines Motors, der in der Figur  durch eine Handkurbel 19 angedeutet ist. Das  innen verzahnte Ringrad des Planeten  getriebes sitzt fest auf einer Welle 23, auf  der die Scheibe zum Aufwickeln des an dem  Bremsgestänge angreifenden Seils befestigt  ist.

   Wenn die Sperrung     -1    ausgelöst ist und       auch    der Motor 19 im Sinne des Anziehens  der Bremse umläuft, so ergibt sich die     Dreh-          beweg,ung    der Welle 23 als Summe der Be  wegungen des     Gewiolites    3 und des Motors  19; es wird also ein     sehr    rascher     Schluss    der  Bremse erreicht. Der Motor 19 und der     Pla-          netenradträger    laufen dabei unter sieh in der  entgegengesetzten     R.ichtune    um.

   Auch bei  diesem     Ausführunzsbeispiel    ist mit der     Aus-          lösevorrichtung    4 eine     Klinke    20 verbunden.  die ein     Zuriichdrehen    des Motors     verhindert.     wenn diesem     wiilirend    des     Fallens    des     Cre-          @vichtes    3 keine Energie zugeführt wird.  



  In     Fig.    4 ist eine     Vorrichtung    zur Er  zeugung von Drücken dargestellt, bei wel  cher zwei Elektromotoren auf einen als Dif  ferentialgetriebe wirkenden Hebel arbeiten,  um eine schnelle Schliessbewegung zu er-      zielen. Der eine, $5,     dieser        -Motoren    arbeitet  mit hoher     Umlaufszahl    und kleinem. Dreh  moment, während der andere, 28, mit kleiner       Umlaufszahl    und hohem Drehmoment     ar-          beitet.-Beide    Motoren können bei dem dar  gestellten Ausführungsbeispiel gleichzeitig       mittelst    Handhebels 24 gesteuert werden.

    Man kann natürlich auch voneinander un  abhängige Schalter vorsehen, um mit dem  einen Motor, zum Beispiel 25, manövrieren  zu können; während der andere stillsteht.       Der.    Motor 25 treibt eine Spindel 26, deren  Mutter 27 an .dem als Differentialgetriebe  wirkenden Hebel 2 angreift. Der zweite     Ho-          tor    28 arbeitet unmittelbar auf das Zahn  segment 29 des Hebels 2. Den überwiegen  den Teil der     Schnellschlussbewegung    liefert  der Motor 25, den Rest der Motor 28.

   Die  Massenwirkungen des Motors 28 werden dann  klein; dieser Motor bestimmt daher     liaupt-          säAlich    die Grösse des auszuübenden     Druk-          kes,    zum Beispiel Bremsdruckes. Da dem  Motor 28 bei jeder durch die Massenwirkun  gen des Motors 25 hervorgebrachten Steige  rung des     Pressdruckes    ein Drehmoment ent  gegenwirkt, das grösser ist als das von ihm  selbst erzeugte, so wird er, 28, durch selbst  tätige     Rückwärtsdrehung    jede Überbeanspru  chung der Vorrichtung verhüten.

   Wenn die  durch den Motor 25 angetriebene Schraube  eine kleine Steigung hat, so. kann dieser  Motor klein sein, da er nicht     .durch    sein  eigenes Drehmoment .den durch den Motor 28  verursachten Rückdruck auf die Mutter 27  aufzunehmen hat. Bei Eintritt eines bestimm  ten axialen Rückdruckes der Mutter 27 auf  die Spindel 26 kann ein Magnet oder eine  andere Vorrichtung eingeschaltet werden, die  den Motor 25 bremst. ,  Man kann auch die Mutter 27 bis zu  einem festen Anschlag laufen lassen, der an  nähernd der     Schlussstellung    des     Presskörpers,     zum Beispiel der Bremsbacken, entspricht.

    Dann muss durch eine nachgiebige     Kupphin7,     zum Beispiel wie in     Fig.    4 angedeutet, zwi  schen Motor und Spindel dafür gesorgt sein,  dass mindestens den umlaufenden Massen,  denen erhebliche kinetische Energie inne-         wohnt,        ein    genügender Auslaufweg ver  bleibt.  



