CH99597A - Einrichtung zur schnellen Erzeugung von Dampf. - Google Patents

Einrichtung zur schnellen Erzeugung von Dampf.

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CH99597A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B27/00Instantaneous or flash steam boilers
    • F22B27/16Instantaneous or flash steam boilers involving spray nozzles for sprinkling or injecting water particles on to or into hot heat-exchange elements, e.g. into tubes

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Description


  Einrichtung zur schnellen Erzeugung von Dampf.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein  richtung zur schnellen Erzeugung von Dampf,  bei der das Wasser in dünnen Strahlen oder       sonstwie    fein verteiltem Zustande auf hocher  hitzte Flächen aufgespritzt wird. Bei derar  tigen Einrichtungen hat sich gezeigt, dass  keine     augenblicklicheVerdampfung    der aufge  spritzten Wasserteilchen, insbesondere, wenn  die Flächen     honte    erhitzt sind, stattfindet,  sondern dass sich unter den Wasserteilchen  Dampfpolster     bilden    und die Wasserteilchen  fortgeschleudert werden, wodurch die Aus  nutzung .der zugeführten     Wrme    beeinträch  tig; wird.  



  _Das Wesen der Erfindung, durch die der  erwähnte     Nachteil_        beseitigt    wird, ohne dass  die Lebensdauer der Einrichtung hierdurch  vermindert wird, liegt darin, dass das Auf  spritzen des Wassers gegen     stark    oxydierte       Eiserioberflä,chen    erfolgt, wodurch eine sofor  tige     Verdampfung    der     aufgespritzten        Was-          serteilchen    erzielt wird und kein Fortschleu  dern der Wasserteilchen mehr erfolgt.  



  Auf der Zeichnung ist als beispielsweise       Ausführungsform    der Erfindung eine nach  Art eines Dampfkessels ausgebildete Einrich-         tung,    ein sogenannter     Schnelldampferzeuger     dargestellt.  



       Fig.    1 ist ein Schnitt durch den Dampf  erzeuger nach Linie<B>1-1</B> von     Fig.        3,-          Fig.    2 eine Stirnansicht der     Gesamtan-          lage,          Fig.    3 ein     Teilschnitt    nach     III        TII    der       Fig.    1,       Fig.    9: ein Querschnitt nach     IV-IV    der       Fig.    1,     während    die       Fig.    5, 6, 7 Einzelheiten der Einrichtung  wiedergeben.  



  Die gezeichnete     Einrichtung        besitzt    vier  von den beiden oder einer Stirnseite     zugäng...     liehe     Feuerungsräume        a,    deren obere beliebig  gestaltete Seitenwände von.     zwölf        Dampfent.          wicklungsk.ammern    b, c,     !i,   <I>e, f,</I> g,     bezw.        1i'.     c' usw.

       gebildet    werden, deren Wände aus       Stahlguss    oder     Eisengussstücken    bestehen oder       ans    Blechen hergestellt sein können. Sämt  liche,     Dampfent-,,riclclungen    sind von einem ge  meinsamen     Dampfsammler        h:    umgeben, und  sämtliche     Dampfentv-icklungskammern    mit       Ausnahme    der     beiden    innen liegenden     Xam-          mern        g,    g' stehen mit .dem Dampfsammler -in  unmittelbarer Verbindung.

   Die Dampfent-           wicklungskammern        g,    g' geben ihren Dampf  zunächst an die darüber liegenden Dampf  kammern<I>d, d'</I> ab. Die in den Feuerungen<I>a</I>  erzeugten Heizgase werden durch die Ab  zugsrohre i nach dem Fuchs der Feuerung  abgeleitet, während zur Ableitung des  Dampfes aus dem     Dampfsammelraum        la     das Dampfrohr k dient. Sämtliche Dampf  entwicklungskammern sind von Röhren et  durchgesetzt, die mit Düsen     d    versehen und  an ein gemeinsames Kopfstück     n    ange  schlossen sind     (Fig.    4 und 5).

