DD128481B1 - Abschaltvorrichtung fuer schnellverseilmaschinen - Google Patents

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DD128481B1 DD19502576A DD19502576A DD128481B1 DD 128481 B1 DD128481 B1 DD 128481B1 DD 19502576 A DD19502576 A DD 19502576A DD 19502576 A DD19502576 A DD 19502576A DD 128481 B1 DD128481 B1 DD 128481B1
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Claus Listner
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Claus Listner
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Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Abschaltvorrichtung für Schnellverseilmaschinen, deren Rotore aus mehreren Rohrschüssen zusammengesetzt und mittels Laufringen auf Tragrollen gelagert sind, wobei die Ablaufspulen innerhalb des mit Beschicköffnungen versehenen Rotors auf frei pendelnd angeordneten Spulenträgern gelagert sind·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Abschaltvorrichtungen für Schnellverseilmaschinen sind in vielen Variationen und somit in größerer Anzahl bekannt· Die meisten der bekannten Abschaltvorrichtungen sollen den Antrieb der Verseilmaschine beim Reißen eines der zu verseilenden Drähte abschalten« Diese Abschalteinrichtungen sind hier jedoch nicht gemeint·
Das Bestreben der Verseilindustrie, die Leistung der Verseilmaschinen zu vergrößern, führte dahin, daß die Drehzahlen der Verseilrotore weiter erhöht wurden· Nachteilig hierbei ist der Umstand, daß durch die Drehzahlerhöhung an den Verseilrotoren Schwingungen auftreten, die bei ungünstigen Bedingungen Schäden an den Verseilmaschinen verursaohen· Die unzulässigen Schwingungen haben ihre Ursachen zum Teil in fertigungstechnischen Ungenauigkeiten und den damit verbundenen Unwuchten sowie in der Lagerung der Spulenträger* Besonders gefährlich sind daher Schwingungen, die durch umlaufende Spulenträger (Lagerschäden) auftreten«
Um diese Schwingungen nicht auf die Fundamente zu Übertragen, hat man Schnellverseilmaschinen der kleineren Bauart elastisch auf dem Sundament befestigt. Weiterhin wurde das die Lagerung des Botors aufnehmende Oberteil der Schnellverseilmaschine nochmais gegenüber dem Unterteil auf diesem elastisch gelagert* Diese Ausführung gemäß DL-PS 56 1771 EPK D 07 Ъ (73, 1/08) wurde dazu ausgenutzt, um beim Überschreiten einer den zulässigen Wert überschreitenden Schwingungsamplitude einen Schaltimpuls auszulösen·' Das wurde in der Weise erreicht, daß neben der Verseilmaschine mehrere schwingungsfreie Ständer angeordnet wurden, die im Bereich des oberen Gehäuseteiles mit Endschaltern ausgerüstet sind· Der Abstand der Schalthebel zum Maschinengehäuseoberteil ist dabei so bemessen» daß beim Überschreiten der zulässigen Schwingungsamplitudö der Endschalter
15. betätigt und die Verseilmaschine stillgesetzt wird· Diese Einrichtung zum Abschalten ist zwar recht einfach, hat aber noch eine Reihe von Nachteilen, So ist diese Einrichtung nur für kleine elastisch gelagerte Schnellverseilmaschinen eineetzbar· Zum anderen verändern sich häufig die Kontakt abstände durch die elastische Lagerung des Maschinenoberteils zum Unterteil und müssen nachgestellt werden· Das heißt aber andererseits, daß diese Abschaltung ohne ständige Wartung nicht völlig zuverlässig arbeitet· Pur größere Schnellverseilmaschine^ die infolge der großen Massen nicht mehr elastisch gelagert werden können, ist diese Art der Ab schalt einrichtung nicht verwendbar*
Ziel der Erfindung
Durch die Erfindung sollen bei größeren Sohnellverseilmaschinen Lager- und Rotorschäden durch unzulässige Schwingungen vermieden werden·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht darin, eine Abschaltvorrichtung zu entwickeln, die bei auf !Pragrollen gelagerten größeren Schnallverseilmasohinen anwendbar ist und auf Schwingung des Verseilrotors beim Überschreiten einer zulässigen Schwingungsamplitude anspricht«
Die Erfindung löst diese technische Aufgabe dadurch, daß oberhalb des jeweiligen Laufringes des Verseilrotors in der Schutzhaube eine Grundplatte befestigt ist, auf der mittels einer Drehachse ein doppelseitiger Hebel gelagert ist, dessen eines Hebelarmende einen verstellbaren auf die Lauffläche des Laufringes gerichteten Taststift aufweist und" das andere Hebelarmende als breite, um 90° von der Grundplatte weggebogene Platte ausgebildet ist und damit einen, bezogen auf die Drehachse, zweiseitigen Hebel bildet, dessen eines Hebelarmende über eine Zugfeder mit einem verstellbaren Anschlag der Grundplatte verbunden ist, während am anderen Hebelarmende der Platte ein auf der Grundplatte befestigter, mit dem Antriebsstromkreis der Verseilmaschine leitungsmäßig verbundener Mikrotaster anliegt.
Wird durch unzulässige Schwingungen des Verseilrotors der mit seinem Ende dicht am Laufring, liegende laststift aus seiner Ruhe gebracht, dreht er den doppelseitigen Hebel um seine Drehachse und betätigt damit den Schaltkontakt des Mikrotasters Dieser unterbricht den Antriebsstromkreis der Verseilmaschine und löst den Bremsvorgang aus·1
Ausführungsbeispiel
Anhand der beiliegenden Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden· Es bedeuten:
Fig» 1 ein (Ceil des Verseiimasciiinenrotors in Seitenansicht Fig· 2 eine Einzelheit χ nach Fig· 1 im vergrößerten Maßstab·
Der Verseilrotor 1 besteht aus mehreren Bohrschüssen, die drehstarr miteinander verbunden sind und meist an den Verbindungsetellen einen Laufring 2 aufweisen, der auf (Dragrollen 3 gelagert ist» Im Bereich des Laufringes 2 ist der Verseilrotor
ЗО von einer Schutzhaube 4 umgeben* Im Oberteil der Schutzhaube 4 ist die Abschaltvorrichtung angebracht« Sie besteht aus einer an der Wandung der Schutzhaube 4 befestigten Grundplatte 5» auf der ein doppelseitiger Hebel 6 auf einer mit der Grundplatte 5 lest verbundenen Drehachse 7 gelagert ist·· An dem einen Ende des Hebels δ ist ein als Gewindespindel ausgebildeter Taststift 8 so angeordnet, daß sein freies Ende auf den Umfang des Laufringes 2 gerichtat ist, Mittels der auf der
Grundplatte 5 befestigten Spindelmutter 9 läßt sich der Abstand zwischen Taststiftend© und Lauffläche des Lauf ringes 2 beliebig einstellen« Das andere Ende des Hebels 6 ist als breite um 90° gebogene Platte 10 ausgebildet, wobei die Platte 10 senkrecht zur Grundplatte 5 steht und für sich, bezogen auf die Drehachse 7, einen zweiseitigen Hebel bildet·1 Die eine Hebelseite der Platte 10 wird durch eine Zugfeder 11 gegen einen auf der Grundplatte 5 befestigten aber verstellbaren Anschlag 12 gepreßt· Damit wird die Normallage des Hebels 6 festgelegt· An der anderen Hebelseite der Platte 10 liegt der Schaltstoßel 13 eines auf der Grundplatte 5 befestigten iäikrotasters 14 an. Der letztere ist leitungsmäßig mit dem Antriebsstromkreis der Schnellverseilmaschine verbunden· Mittels eines Drehknopfes 15 kann der laststift 8 leicht gedreht werden· Die Wirkungsweise der Abschaltvorrichtung ist folgendermaß en ι Wenn der Verseilrotor 1 durch irgendwelche Ursachen nicht mehr ruhig läuft, d« h·; auf der Tragrollenlagerung zu springen anfängt', so wird der Abstand zwischen Taststift 8 und Lauffläche des Laufringes 2 überbrückt· 1st der Schwingungsanschlag entsprechend groß, muß der Taststift 8 ausweichen und dreht den doppelseitigen Hebel 6 um die Drehachse ?·' Dabei wird der Behältstö3el 13 des Mikrotasters 14 betätigt und der Antriebs«· etrümkreis der Verseilmaschine unterbrochen· Gleichzeitig wird der Bremsvorgang ausgelöst· Die neue Abschaltvorrichtung ist bei allen ähnlich gelagerten Betriebszuständen verwendbar· Da sie von keiner Fliehkraftbelastung abhängig ist, unterliegt sie kaum dem Verschleiß und bleibt fast unbegrenzt funktionsfähig*