  Während bei den vorstehend beschriebe  nen Ausführungsbeispielen zum,' Antriebe  jedes der beiden     Treibkraftängriffsorgane     des Differentialgetriebes ein besonderer Mo  tor diente, findet bei den folgenden Ausfüh  rungsbeispielen eine Zerlegung einer Ur  sprungskraft oder des Weges einer solchen  Kraft derart statt,     dass    eben so viele geson  derte Kräfte entstehen, als das Differential  getriebe     Treibkraftangriffsorgane    hat.    In     Fig.    5 findet die Zerlegung einer Ur  sprungskraft in zwei einzelne     Kräfte    statt.  Diese Ursprungskraft wird durch ein Ge  wicht 3 gebildet. Nach dem Ausheben der  Klinke 4 bewegt das Gewicht 3 einen Kol  ben 30' in einem Zylinder 30 abwärts.

   Eine  Leitung 302 gestattet, Flüssigkeiten aus die  sem Zylinder 30 unter den Kolben 5, der  sich in dem Zylinder 5' auf- und     abbewegen     kann, zu treiben. Der Bolzen 8 bildet das       Treibkraftantriebsorgan    für die auf den Kol  ben 5 einwirkende Kraft an dem Hebel 2.  Der Bolzen 8 wird gleichzeitig mit .dem Sin  ken des     Treibkraftantriebsorganes    14 des  Gewichtes 3 gehoben, also ein schnelles An  legen der Bremsbacken erreicht. Die Auf  wärtsbewegung des     Treibkraftangriffsorganes          B.    ist um so grösser und erfolgt um so  schneller, je grösser der     Querschnitt    des vom  Gewicht 3 bewegten Kolbens gegenüber dem  des     Kolbens    5 ist.

   Das Ventil 33 dient als       Sicherheitsventil    zum Ausgleich der leben  digen, dem Gericht 3 im Augenblick des       Anschlagens    der Bremsklötze B an die  Scheibe D innewohnenden Kraft.     Tiber    dem       Kolben    30' ist so viel freier Raum, dass der  Druck über ihm durch die von dem Ventil  33 hindurchgelassene     Flüssigkeit    nicht merk  lich gesteigert werden kann.

   Das Ventil 33  darf in beliebigem Masse und auch vollstän  dig entlastet werden, um den am Bolzen 14  entstehenden Drück,     geäebenenfalls    bis zur  Grösse des Gewichtes der Masse 3; zu ver  grössern, wenn in der Verbindungsleitung<B>30'</B>  ein     Rückschlagventil    31 angeordnet ist, wel-           ches    ein     unbeabsichtiges    Zurückströmen der  Flüssigkeit aus dem Zylinder 5' verhütet.  



  Wenn das Gewicht 3, nachdem es beim  Fallen zum Stillstand gekommen ist, infolge  der Federung des Gestänges wieder etwas  steigt, gestattet das selbsttätige Rückschlag  ventil 12 das Zurückströmen von Flüssigkeit  unter den Kolben 30'.  



  Um das Gestänge wieder in die Anfangs  stellung zurückbringen zu können, ist eine  Wiedereröffnung der während der Ausübung  des     Pressdruckes    geschlossenen Verbindung  zwischen den beiden Flüssigkeitszylindern 5'  und 30 erforderlich. Dies kann durch     Üff-          nen    des Ventils 31 oder durch einen     beson-          cleren    Umlaufhahn 34 bewerkstelligt wer  den; der letztere kann zum Beispiel durch  ein Gestänge 35 entsprechend bewegt werden,  sobald -das Bremsgewicht 3 angehoben wird.

    Der     Rückfluss    der etwa oberhalb des Kol  bens 30' im Zylinder 30 befindlichen Flüs  sigkeit kann durch Abheben des Ventils 33  von seinem Sitz mittelst des in der Figur an  gedeuteten Handhebels ermöglicht werden.  



