CH99846A - Regelungsvorrichtung für Kraftmaschinen. - Google Patents
Regelungsvorrichtung für Kraftmaschinen.Info
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Description
Regelungsvorrichtung für Kraftmaschinen. Die Erfindung betrifft eine Regelungs vorrichtung für Kraftmaschinen und be steht darin, dass ein bewegliches, mit einer Steuervorrichtung der Kraftmaschine ver bundenes Umlauforgan mit zwei weiteren Umlauforganen, deren eines von der Kraft maschine und deren zweites unabhängig da von mit gewollter Geschwindigkeit von einer dritten Vorrichtung angetrieben wird, der art zusammenarbeitet, dass bei Abweichung von einem bestimmten Geschwindigkeitsver hältnis zwischen den beiden letzteren Um lauforganen eine Bewegung des beweglichen Iimlauforganes und damit eine Verstellung der Steuervorrichtung der Kraftmaschine bewirkt wird.
Das bewegliche, mit der Steuer vorrichtung der Kraftmaschine verbundene Umlauforgan kann bei gleichachsiger An ordnung der beiden andern Organe in einem um die gemeinsame Achse der beiden an dern Umlauforgane drehbaren, mit der Steuervorrichtung der Maschine verbundenen Lagerkörper angeordnet sein. Die Verstel lung der Steuervorrichtung durch den La gerkörper kann mittelbar mit Hilfe eines Servomotors, der an sich bekannt sein kann, erfolgen. Die Übertragung der vom Lager körper ausgeübten Verstellkraft kann -mit- telst Reibung erfolgen.
Um die Umlaufge schwindigkeit der Kraftmaschine ändern zu können, kann die von der Kraftmaschine unabhängige Antriebsvorrichtung so ausge bildet sein, dass deren Umlaufgeschwindig keit willkürlich verändert werden kann. Die unabhängige Antriebsvorrichtung kann da bei aus einem Uhrwerk mit regelbarem Pen del bestehen. Sie kann aber auch aus einem Elektromotor bestehen, mit dessen Netz die Kraftmaschine parallel geschaltet werden soll. Endlich kann die Anordnung so getrof fen sein, dass die Regelungsvorrichtung nicht direkt die Kraftzufuhr zu der Kraft maschine beeinflusst, sondern auf die Touren verstellvorrichtung des Geschwindigkeits reglers der Maschine wirkt.
Einige Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes sind auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt, Fig. 2 ein in der Pfeilrichtung gesehener Schnitt nach der Linie II-11 der Fig. 1; Fig. 3 zeigt eine besondere Verbindung der Regelungsvorrich- tung mit der Steuerung der Kraftmaschine, und Fig. 4 eine Verstellvorrichtung der mit konstanter Geschwindigkeit laufenden Hilfs maschine.
a ist ein von einer mit gegebener Ge schwindigkeit umlaufenden Hilfsmaschine angetriebenes und b ein von der Kraft maschine im entgegengesetzten Sinn wie a und so in Umdrehung versetztes Kegelrad, dass es sich im Beharrungszustand der Kraft maschine mit gleicher Geschwindigkeit wie <I>a</I> bewegt. <I>d</I> ist ein drehbar um die Achse von<I>a</I> und<I>b</I> angeordneter Lagerkörper, in welchem ein weiteres, mit<I>a</I> und<I>b</I> im Ein griff stehendes Kegelrad c drehbar gelagert ist.
Der Lagerkörper hat unter dem Einfluss des Kegelrades c die Eigenschaft, im Behar rungszustand der Kraftmaschine still zu ste hen und sich bei Über- bezw. Unterschrei tung der Beharrungsgeschwindigkeit der Kraftmaschine nach vorwärts bezw. rück wärts zu drehen.<I>f</I> ist ein mit einem Hebel<I>f</I> versehener, lose auf dem Lagerkörper ange ordneter Ring. Bei den Bewegungen des Lagerkörpers schlägt der Hebel, infolge der auf den Ring wirkenden Reibung, je nach dem Drehsinn des Lagerkörpers nach vor wärts oder rückwärts aus. Beim Stillstand des Lagerkörpers hat er infolge seines Eigen gewichtes das Bestreben, in die gezeichnete senkrechte Mittellage zurückzukehren.
Das untere Ende des Hebels f ist auf irgend eine bekannte Weise mit einer den Kraftzufluss zu der Kraftmaschine beeinflussenden Vor richtung mittelbar oder unmittelbar so ver bunden, dass die Vorrichtung bei einer Ge schwindigkeitszunahme bezw. Abnahme der Kraftmaschine (Belastungsänderung) eine Verringerung bezw. Erhöhung des Kraft zuflusses zu derselben bewirkt.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist die Anordnung so getroffen, dass der Hebel f je nach der Richtung seines Ausschlages auf einen elektrischen Kontakt<I>g</I> bezw. <I>h</I> trifft und dadurch den einen oder andern von zwei elektrischen Hilfsströmen schliesst.
Diese Hilfsströme wirken dann bei Über- bezw. Unterschreitung der Beharrungsumlaufge- schwindigkeit der Kraftmaschine auf die Tourenveränderungsvorrichtung des Ge schwindigkeitsreglers der Kraftmaschine in der Weise, dass die Geschwindigkeit des Ra des<I>b</I> mit derjenigen des Rades<I>a</I> wieder in Übereinstimmung gebracht wird, worauf das Gehäuse d stillsteht und der Hilfsstrom, infolge der Rückkehr des Hebels f in die Mittellage, wieder unterbrochen wird. Auf diese Weise ist es möglich geworden, die Tourenzahl der Kraftmaschine stets in ein gewolltes Verhältnis zu derjenigen der Hilfs maschine zu bringen.