Claims (1)

  1. ErfindunR3anspruch
    1„ Abschaltvorrichtung für Schnellverseilmaschine^ deren Rotore aus mehreren Rohrschüssen zusammengesetzt und mittels Laufringen auf Tragrollen gelagert sind« wobei die Ablaufspulen innerhalb des mit Beschicköffnungen versehenen Rotors auf frei pendelnd angeordneten Spulenträgern gelagert sind, gekennzeichnet dadurch» daß oberhalb des jeweiligen Laufringes (2) des Verseilrotors (1) in der Schutzhaube (4) eine Grundplatte (5) befestigt ist, auf der mittels einer Drehachse (7) ein doppelseitiger Hebel (6) gelagert ist, dessen eines Hebelarmende einen verstellbaren auf die Lauffläche des Laufringes (2) gerichteten Taststift (8) aufweist und das andere Hebelarmende als breite, um 90° von der Grundplatte (5) weggebogene Platte
    (10) ausgebildet ist und damit einen, bezogen auf die Drehachse (7)t zweiseitigen Hebel bildet, dessen eines Hebelarmende über eine Zugfeder ('H) mit einem verstellbaren Anschlag (12) der Grundplatte (5) verbunden ist:V während am anderen Hebelarmende der Platte (10) ein auf der Grundplatte (5) befestigter, mit dem Antriebsstromkreis der Verseilmaschine leitungsmäßig verbundener Mikrotaster anliegt >
    Hierzu c$ Seiten Zeichnungen
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