Einrichtung zur Regelung der Energiezufuhr zu elelit#ischen Heizapparaten. Die Aufgabe des Regelns der Energiezii- fuhr zu elektrischen Heizapparaten hat bis her nicht rationell gelöst werden können, weil bei den jetzigen Apparaten eine grosse Ver schwendung der elektrischen Energie vor kommt. Das ge-wöhnlichste Verfahren zur Regelung der Energiezufuhr bestand darin, dass der Widerstand des Heizkörpers verän dert wurde, wobei aus praktischen Gründen höchstens drei verschiedene Energiemengen erhalten werden konnten, was nicht hinrei chend ist.
Durch die Verwendung eines tlier- mostatischen Schalters gemäss der vorliegen den Erfindung kann man eine selbsttätige Regelung der Energiezufuhr durch eine pe riodische Unterbrechung und Schliessung des Heizungsstromkreises bewirken, so dass der Heizapparat nur diejenige Energiemenge er hält, die in jedem besonderen Falle erforder lich ist, und mit möglichst geringem Ener gieverbrauch bei der gewünschten Tempera tur beibehalten wird.
Dies wird durch vor liegende Erfindung dadurch erreicht, dass in einem evakuierten oder mit indifferentem Gas gefüllten Behälter ein thermostatischer Schalter angeordnet ist, der mit dem wärme abgebenden Teile des Apparates,<B>d.</B> li. dem zu erhitzenden Material in therinischer Ver bindung steht und in den Heizstromkreis des Apparates eingeschaltet wird, so dass derselbe den Strom unterbricht beim Überschreiten einer gewissen Temperatur des genannten wärineabgebenden Teils wegen herabgesetz ter Wärmeabgabe, -wobei derselbe als Selbst schalter arbeiten und den Strom abwechselnd unterbrechen und schliessen wird.
Ein in die ser Weise angeordneter thermostatischer Schalter ist offenbar grossen Beanspruchun gen ausgesetzt sowohl durch die Einwirkung der hohen Temperatur des Heizapparates, -als durch die wiederholten Stromunterbrechun gen. Erst durch die vorliegende Erfindung ist es möglich geworden, einen tliermosta- tischen Schalter zu konstruieren, welcher diesen Beanspruchungen während einer hin reichend langen Zeit widerstelien kann.
Beim Vorhandensein eines hohen Va- ki--uums im Behälter und hoher Sclimelztein- peratur der Kontakte wird erzielt, dass die Oxydation durch eventuell übrig gebliebenes tz Sauerstoffgas keinen Übelstand hervorruft, weil solches Oxyd, da es leichter schmilzt. als das Metall selbst, leicht verdampft und die Kontakte in reinem Zustande zurücklässt.
Ein Schalter gemäss der Erfindung kann ferner sehr kleine äussere Abinessungeu er halten, was denselben besonders für elek trische Heizapparate geeignet macht, wie zum Beispiel für Plätteisen, Lötkolben -tind der gleichen. Der Schalter kann somit leicht in einer Aussparung in dem wärmeabgebenden Teile des Apparates angebracht werden, ohne dass die äusseren Abmessungen des Apparates vergrössert zu werden brauchen.
Diese Eigen- 5chaft, hän-t mit der Anordnunc des ther- mostatischen Elementes in dem evakuierten oder mit indifferentem Gas gefüllten Behäl ter zusammen.
Besonders, -wenn dieses Ele- rnent aus einem bimetallischen Körper in der Form eines Blechstreifens oder einer Zunge besteht, welche mit ihrem einen Ende, in dem Behälter befestigt ist und mit ihrena andern EndedieKontaktebeeinflusst, kann die ganze Kontaktvorrielitung eine sehr gedrungene Bau art erhalten, wobei der umschliessende Behälter zweckmässig in der Form eines Rohres aus- (Y <B>S</B> .le taltet wird, welches aus Glas oder an derem schwerflüssigen, isolierenden Material besteht,
worin der bimetallische Körper und die Kontakte in derselben 'N#Teise wie bei Glühlampen eingeschmolzen werden. Dabei sind für das Thermostatenelement und die Kontakte keine besonderen Isolationsvorrich tungen erforderlich, wie bei bisher vorkom menden Heizapparaten mit thermostatisellen Schaltern, und der ganze Schalter kann so mit in dem Heizapparat angebracht werden durcli, einfache Befestigung des Rohres an der für dasselbe vorgesehenen Stelle.
Ein der artiger Schalter braucht keine Teile zu ent halten, welcho durch Wärine beschädigt wer den können, und keine auf Zapfen oder der gleichen beweglich angeordnete Teile, weshalb derselbe auch grosse, mechanisehe Festigkeit besitzen kann.
In der beilieoenden Zeichnuno, veran schaulicht Fig. <B>1</B> eine Ausführungsform eines Schal ters samt Behälter gemäss der Erfindunge während Fio'. 2,<B>3</B> und 4 verschiedene.<B>je</B> mit einem thermostat;schen Schalter versehene Reg-u- liereinrichtungen als Beispiele des Erfin dungsgegenstandes darstellen.