Bei der in Fig. 3 ge zeigten Ausführungsform wirkt der Hebel f mit Hilfe eines an sich bekannten hydrau lischen Servomotors o mittelbar auf die Regelklappe p der Kraftmaschine. Für die Übertragung der Hebelbewegung f auf die Regelvorrichtung der Kraftmaschine sind natürlich noch andere konstruktive Möglich keiten geboten.
Ist die Hilfsmaschine ein mit konstanter Geschwindigkeit laufendes Uhrwerk, so wird die Geschwindigkeit der Kraftmaschine trotz veränderlicher Belastung stets wieder auf dieselbe, in einem gewollten Verhältnis zu der Uhrwerksgeschwindigkeit stehende Ge schwindigkeit zurückgeführt. Ist die Hilfs maschine ein Elektromotor, welcher von einem elektrischen Netz gespiesen wird, so kann die beschriebene Vorrichtung zum Synchronisieren der Kraftmaschine mit dem elektrischen Netz, also zum Vorbereiten des Parallelschaltens derselben mit dem Netz, herangezogen werden.
Wünscht man die Be- ha.rrungsgeschwindigkeit der Kraftmaschine bei Verwendung eines Uhrwerkes als Hilfs maschine zu verändern, so kann das Uhrwerk mit einer Vorrichtung zur Veränderung der Uhrwerksgeschwindigkeit versehen sein. Diese Vorrichtung kann gemäss Fig. 4 darin bestehen, dass das Pendel i des Uhrwerkes mittelst einer Kuppelstange k mit einem weiteren Pendel l verbunden ist, wobei der Angriffspunkt n der Kuppelstange mit Hilfe der Zugstange 7n und des Hebels q willkür lich verschoben werden kann.
Dadurch kann die Schwingungszeit des Pendels i und. in- folgedessen auch die Geschwindigkeit des Uhrwerkes und also auch die Geschwindig keit der Kraftmaschine innerhalb gewisser Grenzen nach Belieben verändert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Regelungsvorrichtung für Kraftmaschi nen, dadurch gekennzeichnet, dass ein beweg liches, mit einer Steuervorrichtung der Kraft maschine verbundenes Umlauforgan mit zwei weiteren Umlauforganen, deren eines von der Kraftmaschine und deren zweites unabhän gig davon mit gewollter Geschwindigkeit von einer dritten Vorrichtung angetrieben wird, derart zusammenarbeitet, dass bei Ab weichung von einem bestimmten Geschwin digkeitsverhältnis zwischen den beiden letz teren Umlauforganen eine Bewegung des ersten Umlauforganes und damit eine Ver stellung der Steuervorrichtung der Kraft maschine bewirkt. wird. UNTERANSPRüCHE 1.Regelungsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche, mit der Steuervorrichtung der Kraftmaschine verbundene Umlauforgan bei gleichachsiger Anordnung der beiden andern Umlauforgane in einem um die gemeinsame Achse der andern Umlauf organe drehbaren, mit der Steuervorrich tung der Maschine verbundenen Lager körper angeordnet ist. 2. Regelungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verstellung der Steuervorrichtung durch den Lagerkörper mittelbar mit Hilfe eines Servomotors er folgt. . Regelungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Übertragung der von dem Lagerkörper ausgeübten Verstell kraft vermittelst Reibung erfolgt.4. Regelungsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Kraftmaschine unabhängige An triebsvorrichtung so ausgebildet ist, dass deren Umlaufgeschwindigkeit verändert werden kann, zum Zweck, damit die Um laufgeschwindigkeit der Kraftmaschine ändern zu können. 5. Regelungsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die unab hängige Antriebsvorrichtung aus einem Uhrwerk mit regelbarem Pendel besteht. 6. Regelungsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die.unabhängige Antriebsvorrichtung aus einem Elektromotor besteht, mit dessen Netz die Kraftmaschine parallel geschaltet: werden soll. 7. Regelungsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelungsvorrichtung nicht direkt auf die Kraftzufuhr der Kraftmaschine wirkt, sondern die Tourenverstellvorrichtung des Reglers dieser Maschine beeinflusst.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH99846T | 1922-01-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH99846A true CH99846A (de) | 1923-06-16 |
Family
ID=4357836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH99846D CH99846A (de) | 1922-01-31 | 1922-01-31 | Regelungsvorrichtung für Kraftmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH99846A (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767140C (de) * | 1936-10-09 | 1951-11-08 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Regelverfahren fuer Kraftmaschinen |
| DE767164C (de) * | 1936-03-31 | 1951-12-06 | Richard Doermann | Maschinensatz |
| DE871657C (de) * | 1941-09-14 | 1953-03-26 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Regeleinrichtung zur Erzwingung eines drehwinkelgleichen Laufes von Maschinen |
| DE961326C (de) * | 1951-11-16 | 1957-04-04 | Krauss Maffei Ag | Drehzahlregelung von Kraftmaschinen |
| DE966517C (de) * | 1953-01-27 | 1957-08-14 | Siemens Ag | Drehzahlbegrenzer fuer umlaufende Maschinen |
| DE1031642B (de) * | 1953-11-18 | 1958-06-04 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Regeleinrichtung zur Erzielung eines drehzahlgleichen Laufes mehrerer Maschinen |
| DE1047629B (de) * | 1953-02-11 | 1958-12-24 | Harold Sinclair | Differential-Regeleinrichtung |
-
1922
- 1922-01-31 CH CH99846D patent/CH99846A/de unknown
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