DD129568B3 - Einrichtung zum beizen von drahtbunden - Google Patents
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Description
M-
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Beizen von Drahtoder Blechbunden mit einem U-förmigen Beizhaken, dessen einer Schenkel an einem Gehänge befestigt und dessen anderer Schenkel als Bundauflager ausgebildet ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Einrichtungen dieser Art sind beispielsweise аиз der OE-PS 290 245 bekannt, Vorteilhaft werden sie federnd aufgehängt und mit Hilfe von Schwingungserregern oszillieren gelassen. Dabei gelangt Beizflüssigkeit zwischen die Windungen der Bunde und man erhält sehr gleichmäßige Beizergebnisse.
Eine Schwierigkeit bei diesen Einrichtungen besteht darin, daß nach dem Herausheben des den Bund tragenden Beizhakens aus dem Behandlungsbad Beizflüssigkeit oder Kondensationsflüssigkeit von dem eingetaucht gewesenen Schenkel bzw. von den Verbindungsmitteln zwischen Gehänge und Beizhaken auf das Behandlungsgut abtropft, wodurch dessen Oberfläche nachteilig beeinflußt wird. Es entstehen Farbänderungen auf dem Behandlirngsgut bzw. können hier Ausgangspunkte für erhöhten Korrosionaangriff entstehen. Bei sehr empfindlichem Beizoder Behandlungsgut hat man deshalb den Schenkel und die sonstigen über dem Bund befindlichen Teile nach dem letzten Eintauchenrimit einem Lappen abgewischt, um ein Abtropfen auf das Behandlungsgut zu vermeiden· Dies stellt natürlich eine sehr aufwendige und unzufriedenstellende Lösung des Probleme dar.
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Ziel der Erfindung ist es, eine Einrichtung zum Beizen von Drahtbunden bereitzustellen, die ein wirtschaftliches Beizen von Drahtbunden ohne eine Beeinträchtigung der Materialoberfläche beim Herausnehmen aus dem Behandlungsbad gewährleistet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein geführtes Ablaufen von Beiz- oder Kondensationsflüssigkeit zu erreichen, ohne daß ein unkontrolliertes Abtropfen von Flüssigkeit auf das Beizgut stattfindet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der am Gehänge befestigte Schenkel und gegebenenfalls die Unterseite des als Bundauflager ausgebildeten Schenkels zur Ableitung von flüssigkeit schräg nach unten verlaufend ausgebildet sind, wobei die Verbindungsmittel zusi Gehänge sowie der Schenkel selbst über ihren Querschnitt auskragende Abdeckteile aufweisen, die ein Abtropfen von Flüssigkeit auf das Beizgut verhindern.
Vorzugsweise beträgt die Neigung des bzw. der Schenkel nach unten 1 ι 14 bis 1:5 entsprechend einem Winkel von 4 bis 11°. In diesem Heigungsbereich erfolgt ein tadelloses Ablaufen der Flüssigkeit ohne Tropfenbildung.
Ein wesentliches Merkmal der Abdeckung besteht darin, daß der untere Rand des Schenkels beidseitig zur Bildung je einer Primärrinne flanschartig vorspringt.
Ein anderes wesentliches Merkmal ist darin zu sehen, daß die Verbindungsmittel zum Gehänge durch eine an diesem befestigte, schwach nach unten geneigte Iropfleiste abgedeckt sind, deren Ende oberhalb einer Primärrinne angeordnet ist·
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Vorteilhaft weist der den schrägen Schenkel und das Bundauflager verbindende Querteil des Beizhakens einen schwertförmigen Portsatz auf.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform reichen die die Primärrinnen bildenden flanschartigen Vorsprünge über das hindere Ende des Beizhakenquerteils in den Bereich des schwertförmigen Fortsatzes.
Ein weiteres Merkmal zur Vervollständigung der Abdeckung besteht darin, daß der Querteil seitliche leistenförmige Portsätze zur Bildung von Sekundärrinnen aufweist, um von der Unterfläche des Schenkels ankommende Flüssigkeit an die Außenkontur des Hakens und in den Bereich des schwertförmigen Fortsatzes zu leiten.