  Sobald eine Klinke 4 zwecks Anziehens  der Bremse gelöst wird, erfolgt eine     Dre-          lcang    des Gestänges 35 im Sinne des Schlie  ssens des Hahnes 34.  



  Die Anordnung nach     Fig.    5 kann, ä     .hn-          lich    wie die nach     Fig.    2, mit einem     1Za-          nö    v     riermotor,    hier mit 36 bezeichnet, versehen  sein, mittelst dessen das Gestänge 1, 2, wäh  rend sich das     Gewicht    3 in der durch die  Klinke 4 vorgeschriebenen Höchststellung  befindet, bewegt werden kann. Die Steuerung  dieses     Manövriermotors        erfolgt    durch den  Hebel 37.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    6 findet  ebenfalls eine Zerlegung einer ursprünglichen  motorischen Kraft statt. Die Fallbewegung  des Gewichtes 3 wird durch ein Zahnräder  getriebe 38, 38' auf die selbsthemmende Spin  del 39 übertragen, die den Hebel 2 mittelst  des Bolzens 8 nach oben bewegt. Die Spin  del 39 wird durch eine Feder 40 unterstützt,  kann sich also etwas     achsial    verschieben. Bei  dieser Verschiebung gleitet die Spindel in  dem zu ihr konzentrischen     Rade    38'.

   Beim    Eintritt eines gewissen Bremsdruckes und  damit einer gewissen Zusammenpressung der  Feder 40 öffnet die Spindel 39 mittelst des  Gestänges 41, 42 die Kupplung 43, so dass  nunmehr der     Bolzen    8 feststeht und das Ge  wicht 3 mittelst des Hebels 2 lediglich die  Bremsklötze     anpresst.    Die Spindel 39 dient  auch, während das Gewicht 3 von einer  Klinke getragen wird, zum     Manövrieren    mit  der Bremse, wobei sie durch den     Motor    44  gedreht wird. Bei     Ingangsetzung    des     Motors     44 mittelst des Hebels 47 wird ein Elektro  magnet 45 erregt, der die Kupplung 13 aus  rückt und dadurch eine freie Bewegung der  Spindel 39 ermöglicht.

   Auch hier dient der       Manövricrmotor    44 zum Heben des Gewichtes  3, wobei jedoch die Kupplung 43 eingerückt  sein muss.  



  Auch in     Fig.    7 findet eine Kraftzerlegung  statt. Bei seiner Bewegung in Richtung des  eingezeichneten Pfeils nimmt der Hebel 60  den Körper 60' mit, in dem die Achse 78  des Zahnsektors 76 drehbar ruht. Der Ein  griff einer mit dem Zahnsektor verbundenen  Rolle 77 in den Ausschnitt eines nachgiebig  gelagerten Hebels hat zur Folge, dass der  Sektor bei der Bewegung des Hebels 60 ausser  seiner Ortsänderung auch noch eine Dreh  bewegung ausführt. Diese wird mit Hilfe  des Zahnrades 79 auf die Mutter 80 über  tragen, die auf .die Spindel 81 geschraubt ist  und die sie nun in sich hineinzieht.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    8 findet  lediglich eine Zerlegung des Weges der mo  torischen Ursprungskraft statt. Bei dem zum  Antrieb des Differentialgetriebes dienenden  Motor sind der induzierte Teil 82, der die  Schraubenspindel 83 drehen kann, und der  induzierende Teil<B>187</B> der über den gekreuz  ten Seiltrieb 84 und das Zahnradgetriebe 85  an dem Zahnsektor 86     des    Hebels     \?    angreift,  drehbar gelagert. Bis zur Erzeugung eines  bestimmten Bremsdruckes arbeiten beide Be  wegungsübertragungen gleichzeitig.

   Dann ist  die Feder 87. die zunächst allein den     Achsial-          druck    der Spindel 83 aufnimmt, so viel zu  sammengepresst, dass     die'Bremse    88 zur Wir-           kung    kommt und die Spindel und damit den       Rotor82@    an der Drehung     hindert.    Die Regelung  des Bremsdruckes kann in einfacher Weise  mit Hilfe des Motorreglers 89 geschehen.

