Verfahren zum Imprägnieren von lfolz. Mischungen von organischen Nitrover- bindungen, vornehmlich Dinitrophenolen und ihren Salzen, mit anorganischen Salzen fin den bekanntlich wegen ihrer ausserordentlich stark.en pilztötenden Wirkung ausgedehnte Verwendung zum Schutze des Holzes gegen. Pilzbefall. Sie haben aber den Nachteil, dass ihre Lösungen das Eisen der zum Imprägnie ren unter Druck gebrauchten Kessel biswei len stark angreifen, ein Missstand, dem durch die bisher bekannten Mittel nicht unter allen Umständen mit Sicherheit abgeholfen wer den kann.
Es wurde nun gefunden, dass durch Zu satz von Verbindungen der zweiwertigen Me talle der Schwefelammoniumgruppe, wie Zink, Mangan, Nickel, die schädliche Wir- hung solcher Lösungen auf Eisen zum Ver schwinden gebracht werden kann.
Es können zum Beispiel geringe Mengen unlöslicher basischer Verbindungen dieser Metalle oder auch lösliche, basische, und selbst neutrale Salze der erwähnten Metalle, sofern letztere uuedler als Eisen sind, zum genannten Zwecke verwendet werden. Die Wirkung der neutralen Salze steht zwar hinter derjenigen der Oxyde, bezw. Karbo- na,te etwas zurück, ist aber in vielen Fällen hinreichend, um den Eisenangriff auf einen völlig unschädlichen Betrag herabzusetzen.
Dieses Verlialten war in keiner Weise vorauszusehen, denn eine schützende Wir kung der genannten Verbindungen auf Eisen war nicht bekannt und tritt gegenüber den gewöhnlichen Bedingungen des Rostens auch nicht in Erscheinung.
<I>Beispiel<B>1:</B></I> Man imprägniert Holz mit einer Lösung von 1,2<B>kg</B> Dinitrophenol und<B>7</B> kg Fluor- natrium in<B>1</B> cbm Wasser, der man<B>1 kg</B> fein verteiltes Zinkoxyd zugesetzt hat.
Während durch die nicht mit Zinkoxyd versetzte Lö sung Eisen stark angefressen wird und bei spielsweise ein Stück Kesselblech von be# stimmter Grösse bei<B>60'</B> in 20 Stunden einen Gewielitsverlust von<B>286</B> mg erleidet, bleibt in Gegenwart des Zinkoxydes die Oberfläche des Eisens glatt und eine gleichartige Blech- prabe erfährt unter denselben Bedingungen nur einen Gewielitsverl-List von<B>30</B> m-.
<I>Beispiel 2:</I> Die Imprägnierflüssigkeit; besteht aus einer Lösung von 1,4 ho, Dinitrophenolnatrium und <B>5,6</B> k-- Fluornatri um in<B>1</B> cbm Wasser, in der<B>1 kg</B> Zinkoxyd verteilt ist.
Die wie im Beispiel<B>1</B> au-e-ebene Probe er--ibt in<B>Ab-</B> wesenheit des Zinkoxydes<B>170</B> nig, in Gegen wart desselben nur 20 in- Gewiehtsverlust. <I>Beispiel<B>3:
</B></I> Ersetzt man in Beispiel 2 das Fluor- natrium durch<B>17,0 kg</B> kristallisiertes Natrium sulfat und das Zinkoxyd durch<B>13</B> ko, Zink karbonat, so zeigt ein -wie in Beispiel 1. ge- präftes Stück Kesselblech ohne Zii#.it7 <B>203</B> m- Gewichtsabnahme, in Gegenwart des Zink- karbonates nur<B>1</B> cbm Lösuno, di(-,eo,en nur r,
<B>n</B> <B>29</B> mg Gewichtsabnahme. <I>Beispiel 4:</I> <B>1,5 kg</B> Dinitrochlorbenzol und 8,5 k11-- Fluornatrium in<B>1</B> cbm Wasser (yreifen Eisen stark an. Durch die Gegenwart von<B>1</B> k- Zink,oxyd wird die Gewielitsabnahmo einer Probe der oben bezeichneten -A,.rt unter den eichen Bedinounuen von 184 auf <B>18</B> m- herabgesetzt.
<I>Beispiel<B>5:</B></I> Man verwendet eine Li3s-uin", von 1,3 kc Dinitro-o-kresol und<B>10</B> k- kristallisiertern Chlorma-nesium. in<B>1</B> cbm )Vasser und setzt <B>1</B> kg Zinlzo-xyrl zu.
Angriff, wie oben ermit telt, ohne Zinko--s:yd <B>267,</B> mit Zinkoxyd 20 mg. <I>Beispiel<B>6:</B></I> Einer wie nach Beispiel<B>1</B> zusammenge- ,setzten Lösun- wurden statt des dort genann ten Zinkoxydes 2<B>kg,</B> Nichelkarbonat zuge setzt. Gewichtsabnahme einer Probe nur 4 mg.
<I>Beispiel</I> i': Eine Lösung von <B>9</B> 1±,o,; Dasilit (Gemisch von Dinitrophenolanilin und Fluornatrium) in<B>1</B> cbm Wasser.
-mit<B>1</B> ko, Zinkoxyd ver- setzt, zeigt auf Eis(!ii überhaupt Leinen er kennbaren An-riff. Eine in der an-eaebenen NV eise geprüfte Kesselprobe ble-ibt auf we niger als<B>1</B> mo, gewichtskonstant.
<I>Beispiel</I> 8: Man ersetzt in Beispiel<B>7</B> das Zinkoxyd durch<B>5</B> kg Ziiilz-vitriol. Der Erfolg ist der gleiche. Zum Ver-leich se; ali-eiiilirt, dass dieselben Blechproben<U>bei</U> der Behandlung mit reinem destilliertem Wasser unter den clei- chen Bedingungen regelmässig --13 nig an Ge wicht verlieren, und zwar sowohl in Gegen wart, wie in Abwesenheit von Zinkoxyd oder den indern genannten Verbindungen.