Um einen einwandfreien Ablauf der Beiz- und Kondensationsflüssigkeit von dem als Bundauflager ausgebildeten Schenkel auch dann zu gewährleisten, wenn die Oberfläche dieses Schenekel infolge der Einwirkung der Beizflüssigkeit rauh und: korrodiert ist, springt der untere Rand dieses Schenkels vorteilhaft beidseitig zur Bildung je einer Ablaufrinne flanschartig vor,
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: die Vorderansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung;
Fig. 2: die Draufsicht nach Fig. 1; Fig.33i den Schnitt IH-UI nach Fig. 1j
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Pig. 4s den Schnitt 17-17 nach Fig. 1 j Pig. 5: den Schnitt Y-V nach Pig. 1;
Fig. 6: die Vorderansicht eines Details einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Pig. 7: den Schnitt VII-VII nach Pig. 6.
In Pig. 1 ist ein Beizhaken 1 dargestellt, der aus dem Schenkel 2-, dem als Bundauflager ausgebildeten Schenkel 3 und dem diese Teile verbindenden Querteil 4 besteht. Der Auflagerteil, der dem Drahtbund 5 aufnimmt, ist an der Oberseite schwach gewellt und hat eine aufragende Randleiste 6, um ein Abrutschen des Bundes zu verhindern. Der Schenkel 2 und die Unterseite des Auflagerteiles sind zur Ableitung von Flüssigkeit schräg nach unten verlaufend аиз-gebildet. Der Schenkel 2 ist mittels Schrauben 7, 7' und Muttern 3, 8' am Gehänge 9 befestigt, wie aus den Fig. 1 und 3 zu ersehen ist. Der Beizhaken 1 ist mit einem nicht dargestellten Schwingungserreger, z. B. einem Umwuchtmotor, verbunden. Die über dem Drahtbund 5 liegenden Teile des Beizhakens 1 sind erfindungsgemäß mit Abdeckungen versehen, die das darunterliegende Beizgut gegen Abtropfen schützen· Zu diesem Zweck ist der untere Rand des Schenkels 2 beidseitig durch flanschartige Vorsprünge 10, 10f verbreitert, die schwach konisch nach oben verlaufen. Auf diese Weise werden Primärrinnen 11, 11* gebildet. Die flanschartigen Vorsprünge 10, 10' überragen den Querschnitt des Schenkels sowie die Erstreckung der Schraubenköpfe 7, 7f quer zum Schenkel 2, so daß die davon abtropfenden Flüssigkeitsteilchen 12 in der Rinne 11* aufgefangen werden. Zur Abdeckung des Gehänges 9 und der Muttern 8, 8f ist unterhalb dieser Teile am Gehänge 9 eine Tropfleiste 13 befestigt, und zwar mit Hilfe eines eine Bohrung aufweisenden Schildes 14, wobei die Schrauben 7 diese Bohrung durchsetzen· Im
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unteren Teil des Schildes 14 sind Kanäle 15 vorgesehen. Zwischen ihnen können Rippen 15' angeordnet sein· Die Tropfleiste 13 ist schwach geneigt; sie erstreckt sich über den Querschnitt der Muttern 8, 8f und den Querschnitt des Gehänges 9 und endet knapp oberhalb der Primärrinne Vom Gehänge 9 und den Verbindungsmitteln abtropfende Flüssigkeit 12 wird somit gesammelt und der Primärrinne durch die Kanäle 15 zugeführt.
Der den Schenkel 2 und den Schenkel 3 verbindende Querteil 4 des U-förmigen Beizhakens 1 besitzt einen schwertförmigen Portsatz 1β. Die flanschartigen Vorsprünge 10, 10' sind über das Ende des Querteiles 4 verlängert und hier zu einer Rinne 17 zusammengefaßt. Vom Ende der Rinne 17 tropft die Flüssigkeit auf den schwertförmigen Fortsatz und fließt von dort ab.
Um die von der unteren Fläche des Schenkels ankommende Flüssigkeit zusammen- und abzuleiten, ohne daß der Bund damit in Berührung kommt, ist der Querteil 4 mit einem den U-förmigen Teil umgebenden, leistenförmigen Fortsatz 18, 18f ausgebildet, wodurch Sekundärrinnen 19, 19f gebildet werden. Diese verlaufen schräg von oben nach unten und münden hinter der Außenkontur des Querteiles 4 auf den schwertförmigen Fortsatz 16. An der Innenseite des Querteiles 4 ist noch eine schmale Anliegeleiste 20 vorgesehen. Dadurch wird erreicht, daß die Bundwindungen, die an der Innenseite des Hakens anliegen, nicht mit der ablaufenden Flüssigkeit benetzt werden.
