CH99506A - Vorrichtung zum Schutz gegen Diebstahl von mit Ärmeln versehenen Überkleidern. - Google Patents

Vorrichtung zum Schutz gegen Diebstahl von mit Ärmeln versehenen Überkleidern.

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CH99506A
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sack
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Sperlich Rudolf
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Sperlich Rudolf
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/10Sleeves; Armholes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)

Description


  Vorrichtung zum Schutz gegen Diebstahl von mit Ärmeln versehenen Überkleidern.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist eine Vorrichtung zum Schutz gegen Dieb  stahl von mit Ärmeln versehenen Überklei  dern, insbesondere von Mänteln, und zwar  vorzugsweise dann, wenn die Überkleider in  Restaurants, den Garderoben von Theatern  oder Konzertsälen oder in sonstigen Räumen  mit starkem Verkehr aufgehängt sind.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes veranschaulicht die beiliegende  Zeichnung.  



  Fig. 1 ist eine Ansicht der Vorrichtung,  teilweise im Längschnitt,  Fig. 2 und 3 sind Einzelheiten;  Fig. 4 veranschaulicht in einem Längs  schnitt durch einen Ärmel die     Wirkungsweise     der Vorrichtung.  



  Die Vorrichtung besitzt einen, zum Bei  spiel aus Futterstoff bestehenden, Sack 1,  der am Rande seines offenen Endes eine über  seine ganze Breite sich erstreckende Patte  2 aufweist, die dazu bestimmt ist, das obere  Ende des Sackes abzudecken, solange der Be  sitzer des Kleidungsstückes, an dem die Vor  richtung angebracht ist, dasselbe trägt. Gegen  sein geschlossenes Ende hin verjüngt sich der    Sack etwas. Ungefähr in der     Quermitte    des  Sackes verläuft um den ganzen Umfang des  selben eine Falte 3, die den Sack in einen  Oberteil 4 und einen Unterteil 5 scheidet.

    Ober- und Unterteil sind durch elastische Or  gane 6;     zweckmässig        Gummibänder,        miteinan-          der    verbunden,     die    bestrebt     sind    die Falte 3  in der gezeichneten Stellung zu halten und  sich einer Streckung des Sackes widersetzen.

    In Höhe des obern Faltenrandes läuft um den  Sack herum ein Zugorgan 7, zum     Beispiel    ein  Band, eine Schnur oder dergleichen, das in       Führungsringen    8 geführt und dessen Enden  dann zunächst durch einen am Oberteil 4 be  festigten, in     Fig.    3 in grösserem Massstab dar  gestellten Ring 9, und sodann noch durch ei  nen am Unterteil 5 angenähten     Ring    10  durchgezogen und direkt unterhalb desselben  bei 11     miteinander    verknotet sind, so dass sie  nicht durch den Ring 10 zurückgleiten kön  nen.

   Im Ring 10 ist ferner noch das eine  Ende eines Bandes 12 befestigt, das auf bei  den Seiten des Unterteils 5 über die Längs  mitte desselben verläuft,, und mit seinem an  dern Ende auf der in     Fig.    1 nicht sichtbaren  Seite des Sackes am     obern    Rand der Falte 3      angenäht ist. Am untern Rand des Unterteils  5 bildet das Band 12 eine Schleife 13.  



  An der Aussenseite des Oberteils 4 sind  in gleichmässiger Verteilung über dessen Um  fang und in der Längsrichtung des     Sackes     verlaufend vier Nadeln 14 mittelst Stoff  hüllen 15, in denen sie geführt sind, ange  näht; diese Nadeln erstrecken sich von unge  fähr dem obern     Sachrand    bis zum     untern     Rand der Falte 3, welche die aus den Hüllen  15 herausragenden Spitzen der Nadeln ver  deckt. Ausserdem sind an der Innenseite des  diese Spitzen überdeckenden Faltenteils noch  metallene Schutzkappen 16 angenäht, die sich  bei der in Fig. 1 gezeichneten Lage des ge  nannten Faltenteils über die Spitzen der Na  deln 14 legen.

