DD114899B1 - Verfahren zur Herstellung eines textlien Flächengebilde^ für forrafixierte Bekleidungsstücke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines textlien Flächengebilde^ für forrafixierte Bekleidungsstücke

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Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung eines textilen Fläohengebildes für formfixierte Bekleidungsstücke
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines textilen Flächengebildes für formfixierte Bekleidungsstücke, insbesondere nahtlos geformte Büstenhalterkörbchen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß zur Herstellung büstenforraender Bekleidungsstücke eine kombinierte Textilkunststoffbahn durch eine Verklebungspresse entsprechend geformt und zusammenkaschiert wird. Die so erzeugten Büstensohalen sind Jedoch sehr voluminös und weisen ungenügende Trageeigenschaften auf.
Auoh Gewirke, deren durch Wärme stabilisierbare Fäden zur wahlweisen Verwendung und Härtung einiger Bereiche vorgesehen sind, zeigen ohne Einlage keine ausreichenden und beständigen Stütz- und Formeigenschaften.
Es ist deshalb auch schon bekannt geworden, zur Herstellung nahtlos geformter Büstenhalterkörbchen teilweise vorstreckte Fäden aus 100$ Polyesterseide, synthetische lineare Polyamide oder Kombinationen von Polyamidseide und Polyurethan zu einer Textilbahn zu verarbeiten und diese einem anschließenden Behandeln mit einem hitzehärtbaren, einem thermoplastischen und einem Silicon-Harz zu unterwerfen und einzeln oder gemeinsam mit ebenfalls verformbaren Zwischenschichten aus groben Monofilen einem nachfolgenden Preßvorgang auszusetzen. Bestehen derartig ausgerüstete Büstenhalter aus 100% Polyesterseide, so sind nach dem Waschen deutlich Vergrauungstendsnzen zu verzeichnen. Der Einsatz synthetischer linearer Polyamide oder einer Kombination
von Polyestersaide in Verbindung mit StretohrUckenteilen aus Polyamidseide bzw. Polyamidseide/Polyurethan hat neben Kerstellungsschwierigkeiten derartiger Flächengebilde auch eine Reduzierung des Weißgrados und/oder eine Farbtonverschiebung zur Folge.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der rationellen Herstellung eines textlien Flächengebildes zur nachfolgenden Fertigung nahtlos geformter, waschbeständiger, den Anforderungen und Bedürfnissen der Trägerin entsprechender Büstenhalterkörbchen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Unter Beseitigung der den bisherigen Verfahren anhaftenden Mängel besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein textiles Flächengebilde, insbesondere Gewirke herzustellen und mit einem solohen dehnungselastischem Verhalten auszurüsten und formzufixieren, daß die textil-physikalisohen Parameter der Büstenhalterkörbohen wie, Ausformungshöhe bzw, -umfang, optiecher Ausfall und Paßform, auch noch naoh dem Tragen und '.Vaschen gewährleistet sind.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Kettengewirke aus einer texturierten Polyamidseide gebildet ist. Naoh einem Relaxierprozeß wird es im gespannten Zustand getrocknet. In einem nachfolgenden Arbeitsgang wird ein wärmahärtendes und filmbildendes Vorkondensatharz, beispielsweise ein Harnstofformaldehydharz oder ein Carbamidharz in einer hohen Einsatzkonzentration und unter Verwendung eines Katalysators auf das Kettengewirke appliziert· Der abschließende Spann-Trooknungs-Prozeß erfolgt unterhalb einer Temperatur von 1000C.
Dar Relaxierprozeß erfolgt bei einer Temperatur von 400C und
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während einer Dauer von 20 Minuten.
Die Einsatzkonzentration des Vorkondensatharzes beträgt je nach gewünschter Stabilität des formfixierten Bekleidungsstückes bis zu 600 g/l.
Das Vorkondensatharz weist vorzugsweise eine Aktivsubstanz von 45 bis 60$ auf.
Als Katalysator kommen Ammon- und/oder Metallsalze zum Einsatz.
