CH99315A - Einrichtung zur Regelung der Energiezufuhr zu elektrischen Heizapparaten. - Google Patents

Einrichtung zur Regelung der Energiezufuhr zu elektrischen Heizapparaten.

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CH99315A
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Regulator Aktiebolaget Birka
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Birka Regulator Ab
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  Einrichtung zur Regelung der     Energiezufuhr    zu     elelit#ischen    Heizapparaten.    Die Aufgabe des     Regelns    der     Energiezii-          fuhr    zu elektrischen Heizapparaten hat bis  her nicht rationell gelöst werden können, weil  bei den jetzigen Apparaten eine grosse Ver  schwendung der elektrischen Energie vor  kommt. Das     ge-wöhnlichste    Verfahren zur  Regelung der Energiezufuhr bestand darin,       dass    der Widerstand des Heizkörpers verän  dert wurde, wobei aus praktischen Gründen  höchstens drei verschiedene Energiemengen  erhalten werden konnten, was nicht hinrei  chend ist.

   Durch die Verwendung eines     tlier-          mostatischen    Schalters gemäss der vorliegen  den Erfindung kann man eine selbsttätige  Regelung der Energiezufuhr durch eine pe  riodische Unterbrechung und Schliessung des  Heizungsstromkreises bewirken, so     dass    der  Heizapparat nur diejenige Energiemenge er  hält, die in jedem besonderen Falle erforder  lich ist, und mit möglichst geringem Ener  gieverbrauch bei der gewünschten Tempera  tur beibehalten wird.

   Dies wird durch vor  liegende Erfindung dadurch erreicht,     dass    in  einem evakuierten oder mit indifferentem  Gas gefüllten Behälter ein     thermostatischer       Schalter angeordnet ist, der mit dem wärme  abgebenden Teile des Apparates,<B>d.</B>     li.    dem  zu erhitzenden Material in     therinischer    Ver  bindung steht und in den Heizstromkreis des  Apparates eingeschaltet wird, so     dass    derselbe  den Strom unterbricht beim Überschreiten  einer gewissen Temperatur des genannten       wärineabgebenden    Teils wegen herabgesetz  ter Wärmeabgabe, -wobei derselbe als Selbst  schalter arbeiten und den Strom abwechselnd  unterbrechen     und    schliessen wird.

   Ein in die  ser Weise angeordneter     thermostatischer     Schalter ist offenbar grossen Beanspruchun  gen ausgesetzt sowohl durch die Einwirkung  der hohen Temperatur des Heizapparates, -als  durch die wiederholten Stromunterbrechun  gen. Erst durch die vorliegende Erfindung  ist es möglich geworden, einen     tliermosta-          tischen    Schalter zu konstruieren, welcher  diesen Beanspruchungen während einer hin  reichend langen Zeit     widerstelien    kann.  



  Beim Vorhandensein eines hohen     Va-          ki--uums    im Behälter     und    hoher     Sclimelztein-          peratur    der Kontakte wird erzielt,     dass    die  Oxydation durch eventuell übrig gebliebenes       tz              Sauerstoffgas    keinen Übelstand hervorruft,  weil solches Oxyd, da es leichter schmilzt. als  das Metall selbst, leicht verdampft und die  Kontakte in reinem Zustande     zurücklässt.     



  Ein Schalter gemäss der Erfindung kann  ferner sehr kleine äussere     Abinessungeu    er  halten, was denselben besonders für elek  trische Heizapparate geeignet macht, wie     zum     Beispiel für Plätteisen, Lötkolben     -tind    der  gleichen. Der Schalter kann somit leicht in  einer Aussparung in dem wärmeabgebenden  Teile des Apparates angebracht werden, ohne       dass    die äusseren Abmessungen des Apparates  vergrössert zu werden brauchen.

   Diese     Eigen-          5chaft,        hän-t    mit der     Anordnunc    des     ther-          mostatischen    Elementes in dem evakuierten  oder mit indifferentem Gas gefüllten Behäl  ter zusammen.

   Besonders, -wenn dieses     Ele-          rnent    aus einem     bimetallischen    Körper in der  Form eines Blechstreifens oder einer Zunge  besteht, welche mit ihrem einen Ende, in dem  Behälter befestigt ist und mit     ihrena    andern       EndedieKontaktebeeinflusst,    kann die ganze       Kontaktvorrielitung    eine sehr gedrungene Bau  art erhalten, wobei der umschliessende Behälter  zweckmässig in der Form eines Rohres     aus-          (Y   <B>S</B>       .le        taltet    wird, welches aus Glas oder an  derem schwerflüssigen, isolierenden Material  besteht,

   worin der     bimetallische    Körper und  die Kontakte in derselben     'N#Teise    wie bei  Glühlampen eingeschmolzen werden. Dabei  sind für das     Thermostatenelement    und die  Kontakte keine besonderen Isolationsvorrich  tungen erforderlich, wie bei bisher vorkom  menden Heizapparaten mit     thermostatisellen     Schaltern, und der ganze Schalter kann so  mit in dem Heizapparat angebracht werden       durcli,    einfache Befestigung des Rohres an der  für dasselbe vorgesehenen Stelle.