   Wie die Zeichnung erkennen  lässt, sind die Führungsringe 8 für das Zug  organ 7 an den Hüllen 15 angenäht, so dass  beim Zusammenziehen des genannten     Zug-          organes    durch Ziehen am Knoten 11 die Na  delspitzen zum Konvergieren gegen die  Längsaxe des Sackes gebracht werden. Am  Oberteil 4 ist ausserdem noch in der Mitte des  der     Platte    2 gegenüberliegenden Randteils zu  einer Schleife 17 zusammengelegtes Band 18  angenäht, das ungefähr parallel zu den elas  tischen Organen 6 verläuft, durch den Ring  9 gezogen ist und unterhalb desselben einen  Knoten 19 bildet.

   Wie aus Fig. 3 ersichtlich,  ist der Ring 9 an seiner dem Knoten 19 zu  gekehrten Seite mit abwärts gerichteten, kon  vergierenden Spitzen 20 versehen, die das  Herausziehen des Knotens 19 aus dem Ring  verhindern.  



  Der Gebrauch und die Wirkungsweise  der beschriebenen Vorrichtung sind folgende:  Der Sack wird am Ärmelfutter, zum Bei  spiel eines Herrenmantels nahe unterhalb des  Ärmelloches so angenäht, dass sein geöffnetes  Ende dem Schulterteil des Mantels zugekehrt  ist, und die in Fig. 1 nicht sichtbare Seite des  Sackes an diejenige Seite des Ärmelfutters     an-          liegt,    die gegenüber der von der Achselhöhle  gegen das freie Ärmelende verlaufenden Naht  sich befindet, wobei     vorteilhafterweise    die  Schleife 17 gerade gegenüber der genannten       Naht    zu liegen kommt.

   Gegenüber der    Schleife 17 an der andern Seite des Ärmel  futters ist ein Knopf 21     (Fig.    5)     angenäht,     an dem bei Einstellung der Vorrichtung die  Schleife 17     eingehängt    wird. Der Durch  messer des Sackes an seinem obern, offenen  Ende ist so zu bemessen, dass er den innern  Durchmesser des Ärmels (im obern Teil des       letzteren)    mindestens gleichkommt. Die Naht,  längs welcher der Sack am     Armelfutter    be  festigt ist, verläuft am obern Sackrand längs  und direkt unterhalb der     Patte    2. Ein am  obern Sackrand befestigter, nicht gezeichnete: .

    Druckknopf gestattet den Sack zu     schliessen,     so lange die Vorrichtung sich nicht in dar       Gebrauchsstellum,    befindet. Ausserdem fällt  die Platte 2 über den Oberteil 4 herab und  verdeckt völlig die Sacköffnung, so dass     (1\r     Besitzer des Mantels nicht in Gefahr kommt,  beim Anziehen desselben mit der Hand in den  Sack zu fahren. Die Schleife 13 wird an ei  nem Knopf eingehängt, der an der gleichen  Seite des Ärmelfutters angenäht ist, wie der  Sack. Das Einschlüpfen in den     Armel    wird  also nicht gehindert, so lange die Vorrichtung  geschlossen ist, und ausserdem wird durch die  am Knopf eingehängte Schleife 13 das Mit  reissen des Sackes beim Ablegen des Mantels  unmöglich gemacht.  