Das Verfahren zur Herstellung des Gewirkes garantiert neben hoher Rapräsentationsgüte und guten Gebrauohswerteigenschaften eine den Guteanforderungen entsprechende Formbeständigkeit der Büstenhalterkörbchen. Das eingelagerte versteifungsgebende Appret weist bei optisch aufgehelltem Gewirke einen ausgezeichneten Y/eißgrad auf, vermeidet bei gefärbtem Gewirke eine Farbtonverschiebung des BH-Körbchens zur Büstenhaltergrundfläche und verhindert beim Formfixieren den Rüoksprung und die damit verbundenen Größenänderungen bzw. Musterverzerrungen. Die Spezialveredlung der aus 100$ texturierter Polyamidseide bestehenden Gewirke gestattet eine gleichzeitige Auspressung und Kondensier- bzw. Fixierung dreifaoh Übereinander liegender Gewirke teile zu Büstenhaltervorderteilen, ohne daß Unterschiede hinsichtlich textil-physikalischer Kenngrößen zwischen unterer und oberer Formlinglage auftreten und führt neben einer Steigerung der Arbeitsproduktivität gegenüber Qualitäten aus Polyurethan-Anteilen zu einer erheblichen Kosteneinsparung.
Ausführunp.eb ei spiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Um die geforderten Vorbehandlungseffekte und Laufeigenschaften für die nachfolgenden Verarbeitungsstufen der SpezialVeredlung
und Forrafixierung des Gewirkes zu ermöglichen, muß das aus 100% texturierter Polyamidseide bestehende Gewirke ein ganz bestimmtes dehnungs-elastisohes Verhalten als Voraussetzung gewünschter bzw. geforderter textil-physikalischer Parameter aufweisen. Dieses spezifisch dehnungs-elastisohe Verhalten wird durch spezielle Legungskomponenten und insbesondere durch spezifische Fileteinzüge erreicht. Eine große Anzahl offener Maschen und die damit verbundene Fläohendehnung von minimal 80 und maximal 160% ist für den gesamten Veredlungsprozeß und das anschließende Formfixieren von Bedeutung.
Bei dem Verfahren zur Herstellung das textlien Flächengebildes kommen herkömmlich bekannte Applikationsaggregate, gekoppelt mit Spann-Trocken-Einrichtungen, zur Anwendung.
Das Gawirke wird zunächst auf Haspelkufen ohne jegliche Zugbeanspruchung bei Temperaturen von 400C 20 Minuten relaxiert» Die sich anschließende Vorbehandlung - waschen und optisch aufhellen - bzw· - waschen und färben - erfolgt unter produktionsüblichen Bedingungen und mit bekannten Textilhilfsraitteln, optischen Aufhellern und Farbstoffen. Das Gewirke wird entweder 90 Minuten bei Kochteraperaturen optisoh aufgehellt oder mit Dispersions,-Säure- oder Metallkomplexfarbstoffen 45 bis 75 Minuten ohne Nachbehandlung gefärbt und anschließend abgekühlt, geschleudert und zwischengetrocknet.
Die Zwischentrocknungstemperatur soll 1200C nicht überschreiten, da der sonst teilweise eintretende Fixierungseffekt die Affinität des Gewirkes zu dem Versteifungsgebenden Appret reduzieren könnte.
Im Spannaggregat erfolgt unter Einhaltung einer Laufgeschwindigkeit von 20-30m/min und einer Voreilung von 30-40% bei 1200C eine Stabilisierung des Gewirkes. Auf einem Foulard wird dem Gewirke nachfolgend ein die Aktivsubstanz von 45 bis 60% aufweisendes Harnstofformaldehydhara in einer Konzentration bis zu 600 g/l appliziert, wobei der Abquetscheffekt des Foulards 80-100% und die aufgelagerte Appreturmenge pro m Flächen-
gebilde in Relation zur Einsatzkonzsntration und zum Abquetscheffekt bis zu 30g beträgt. Die als Katalysator wirkenden Ammon- und Metallsalze reagieren als Auslöser und Beschleuniger der Reaktion zwischen dem Appret und dem Gewirke und werden, bezogen auf die Konzentration des Formaldehydharzes, mit 3% eingesetzt.