    Auch hier sind, ähnlich wie in     Fig.    4, .die  Massenwirkungen auf ein unschädliches Mass  vermindert, da der     Schnellschluss    der Bremse  grösstenteils durch den Rotor 82 mit der  Spindel 83 herbeigeführt. wird und der den  Bremsdruck ausübende, wesentlich schwerere       Motorteil    1.87 nur geringe Bewegungen voll  führt.  



  Eine Bauart, bei der ebenfalls reine Weg  zerlegung stattfindet, veranschaulicht     Fig.    9.  Auch hier sind der induzierende und der in  duzierte Teil des Antriebsmotors drehbar ge  lagert. Der erstere Teil 90 ist mit der Mut  ter 91, der zweite Teil 92 mit der Spindel 93  verbunden. Die Drehbewegungen beider sum  mieren sich an dem     Gestänge    94, das mit dem  Hebel 1 verbunden ist.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    10     wird     die Bewegung eines Motors 110 mittelst eines  Planetengetriebes 2' in zwei Einzelwege zer  legt. Die auf diesen Wegen auftretenden  Kräfte werden, passend umgeformt, auf die       Treibkraftantriebsorgane    des     Differmitial-          getriebes    2 übertragen.  



  Das Ringrad des Planetengetriebes bildet  zugleich ein Kettenrad. welches - durch die  Kette 111 mit dem     Kettenrade    112 gekup  pelt ist. Auf der Welle des Kettenrades 112  sitzt ein kleines Kegelrad<B>113,</B> welches in ein  grosses Kegelrad 114 hineingreift. Auf der  Welle<B>123</B> dieses Kegelrades sitzt das Stirn  rad 115, welches in einen Zahnsektor 116 an  dem Hebel 2 eingreift. Der Hebel 2 ist im  obern Teil als Gabel ausgebildet, die durch  Glieder 117 mit einer Mutter 118 gekuppelt  ist, die auf der stark steigenden     Schraube    83  sitzt. Auf der Welle dieser Schraube sitzt  der Stern 119, der die Planetenräder trägt.  Ein auf der Motorwelle sitzendes kleines  Zahnrad greift in die Planetenräder ein.  Der Hebel 2 ist durch die Zugglieder 120  mit dem Bremshebel verbunden.

   In der Ga  bel des Hebels 2 sitzt, durch Zapfen 121 ge  halten, ein Gleitstück, das auf der um den    Mittelpunkt der Welle<B>123-</B>     gekrümmten     festen Schiene 122 gleiten kann.  