  Um nach dem Ablegen des Mantels die  Vorrichtung in die Gebrauchsstellung zu  bringen, ist weiter nichts nötig, als den  Druckknopf zu öffnen und die Schleife 17  am Knopf 21 einzuhängen. Der Sack ist dann  ganz geöffnet. Fährt nun ein Manteldieb in  den Ärmel, so wird durch das in der Regel  ziemlich rasche Vordringen der Hand, sobald  diese gegen den Boden des Sackes stösst, der  Sack entgegen der Wirkung der elastischen  Organe 6 gestreckt, wobei durch die Vor  wärtsbewegung des Unterteils 5 und des an  diesem     befestigten    Ringes 10 der Knoten 11  des Zugorganes 7 mitgenommen, und letzteres  daher um das Handgelenk des Diebes zusam  mengezogen wird, und zwar um so fester, je  rascher dieser in den Ärmel     gefahren    und je  mehr er durch weiteres Vorwärtsdrücken der  Hand sich zu befreien sucht.

   Ein Nachlassen  des Zugorganes 7 ist unmöglich, weil bei ei-      ner rückläufigen Bewegung der durch den  Ring 9 gezogenen Teile des Zugorganes sich  die Spitzen 20 in dieselben einbohren und sie  so festhalten. Zurückziehen kann er die Hand  aber auch nicht mehr. Denn durch das Zu  sammenziehen des Zugorganes 6 sind die Na  deln 14, von denen beim Ausdehnen des  Sackes die Schutzkappen 16 abgehoben wor  den sind, ebenfalls ans Handgelenk ange  drückt und zum Konvergieren gebracht -wor  den, so dass sie bei jedem Versuch die Hand  zurückzuziehen, sich durch den Stoff des  Sackes hindurch in die Hand einbohren. Der  Dieb ist also ausser Stande, seine Hand zu be  freien; dies ist nur möglich, nachdem das  Zugorgan 7 durchschnitten ist.

   Das Band 12  hat lediglich den Zweck, den Unterteil 5     beim     Ausdehnen des Sackes zu entlasten, damit der  in der Regel etwas leichte Futterstoff nicht  zerrissen wird, und der Sack nicht erneuert  zu werden braucht. Das Band 18 dagegen ist  dazu bestimmt, auf den Ring 9 einen Gegen  zug beim Zusammenziehen des     Zugorganes    7  auszuüben, und dadurch zu verhindern, dass  durch Nachgeben     oder    Zerreissen des Stoffes  oder Abreissen des Ringes 9 unter der Ein  wirkung des Zugorganes, letzteres sich nicht  genügend eng um das Handgelenk des Diebes  legt, bezw. wieder gelockert wird.

   Ist die  Hand aus der Vorrichtung gelöst, so geht der  Unterteil des Sackes durch die Wirkung der  Organe 6 wieder in seine Anfangsstellung  zurück. die Schleife 17 wird vom Knopf 21  gelöst und die Patte 2 wieder über den Sack  geschlagen. Der Besitzer kann nun ohne Ge  fahr den Mantel wieder anlegen, und hat nur  nötig, vom Schneider das abgeschnittene  Zugorgan 7 erneuern zu lassen.  



  Zu der     beschriebenen    Vorrichtung gehört  n oc h die in Fig. 4 dargestellte Fangvorrich- el       tung,    die im andern Ärmel des Mantels, nahe  dem freien Ende des ersteren, anzubringen ist.  Diese Fangvorrichtung besitzt eine     Patte    22,  die an. der Innenseite des Ärmels so angenäht  wird, dass die Spitzen zweier an ihr     befestigter     Nadeln 23 gegen das freie Ärmelende zeigen.  An der     Patte    22 ist eine Kappe 24 ausgebildet,  unter welche bei Nichtgebrauch der Vorrich-         tung    die Spitzen der Nadeln gedrückt sind.

