Kommutator für elektrisch betriebene Signalapparate. Bei elektrisch betriebenen Signalappara ten mit einem durch aufeinanderfolgendes Schalten in verschiedene Lagen einstellbaren Anzeigeorgan, wie solche Apparate zum Bei.. spiel im Scheibenstand von Schiessanlagen aufgestellt werden, um eine gewisse Ver- ständigung zwischen dem hier tätigen Zei ger und dem Schützen im Schiessstand zu ermöglichen, benutzt man zum Schalten des Anzeigeorganes einen Drücker (Druckknopf), durch welchen der elektrische Stromkreis des Signalapparates geschlossen werden kann: im erwähnten Falle befindet sich der Drücker im Schiessstand.
Es ist nun klar, dass die Be. dienung des Drückers, namentlich bei wech selvollem Geräusch, wie dies in einem Schiess stand zutrifft, grosse Aufmerksamkeit erfor dert, um Irrtümer und hieraus resultierende Missverständnisse zu vermeiden.
Vorliegende Erfindung hat nun einen Kommutator für elektrisch betriebene Signal apparate zum Gegenstand, durch welchen die gewünschte Einstellung des Anzeigeorganes in einfacher Weise, nämlich durch Bewe gung eines Steuerorganes, bewerkstelligt werden kann, das einen Kontakthebel hat, welcher dabei vorübergehend mit an die elek trische Stromleitung des Signalapparates an geschlossenen Kontakten in Berührung ge bracht wird; damit dem Anzeigeorgan so viele Schaltbewegungen erteilt werden, dass dasselbe die gewünschte Einstellung erhält;
bei entgegengesetzter Bewegung des Steuer- organes tritt ein Isolierteil des Kontakt hebels mit den erwähnten Kontakten in Be rührung, so dass hierbei kein Stromschluss erfolgt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt denselben in Oberansicht in Verbindung mit einem Signalapparat, von welchem jedoch nur einige Hauptteile dar gestellt sind; Fig. 2 zeigt einen Vertikalschnitt durch den Kommutator; Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt nach I-I der Fig. 2; \ \ Fig. 4 zeigt als Einzelheit das Steuer organ in Unteransicht.
Der zur Darstellung gebrachte Kommü- tator besitzt ein stromleitendes Gehäuse 1, das eine zylindrische Umfangswand hat und zum Beispiel aus Aluminiumguss besteht. Innen ist dieses Gehäuse mit fünf Kontakt rippen 2, 3, 4, 5, 6 versehen und aussen mit drei Lappen 7, welch letztere zur Befesti gung des Gehäuses auf einer Unterlage dienen.
Das Gehäuse 1 weist einen in einem Isolierstück: 8 angebrachten zentralen Bolzen 9 auf, auf welchem das scheibenförmige Steuerorgan 10, .das eine längliche Nabe 11 hat, drehbar gelagert ist. Auf die Nabe 11 ist eine Torsionsfeder 12 aufgeschoben, wel- ehe mit dem einen Ende am Isolierstück 8 festgele@.;t ist und mit dem andern Ende am Steuerorgan 10 angreift.
Diese Feder ist be strebt:, das Steuerorgan 10 in Ruhestellung zu halten, d. h. einen am Steuerorgan 10 vor gesehenen Griff 1.3, an welchem eine Isolier- brücke 1.4 befestigt ist, gegen einen Anschlag bolzen 15 anzudrücken.
Das Steuerorgan<B>10</B> hat auf d < är d-m Innern des Gehäuses 1 zu gekehrten Seite einen Kontakthebel 16, wel eher auf der Schraube 17 gelagert ist und durch zwei Federarme 18 für gewöhnlich elastisch in Normalstellung gehalten jird. Die beiden Federarme 18 sind Teile ein und desselben Sta.hlblechstückes, das mittelst eines umgebogenen Lappens und Schrauben 19 am Steuerorgan 10 befestigt ist. Der Iiontahtllebel 16 besitzt einen Isolierteil 20.
Auf dem obern Rand des Gehl usemantels ist ein Isolierring 21 fixiert. welcher mit den Markierungen 5, 10, 00, T, t1I versehen ist (I ig. 1.). Bei diesen Markierungen ist je eine Vertikalbohrung 22 vorhanden, welche zur Aufnahme eines Steckstiftes 23 bestimmt ist. Der Steckstift 23 ist durch ein Kettchen 24 an einer vom Gehäuse 1 isolierten Ose 25 festgelegt und dient zur Begrenzung der Drehbeweglzng des Steuerorganes.
