DD126288B1 - Luftroehrenstuetze nach laryngektomie - Google Patents

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DD126288B1
DD126288B1 DD19331876A DD19331876A DD126288B1 DD 126288 B1 DD126288 B1 DD 126288B1 DD 19331876 A DD19331876 A DD 19331876A DD 19331876 A DD19331876 A DD 19331876A DD 126288 B1 DD126288 B1 DD 126288B1
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Kurt Dietzel
Kurt Kasiske
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Kurt Dietzel
Kurt Kasiske
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Description

der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Luftröhrenstütze zur Nachbehandlung des Trachealrohres nach Kehlköpfentfernung. Sie gewährleistet ein weites Tracheostoma bei Kranken bis zur Heilung und Stabilisierung»
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Nach einer Kehlkopfentfernung ist eine komplikationslose Heilung der eingenähten Luftröhre anzustreben, da sie den Kranken vor einer Wundeiterung oder Fistelbildung verschont und ihm ermöglicht, bald wieder in natürlicher Weise Nahrung aufzunehmen. Die schnelle 7/undh.ellung gestattet eine frühzeitige Nachbestrahlung und zeitiges Beginnen mit der Ersatzsprache.
Zur Luftröhrenoffenhaltung werden verschiedene KanülenQodelle verwendet· Die bisher bekannten Kanüleηmodelle sind im Prinzip ein rundes, vollständig geschlossenes und in der Lumenform, und -weite unveränderliches Bohr. Der Nachteil aller dieser Kanülenformen besteht darin, daß sie die funktionelle Anatomie des Trachealrohres außer acht lassen. Sie behindern die Expektoration, weil sie als Vollrohr nur einen Teil des auf der Einterwand herausgleitenden Sekretes aufnehmen· Der zwischen Kanüle und Hinterwand geratene Teil des Sekretes fließt zurück und reizt zu neuem Husten (Heflexbronchitis). Jeder neue Hustenstoß belastet aber die Nähte und gefährdet die Wundheilunge Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Nachbehandlung nach Kehlkopfentfernung su verbessern und das Tracheostocia ausreichend weit und genügend stabil gegen die Belastungen unter der Beatmung und beim Husten sowie gegen den Druck
benachbarter Organe, z.B. der Schilddrüsenlappen, zu machen. Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Luftröhrenstütze zu entwickeln, mit der es möglich ist, das Tracheostoma und die angrenzenden Tracheairinge so zu stützen, daß die Tracheahinterwand freibleibto
Zur Lösung der Aufgabe wird ein Einsatzstück vorgeschlagen, das in seinem Querschnitt nur einen 3/4- Hing bildet, d.h. die Hinterwand der stützenden Knorpelringe frei läßt,und das an seiner Oberseite einen kragenförmigen Band mit Perforationen für das Verknüpfen von Fäden über einem losen, dem Kragen entsprechenden Paßstück besitzt«
Nach dem Knüpfen der Trachea-Haut Nähte wird das Einsatzstück eingesetzt. Die geknüpften Fäden werden an korrespondierenden Stellen ohne Spannung durch die Perforationen im kragenförmigen Band durchgezogen und über das mit Kerben versehene Paßstück nochmals locker verknüpft» Auf diese Weise wird das Einsatzstück ohne Druck oder Spannung durch die Nähte in seiner Lage gehalten, ohne daß die Nähte selbst noch zusätzlich belastet werdeno
Der untere Eand des Luftröhrenverbandes ist so profiliert, daß die Seiten der Luftröhre gestützt werden und der mittlere vordere Teil der Luftröhre reizlos entlastet wird. Die abstützenden Teile wirken nur auf kleine Areale der Knorpel und schonen damit die Schleimhaut. Die Stützwirkung besteht hauptsächlich nach den gefährdeten Seitenpartien und läßt dabei die Hinterwand (Sputumstraße) frei.
Die Stomapflege muß - wie bei allen bekannten Kanülen - darauf gerichtet sein, in den ersten Tagen eine Verkrustung zu verhüten. Da die Luftröhrenstütze im Stoma befestigt ist, braucht sie nicht - wie bei allen anderen Kanülen - durch ein Halsband fixiert zu v/erden. Damit erleichtert sich die Verbandstechnik
Dasibsaugen und die Bronchialtoilette sind nicht behindert; da die Expektoration in voller Masse bei einem Hustenstoß ungehindert über die Hinterwand herausgleiten kann, laufen Husten und Expektorationsvorgang in normaler Weise und nur unter geringster Belastung ab; damit wird das Operationsgebiet nur minimal belastet und die Bronchitis kommt schnell
4-0 zum Abklingen.
Ausführungsbeispiel
Die Erf iadung wird anschließend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert· Es zeigen:
Fig. 1: Luftröhrenstütze mit Paßstück Fig. 2: Luftröhrenstütze in situ
Ein Grundkörper 1 bildet ein offenes Bohr mit einem Querschnitt eines 3/4--Binges entsprechend der Form eines Luftröhrenknorpels ·Δη seiner Oberseite ist er mit einem kragenforrnigen Band 2 versehen, der an mehreren Stellen eine Perforation 3 besitsto An seiner Unterseite besitzt er eine funktionsgerechte Profilierung 4, die mittig zurück und an den Seiten verlängert ausgebildet iste
Zur Erfindung gehört ein dem kragenförmigen Band 2 entsprechendes Paßstück 5» das der Perforation 3 angepaßte Einkerbungen 6 besitzt.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Luftröhrenstütze nach Laryngektomie mit vollständig geschlossenem und in der Lumenform und -weite unveränderlichem Bohr, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftröhrenstütze aus einem Grundkörper und einem Paßstück besteht, wobei der Grundkörper im Querschnitt einen 3/4-Hing bildet, der zur Kahtfixierung einen kragenförmigen, perforierten Rand besitzt und das Paßstück in gleichem Abstand zur Perforation des Sandes des Grundkörpers gekerbt ist.
    Hierzu_aL_$eiten Zeichnungen
DD19331876A 1976-06-11 1976-06-11 Luftroehrenstuetze nach laryngektomie DD126288B1 (de)

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