   Die Röh  ren sind derart in den     Dampfentwicklungs-          kammern    angeordnet,     .dass    die Düsen gegen  die beheizten Wandflächen der Kammern  gerichtet sind, und den Kopfstücken n der  Rühren     u    wird durch Röhren<I>n'</I> das zu ver  dampfende Wasser zugeführt.  



  Die beheizten Wandflächen der Dampf  kammern sind mit dünnen Eisenblechen     7n     belegt, die auf der einen Seite blank sind,  während sie auf der den Düsen zugewandten  Seite, beispielsweise     mittelst    Salpetersäure  oder     Salpetersäuredämpfen    stark oxydiert  worden sind. Das den Röhren     zugeführte     Wasser spritzt also gegen die oxydierten  Oberflächen der Eisenbleche in und     wird     hierbei im Augenblick verdampft.  



       Dadurch,    dass die Dampfkammern gerade  oder nur einseitig gebogene Wandungen be  sitzen, können ebene oder nur einseitig gebo  gene Bleche zum Abdecken benutzt werden,  was bei Kammern mit mehrfach gekrümmten  Wandungen oder rohrförmigen     Dampfent-          wicklungsk.ammern    nicht der Fall wäre.  



  Die einseitig oxydierten     Eisenbleche        m.     werden durch den in den     Dampfentwick-          lungska,mmern    sieh entwickelnden Druck  dicht gegen die     Kammerwandungen    gepresst,  so dass ein guter Wärmeübergang stattfindet.

    Auch ist durch eine Verwendung der Eisen  bleche zur Ausfütterung der     Dampfentwich.          lungsk        ammern    oder -Rohre der Vorteil er  zielt, dass bei einem Fortschreiten der Oxy  dierung bei Benutzung     ,der    Einrichtung und  hierbei     auftreterdom        Schadhaftwerden    der  Bleche     ,diese    leicht ausgewechselt werden kön  nen und     überdies    die eigentlichen Wandungen    der Dampfkammer der Einwirkung des Was  sers und des Dampfes gänzlich entzogen sind.  



  Die Zuführung des Wassers wird mit  Vorteil so reguliert, dass gegen die stark er  hitzten Eisenbleche     m    stets nur soviel Wasser  gespritzt wird, als im Augenblick verdam  pfen kann. Um eine     ,derartige    Zuführung des  Wassers stets zu erreichen, ist es zweckmä  ssig, innerhalb der Zuführungsleitung o eine  Unterbrechungseinrichtung anzuordnen, so  dass das Aufspritzen des Wassers auf die  Heizfläche periodisch unterbrochen wird, und  das Aufspritzen des Wassers hat infolge  dessen     während    der Zeit, während der der       Zufluss    unterbrochen ist, Zeit, vollkommen  zu verdampfen. Das Wasser wird also nur  stets mit trockenen Heizflächen in Berührung  kommen, wodurch bei der Dampfbildung eine  sofortige Trocknung des Dampfes bewirkt  wird.

   Auch wird durch eine derartige Ein  richtung erzielt, dass örtliche Temperatur  unterschiede in den Heizflächen nicht auf  treten können, sondern     da.ss    die Temperaturen  innerhalb der     Ileizfläehen    während der Zeit  räume, während der das Aufspritzen des  Wassers unterbrochen ist, sich stets wieder  ausgleichen können.  



  Die der Zuführungsleitung angeordnete       Unterbreehereinrichtung    besitzt ein Kurbel  getriebe p, von dem ein Schieber     q    innerhalb  eines Gehäuses in hin- und hergehende Bewe  gung versetzt wird. Dieser Schieber     q    besitzt  eine     Durchtrittsöffnung    r von der Grösse des       Zuflussrohres.    Die Verbindung zwischen der  Pleuelstange s des Kurbelgetriebes p und  dem Schieber     q    ist bewirkt durch einen in  einen Längsschnitt des Schiebers eingreifen  den Stift, derart,     da.ss    der     Schieber    in derjeni  gen Stellung.