Bei der in Fio, <B>1</B> gezeigten Ausführungs form sind die beiden Unterbrechungskontakte <B>1, 29</B> an den freien Enden zweier Kontakt zungen<B>3,</B> 4 angebracht, welche in einem Fusse an einem Ende eines evalcuierteii oder mit indifferentein Gas gefüllten Glasrohres <B>5</B> eingeschmolzen sind und von welchen Zun gen die eine<B>(3)</B> aus zwei miteinander züi- sammengelöteten Metallstreifen von verschie denen Ausdehnun-,skoeffizienten, so,(renann- tem Bimetall oder Thermostatmeiall, und die andere (4)
aus einer elastschen Platte be steht, zweckmässig einer stählernen, welche bestrebt ist, die Kontakte<B>1,</B> '-) geschlossen zu halten.
Bei einer Steigerung der Temperatur beugt sich der Thermostatteil <B>3</B> von der federndem Zunge 4 ab, wodurch der Kontakt<B>1,</B> 2 unter brochen wird, nachdem die Zunge 4 sich gegen einen in dem Glasrohr eingeschmol zenen festen Hemmstift<B>7</B> angelegt hat. Die Federkraft der Kontaktzunge 4 ist derart angepasst, dass in dem Kontakte<B>1,</B> '-) ein ge nügender Kontaktdruck erhalten wird. Die Kontakte<B>1,</B> 2 werden zweckmässig aus einem Muetalle mit hoher Vergasungstemperatur, z. B.
Wolfram, gemacht. Das Thermostaten- metall kann gegebenenfalls mittelst einer auf demselben angebrachten Heizwieklung beeiii- flusst werden.
Das Glasrohr kann gegebenenfalls mit äusseren Anschlusskontakten versehen wer den, welche Einschaltung durch das Ein setzen des Rohres in einen Halter in dersel ben Weise wie bei Glühlampen ermöglichen. Das Glasrohr kann auch mit einem metal lenen Seliutzgehäuse versehen werden, wobei die ZuleitungsdrÜhte zweckmässig durch eine Verlän-erung des genannten Schutzgehäuses geführt sind, zwecks Ansehliessung des Schalters an am Heizapparate vorgesehene Kontakte.
Fig. 2 zeigt ein Beispiel der Regulierein- rielitung in der Anwendung an einem elek- irischen Plätteisen zwecks Regelung der Stromzufulir. Um eine möglichst schnelle Re- Crelung herbeizuführen, ist der Thermostaten- schalter <B>8</B> in einer Aussparung- in der Bügel platte<B>9</B> unter dem Heizwiderstand<B>10</B> ange bracht, welcher in gewöhnlicher Weise zwi- sehen dem Oberteil<B>11</B> und der Platte<B>9</B> an geordnet ist.
Der Schalter<B>8</B> und der Wider- -tanc <B>1</B> 10 sind zwischen den beiden Kontakt- stiften 12 in Reilie geschaltet, durch welclie Kontaktstifte das Bügeleisen an das Netz in gewöhnlicher Weise mittelst eines Kontakt stöpsels geschaltet -wird, wobei der Schalter i-mmittelbar in den Hauptstromkreis einge schaltet -wird und infolgedessen wiederholte ITiiterbrecliungeii und Schliessungen des Stro mes herbeiführt,
wenn dio Temperatur einen gewissen Wert erreicht.
Bei einer derartigen Anordnung wird die zugeführte Euergiemenge selbsttätig<B>je</B> nach der ausgeführten Arbeitsleistung<B>ge-</B> regelt. Ist das Bügeleisen ausser Betrieb, so wird der Strom intermittierend mit lancen Zwisclienzeiten zugeführt, so dass zum Bei spiel nicht mehr als etwa<B>1.5 %</B> der ganzen Energiemenge erforderlich sind, um das Plätteisen bei einer Temperatur von<B>250</B> '/o zu halten. Bei der Anwendung wird dagegen Strom entweder ununterbrochen oder inter- mittierend mit kurzen Zwischenzeiten zuge führt.
Durch die Verwenduno, eines solchen Schalters kann man auch ein Plätteisen mit einem stärkeren Strom, z. B. mit einem dop pelt so starken Strom, belasten, als<B>d"</B> soli,8t möglich wäre, wobei der Stromkreis ununter brochen geschlossen ist, wenn sehr nasses M <B>1</B> aterial gebügelt wird.
Fig. <B>3</B> veranschaulicht die, Anwendung eines thermostatischen Schalters<B>8</B> an einem Lötkolben<B>13,</B> welcher mit einem -aussen an gebrachten Heizwiderstand 14 versehen -ist, wobei der Schalter in einer<U>Aussparung</U> in dem eigentlichen Lötkolben angebracht ist., In Fig. 4 ist eine Anordnung gezeigt, wo bei ein Schalter in einer elektrischen Koch platte angebraclit ist.
Der Schalter<B>8</B> ist in einem beispielsweise als Handgriff dienen den Metallrohr<B>15</B> -untergebracht, welches mehr oder weniger aus der Platte<B>16</B> heraus gezogen werden kann zwecks Regelung der Temperatur.<B>Je</B> weiter man das Rohr mit dem darin enthaltenen Schalter auszieht, um so höher wird die in der Kochplatte erhal tene Temperatur. Der Schalter<B>8</B> ist mittelst aussen vorgesehener Leiter<B>17</B> mit dem Heiz- widerstand <B>18</B> in Reiho geschaltet.
Eine an dere Einrichtung zur Regelung der Tempe ratur kann mehrere>, für verselliiedene Tempe- ra,turen eingestellte Schalter in der Platte aufweisen, die an einen einfachen UmsAal- ter angeschlossen sind, so dass man durcli Umstellung dieses Umschalters die Koch platte für Stromunterbrechung bei verschie denen gewünschten Temperaturen einstellen kann.