  Wenn der Motor 110 in der durch einen  Pfeil angedeuteten Richtung umläuft, so lau  fen durch die Wirkung des Planetengetriebes  2' die Spindel 88 und das Rad 112 in der  ebenfalls durch Pfeile angedeuteten Richtung  um. Die Folge ist eine solche Bewegung der  Mutter 118 und des Sektors 116, dass die  Bremsklötze<I>B</I> sich an -die Bremsscheibe<I>D</I>  anlegen. Von diesem Augenblick an bleibt  die Mutter 118 stehen; dagegen verschiebt  sich .die Spindel 83 derart, dass die Bremse 88  zum Eingriff kommt und auch den weiteren  Umlauf der Spindel 83 verhindert. Nun dreht  der Motor 119 mittelst des Planetengetriebes  2' und des zweiten Zwischengetriebes 112 bis  116 den Hebel 2, bis der beabsichtigte  Bremsdruck erzeugt ist, wobei das Gestänge  nur noch diejenige Bewegung ausführt, die  ihm seine eigene Federung gestattet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Vorrichtung zur Ausübung von Drücken, bei welcher der Druckkörper, bevor er den zu drückenden Körper berühren kann, einen Leerweg durchlaufen muss, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Bewegung des Druck hörpers ein Differentialgetriebe mit zwei Treibkraftantriebsorganen dient, von denen nur das eine mit einer grossen Masse ver bünden ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass jedes Treib kraftantriebsorgan mit einem eigenen Motor gekuppelt ist.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie eine Ein richtung enthält, die zur Zerlegung der Kraft des Motors in eine der Anzahl der Treibkraftangriffsorgane entsprecbende Anzahl Kräfte dient. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Motor zu ihrem Antrieb dient,- welcher zwei der Wirkung der Motorkraft unmittelbar ausgesetzte bewegbare Teile _ hat, von denen je einer mit einem der Treibkraft- angriffsorbane des Differentialgetriebes verbunden ist.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie eine Vor richtung enthält, welche dazu dient, den Weg der Motorkraft in Einzelwege zu zerlegen, deren Zahl der Zahl der Treib- kraftantriebsorgane entspricht. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der eine Mo tor mittelbar, .der andere unmittelbar aus einer natürlichen Energiequelle ge speist werden kann.
    f@. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der eine No- tor durch ein Gewicht, welches unter der Wirkung der Schwere eine Fall bewegung machen kann, und der andere 31otor durch einen Zylinder mit in ihm beweglichen Kolben gebildet wird. i. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass eine Steue rung vorgesehen ist, welche beim Aus lösen des Gewichtes so betätigt wird, dass sie den Energiezufluss zu -dem an dern Motor freigibt.
    B. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass durch eine zum Auslösen des Gewichtes dienende Vorrichtung eine Steuerung betätigt werden kann, welche zur Regelung der Zu- und Abfuhr eines Druckmittels zum Bewegen des Kolbens dient. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass ein Gestänge, mittelst dessen die Auslösevorrichtung die Steuerung betätigen kann, mit einem Totgangteil versehen ist, welcher, wäh rend sich das Gewicht in seiner obern Lage befindet, die Bewegung der Steue rung ohne Auslösung des Gewichtes ge stattet. 0.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Differen tialgetriebe ein Hebel mit drei Kraft - angriffsgelenken dient, wobei das eine dieser Gelenke mit dem den Druck aus übenden Körper verbunden ist, während .die beiden andern die Treibkraft angriffsorgane bilden. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Gelenke, welche als T'reibkraftangriffs- -organe dienen, auf der einen Seite des Gelenkes liegen, welches mit dem den Druck ausübenden Körper verbunden ist.
    1\?. Vorrichtung naeb. Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass ein Motor durch eine Gewindespindel und Mutter mit dem einen Kraftangrifsorga,n des He bels verbunden ist. und ein zweiter Motor durch eine auf seiner Welle sitzende Verzahnung mit einer Verzahnung an dem einen Ende des Hebels in Eingriff ist. 13. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass als Differen tialgetriebe eine Gewindespindel dient. die durch einen Motor eine längsgerichtete Bewegung und gleichzeitig durch einen zweiten Motor eine Drehbewegung er . halten kann, wobei die auf dieser Spin del sitzende Mutter mit dem den Druck ausübenden Körper verbunden ist. 14.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 13, ge kennzeichnet durch eine senkrecht ge richtete Spindel als Differentialgetriebe, an der ein Gewicht hängt, welches sie nach dem Auslösen einer Sperrvorrieh- tung abwärts ziehen kann. 15. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass als Differen tialgetriebe ein Planetengetriebe dient, dessen Planetenradträger durch einen Motor und dessen Sonnenrad durch einen andern Motor gedreht werden kann, während das Ringrad dazu dient, eine ihm erteilte Drehbewegung auf den Druckkörper zu übertragen. 16.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass eine Hemm vorrichtung vorgesehen ist, welche nach dem Einschalten des einen Motors eine Rückwärtsbewegung des andern Motors verhindert, solange dieser nicht an die Energiequelle angeschlossen ist. 17. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass eine Hemm vorrichtung vorgesehen ist, welche nach dem Anlegen des den Druck ausübenden Körpers an den zu drückenden Körper eine Rückwärtsbewegung des einen Treibkraftantriebsorganes des Differen tialgetriebes verhindert, während das andere Treibkraftantriebsorgan vorwärts arbeitet. 18.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zur Bewegung des einen Treibkraftangriffsorganes eine gegen selbsttätigen Rückgang gesperrte Vorrichtung dient. 19. Vorrichtung nach Unteranspruch 18, ge kennzeichnet durch ein selbsthemmendes Gewindepaar als eine gegen selbst tätigen Rückgang gesperrte Vorrich tung. 20. Vorrichtung nach Unteranspruch 17, ge kennzeichnet durch eine Vorrichtung, weche, nachdhem das eine Treibkraft angriffsorgan einen bestimmten Weg zurückgelegt hat, eine Rückwärtsbewe gung dieses Organes verhindert. 21.