   in der sich eine     Durchtrittsöff-          nung    r mit der Rohrleitung deckt, eine ge  wisse Zeit lang stehen bleibt. Während dieser  Zeiträume wird also das Wasser den Röhren       2t    in den     Dampfentwieklungskammern        und     zwar unter einem Druck zugeführt, der grösser  als der in den     Dampfentwicklungskammern     vorhandene Druck ist, so dass während dieser  Zeiträume ein Aufstäuben des Wassers gegen  die erhitzten     Wandflächen    der Dampfent-           wicklungskammern    erfolgt, wobei das Was  ser verdampft wird.

   Zum Antrieb des Kurbel  getriebes<I>p</I> dient eine Stufenscheibe     v    üb  licher Ausführung, so dass, je nach der Stufe,  die benutzt wird, eine grössere oder geringere  Anzahl von Unterbrechungen des     Wasserzu-          flusses    in der Zeiteinheit erfolgt. Der Antrieb  des Kurbelgetriebes p des Unterbrechers kann  in irgend einer beliebigen Art und Weise, bei  spielsweise elektrisch erfolgen, und es sind  Einrichtungen vorgesehen, um den Unter  brecher auch dann antreiben zu können, wenn  die Dampfspannung in dem Dampfsammler  h noch nicht die     Arbeitsspannung    erreicht  hat .  



  Die     Übertrittsöffnungen    .aus den Dampf  entwicklungskammern in     Iden        Dampfsammler          lz    sind mit     Rückschlagklappen    ausgerüstet,  wie beispielsweise in     Fig.    1 und 2 angedeutet.  Eine beispielsweise Ausführungsform dieser       Rückschlagklappen    ist in den     Fig.    6 und 7  in Ansicht und Schnitt in grösserem Massstab  dargestellt.

   Diese Figuren lassen erkennen,  dass zunächst eine     Rücks-chlagklappe    x auf der  Aussenfläche der     Dampfentwicklungska.mmer     aufgehängt ist, die mit einer Nut einen ent  sprechenden Ringvorsprung der     Dampfent-          wicklungskammerwandung    umfasst.

   Solange  der Dampfdruck in der     Dampfentwicklungs-          kammer    den Dampfdruck im Dampfsammler       übersteigt,    wird die     Rückschlagklappe    x in  Richtung des Pfeils y abgedrückt, und der  Dampf tritt aus der     Dampfen.twicklungs-          kammer    in den Dampfsammler     7a        über.    Hört  aber aus irgend einem Grunde die Dampfent  wicklung in irgend einer Kammern auf, so  drückt der Dampfdruck im Dampfsammler     h     die betreffende     Riiekschlagklappe    x gegen  ihren Sitz,

   und die betreffende     Dampfent-          wicklungskamm.er    ist alsdann von dem       Dampfsammelraum        abgesperrt.    Es können  also alsdann Reparaturen in dieser Kammer  vorgenommen werden, ohne dass der ganze  Dampfkessel ausser Betrieb .gesetzt wird. Er  forderlichenfalls können bei derartigen Repa  raturen die     Beheizungsflächen    der zu     repa:ri.e-          renden    Kammer durch Isolierplatten gegen  die Feuerung geschützt werden.

      Die in den     Fig.    6 und 7 weiterhin noch  gezeichnete, auf der innern Seite der Dampf  entwicklungskammer angeordnete Rück  schlagklappe z nimmt im normalen Betrieb  infolge ihres Gewichtes die in     Fig.    7 gezeich  nete Stellung ein, in der sie allein mit ihrem  untern Ende gegen die     Dampfentwicklungs-          kamnmerwandung    anliegt und einen Übertritt  aus der     Dampfentwicklungskammer    in den       Dampfsammelraum    nicht hindert.

