DD116481B3 - Bahnoberbau, insbesondere fuer strassenbahnen - Google Patents

Bahnoberbau, insbesondere fuer strassenbahnen

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Description

Bahnoberbau» insbesondere flir Straßenbahnen
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung bezieht eich auf einen Bahnoberbau mit zugleich die Straßenoberfläche bildenden, vorgefertigten Gleistragplatten aus Stahlbeton, die Schienenkanäle aufweisen, deren Querschnitte nach unten zunehmen und in denen die Schienen elastisch gebettet und seitlich elastisch abgestützt sind·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen;
Aus der DE-AS 1 809 955 1st ein derartiger Bahnoberbau bekannt· Zur elastischen Abstützung und Einbettung der Schienen dient Kunstharz, das aus zwei Komponenten besteht· Da das Kunstharz aua mehreren Komponenten besteht, kann es nur im plastischen Zustand in das Gleisbett eingegossen werden, so daß das Verfahren eine gewisse Trocknungs- bzw· Abbindezeit erfordert· In der DE-AS 1 809 955 erfolgt ein Hinweis auf die Möglichkeit, die Abbindungadauer bzw. Trocknungszeit mit Hilfe einer Thermobehandlung zu beschleunigen.
- 2 -Die betriebsmäßige Benutzung der Fahrbahn ist aber erst
erheblich erhöht wird· Da Schienenwechsel infolge der natürlichen Abnutzung oder sonstigen Schadhaftwerdens notwendig sind, wird in der DE-AS zur Entfernung des Kunstharzes vorgeschlagen, diesen mit chemischen Mitteln aufzulösen·
Dieses Verfahren ist jedoch wiederum zeitaufwendig und die Fahrbahn ist während der Arbeit unbrauchbar· Auch aus den DE-PS1η 832 908 und 840 099 sind bereits Lösungen einer elastischen Schienenlagerung für Straßenbahnen bekannt, bei denen zur seitlichen Einfassung der Schienen im Schienenkanal elastische Profilstreifen verwendet werden· Diese Lösungen beziehen sich jedoch auf das direkte Verlegen bzw· den Bau von Straßenbahngleisanlagen im Zusammenhang mit dem Bau von Straßen und sind für eine rationelle Vorfertigung und montage nicht geeignet· Außerdem sind neben dem eigentlichen elastischen Profilstreifen zur seitlichen Einfassung, der in seiner Herstellung wesentlich aufwendiger ist, zusätzliche Streifen aus elastischem Material (DE-PS 840 099) bzw. zusätzliche Gummi profilleisten (DE-PS 832 908) erforderlich, durch die der Aufwand in der Fertigung und der Montage ebenfalls erhöht wird«
Eine Gleistragplatte wird auch bei der DE-AS 1 935 531 verwendet» Zur Schienenhalterung werden die üblichen Halterungsvorrichtungen in einer speziellen Anordnung angewendet, um die Breite des in der Schwelle angebrachten Kanals am günstigsten gestalten zu können· Bei dieser Lösung werden traditionelle Schienen angewendet; die Befestigung findet mit Schraubenverbindung statt und es handelt sich ausdrücklich um Hiveauübergänge. Die neben den Schienen parallel laufende Rille, wo Müll und Schmutzstoffe aufgefangen werden, beansprucht eine kontinuierliche und erhöhte Reinigung·
-3-
Aus den DE-GM*η 1 861 047 und 1833 243 sind ferner üchienenkanäle bekannt, deren Querachnitt ein zumindest angenähertes, sich über die gesamte Tiefe erstreckendes, symmetrisches Trapez ist, wobei die lange Parallelseite unten liegt.
ZJeI 1 der Erfindung:
Durch die Erfindung werden die vorstehend aufgezeigten Mängel beseitigt und eine Lösung vorgeschlagen, die eine rationelle Vorfertigung und Montage von Straßenbahngleisanlagen gestattet und unmittelbar nach dem Bau oder der Reparatur eine Benutzung der Straße durch den Verkehr gewährleistet·
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Aufgabe der Erfindung ist es, den Bahnoberbau der eingangs genannten Art so auszubilden, daß ein schneller Ein- und Ausbau der Schienen möglich und gleichzeitig eine elastische Lagerung der Schienen nach dem Einbau gewährleistet ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Rillenschienen blockförmige Schienen mit abgesehen von der Rille und einem verbreiterten Schienenfuß rechteckigem Querschnitt sind und die seitlich abstützenden und verankernden Profilstreifenanordnungen aus jeweils nur einem Profilband bestehen, das mit seiner Grundfläche an die vom Schienenfuß gebildete Schulter und mit seinen Seitenflächen einerseits an die lotrechte Schienenflanke und andererseits an die einen Trapezschenkel bildende Seitenwand des Schienenkanals angelegt ist·
Aus der erfindungsgemäßen Lösung ergeben sich die nachfolgenden Vorteile:
- die einen bedeutenden Wartungsaufwand beanspruchende Schraubenverbindung erübrigt sich,
- der zwischen der Gleistragplatte und der Schiene vorgesehene Kanal ist unnötig geworden,
- durch die Anwendung des elastischen Abbindungsmaterials ist die Möglichkeit des Wassereintritts ausgeschlossen,
- der Aufbau und die Wartung sind schnell durchzuführens
- der Ausbau eines provisorischen Gleises ist nicht erforderlich,
- der Bahnkörper kann als Verkehrsstraße benutzt werden,
- der Bahnbau findet ohne wesentliche Umlenkung des Verkehrs statt,
- der gesamte Bahnbauproζeß kann mechanisiert werden,
- die Spurliniekorrektion wird unter wiederholter Anwendung der Platte durchgeführt·
Ausführungjsbeispiel:
Die Erfindung wird anhand eines vorteilhaften Ausführungsbeispiels, mit Hilfe der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert· Es zeigen:
Pig· 1 den Querschnitt durch die Gleistragplatten eines Doppelgleises,
Pig· 2 den Abschnitt "A" der Pig· 1 in vergrößertem Maßstab·
An den entsprechend planierten, niveauregulierten Boden ist auf dem dichten Gleisbett 6 eine dünne Sandschicht aufgebracht, die die Bettungeschicht 7 bildet· An der erwähnten Bettungsschicht 7 liegt die Gleistragplatte 2 auf, in deren vertikalen Ausnehmungen die Schienenkanäle 3 ausgestaltet sind. Sie Schienenkanäle 3 breiten sich ihren Querschnitten nach unten aus· In den Schienenkanälen, an deren unteren horizontalen Fläche, an
dem Gummiband 4 liegt die Schiene 1, die durch eingepreßtes Gummiband 5 in einer entsprechenden Stellung gegenüber dem Schienenkanal gehalten wird.
Nach dem Verlegen der Gleistragplatte 2 wird der Schienenstrang mit Hilfe eines Kranes in den in der Betonplatte ausgearbeiteten Schienenkanal 3 eingelegt, wohin das Gummiband bereits vorher eingefügt worden ist· In der Bahn selbst kann das Zusammenschweißen auf zweierlei Weise durchgeführt werden· Wird eine dünne Kupferplatte (1mm stark) im voraus eingelegt, kann die Schweißnaht unter unbedeutender Veränderung der Gummiplatte aufgetragen werden, oder es können die Schienenstränge in einer Länge von je 6 m aus dem Kanal der Betonplatte herausgehoben werden, wodurch die Lichtbogenschweißung ohne weiteres durchgeführt werden kann·
Die Breite des als Unterlage dienenden gerippten Gummibandes 4 entspricht dem Schienenfuß, die Dicke beträgt 10 mm, die Länge wird durch die praktische Handhabung bestimmt· Nach dem Verlegen der Gleistragplatten können die aufgerollten Bänder in dem gereinigten Kanal ohne etwaige Schwierigkeit abgelegt werden·
Die Abmessungen des Gummibandes 5 sind in der Weise festgelegt, daß einerseits das mit einer Spezialeinrichtung erfolgende Einpressen möglich ist, andererseits aber auch eine entsprechende Preßwirkung in der Lücke zwischen dem Schienenstrang und dem Betonkanal ausgeübt wird.
Bei Versuchen hat sich gezeigt, daß der Widerstand gegen Dilatation viel besser ist, als bei andersartigen Befestigungen, die Länge der "atmenden Strecken" ist recht kurz. Die Befestigung bietet eine entsprechende Elastizität gegen die Seltensteße, jedoch überschreitet das seitliche Ausweichen die 2 - 3 mm nicht· Infolge der
-6-
köilartigen Verklemtntmg ist ein sicherer Widerstand gegen die Schienenversetzung in der Höhe gewährleistet, gleich*· zeitig ist die Elastizität in vertikaler Richtung sichergestellt und die Fugenausfüllung eliminiert den Wassereintritt·
Neben der oben beschi'iebenen ausgezeichneten Preßwirkung kann das Gummiband 5, falls es an einem Punkt mit einem entsprechenden Werkzeug ausgehoben wird, sogar mit der Hand ausgezogen werden, da das Band aus der engen Lücke herauskommend, sich selbst dehnt und einen geringen Widerstand leistet. Dadurch wird das schnelle Ausheben des Gummibandes und des Schienenstranges möglich, wobei der Schienenwechsel ohae Zerlegen der übrigen Teile der Gleiskonstruktion stattfinden kann·
Das maschinelle Einpressen des Gummibandes 5 erfolgt mit einem entsprechenden Einzweck-Pahrzeug.
-7-

