DD102130B1 - Ferntriebkatze mit vorrichtung zum drehen und zur pendeldaempfung der last - Google Patents

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Alois Schertler
Karl-Heinz Linde
Wolfgang Scholz
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Reinhard Petzold
Alois Schertler
Linde Karl Heinz
Wolfgang Scholz
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Description

Ferntriebkatze mit Vorrichtung zum Drehen und zur Pendeldämpfung der Last
Die Erfindung betrifft eine Ferntriebkatze mit Vorrichtung zum Drehen und zur Pendeldämpfung der Last, insbesondere für Containerkrane, an der mittels vier mindestens in einer Pendelebene zueinander geneigten Hubseilzügen eine Lasttraverse vorzugsweise in ihren vier Eckpunkten angehängt ist.
Es sind Verfahren und Vorrichtungen bekannt, mit denen die in der Laufkatze von Kranen endenden oder über Umlenkrollen geführten Seile voneinander weg bewegt werden, wenn die Last angehoben wird, um den von den Lastseilen gebildeten Winkel zu vergrößern oder konstant zu halten. Dadurch ist eine wirkungsvolle Dämpfung der durch die horizontalen Beschleunigungskräfte hervorgerufenen Lastschwingungen gegeben.
Es ist auch eine Vorrichtung zum Bewegen von Lasttraversen an Hubwerken bekannt, die zum Trimmen und Drehen der Last zwei nebeneinander liegende Umlenkseilrollen aufweist, die horizontal auch einzeln und gegenläufig in funktioneller Verbindung mit einer angetriebenen Wippe verschiebbar angeordnet· sind. Die Verstellantriebe müssen hierbei für die maximale Hubleistung ausgelegt sein, weil beim Ausfahren der Seilrollen ein Anheben der Last erfolgt.
Derartige Lösungen sind jedoch für Ferntriebkatzen nicht geeignet, da sich auf diesen Katzen keine Festpunkte für die Hubseile befinden.
Es ist weiterhin bekannt, daß diese Winkelvergrößerung auch dadurch erreicht werden kann, daß die Laufseile über zwei getrennte Laufkatzen laufen, die beim Anheben der Last auseinanderfahren und beim waagerechten Transport synchron hintereinander laufen. Um Verdrehbewegungen der Last um die vertikale Achse zu erreichen, ist es bekannt, zwei Laufkatzen nebeneinander anzuordnen oder eine Zweischienenlaufkatze aus zwei räumlich voneinander getrennten Katzteilen zu bilden, die auf je einer Schiene verfahrbar sind, wobei die Drehung der Last durch eine Relativbewegung der beiden Katzen bzw. Katzteile zueinander erfolgt.
Diese bekannten Verfahren und Vorrichtungen weisen sämtlich den Nachteil auf, daß die Verschiebung der einzelnen Seilenden oder Seilrollenblöcke an der Katze nicht unabhängig voneinander erfolgen kann, sondern stets mindestens zweier Einheiten gleichzeitig verschoben werden. Dadurch ist entweder nur eine V.'inkelvergrößerung der Seile zwecks Pendeldämpfung oder eine Drehung der Last möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ferntriebkatze mit Vorrichtung zum Drehen und zur Pendeldämpfung der Last zu schaffen, die sowohl die IVinkelvergrößerung der Lastseile zueinander als auch die Parallelverschie bung der Lastseilenden oder Umlenkrollenblöcke ermöglicht, ohne Beeinträchtigung des vorgesehenen begrenzten Drehwinkels der Last.
Erfindungsgemöß wird dies dadurch erreicht, daß alle vier Umlenkrollenblöcke, die über V/egendschaltvorrichtungen und eine Differentialendschaltvorrichtung mit Kontaktschaltern gesteuerte Verstellantriebe aufweisen, in einem großen Bereich einzeln oder paarweise auseinander, zueinander oder gleichlaufend verschiebbar auf der Ferntriebkatze angeordnet sind und über die Hubseile über weitere Umlenkrollen einmal mit dem im festen Kranteil vorgesehenen Hubvvindvverk und zum anderen mit festen
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oder einstellbaren Hubseilanschlußpunkten ebenfalls am festen Kranteil in funktioneller Verbindung stehen.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine Seitenansicht,
Fig. 2: die Draufsicht,
Fig. 3: ein System der Seilführung.