   Tritt aber  aus irgend einem Grunde, beispielsweise in  folge einer Explosion, ein übermässig hoher  Dampfdruck in einer     Dampfentwicklungs-          kammer    auf, so wird die betreffende     Rück-          schlagplatte    z entgegen ihrem     Gewicht    in  Richtung des Pfeils z' gegen ihren Sitz ge  drückt und schliesst somit die betreffende       Dampfentwicklungskammer    vom Dampf  sammler ab, so dass sich ein etwa     vorhan-    .       dener        Explosiondruck    nicht in den     Dampf-          sammelraum    fortpflanzen kann.

   Sobald der  zu hohe Druck in der betreffenden     Dampfent-          wicklungskammer        wieder    .aufgehört hat, fällt  die Klappe z in ihre Normallage wieder zu  rück.  



  Zur Kontrolle der einzelnen Dampfent  wicklungskammern und     zurVermeidung    eines  zu hohen Druckes in ihnen und dem Dampf  sammler ist es     zweckmässig,    jede einzelne       Dampfentwicklungskammer    und den     Dampf-          sammelraum    mit einem Manometer und einem  Sicherheitsventil auszurüsten.

   Zeigt dann  ein Manometer einen von den übrigen Mano  metern abweichenden Druck, so ist hier  aus ersichtlich,     d,ass    in der zugehörigen  Dampf     entwicklungskammer        etwas    nicht in  Ordnung ist, .also     beispielsweise    die     Wa,sser-          zuflussleitungen    verstopft sind.  



  Mit der beschriebenen Einrichtung kann  dauernd ein trockener und. hochgespannter  Dampf bei geringem Brennstoffverbrauch er  zeugt werden, und es ist so möglich, Dampf  erzeugungen pro     Quadratmeter    Heizfläche  wesentlich höher zu treiben, als es bisher mög  lich war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur schnellen Erzeugung von Dampf, bei der das Wasser in dünnen Strah- len oder sonstwie fein verteiltem Zustande auf hocherhitzte Flächen aufgespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufspritzen des Wassers gegen stark oxydierte Eisenober flächen erfolgt, wodurch eine sofortige Ver dampfung der aufgespritzten Wasserteilchen erzielt wird. U NTERANSPRüCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche der von aussen beheizten Dampfentwicklungs- räüme mindestens an den Stellen, an. denen sie von dem aufgespritzten Wasser benetzt werden, mit dünnwandigen Eisenblechen bedeckt sind, das auf der dem Wasserzu tritt ausgesetzten Seite mit einem stark oxydierten Überzug versehen ist, während es auf den entgegengesetzten, an die Wan- Üungen der Dampfentwicklungsräunie zur Anlage kommenden. Seite blank bleibt. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Mittel, um Glas Aufspritzen von Wasser auf die beheizten Flächen periodisch zu unterbrechen. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Dampfentwicklungs- räume ein oder mehrere Feuerungsrditime einschliessen, und dass mit düsenartigen Öffnungen versehene R.öhreri zum Auf- spritzen des Wassers auf die Aussenseite der Feuerungsräume vorgesehen sind. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und U n- teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Feuerungs- und Dampfentwicklungsräume von einem gemeinsamen Dampfsammler umgeben und mit diesem Sammler zu ei nem gemeinsamen Dampfkessel vereinigt sind. <B>5</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 und 4, dadurch gekenn zeichnet, @dass die Übertrittsöffnungen für den Dampf aus den Dampfentwicklungs- rä.umen in den Dampfsammler mit Rück schlagklappen (x) im Dampfsammler aus gerüstet sind. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3, 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, @dass ausser den ein Rückströmen des Dampfes aus dem Dampfsammler in die Dampfentwieklungsräume hindernden Rückschlagklappen in jedem Dampfent- wichlungsraum noch eine Rückschlag en<B>NA</B> derart angeordnet ist, dass sie geschlossen wird, sobald der Druck im Dampfentwinklungsra.um in unzulässiger Weise den Druck im Dampfsammler über steigt.
CH99597D 1922-02-13 1922-02-13 Einrichtung zur schnellen Erzeugung von Dampf. CH99597A (de)

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