   Ein der  artiger Schalter braucht keine Teile zu ent  halten,     welcho    durch     Wärine    beschädigt wer  den können, und keine auf Zapfen oder der  gleichen beweglich angeordnete Teile, weshalb  derselbe auch grosse,     mechanisehe    Festigkeit  besitzen kann.  



  In der     beilieoenden        Zeichnuno,    veran  schaulicht         Fig.   <B>1</B> eine Ausführungsform eines Schal  ters samt Behälter gemäss der     Erfindunge     während       Fio'.    2,<B>3</B> und 4 verschiedene.<B>je</B> mit einem       thermostat;schen    Schalter versehene     Reg-u-          liereinrichtungen    als Beispiele des Erfin  dungsgegenstandes darstellen.  



  Bei der in     Fio,   <B>1</B> gezeigten Ausführungs  form sind die beiden Unterbrechungskontakte  <B>1, 29</B> an den freien Enden zweier Kontakt  zungen<B>3,</B> 4 angebracht, welche in einem  Fusse an einem Ende eines     evalcuierteii    oder  mit     indifferentein    Gas gefüllten Glasrohres  <B>5</B> eingeschmolzen sind und von welchen Zun  gen die eine<B>(3)</B> aus zwei miteinander     züi-          sammengelöteten    Metallstreifen von verschie  denen     Ausdehnun-,skoeffizienten,        so,(renann-          tem    Bimetall oder     Thermostatmeiall,    und die  andere (4)

   aus einer     elastschen    Platte be  steht, zweckmässig einer stählernen, welche  bestrebt ist, die Kontakte<B>1,</B>     '-)    geschlossen zu  halten.  



  Bei einer Steigerung der Temperatur beugt  sich der     Thermostatteil   <B>3</B> von der federndem  Zunge 4 ab, wodurch der Kontakt<B>1,</B> 2 unter  brochen wird, nachdem die Zunge 4 sich  gegen einen in dem Glasrohr eingeschmol  zenen festen Hemmstift<B>7</B> angelegt hat. Die  Federkraft der Kontaktzunge 4 ist derart       angepasst,        dass    in dem Kontakte<B>1,</B>     '-)    ein ge  nügender Kontaktdruck erhalten wird. Die  Kontakte<B>1,</B> 2 werden zweckmässig aus einem       Muetalle    mit hoher Vergasungstemperatur,  z. B.

   Wolfram, gemacht.     Das        Thermostaten-          metall    kann gegebenenfalls mittelst einer auf  demselben angebrachten     Heizwieklung        beeiii-          flusst    werden.  



  Das Glasrohr kann gegebenenfalls mit  äusseren     Anschlusskontakten    versehen wer  den, welche Einschaltung durch das Ein  setzen des Rohres in einen Halter in dersel  ben Weise wie bei Glühlampen ermöglichen.  Das Glasrohr kann auch mit einem metal  lenen     Seliutzgehäuse    versehen werden, wobei  die     ZuleitungsdrÜhte    zweckmässig durch eine       Verlän-erung    des genannten Schutzgehäuses      geführt sind, zwecks     Ansehliessung    des  Schalters an am Heizapparate vorgesehene  Kontakte.  



       Fig.    2 zeigt ein Beispiel der     Regulierein-          rielitung    in der Anwendung an einem     elek-          irischen    Plätteisen zwecks Regelung der       Stromzufulir.    Um eine möglichst schnelle     Re-          Crelung    herbeizuführen, ist der     Thermostaten-          schalter   <B>8</B> in einer Aussparung- in der Bügel  platte<B>9</B> unter dem Heizwiderstand<B>10</B> ange  bracht, welcher in gewöhnlicher Weise     zwi-          sehen    dem Oberteil<B>11</B> und der Platte<B>9</B> an  geordnet ist.

   Der Schalter<B>8</B> und der     Wider-          -tanc   <B>1</B>     10        sind        zwischen        den        beiden        Kontakt-          stiften    12 in     Reilie    geschaltet, durch     welclie     Kontaktstifte das Bügeleisen an das Netz in  gewöhnlicher Weise mittelst eines Kontakt  stöpsels geschaltet -wird, wobei der Schalter       i-mmittelbar    in den Hauptstromkreis einge  schaltet -wird und infolgedessen wiederholte       ITiiterbrecliungeii    und Schliessungen des Stro  mes herbeiführt,

   wenn     dio    Temperatur einen  gewissen Wert erreicht.  



