DD128498B1 - Flachstrickmaschine - Google Patents
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Description
195764
Flachstrickmaschine
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft eine Flachstrickmaschine mit zwei hintereinander angeordneten Nadelbettenpaaren, am Ende eines jeden Nadelbettenpaares befindlicher Fadentrennvorrichtung sowie einer Vielzahl in einer Richtung umlaufender Strickschlitten, welche je mit einen oder mehreren Fadenführern und mit diesen fest verbundener Fadenklemme versehen sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Aus der DL-PS 125 424 ist es bereits bekannt, auf Flachstrickmaschinen mit umlaufenden Strickschlitten mit normalem Fadenführer Pluscngastricke herzustellen. Dabei v/erden auf dem einen nadelbett mustergemäß Plüschhenkel gebildet, während auf dem anderen Nadelbett dieser Faden fortlaufend Henkel bildet. Hit den folgenden Strickschlitten v/erden diese Plüschhenkel dann abgebunden und mit dem dritten Strickschlitten schließlich von vorla.ufenden Absprengteilen abgesprengt. Kit diesem dritten Strickschlitten beginnt der Zyklus von vorn.
Diese Lösung ermöglicht zwar die Herstellung von Plüschgestricken auf Flachstrickmacchinen mit umlaufenden Strickschlitten ohne wesentliche Zusatzeinrichtungen, erfordert jedoch nach jeder Henkelplüschreihe eine Zwischenreihe. Die Plüschhenkelfolge ist somit nicht sehr dicht, außerdem liegt die Leistung im Vergleich zu Gestricken mit R/R-Bindung niedriger.
195754
Zur Herstellung von Plüschgestrick auf Flachstrickmaschinen mit hin- und hergehendem Strickschlitten ist die Verwendung eines zweiten Fadenführers allgemein üblich· Dabei ist auf der Fadenführerschiene ein zusätzlicher Spezialfadenführerkasten angeordnet, welcher das Plüschnüßchen trägt, sowie weiterhin ein Spezialbürstenhalter und Spezialaufläufer. Das Plüschnüßchen wird dabei soweit wie möglich in den Raum zwischen dem Nadelrücken der die Plüschhenkel bildenden Nadel und dem Abschlagkamm einjustiert, so daß der von diesem Nüßchen mitgeführte Grundfaden kurz vor dem Schließen der Nadelzungen in den Nadelkopf eingelegt wird. Plüsch- und Grundfaden bilden gemeinsam eine Hasche (Wirkerei- und Strickereitechnik 7/1975 S. 418 ff).
Diese Lösung ist jedoch auf Flachs trickmaschinen mit umlaufenden Strickschlitten nicht anwendbar, da auf diesen eine völlig andere Fadenführerbewegung vorliegt.
Ziel der Erfindung:
Es ist da3 Ziel der Erfindung, an Flachstrickmaschinen mit umlaufenden Strickschlitten bei der Herstellung von Henkelplüsch die Leistung zu steigern, die Plüschreihen ohne Zwischenreihen aufeinanderfolgend herzustellen und die Plüschhenkelfolge dichter zu gestalten.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, an einer Flachstrickmaschine der obengenannten Art zur Herstellung von zweifädigem Henkelplüsch einen Zusatzfadenführer pro Strickschlitten ohne Veränderung von dessen Grundabmessungen anzuordnen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder Strickschlitten, auf den waagerechten Schlittenbacken an einem U-förmigen Halter befestigt, einen hinter den angetriebenen Nadeln des senkrechten Nadelbettes federnd in einer senkrechten Lage zum waagerechten Nadelbett und neben dem Grundfadenführer befindlichen an sich bekannten Zusatzfadenführer aufweist, dessen Faden während des Strickvorganges nur in die Nadeln des waagerechten Nadelbettes einlegbar,
-3 JüL.ISr 0*8/052 J
195764
beim Verlassen eines jeden Nadelbettenpaares von der Fadenklemme des Grundfadenführers mit aufgenommen wird.
Am Zusatz fadenführer ist dabe.i zum ungehinderten Lauf durch die geöffnete Fadentrennvorrichtung oberhalb des Nüßchens ein mit Ein- und Auslaufkurven versehenes Druckstück und im Bereich der am Ende eines jeden Nadelbettenpaares befindlichen Fadentrennvorrichtung eine mit diesem Druckstück zusammen arbeitende Druckleiste angeordnet.
Zum Absprengen der bereits mit dem vorherigen System gebildeten Henkel sind jeweils die senkrechten Schlittenbacken der Strickschlitten vorlaufend zum Strickschloß mit Absprengteilen versehen.
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert v/erden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: die Anordnung des Zusatzfadenführers am Strickschlitten und seine Stellung zu den Stricknadeln
Fig. 2: die Stellung des Zusatzfadenführers im Bereich der Fadentrennvorrichtung
Fig. 3: eine Teilansicht des Zusatzfadenführers
In den Figuren 1 bis 3 ist ein Zusatzfadenführer 1 dargestellt, welcher hinter den Rücken der ausgetriebenen senkrechten !Tadeln 2 und vor dem Abschlagkamm 4 des waagerechten Nadelbettes angeordnet ist.