Der mit 26 bezeichnete Signalapparat ist zur Aufstellung im Scheibenstand einer Schiessanlage bestimmt. Er besitzt eine Seheibe 27 mit den nämlichen Markierungen. wie sie der Isolierring 21 des Kommutators aufweist. Ein vor der Scheibe 27 befind licher Zeiger 28 kann durch aufeinanderfol- -endes Erregen eines Elektromagnetes 29, wodurch eine den Zeiger bewegende Schalt vorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird, nach einander auf die einzelnen Markierungen der Scheibe 27 eingestellt werden.
Der Elektro magnet 29 ist an die beiden Drähte 30, 31 angeschlossen, die mit einer (nicht gezeich neten) Batterie verbunden sind. Der Draht 30 ist am Boden des Gehäuses 1 mit diesem stromleitend verbunden, während der Draht 31 an den Bolzen 9 angeschlossen ist und dadurch reit dem Kontakthebel. 16 leitende 'Verbindung hat.
Die Handhabung und Wirkungsweise des Kommutators ist folgende: Angenommen, es soll der Zeiger 28 des Signalapparates auf die Markierung 5 der Scheibe 27 eingestellt werden, dann setzt man vorerst den Steckstift 23 des Kommutators in die bei der Markierung 5 seines Ringes 21 vorgesehene Bohrung 22.
Nach Einlegen eines Fingers in den entsprechend gestalteten Griff 1.3 dreht man das Steuerorgan 10 im Uhrzei-ersinne, bis der Griff 13 am Steck stift 23 anschlägt. Bei dieser Drehbewegung schleift der Kontakthebel 16 mit seinem stromleitenden Teil über die eine Kontakt rippe \_' hinweg, durch welche Berührung der Stromkreis des Elektromagnetes 29 vorüber gehend einmal geschlossen worden ist. Da durch hat der Zeiger 28 eine Schaltung er fahren, so dass er nunmehr auf die Markie rung 5 der Scheibe 27 zeigt, sich also in Übereinstimmung befindet mit der Stellung, in welche das Steuerogan 10 bewegt wurde.
Soll der Zeiger 28 aus der Nullstellung zum Beispiel auf die zweite Markierung 10 der Scheibe 27 eingestellt werden, dann setzt man den Steckstift 23 des Kommutators in die bei der Markierung 10 des Ringes 21 an gebrachte Bohrung 22. Dann dreht man das Steuerorgan 10, bis der Griff 13 auf den Steckstift. 23 auftrifft. Hierbei hat der Kon- tahtliebel 16 durch sukzessives Berühren der beiden Kontaktrippen 2, 3 den Stromkreis des Elektromagnetes 29 zweimal nacheinander geschlossen, so dass der Zeiger 28 zweimal geschalten worden ist und nun auf die Mar kierung 1.0 der Scheibe 27 eingestellt ist.
In analoger weise kann der Zeiger 28 auf die weiteren Markierungen der Scheibe 27 einge stellt werden, da für jede dieser Markierungen am Kommutator eine Kontaktrippe vorhan den ist.
Nach erfolgter Bewegung des Steuer- organes 10 gibt man den Griff 13, nachdem er den Steckstift 23 erreicht hat, frei, worauf das Steuerorgan unter dem Einfluss der Fe der 12 von selbst in die Ruhestellung zurück kehrt. Bei dieser Drehrichtung des Steuer- organes berührt der Kontakthebel 16 die Gehäusekontaktrippen, über die er hinweg schleift, mit dem Isolierteil 20, so dass hier bei kein Stromschluss erfolgt.
Der Zeiger 28 kann durch Betätigung eines aussen am Sig nalapparat vorgesehenen Hebels aus jeder Einstellage direkt in die Nullstellung zu rückbewegt werden.
Beim gegebenen Beispiel beziehen sich die drei ersten Markierungen 5, 10, 00 der Scheibe 2 7 des Signalapparates und des Kommutatorringes 21 auf die für die Bewer tung der Schüsse in Betracht kommende Kreisteilung (1 bis 5 bezw. 1 bis 10, 1 bis 100) der Schiessseheibe, wükrend durch Ein stellung des Zeigers 28 auf die Markierung Z' kundgemacht wird, dass Serienfeuer folgt und die Anzahl der Treffer anzuzeigen ist. Durch Einstellen des Zeigers 28 auf die Mar kierung N wird bekannt gegeben, dass eine vom Scheibenstand aus gemachte Meldung über Treffpunkt oder Trefferanzahl nachge prüft und das Ergebnis nochmals angezeigt werden soll.
Der erläuterte Kommutator zeichnet sich durch seine Einfachheit aus, verbunden mit zuverlässiger Wirkungsweise. Den empfind lichen Teilen des Kommutators ist durch Anordnung derselben im Gehäuse 1 Schutz gegeben.