  Bei einer derartigen Anordnung wird  die zugeführte     Euergiemenge    selbsttätig<B>je</B>  nach der ausgeführten Arbeitsleistung<B>ge-</B>  regelt. Ist das Bügeleisen ausser Betrieb, so  wird der Strom     intermittierend    mit     lancen          Zwisclienzeiten    zugeführt, so     dass    zum Bei  spiel nicht mehr als etwa<B>1.5 %</B> der ganzen  Energiemenge erforderlich sind, um das  Plätteisen bei einer Temperatur von<B>250</B>     '/o     zu halten. Bei der Anwendung wird dagegen  Strom entweder ununterbrochen oder     inter-          mittierend    mit kurzen Zwischenzeiten zuge  führt.

   Durch die     Verwenduno,    eines solchen  Schalters kann man auch ein Plätteisen mit  einem stärkeren Strom, z. B. mit einem dop  pelt so starken Strom, belasten, als<B>d"</B>     soli,8t     möglich wäre, wobei der Stromkreis ununter  brochen geschlossen ist, wenn sehr nasses       M   <B>1</B>     aterial        gebügelt        wird.     



       Fig.   <B>3</B> veranschaulicht die, Anwendung  eines     thermostatischen    Schalters<B>8</B> an einem  Lötkolben<B>13,</B> welcher mit einem -aussen an  gebrachten     Heizwiderstand    14 versehen -ist,    wobei der Schalter in einer<U>Aussparung</U> in  dem eigentlichen Lötkolben angebracht ist.,  In     Fig.    4 ist eine Anordnung gezeigt, wo  bei ein Schalter in einer elektrischen Koch  platte     angebraclit    ist.

   Der Schalter<B>8</B> ist in  einem beispielsweise als Handgriff dienen  den Metallrohr<B>15</B> -untergebracht, welches  mehr oder weniger aus der Platte<B>16</B> heraus  gezogen werden kann zwecks Regelung der  Temperatur.<B>Je</B> weiter man das Rohr mit  dem darin enthaltenen Schalter auszieht, um  so höher wird die in der Kochplatte erhal  tene Temperatur. Der Schalter<B>8</B> ist mittelst  aussen vorgesehener Leiter<B>17</B> mit dem     Heiz-          widerstand   <B>18</B> in     Reiho    geschaltet.

   Eine an  dere Einrichtung zur Regelung der Tempe  ratur kann mehrere>, für     verselliiedene        Tempe-          ra,turen    eingestellte Schalter in     der    Platte  aufweisen, die an einen einfachen     UmsAal-          ter    angeschlossen sind, so     dass    man     durcli     Umstellung dieses Umschalters die Koch  platte für Stromunterbrechung bei verschie  denen gewünschten Temperaturen einstellen  kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Regelung der Energie- zufulir zu elektrischen Heizapparaten, -wie Plätteisen, Lötkolben, Kochapparaten oder dergleichen, mit einem in einem evakuierten oder mit indifferentem Gas gefüllten Be- 11;
    < tlter angebrachten tliermostatisellen Sclial- ter, der mit dem wärmeabgebenden Teil des Apparates,<B>d.</B> li. dem zu heizenden Material in thermiselier Verbindung steht und in den Heizstromkreis des Apparates derart einge schaltet ist, dass derselbe bei einer in gewis sem Masse verminderten Wärmeabgabe und dadurch veranlasster Steigerung der Tempe ratur den genannten Stromkreis abwechselnd unterbricht und schliesst.
    TINTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Einrichtung nach Patentansprucli, in der Anwendung bei elektrischen Plätteigen, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter zwischen der Bügelplakte und dem Heiz- widerstand angebracht ist.<B>,</B> 2.
    Einrichtung nach Patentansprucli, in der Anwendunu bei elektrischen Lötkolben, eD dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter in einer Aussparung des Lötkolbens an gebracht ist, -,vährend <B>'</B> der Heizwiderstand aussen aii"eordnet ist.
    Einrichtung naeh Paientanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass der Schalter in dem fraglichen Apparat derart verstellbar angebracht ist, dass er nach Stellen ver- schiedeuer Temperaturen zwecks Rege- 2# lung der Euergiezufuhr versetzt werden kann.
CH99315D 1920-09-30 1921-09-30 Einrichtung zur Regelung der Energiezufuhr zu elektrischen Heizapparaten. CH99315A (de)

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