DD123532B1 - Herstellung von Weinessig - Google Patents

Herstellung von Weinessig

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Die Erfindung betrifft die Gewinnung von Weinessig auf emersen vorzugsweise submersen Produktionsanlagen. Es ist bekannt, daß Weinessig aus Essiggrundwein auf emersen oder submersen Produktionsanlagen hergestellt werden kann. Der hierfür als Rohstoff erforderliche Essiggrundwein wird ausschließlich importiert, da er bezüglich des Extrakt- und .Äthylalkoholgehaltes bestimmte Forderungen erfüllen muß. Der Essiggrundweinimport ist z.Z. die einzige Rohst offgrundlage für die Weinessigherstellung und ist mit erheblichen ökonomischen Aufwendungen verbunden.
Bei der V/einbrennerei zur Herstellung von Weindestillaten bleibt bei der Destillation ein Rückstand, der kontinuierlich aus der Destillationsanlage abfließt und als nicht verwendbarer Rückstand in die Kanalisation geleitet wird. Mit der Einleitung des Destillatrückstandes werden die Vorfluter mit extraktreichen Verunreinigungen erheblich belastet bzw. es ist eine sehr auf v/endige Klärung des Ablaufes erforderlich. Die Destillationsrückstände enthalten alle vorher im Brennwein enthaltenen Extraktstoffe, so daß damit die qualitativen Forderungen hinsichtlich des Extraktgehaltes bei Weinessig erfüllt werden. In den Destillationsrückständen sind die Aromenträger der Substanzen enthalten, die dem Weinessig die arteigene Weinnote bezüglich Geruch und Geschmack verleihen.
Eingehend durchgeführte Versuche und Prüfungen haben gezeigt, daß bei Verarbeitung von Destillatrückständen ein Weinessig hergestellt werden kann, der dem aus Essiggrundwein hergestellten Weinessig gleichwertig ist.
Die Destillatrückstände fallen bei der Weinbrennerei ohne Alkohole an, da diese dem Wein bei der Herstellung entzogen werden. Damit diese Rückstände auf biologischem Wege zu Weinessig verarbeitet werden können, ist vor der Verarbeitung ein Zusatz von Äthylalkohol erforderlich. Zur Herstellung
eines Weinessigs mit 10 g Säure/100 ml ist ein Zusatz von mindestens 11 % Äthylalkohol notwendig. Dieser mit Äthylalkohol angereicherte Destillatrückstand kann auf submersen und ermersen Produktionsanlagen zu Weinessig verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. -з-
    Patentanspruch
    Herstellung von Weinessig auf biologischem Wege durch oxydative Gärung alkoholhaltiger Flüssigkeiten, gekennzeichnet durch die Verwendung des bei der Weindestillabion zurückbleibenden und im wesentlichen aus Kohlehydraten, Glycerin, nichtflüchtigen Säuren, Stickstoffverbindungen, Gerb-, Färb—, Mineral- und Bukettstoffen bestehenden alkoholfreiem Weinextrakt und diesem im erforderlichen Verhältnis zugesetzten Äthylalkohol·

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