Die Überführung der Gewirkebahn vom Foulard zum Trocken- und Spannaggregat muß einen faltenfreien V/arenlauf und minimalen Längszug gewährleisten» Um beim späteren Ausformen die erforderliche Ausformsteife zu garantieren und Musterver-Zerrungen auszuschließen, erfolgt hierbei ein konischer Einbzw. Auslauf der Gewirkebahnen.
Die sich anschließende Trocknung wird bei Temperaturen von maximal 1000C und einer Warengeschwindigkeit von 5-15 m/min während einer Kontaktzeit von 30-45s durchgeführt. Unter Berücksichtigung einer maximalen Voreilung variieren die Breiten auf dem Spannrahmen in den Grenzen von 100-160 cm. Das Flächengebilde weist in Querrichtung nahezu 50?o und in Längsrichtung nahezu 305b Dehnung auf. Die Umluftgeschwindigkeit im Trocken- und Spannaggregat wird so gering als möglich gehalten, da es sonst zu einem Ausblasen der Restfeuchte in Verbindung mit dem
eingelagerten Appret kommen und die Einlagerungsmenge pro m sowie der gewünschte Versteifungseffekt für das Formfixieren reduziert werden könnte. Das Flächengebilde verläßt den Spann-Trocknungsprozeß mit einer Restfeuchte von 20-25&.
Da eic nach dem Spannen erfolgendes Aufrollen der relativ heißen Gewirkebahnen zu einem Wärmestau und einer nicht vertretbaren Vorkondensierung der versteifungsgebenden Appretur führen würde, ist es erforderlich, daß dem Trocknen und Spannen als Aufmachungsform ein faltenfreies, kantengleiches Vertäfeln folgt.
Dia Zeitspanne zwischen der Applikation des Apprets und der Verarbeitungsstufe Stanzen wird, um eine duroh Zeitreaktionen
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entstehende teiweise oder völlige Auskondensierung der appretierten V/are auszuschalten, so kurz als möglich gehalten.
Der Formfixierprozeß erfolgt vorteilhaft durch Anwendung eines Preßdruckes von 4 kp/cm bei Temperaturen von 170 2000C während einer Kontaktzeit von 30 - 45s mit doppelter oder dreifaoh6r· Formlingauflage.
Damit sioh der unter den genannten Temperaturen bildende und kondensierende Appretfilra abkühlt und verhärtet, erfahren die formfixierten Büstenhalterkörbchea durch eine abschließende, optimal kurze Kühlzeit eine Schreckstabilisation.
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Claims (4)

  1. Erfindimgsansprüoha
    1. Verfahren zur Herstellung eines textlien Flächengebildes für formfixierte Bekleidungsstücke, insbesondere nahtlos geformte BUstenhalterkörbchen, wobei auf ein Kettengewirke aus thermoplastischen Fäden ein Appret in einer wässrigen Lösung aufgeklotzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dae Kettengevrirke aus einer texturierten Polyairddssida gebildet ist und nach einem Relaxiorprozeß im gespannten Zustand getrocknet wird und daß in einem nachfolgenden Arbeitsgang ein wärmehärtendes und filmhiidondes Vorkondensatherz, beispielsweise ein Harnstofformaldehydhars oder ein Carbamidhars in einer hohen Sinsatskonzentration und unt&r Verwendung einos Katalysators auf das Kettengewirke appÜ7,iert wird und der abschließende Spann-Trocknunga-Prozeß unterhalb einer Temperatur von 1000C erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Relaxicrprozeß bei einer Temperatur einer Dauer von 20 Minuten erfolgt.
    Relaxicrprozeß bei einer Temperatur von 400C und während
    j. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatakousentratiou des Vorkondensatharzes, je tiach gewünschter Stabilität des formfixierten Bekleidungsstückes, bis zu 600 g/l beträgt·
  3. 4. Verfahren nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorkondensatharz vorzugsweise aine Aktivüubstanz von 45 bis 6O^ aufweist.
  4. 5. Verfahren nach Punkt i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator Amraon- und/odsr Metallsalze zum Einsatz kommen.

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