    Vorrichtung nach Unteransprüchen 6 und 17, gekennzeichnet durch einen Brems zylinder zur Verhütung einer ungewoll ten Rückw < i,rtsbewegting des Kolbens. 22. Vorrichtung nach Unteranspruch 18, bei der das eine Treibkraftangriffsorgan durch eine Gewindespindel mit Mutter mit einem Motor gekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Gewinde spindel derart aehsial verschieben kann, dass eine an ihr befestigte Kupplungs scheibe mit einer festen Kupplungs scheibe in Eingriff kommt, und dass eine Hemmvorrichtung angeordnet ist, die diesen Eingriff während der Dauer des Leerweges des Druckkörpers verhindern soll. 23.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Teil der Einrichtung, der zum Antrieb des einen Treibkraftangriffsorganes des Differen tialgetriebes dient, eine Ausrückvorrich- tung enthält, die dazu dient, ihn bei Eintritt eines bestimmten Widerstandes des Treibkraftangriffsorganes ausser Wir kung zu setzen. 24.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass ein Motor, welcher mit dem einen Treibkraftan- griffsorgan des Differentialgetriebes di rekt verbunden ist, durch ein Zwischen getriebe mit einer Spindel gekuppelt ist, deren Mutter mit dem andern Treib- kraftantriebsorgan des Differential getriebes verbunden ist. 25. Vorrichtung nach Unteranspruch 24, da durch gekennzeichnet, dass sich die Spin del nach dem Anlegen des Druckkörpers an den zu drückenden Körper achsial so verschieben kann, dass dadurch eine einen Teil des zwischen ihr und dem Mo tor liegenden Getriebes bildende Kupp lung gelöst wird. 26.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 25, ge kennzeichnet durch einen zweiten Mo tor zum Drehen der Spindel, bei dessen Anlassen gleichzeitig die Kupplung in dem Zwischengetriebe eine Bewegung im Sinne ihres Offnens ausführt. 27. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass ein Motor einen mit dem einen Treibkraftangriffs- organ des Differentialgetriebes verbun denen Kolben verschieben kann, dessen Zylinder durch eine Leitung mit einem zweiten Zylinder verbunden ist, dessen Kolben mit dem zweiten Treibkraft- angriffsorgan des Differentialgetriebes verbunden ist, wobei eine Flüssigkeit vorgesehen ist,
    welche die durch den Motor bewirkte Bewegung des einen Kolbens auf den andern Kolben über tragen kann. 28. Vorrichtung nach Unteranspruch 27, ge kennzeichnet durch ein Rückschlagven- til in dem Verbindungskanal zwischen beiden Zylindern, welches nach dem An- legen des Druckkörpers an den dem Druck ausgesetzten Körper ein Zurück strömen der Flüssigkeit verhindert. ?9. Vorrichtung nach Unteranspruch 27, ge kennzeichnet durch ein Durchlassorgan, welches bei der Rückbewegung des durch Motorkraft unmittelbar bewegbaren Kol bens so eingestellt werden kann, dass es das Zurückströmen der Flüssigkeit ge stattet. 30.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 27, ge kennzeichnet durch ein federbelastetes Ventil, welches beim Eintritt eines un beabsichtigt hohen Druckes unter dem unmittelbar bewegten Kolben einen Teil der Flüssigkeit hindurchtreten lassen kann. :
    ?1. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, ge.. kennzeichnet durch ein rechtwinklig zu seiner Drehachse verschiebbares, ausser halb dieser Drehachse in der Umfangs richtung gestütztes Zahnsegment, bei dessen durch die Lagenänderung seiner Drehachse verursachter Drehung eine Welle gedreht wirrt, die in ihrer Lti.ngs- richtung die Lageverschiebung der Seg- mentachse mitmachen kann und durch ein Gewindepaar mit dem Druckkörper gekuppelt ist. 32.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, ge kennzeichnet durch einen Motor mit zwei durch die 3lotorkraft unmittelbar in entgegengesetzten Richtungen dreh baren 'feilen, von denen jeder mit einem Treibkraftangriffsorgan des Differen tialgetriebes verbunden ist. Vorrichtung nach Unteranspruch 32, mit. einem Hebel als Differentialgetriebe, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der beiden durch Aiotorkraft unmittelbar in entgegengesetzten Richtungen ange triebenen Teile zum Antrieb einer Ge windespindel dient, deren Mutter das eine Treibkraftangriffsorgan des Diffe rentialgetriebes bildet, während der durch die Motorkraft unmittelbar an getriebene andere Motorteil zum An trieb eines an dem Hebel angebrachten Zahnbogens dient. 31.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 32, da durch gekennzeichnet, dass der eine der beiden durch Motorkraft unmittelbar angetriebenen Motorteile zum Antrieb des einen Teils und der andere zum An trieb des andern Teils eines Gewinde paares dient.
CH98866D 1920-05-08 1921-03-15 Vorrichtung zur Ausübung von Drücken. CH98866A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE98866X 1920-05-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH98866A true CH98866A (de) 1923-04-16