    Soll dann die Vorrichtung zum Schutz- gegen  Diebstahl eingestellt werden, so löst man die  Nadeln 23 von der Kappe 24, worauf sie die  Stellung 'bezüglich der     Patte    22 einnehmen,  die in     Fig.    4 links dargestellt ist. Der Dieb  kann nun zwar     ungehindert    in den mit der  Fangvorrichtung versehenen Ärmel fahren,  aber nicht mehr aus diesem heraus, denn bei  jedem Versuch den Arm wieder herauszu  ziehen, bohren sich die Nadeln 23 in den  Stoff seines Rockärmels, und eventuell auch  in den Arm ein.     Mit    dem einen Arm ist er  also durch die Fangvorrichtung und mit dem  andern im Sack 1 gefangen;

   er kann den Man  tel, den er stehlen wollte, weder ganz an  ziehen, nach ihn wieder ausziehen, und muss  sich durch     diesen    auffälligen Umstand, sowie  auch durch den Schmerz, den die Nadeln 14  verursachen, bemerkbar machen.  



       Statt    einer Falte könnte der Sack 1 deren  auch zwei oder mehr aufweisen. Das Zug  organ 7 kann zum Beispiel als Band, Schnur  oder schmaler Lederriemen ausgebildet sein.       Statt    die Schleife 17 an dem Knopf 21 ein  zuhängen, könnte man auch an der Stelle wo  der Knopf 21 sitzt ein Knopfloch anbringen.  durch dieses die Schleife 17,     wenn    die Vor  richtung in die Fangstellung gebracht wer  den soll, hindurchziehen und sie dann in die  ser Lage durch ein kleines     Vorhängschloss     sichern.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Vorrichtung zum Schutz gegen Diebstahl von mit Ärmeln versehenen Überkleider, ge kennzeichnet durch einen in einem Ärmel des Kleidungsstückes zu befestigenden Sack, der mit mindestens einer um seinen ganzen Um fang verlaufenden Querfalte versehen ist, die durch elastische Organe gehalten wird und den Sack in einen Ober- und einen Unterteil unterteilt, wobei um den Oberteil ein in Fingen geführtes Zugorgan gelegt ist, das am Unterteil angreift und wobei am Oberteil in der Längsrichtung des Sackes verlaufende Nadeln befestigt sind, die ihre im Bereich des genannten Zugorganes befindlichen Spitzen dem Unterteil zukehren, und gekennzeichnet durch eine im andern Ärmel des Kleidungs stückes zu befestigende Fangvorrichtung, die mindestens eine Nadel aufweist,
    welche in der Arbeitsstellung der Fangvorrichtung zwar das Einschlüpfen in den betreffenden Ärmel, aber nicht mehr das Herausschlüpfen ge stattet. UNTERANSPRüCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugorgan am Oberteil des Sackes durch einen Ring mit konvergierenden Spitzen, geführt ist, die dazu bestimmt sind, sich in das angezogene Zugorgan einzubohren, wenn dasselbe nach geben will. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Sack mit einer Patte oder einem andern Absehlussstück versehen ist, das sich, solange die Vorrich tung nicht auf Gebrauch eingestellt ist, über das offene Ende des Sackes legt. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem in Unteranspruch 1 genannten Ring ein Band angreift, das am obern Sackrand eine Schleife bildet, die zur lös- baren Verbindung dieses Sackrandteils mit dem Ärmel des Kleidungsstückes dient. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Unterteil des Sackes ein Band befestigt ist, das über dessen Längsmitte verläuft und dazu be stimmt ist, beim Hineinfahren einer Hand in den Sack einen Teil des Druckes aufzu nehmen und dadurch das Zerreissen des Sackes zu verhindern.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden des Sack unterteils eine Schleife angeordnet ist, die dazu bestimmt ist, an einem im Ärmel des Kleidungsstückes angenähten Knopf ein gehängt zu werden, um zu verhindern, dass die nicht auf Gebrauch eingestellte Vorrich tung beim Ablegen des Kleidungsstückes aus dem Ärmel herausgezogen wird. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Falte Schutz kappen für die Spitzen der Nadeln ange näht sind, die sich über diese Spitzen legen, solange die Falte nicht ausgezogen ist.
CH99506D 1922-01-03 1922-01-03 Vorrichtung zum Schutz gegen Diebstahl von mit Ärmeln versehenen Überkleidern. CH99506A (de)

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