CH98914A - Verfahren zur Herstellung von Metalldrähten, insbesondere zum Gebrauch in elektrischen Glühlampen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Metalldrähten, insbesondere zum Gebrauch in elektrischen Glühlampen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Netalldrähten, insbesondere zum Gebrauch <B>-</B> in elektrischen Glühlampen. Den Gegenstand. der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Metalldräh ten, die insbesondere zum Gebrauch in elek- triselien Glühlampen oder dergleichen geeig net sind und der, ohne brüchig zu werden, beliebig gebogen und auch lange Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt werden kann. Im Nachstehenden ist der neue Metall-draht kurz mit "stabiler Draht" bezeichnet.
Es ist bekannt, dass beim Drahtziehen die Metallkristallkörner gestreckt werden, und dass bei aus Draht bestehenden Glühkörpern elektrischer Glühlampen bereits nach kurzer Brenndauer der letzteren die Krisfallkörner sich wieder zu bilden bezw. zurückzuziehen versuchen.
Bei dieser Rekristallisation des Drahtes entstehen oft Kristallgrenzflächen, ,die sich über den grössten Teil oder sogar den gesamten Querschnitt des Dralites erstrecken und, die alsdann Veranlassung zu mechani- sch-en Fehlerquellen bezw. Bruch des Drahtes bilden.
Bekannt ist auch, dass aus feinen Kri- stallkörnern zusammengesetzte, gespritzte Fä- Jen, so-fern sie eine gnügend lange Zeit auf eine genügend hohe Temperatur erhitzt wer den, eine Struktur anzunehmen versuchen, die sich aus Viel grösseren Körnern von un gleicher Abmessung zusammensetzt.
In der Patentschrift<B>69854</B> ist nun ein Verfahren zur Verhinderung einer derartigen Rekristallisation des Drahtes und der durch sie hervorgerufenen Fehlerquellen im Draht beschrieben. Dieses Verfahren besteht darin, dass Metallfäden oder -drähte durch eine kurze Zone von sehr hoher Temperatur mit einer Geschwindigkeit hindurchgeführt werder"die gleich oder geringer ist als :die Geschwindig keit, mit welcher der Kristall wächst.
In der genannten Patentschrift ist angegeben, dass .der Faden oder Draht durch diese Beliand- lung in einen einzigen Kristall oder verschie dene nebeneinandergelagerte oder die Gestalt eines Bündels annehmende Kristalle von Ge- bra,uebslänge verwandelt wird. Draht.. in #velcheni ein derartiYer Strukturwechsel ein- n ,getreten ist, ist ein stabiler Draht im Sinne der vorliegenden ErfindunIg.
Das die Erfindung bildende Verfahren ge stattet, einen Draht, insbesondere aus schwer schmelzenden Metallen, wie Wolfram, herzu stellen, der, ohne die Einkristallstruktur züi besitzen, dennoch ebenfalls stabil ist. Das neue Verfahren besteht darin, dass der Metall draht vorerst geglüht, dann einer eine geeig nete Spannung im Metall erzeugenden Be handlung unterworfen und darauf durch eine sehr steil auwa.chsende Wärmezone von hoher Maximaltemperatur (hohe Weiss<B>in</B> gluf) geführt \vird. Hierbei tritt ein rasches Wachsen gro- Pier Kristalle ein,
wenn die Fortbewegung des Drahtes in an sich bekannter Weise so geregelt wird, dass der Bereich, in welchem die geeignete Temperatursteigerung eintritt, mit einer Gesehwindi-keit über den Draht wandert. die gleich oder geringer ist, als die -\V-aelistumsgesch-v#,incligl#eit der Kristalle. Die notwendige Spannung im Metall kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass der Draht unter Anwendung einer beim Draht ziehen üblichen Temperatur durch ein oder mehrere Zieheisen hindureligeführt wird.
Die innere Spannung kann dem Dr-ithtje-doüh auch auf andere Weise oe-aben werden; die Er- el tD finfluilo, ist jedenfalls nicht an ein bestimmtes Verfahren zur Erzeugung der notwendigen S1-,#annung im Draht gebunden.
Gemäss der Erfindun- wird ausserdem ein stabiler Draht erzeugt, dessen Eigenscha.ff sieh durch eine solche Anoranung der Grenzflächen der Kri stalle ergibt, dass die Kristalle wirksam in- einandergreifen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Längsschnitt durcli, ein kurzes Stfieh- einer 1)pispielsweisen Ausführungsform eines der- artig e ii Dralites"im grösseren Massstabe dar- #ez;tellt. Mit<B>A</B> und B sind in dieser Darle- frinig zwei verschiedene Kristalle bezeichnet.
Die zwischen den Kristallen befin-Iliche, durch rlie unre-#elmässice Linie<B>C</B> veranschau- t' en lichte Grenze hat eine derartige Gestalt, [lass die Kristalle durch wirksames Ineinander- greifen bezw. Ineinanderverketten einen Teil eines stabilen Drahtes bilden können.