Auf einem Katzrahmen 1 sind vier Umlenkrollenblöcke 2 bis 5 in Katzfahrrichtung unabhängig voneinander längs verschiebbar angeordnet. Oedem Umlenkrollenblock 2 bis 5 ist ein Verstellantrieb 6 bis 9 und eine Wegendschaltvorrichtung 10 bis 13 zugeordnet. Weiterhin ist am Umlenkrollenblock 5 eine in funktioneller Verbindung mit dem Umlenkrollenblock 4 stehende Differentialendschaltvorrichtung 14 angeordnet. Am Unlenkrollenblock 4 sind drei Kontaktschalter 15; 16; 17 vorgesehen. Die '.Vi rkungsweise der Ferntriebkatze mit Vorrichtung zum Drehen und zur Pendeldämpfung der Last ist wie folgt:
Die Wegendschaltvorrichtungen 10 bis 13 mit der Differentialendschaltvorrichtung 14 und den dazugehörigen Kontaktschaltern 15; 16; 17 sind bezüglich der Beeinflussung der einzelnen Verstellantriebe 6 bis S, der auf dem Katzrahmen 1 in Katzfahrrichtung längs verschiebbar angeordneten Umlenkrollenblöcke 2 bis 5, so geschaltet, daß sich die nachfolgend aufgeführten Bewegungsabläufe erreichen lassen:
Bei Mittelstellung, in der die Differentialendschaltvorrichtung 14 den Kontaktschalter 16 berührt, liegen die Achsen der Umlenkrollenblöcke 4; 5 auf einer Linie und der Abstand a zu dem jeweils auf der gleichen Fahrbahn angeordneten Um3enkrollenblock 2 bzw. 3 ist der gleiche, so doZ auch die Achsen dieser beiden Umlenkrollenblöcke 2 bew. 3 auf einer Linie liegen.
Die Pendeldämpfung erfolgt durch das Spreizen der Hubseilzüge, indem die Verstellantriebe 6 bis 9 die ihnen zugeordneten Umlenkrollenblöcke 2; 3 und 4; 5 gleichzeitig synchron paarweise entgegengesetzt verschieben und zwar so weit, bis in Abhängigkeit vom Hubsinn die innere oder äußere Endschaltung der einzelnen Wegendschaltvorrichtungen IO bis 13 erreicht ist. Eine Drehung der Last im Uhrzeigersinn (siehe Fig. 2) erfolgt durch das paarweise entgegengesetzte Verfahren der jeweils einer Fahrbahn zugeordneten Umlenkrollenblöcke 2; 4 und 3; 5. Der Drehwinkel Od der Last wird in seiner Größe bestimmt durch den Abstand zwischen den Kontaktschaltern 16; 17
Bei Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn wechselt die Verschieberichtung der Umlenkrollenblöcke 2; 4 bzw. 3; 5, wobei die Größe des Drehwinkels OC in diesem Fall durch den Abstand der Kontaktschalter 15; 16 bestimmt wird
Für den Fall, daß die Umlenkrollenblöcke 2 bis 5 die äußeren Endstellungen erreicht haben und somit die V/egendschaltvorrichtungen 10 bis 13 ansprechen und eine Drehung der Last, beispielsweise im Uhrzeigersinn, erforderlich ist, so beeinflussen die V/egendschaltvorrichtungen 10 bis 13 und die Differentialendschaltvorrichtung 14 den Verstellantrieb 9 und den diagonal gegenüberliegenden Verstellantrieb 6 so, daß sich beide in Rieht ung auf die Ferntriebkatzeinitte zu bewegen, wobei jeder Umlenkrollenblock 5 bzw. 2 einen Verschiebeweg entsprechend dem Abstand des Kontektschalters 16 vom Kontaktschalter 17 zurücklegt, um den begrenzten Drehwinkel C^ zu erreichen.