Im Nadelkreuz der senkrechten und waagerechten Nadeln 2 und 3 befindet sich in bekannter Weise der Grundfadenführer 5. Der Zusatzfadenführer 1 ist über eine Feder β und einen U-förmigen Halter 7 auf dem waagerechten Schlittenbacken 8 befestigt. Er ist oberhalb seines Nüßchens 9 mit einem Druckstück 10 versehen. Das Druckstück 10 weist eine Ein- und Ausöaufkurve auf. Die Fadenausgangsöffnung 11 des Nüßchens 9 ist im Gegensatz zu der des Grundfadenführers 5 seitlich (Fig. 3). Unterhalb seiner Befestigung an der
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Feder б wird der Zusatzfadenführer 1 noch durch einen Bolzen 12 am U-förmigen Halter 7 abgestützt und geführt, dieser Bolzen 12 dient mittels seines Kopfes 13 weiterhin der Begrenzung des \7eges der Feder 6 und damit des Zusatzfadenführers 1.
Am Ende eines jeden Nadelbettenpaares befindet sich eine Fadentrennvorrichtung 14 (Fig. 2). Der Fadentrennvorrichtung 14 vorgelagert und bis in diese hineinreichend ist am Nadelbettenträger 15 über einen Halter 16 eine Druckleiste 17 angeordnet.
Zur Herstellung von zweifädigem Plüschgestricken legt der Grundfadenführer 5 seinen Faden in die Nadeln 2 und 3 des senkrechten und waagerechten !Tadelbettes, während der Zusatzfadenführer 1 seinen Faden nur den Nadeln 3 des waagerechten i'Tadelbettes zuführt. Dadurch v/erden von den !Tadeln 3 des waagerechten ITadelbettes Maschen und von den !Tadeln des senkrechten ITadelbettes Henkel gebildet, die von einem auf dem nachfolgenden System (Strickschlitten) angeordneten Absprengteil abgev/orfen werden. Dieses Absprengteil ist vorlaufend zum Strickschloß auf dem senkrechten Schlittenbacken befestigt.
Beim Vorbeilauf des Strickschlittens an der Trennvorrichtung 14 läuft der Zusatzfadenführer 1 mit der Einlaufkurve seines Druckstückes 10 auf die Druckleiste 17, wodurch der Zusatzfadenführer 1 so v/eggedrückt wird, daß es ohne Anstoßen an dessen Schenkel durch die geöffnete Fadentrennvorrichtung 14 gleiten kann. Sein Faden wird nach Verlassen der Fadentrennvorrichtung 14 mit dem Faden des Grundfadenführers 5 durchgeschnitten und durch die Fadenklemme des Grundfadenführers 5 mit erfaßt.
Claims (3)
195764
Erfindungsanspruch:
1. Flachstrickmaschine mit zwei hintereinander angeordneten liadelbettenpaaren, am Ende eines jeden Nadelbettenpaares befindlicher Fadentrennvorrichtung sowie einer Vielzahl in einer Richtung umlaufender Strickschlitten, welche je mit einem oder mehreren Fadenführern und mit diesen fest verbundener Fadenklemme versehen sind, gekennzeichnet dadurch, daß jeder Strickschlitten, auf dem waagerechten Schlittenbacken (8) an einem U-fö'rmigen Halter (7) befestigt, einen hinter den ausgetriebenen Nadeln (2) des senkrechten Nadelbettes federnd in einer senkrechten Lage zum waagerechten Nadelbett und neben dem Grundfadenführer (5) befindlichen an sich bekannten Zusatzfadenführer (1) aufweist.
2. Flachstrickmaschine nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß am Zusatzfadenführer (1) oberhalb des Nüßchens (9) ein mit Ein- und Auslaufkurven versehenes Druckstück (10) und im Bereich der am Ende eines jeden TTadelbettenpaares befindlichen Fadentrennvorrichtung (14) eine mit diesem Druckstück (10) zusammenarbeitende Druckleiste (17) angeordnet sind.
3. Flachstrickmaschine nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß auf dem senkrechten Schlittenbacken vorlaufend zum Strickschloß Abzugsteile angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
DE-GM 7434 301; D 04 B, 7-12
DE-GM 7434 301; D 04 B, 7-12
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
-3Ji;M9hO*S /(Ki2
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD19576476A DD128498B1 (de) | 1976-11-15 | 1976-11-15 | Flachstrickmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD19576476A DD128498B1 (de) | 1976-11-15 | 1976-11-15 | Flachstrickmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD128498A1 DD128498A1 (de) | 1977-11-23 |
| DD128498B1 true DD128498B1 (de) | 1980-11-26 |
Family
ID=5506291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD19576476A DD128498B1 (de) | 1976-11-15 | 1976-11-15 | Flachstrickmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT1239906B (it) * | 1990-04-19 | 1993-11-23 | Eurojesery | Metodo per la produzione di tessuti elastici ad effetto pelle e tessuti ottenuti mediante tale metodo |
-
1976
- 1976-11-15 DD DD19576476A patent/DD128498B1/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD128498A1 (de) | 1977-11-23 |
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