Claims (1)

  1. Erfindungsanßpruch:
    Bahnoberbau, insbesondere für Straßenbahnen, bestehend aus einer elastisch gelagerten Rillenschiene und vorzugsweise aus Stahlbeton vorgefertigten, die Straßenoberfläche bildenden Gleistragplatten, in denen Schienenkanäle mit einem zumindest angenäherten s sich über die gesamte Tiefe erstreckenden, symmetrisch-trapezförmigen Querschnitt, dessen lange Seite unten liegt, ausgebildet sind und der Schienenkb'rper mit seinem Schienenfuß auf einer elastischen Unterlage in diesen Kanälen verlegt und seitlich mittels gesonderter elastischer Profiletreifenanordnungen eingefaßt ist, gekennzeichnet dadurch, daß die Rillenschienen (1) blockförmige Schienen mit, abgesehen von der Rille und einem verbreiterten Schienenfuß, rechteckigem Querschnitt sind und die seitlich abstutzenden und verankernden Profilstreifenanordnungen aus jeweils nur einem Profilband (5) bestehen, das mit seiner Grundfläche an die vom Schienenfuß gebildete Schulter und mit seinen Seitenflächen einerseits an die lotrechte Schienenflanke und andererseits an die einen Trapezschenkel bildende Seitenwand des Schienenkanals (3) angelegt ist·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnung

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