Family

ID=5646930

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH98866D CH98866A (de) 1920-05-08 1921-03-15 Vorrichtung zur Ausübung von Drücken.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH98866A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1939914C3 (de) Einrichtung zum Steuern des hy drauhschen Verdreh und Vorschuban triebes fur Pilgerwalzwerke, insbesondere fur Kaltpilgerwalzwerke
CH98866A (de) Vorrichtung zur Ausübung von Drücken.
AT96950B (de) Vorrichtung zur Ausübung von Drücken.
DE684829C (de) Hubgetriebe fuer Hebezeuge
DE1057991B (de) Antriebsvorrichtung fuer ein Rundeindicker-Kraehlwerk
DE1039847B (de) Kupplung fuer Fall- und Bremsschirme
DE1104356B (de) Kupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE237963C (de)
DE512471C (de) Einrichtung zur Erhoehung der Sicherheit von Foerdereinrichtungen, insbesondere von Schachtfoerderanlagen
DE237149C (de)
DE883491C (de) Aufzugswinde
DE2312870C3 (de) Druckmittelbetätigte Reibungskupplungs- und Bremsvorrichtung für Pressen, Stanzen oder Scheren
DE920815C (de) Winde, insbesondere Schiffsladewinde
DE301180C (de)
DE86020C (de)
DE741013C (de) Mit einer Feinregeleinrichtung ausgeruesteter elektrischer Hubwerksantrieb fuer Hebezeuge
DE2250765A1 (de) Stueckzugzylinderantrieb mit kontinuierlichem und konstantem zug, insbesondere fuer strickmaschinen
DE388602C (de) Pressvorrichtung
DE861311C (de) Seilwinde fuer landwirtschaftliche Zwecke
DE324031C (de) Treib- und Bremseinrichtung bei Windwerken fuer Zweiseilgreifer
DE106115C (de)
AT220872B (de) Landwirtschaftliche Maschine, insbesondere Heumaschine mit einem Gestell und wenigstens einem Arbeitswerkzeug
DE129530C (de)
DE937664C (de) Schalteinrichtung fuer Seilwinden, insbesondere an Heuaufzuegen
DE2001994C (de) Kraftübertragungsvorrichtung mit einem in einem Zylinder verschiebbaren durch Druckmittel beiderseitig beaufschlagbaren Kolben