Zum leichteren Verständnis der Erfin- .dung und ihrer praktischen Ausführung ist im Nachstehenden als Beispiel ;die Anwen- dann- des neuen Verfahrens bei einem -ezo- n ZD genen -)Ärolframdralit von bestimmtem Durch messer beschrieben.
Ein 'W"olframdraht von 0,043 mm Durch messer, der etwa<B>0,6 %</B> Thoriumox-,#d ente-- hält, wird auf irgend welche bekannte Weise geglüht. um die beim Ziehen des Drahtes ge bildete faserige Struktur zu verändern. Da#3 Glühen bezw. Ausglühen des Drahtes kann dadurch bewirkt werden, dass dieser in einer reduzierenden Atmosphäre auf ungefähr <B>1600 ' C,</B> und zwar etwa für die Dauer einer Sekunde erhitzt wird.
Temperatur und Zeit dauer beim Ausglühen können jedoch entspre chend der Grösse und Zusammensetzuno, des Drahtes, sowie der Art :der voraufgehenden mechanischen Behandlung des Drahtes ver ändert werden. Der Durehmezzser des Drahtes wird dar- naeli durch Ziehen des letzteren durch ein Zieheisen bezw. eine ZiehdÜse von üblicher Ausbildung von 0,043 mm auf 0,040 mm ver ringert. Während dieses Ziehens wird der Draht auf etwa<B>300'C</B> gehalten. In den Dralit wird auf diese Weise eine geeignete Spannung gebracht.
<B>Z,</B> n Der Dralit wird [Larauf in bel,-annterV#Teise durch eine Wärmezone von sehr hoher steil anwachsender Temperatur hindureIgeführt, und zwar zweckmässig mit einer gleichmässi gen Ges#c'hwindigl-,eit von ein bis zwei Metern pro Stunde. Die Wärmezone wird zweck mässig dadurch -esehaffen, dass mittelst zweier in einer reduzieren-den Atmosphäre be findlicher Kontakte elektriseher Strom durch den Draht gesehicht wird.
Die Wärmezone hann ungefähr<B>1</B> cm Iano, sein. Besondere Vorsiehtsmassregeln zum Kühlen des fertigen Drahtes"der schliesslich aufgegpult wird, sind nicht notwendig; es ist auch keine weitere mechanische Behandlung, etwa ein Zielipii <B>des</B> Drahtes erforderlich.
Das in der weiter vorn erwähnten Patent schrift<B>69854</B> beschriebene Verfahren ist praktisch, nur für Metallkörper anwendbar, die aus gespritzten Fäden bestehen, denn es ist festgestellt worden, dass mittelst dieses Verfahrens gezogene -#Volfrwrn-drä.hte nicht immer in einen einzigen Kristall und damit in einen stabilen Draht umgewandelt werden können.
Die Erfindung, die sowohl für ge spritzte Fäflen, als auch für alle Arten'von gezogenen Drähten anwendbar ist, gestattet nun aber mit besonderem Vorteil auch solche gezogenen Drähte in einen stabilen Draht, zu verwandeln, bei denen das vorerwähnte Ein- kristallverfahren nicht erfolgreich ist. Die Er findung kann zur Erzeugung eines stabilen Drahtes dienen, welcher axis einem einzigen Existall oder mehreren solchen nebeneinander oder in Bün#delform gelagerten Kristallen be sieht.
Der Draht verdankt hierbei seine Sta bilität nicht etwa nur dem Umstand, dass die Kristalle wirksam ineinandergreifen. Mit be- sonders s gutem Erfolg lässt sich gemäss der Er- finduno- -ezo-ener, oder auf andere Weise mechanisch behandelter Wolframdraht, der mit oder ohne Zusätze von Thoriumoxyd,
Aluminiumoxyd oder Siliziumaxyd versehen ist, in einen stabilen Draht verwandeln.
Claims (1)
- _PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Metall- drä,liten, insbesondere zum Gebrauch in elek- trisc'hen Glühlampen aus schwer schmelz baren Metallen, wie Wolfram, dadurch ge kennzeichnet, dass der Netalldraht vorerst ge glüht, dann einer eine geeignete Spannung im Metall erzeugenden Behandlung unterwor fen und darauf durch eine sehr steil anwach sende Wärmezone von hoher Maximaltempe ratur (hohe Weissglut) geführt wird.<B>UNTERANSPRUCH:</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass,die nach dem Gl-ci- hen des Drahtes in diesen hineinzubringende Spannung durch Ziehen des Drahtes durch ein oder -mehrere Zieheisen hervorgerufen -wird. 1?.ATENTANSPRUCH II.- Metalldraht nach dem Verfahren gemäss Patentans.pruch <B>1</B> und Unteranspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Grenzflächen der Kristalle eine solche Anordnung bezw. Ausbildungaufweisen,dass die einzelnen Kri stalle ineinander greifen.
Applications Claiming Priority (2)
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