CH99034A - Verfahren zur Reinigung von Wasserstoff. - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Wasserstoff.

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CH99034A
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Gluehfadenfabrik Rich Deutsche
Schwarzkopf Paul Ing Dr
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Gluehfadenfabrik Rich Kurtz &
Schwarzkopf Paul Ing Dr
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  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

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  Verfahren zur Reinigung von Wasserstoff.    Der nach dem     Eisenkontakt-Verfahren     und .anderen nicht elektrolytischen Methoden       erzeugte    Wasserstoff enthält im Gegensatz  zu elektrolytisch .gewonnenem, selbst nach der  bisher angewandten Reinigung, immer noch  in nicht unbeträchtlicher Menge Verunreini  gungen, die seine     unmittelbare    Verwendung  für die Fabrikation von Wolfram- und Mo  lybdänstä.ben, die sehr hohe Reinheit des Ga  ses erfordern, unmöglich machen. Neben 98  bis 98,5     "/o    Wasserstoff sind Kohlendioxyd,  Kohlenoxyd, Sauerstoff, Wasser, Schwefel  wasserstoff, Arsen- und Phosphorwasserstoff  vorhanden; einige dieser Gase in Mengen bis  zu 1 %, andere in Spuren.  



  Das Verfahren gemäss der     Erfindung    be  sieht darin,     @dass    während des Reinigungspro  zesses auch eine     Behandlung    :des Wasserstof  fes mit glühendem Pulver eines schwer       schmelzbaren        Metalles    jener     Gruppe    des pe  riodischen Systems vorgenommen wird, wel  cher     Molybdän    und Wolfram. angehören.  



  Der Behandlung zum Beispiel mit 1V19-         lybdän        kann    eine Reinigung des Wasserstof  fes vorangehen durch Behandlung mit     Wae-          ser,    Kalilauge,     Ätznatron,    Chromschwefel  säure und Durchleiten durch glühende  Röhren.  



       Als        Molyb.dänpulver        können    Abfälle aus  der Fabrikation     des        Molybdänmetalles    ver  wendet werden; es ist nur dafür zu sorgen,  dass sie möglichst fein verteilt sind. Das Mo  lybdänpulver bleibt sehr lange wirksam. So  bald es unwirksam geworden ist, kann es  durch Oxydation; Auflösen, Fällen, Reduzie  ren, wieder zu chemisch reinem     Molybdän     verarbeitet werden.  



  Die Reaktionsgeschwindigkeit,     mit,der    die  Umsetzung des     Kohlenoxydes    vor sich geht.  ist so .gross, dass das Gas bis zu einer Ge  schwindigkeit von     beispielsweise    6000 m in  ,der Stunde über das glühende     Molyb,dän    ge  leitet werden kann. Sobald es die     Molyb,dän-          öfen    verlasen hat, wird es durch Überleiten  über     Ätznatron    von dem     entstandenen    Koh  lendioxyd befreit, hierauf getrocknet und           kann    seinem     Verwendungszweck    zugeführt  werden.  



  Das     Molybelä.n    wirkt nur als     Katalysator,     denn es wird durch die Reaktion nicht     merl-          bar    verbraucht und kann zur     Entfernung    so       ,grosser    Mengen Kohlenoxyd     verwende;;    wer-.  den, deren Kohlenstoff     tausendfach    genügen  würde, das gesamte angewandte     Molybdän    in       Karbid        res-p.        Karbonyl    überzuführen.

   Erst  nach längerer Zeit wird das     Molybdän        un-          wirks.a:m,    vielleicht .durch     Vergiftun2sarsc,iei-          nungen,    ähnlich wie sie bei Platin als     -Ls          taktsubsta:nz    beobachtet wurden, vielleicht  aber auch durch eine zu grosse Anreicherung  an abgeschiedenem, nicht gebundenem     Iiol,-          lenstoff.     



  Als     3yIolybdänöfen    können elektrische  Ofen mit Platin-, Nickel- oder Chromnickel  Folie, die auf eine Temperatur von 800 bis       8:i0      eingestellt sind, verwendet     werden.        De-          r2n    Heizkammern werden zweckmässig auf  der ganzen     Heizlänge    mit Schiffchen be  schickt, die den Ofenraum     mindestens    bis zur  Hälfte seines Durchmessers ausfüllen und  mit pulverförmigem     Holybdän    gefüllt sind.

         Die    Temperatur ;des     Mol7#-bdänpulv        ers    beträgt       gleichfalls    800 bis<B>850'.</B>  



  Das Verfahren bringt also auch     die    V     or-          teile    mit sich, in einer einfachen     Apparatur     grosse Mengen Wasserstoff reinigen zu     kön-           en,    gegebenenfalls unter     Anwendung    von       retriebsa..bfällen.    Die 'Wartung ist äusserst       eiT,_fach    und billig, da.

       Änderunben        bezw.        Er-           cuerungen    der     angewandten    Stoffe in der       Regel    erst nach einer grossen Zahl von Be  triebsstunden nötig werden.  



  Das die     Batterie    verlassende Gas zeigt.       eine    Reinheit, ,die der von elektrolytisch     her-          bestelltem        Wasserstoff    in nichts nachsteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von Wasser stoff, dadurch gekennzeichnet, dass während des Reinigungsprozesses eine Behandlung des Wasserstoffes mit glühendem Pulver eines Schwer schmelzbaren Metalls jener Gruppe des periodischen Systems vorgenommen wird, der Wolfram und Nolybdän angehören. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch geli:ennzeichnel:, @dass Molybdänpulver ver wendet wird.
    \'. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss Wolframpulver ver wendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Abfälle aus der Fa brikation de olyb,däns zur Reinigung des Wasserstoffes verwendet werden. -1. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d:a_ss das Molyb:dänpulver auf einer Temperatur von etwa 800 bis 8:i0 erhalten wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gelkennzeichnet, dass das unwirksam ge wordene Metall -durch Oxydation, Auf lösen, Fällen und Reduzieren wieder wirk sam gemacht wird.
CH99034D 1920-07-13 1921-07-12 Verfahren zur Reinigung von Wasserstoff. CH99034A (de)

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