Die erfindungsgemäße Einrichtung funktioniert, wie dargestellt, in der Weise, daß die Abdeckungseinrichtungen die abtropfenden Flüssigkeitsteilchen auffangen, und zwar zuerst die Tropfleiste 13, die die vom Gehänge 9 und den Verbindungsmitteln abtropfende Flüssigkeit in die Primärrinne 11 leitet; die Primärrinne 11', die die von Schrau-
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ben 7 und. den Oberteilen des Schenkels 2 abtropfende Flüssigkeit aufnimmt; die gemeinsame Rinne 17, die die Flüssigkeit aus den beiden Primärrinnen 11, 11' aufnimmt, und schließlich die Sekundärrinnen 19, 191, die die von der Innenseite des Schenkels ankommende Flüssigkeit sammeln und ableiten·
Hach einer vorteilhaften Ausführungsform, wie in Fig· 2 dargestellt, ist der Schenkel 2 gekröpft ausgebildet, so daß der den Bund aufnehmende Auflagerarm in die Schwerebene des Bundes zu liegen kommt und keine Biegemomente auf das Gehänge 9 einwirken·
Bei der in den Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsform weist der geneigte untere Rand des als Bundauflager ausgebildeten Schenkels 3 beidseitig flauschartige, schwach konisch nach oben gerichtete Vorsprünge 21, 21' auf, wodurch Ablaufrinnen -22, 22* gebildet werden. Diese Abiaufrinnen 22, 22fsind bis zur Spitze des schwertförmigen Fortsatzes 16 geführt. Durch sie wird ein tropffreies Ablaufen der Beiz- und Kondensationsflüssigkeit auch dann gewährleisteti wenn die Oberfläche des Schenkels 3 nach längerem Gebrauch rauh und korrodiert ist·
Claims (7)
1. Einrichtung zum Beizen von Draht- oder Blechbunden mit einem Beizhaken, dessen ein Schenkel an einem Gehänge befestigt und dessen anderer Schenkel als Bundauflager ausgebildet ist, wobei der am Gehänge befestigte Schenkel und die Unterseite des als Bundauflager ausgebildeten Schenkels schräg nach unten verlaufend ausgebildet sind und der am Gehänge befestigte Schenkel an der Unterseite Plansche aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schenkel (2; 3) des U-förraig gestalteten Beizhakens zur Bildung von Aolaufrinnen (11; 11'; 22; 22') an ihrer Unterseite mit liter ihren Querschnitt auskragenden, ira Querschnitt schwach konisch nach oben verlaufenden Abdeckteilen (10; 10'; 21; 21') versehen sind, die ein Abtropfen von Flüssigkeit auf das Beizgut (5) verhindern.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der auskragenden Abdeckteile 1 : 14 bis 1 : 5 entsprechend einem Winkel von 4 bis 11° beträgt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Terbindungsmittel zum Gehänge (9) durch eine an diesem befestigte, schwach nach unten geneigte Tropfleiste (13) abgedeckt sind, deren Ende oberhalb einer Primärrinne (11) angeordnet ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet, daß der den schrägen Schenkel (2) und das Bundauflager (3) verbindende Querteil (4) des Beizhakens (1) einen schwertförmigen Portsatz (16) aufweist.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Primärrinnen (11; 11') bildenden flanschartigen Torsprünge (10; 10') über das hintere Ende des Beizhakenquerteiles (4) in den Bereich des schwertförmigen Portsatzes (16) reichen.
6· Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß der Querteil (4) seitliche leistenförmige Portsätze (18; 18') zur Bildung von Sekundärrinnen (19; 19') aufweist, um von der Unterfläche des Schenkels (2) ankommende Flüssigkeit (12) an die Außenkontur des Hakens (1) und in den Bereich des schwertförmigen Fortsatzes (15) zu leiten.
7. Sinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des Querteiles (4) eine schmale Anliegeleiste (20) für den Drahtbund (5) aufweist.
Hierzu ^. Seiten Zeichnungen
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