Entsprechend erfolgt der Bewegungsablauf beim Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn
Sollten sich die Umlenkroller.blöcke 2 bis 5 an der inneren Begrenzung der V/egsndschaltvorrichtung 10 bis befinden, so wird beispielsv/eise das Drehen im Uhrzeigersinn dadurch erreicht, daß der Verstellantrieb
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den Umlenkrollenblock 3 und der diagonal gegenüberliegende Verstellantrieb 8 den Umlenkrollenblock 4 nach außen bewegt, bis die Differentialendschaltvorrichtung 14 den Kontaktschalter 17 berührt, womit der maximale Drehwinkel Odfür das horizontale Drehen der Last im Uhrzeigersinn erreicht wäre.
Entsprechend erfolgt der Bewegungsablauf beim Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn
Die automatische Steuerung der einzelnen Verstellantriebe 6 bis 9 infolge einer zweckentsprechenden Überlagerung der durch den Bedienenden ausgelösten Steuerimpulse mit denen die IVegendschaltvorrichtungen 10 bis 13 und der Differentialendschaltvorrichtung 14 in Verbindung mit den Kontaktschaltern 15; 16; 17 gewährleistet ein Drehen der Last mit den Vorteil der vollen Wirksamkeit der Pendeldämpfung der Last ohne zusätzliche physische oder psychische Anforderungen an den Bedienenden
Ein weiterer Vorteil besteht in der Möglichkeit, durch das gleichzeitige Verfahren der vier Umlenkrollenblöcke 2 bis 5 oder zwei gegenüberliegender Umlenkrollenblöcke 2; 3 bzw. 4; 5 in einer Richtung, eine Feinfahrt auch mit gedrehter Last durchzuführen, ohne die Gesamtmasse der Ferntriebkatze in Bewegung setzen zu müssen.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Ferntriebkatze mit Vorrichtung zum Drehen und zur Pendeldämpfung der Last, insbesondere für Containerkrane, an der mittels vier mindestens in einer Pendelebene zueinander geneigten, über horizontal verschiebbare Umlenkrollen geführten Hubseilzüge eine Lasttraverse in ihren vier Eckpunkten angehängt ist, dadurch gekennzeichnet, daß alle vier Umlenkrollenblöcke (2; 3; 4; 5), die über Wegendschaltvorrichtungen (10; 11; 12;
    13) und eine Differentialendschaltvorrichtung (14) mit Kontaktschaltern (15; 16; 17) gesteuerte Verstellantriebe (6; 7; 8; 9) aufweisen, in einem großen Bereich einzeln oder paarweise auseinander, zueinander oder gleichlaufend verschiebbar auf der Ferntriebkatze angeordnet sind und über die Hubseile über weitere Umlenkrollen einmal mit dem im festen Kranteil vorgesehenen Hubwindwerk und zum anderen mit festen oder einstellbaren Hubseilanschlußpunkten ebenfalls am festen Kranteil in funktioneller Verbindung stehen.
    Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    DD-PS 100 690 (B 66 C, 13/08), 91 714 (B 66 C, 13/04),
    68 749 (B 66 C, 13/06)
    DE-OS 1 908 293 (35 b, 13/06), 2 146 226 (B 66 C, 13/06) SU-PS 300 406 (B 66 C, 11/14)
DD16886973A 1973-02-15 1973-02-15 Ferntriebkatze mit vorrichtung zum drehen und zur pendeldaempfung der last DD102130B1 (de)

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DE3312174C2 (de) * 1983-04-02 1994-02-24 Vulkan Kocks Gmbh Laufkatzen-Seilhubwerk mit Pendeldämpfung
FI124474B (fi) * 2013-03-01 2014-09-15 Konecranes Oyj Nostoköysijärjestely nosturin nostovaunussa

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