DD130065B1 - Gleitschalung zur herstellung von bauwerken mit veraenderlichem querschnitt - Google Patents
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Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Gleitschalung zur Herstellung von Bauwerken mit über die Höhe stetig veränderlichem, vorzugsweise geschlossenem und beliebig stetig gekrümmten Querschnitt, wobei die Gleitschalung aus einer Vielzahl aneinanderliegender Schaltafeln bestellend die gewünschte Querschnittsform ergibt und von Heberböcken gestützt, getragen und entsprechend der Verfestigung des Betons weiter nach oben bewegt wird·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist eine Gleitschalung bekannt (BRD-OS Nr, 23 41 212), die z· B· zum Errichten von konischen Schornsteinen dient und deren Formraum durch eine Vielzahl sich teilweise überlappender, ebener und/oder gekrümmter, knickbarer Schaltafeln gebildet wird, wobei die Anpassung an den sich mit der Höhe ändernden Querschnitt bezüglich des Umfanges durch Zusammenschieben und gegebenenfalls Demontage einzelner Schaltafeln erfolgt. Bezüglich der Krümmung in Umfangsrichtung erfolgt eine Grobanpassung durch Knicken der Schaltafeln und eine Peinanpassung durch zusätzliche, separat an jeder Schaltafel vorhandene zusätzliche Stelleinrichtungen, Zur Anpassung an die Konizität der zu errichtenden Bauwerke v/erden bei der bekannten Gleitschalung die Schaltafeln durch horizontales Verschieben ihrer Auflager an den Heberböcken
zur Vertikalen geneigt und die Umfangsdifferenz zwischen Ober- und Unterkante der Gleitschalung in den Überlappungsstößen ausgeglichen. Zur Ausnahme und Übertragung der Belastungen v/eist die bekannte Gleitschalung Stütz- bzw. Versteifungskonstruktionen auf, die gegeneinander knickbar sind.·
Die bekannte Gleitschalung hat den Nachteil, daß alle wesentlichen, von einer einzelnen Schaltafel anteilig zu realisierenden formgebenden Punktionen (Krümmung, Zentriewinkel, Steifigkeit u, a.) erst beim Zusammenwirken mehrerer Schaltafeln erfüllt werden.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Gleitschalung besteht darin, daß die große Zahl Überlappungsstoße zwischen den Schaltafeln zu einer Vielzahl Unebenheiten, z. B. Riefen oder Lisenen, in der hergestellten Wandoberfläche führen.
Des weiteren ist bei der bekannten Gleitschalung von Nachteil, daß die ohne größeren Umbau mögliche Umfangsreduzierung für viele zu realisierende Bauwerke nicht ausreichend ist, so daß grössere Umbauarbeiten mit Unterbrechung des Gleitprozesses notwendig sind;
Ziel der Erfindung
Das Zieü der Erfindung besteht аягіп, die aufgezeigten Mängel der bekannten Gleitschalung zu beseitigen und eine Gleitschalung zu schaffen, mit der Bauwerke mit über die Höhe stetig veränderlichem, vorzugsweise geschlossenem und beliebig stetig gekrümmtem Quercchnitt nach dem Gleitschalungsverfahren mit großer Genauigkeit und guter Oberflächenbeschaffenheit bei einfachem Aufbau« sicherer Funktion sowie geringem Bedienungs- und Wartungsaufwand der maschinentechnischen Ausrüstung* hergestellt v/erden können,
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt 3ie Aufgabe zugrunde, eine Gleitschalung aus einseinen апеіпяпаэгііе.^епаеп ÜchaltaTein xu schaffen, so daß
die Schaltafeln unabhängig voneinander, individuell alle wesentlichen vorgebenden Funktionen realisieren, die Schaltafeln in guter TTäherung an die zu realisierende Bauvverksgeometrie (Wandkrümmung, Wanddicke, Wandneigung) angepaßt werden können, Unebenheiten der Wandoberfläche weitestgenand vermieden werden, ein breiter Parameterbereich auch ohne größere Umbauarbeiten realisierbar ist und die Schaltafeln einfach von anhaftendem Beton zu reinigen sind.
Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß jede Schaltafel ein Schalblech geringer Dicke und in der Regel zv/ei dahinterliegende, sich über die Schalbleclihöhe erstreckende, seitlich mit dem Schalblech abschließende Versteifungen aufweist, welche in mindestens einer horizontalen Ebene durch ein nur senkrecht zum Schalblech gerichtete Querkräfte übertragendes, mittig in geringem Abstand hinter dem Schalblech liegendes Gelenk und ein gelenkig angreifendes, tangential in größerem Abstand zum Schalblech liegendes längenveränderliches Stellglied verbunden sind· Das bietet zunächst den Vorteil, daß die Schaltafeln formsteife keilförmige Elemente darstellen, die jeweils individuell verstellbar einen Zentriewinkel und eine stetige Krümmung der Formwand fixieren, v/odurch eine präzise Anpassung an dio herzustellende Wandkrümmung mittels der Stellglieder in einfacher Weise bereits vor dem Zusammenfügen zu einer geschlossenen Formwand und eine ständige Korrektur während des Gleitprozesses realisiert werden können.
Die vertikalen Versteifungen des Schalbleches werden vorteilhaft ausgebildet als dünnwandige geschlossene Kastenprofile, versehen mit jeweils in gleicher Höhe liegenden V/inkelhebeln, die an ihren einander zugewandten Schenkeln durch ein Gelenk und an ihren dem Schalblech abgewandten Schenkeln durch ein als Spannschloß ausgebildetes Stellglied verbunden sind. Durch Längenveränderung des Spannschlosses wird eine konkave bzw. konvexe Krümmung des an sich ebenen Schalbleches erzielt, wobei die mittigen Gelenke außer den Knicken auch einen Längenausgleich der Winkelhebel in
Umfangsrichtung zulassen. Auf diese Weise wird außer einer sehr gleichmäßigen Krümmung des Schalbleches bei weitgehender Einbeziehung des Schalbleches in die aussteifenden Funktionen eine große Formstabilität der einzelnen Schaltafeln bei geringer Eigenmasse erzielt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß mehrere Schaltafeln mittels formschlüssiger Verbindungen zusammengefügt und mittels Stellglieder nur vertikal um einen geringen Betrag gegeneinander verschieblich ein formstelfes, kontinuierlich gekrümmtes, absatzloses, dichtes Formwandsegment (Schalungsfeld) ergeben, daß mehrere Schalungsfelder gleichmäßig über den Umfang des Bauwerkes verteilt angeordnet sind, und daß die Formwand zwischen jeweils zwei nebeneinanderliegenden Schalungsfeldern durch ein stetig gekrümmtes, mit nur einer vertikalen, mittig angeordneten Versteifung versehendes Schalblech beidseitig überlappend geschlossen wird, wobei die Schalblechbreite groß genug ist, so daß bei Umfangsreduzierung und dabei zunehmender Überlappungsbreite einzelne Schaltafeln von den Schalungsfeldern demontiert v/erden können, ohne die Formwand zu öffnen.
Die Erfindung besteht ferner noch darin, daß die gleiche Anzahl Schalungsfeider und überlappende Schaltafeln beidseitig der Wand gegenüberliegend angeordnet sind und jede überlaufende Schaltafel an Stützelementen befestigt wird, welche die daneben befindlichen Schalungsfelder an den nächstliegenden Schaltafeln oben und unten abstützen, wozu die Schaltafeln an mindestens einer der vertikalen Versteifungen oben und unten überragende Abstützpimkte aufweisen, welche sich bei Umfangsreduzierun£ in Umfangsrichtung über die Stützelemente schieben, bis die Abstützpunkte der nächsten Schaltafeln tragen und die jeweilige Schaltafel demontiert v/erden kann, während die S tut ζ elemente selbst an Heberböcken bekannter Art befestigt sind und je nach Breite der Schalungsfelder durch v/eitere, vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilte und an Heberböclcen befestigte Stützelemente an den Abstützpunkton einzelner Schaltafeln ergänzt werden.
Ausi4ihrun£sbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend anhand der ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert·
Es zeigen:
Pig*. 1 : Eine Draufsicht auf einen Teil der Gleitschalung bei rundem Bauwerksquerschnitt;
Pig· 2 : den Schnitt A-A nach Pig· 1; Pig. 3 : die Ansicht X nach -Pig· 1 j
Pig. 4 : die Ansicht Y nach Pig. 1; Pig. 5 j eine Darstellung der Pos. 5, 7 und 8 nach Pig. 1;
Pig. 6 : eine Darstellung der Pos. 5 und 7 nach Pig. 1 veränderter Ausführung.
Die Schaltafeln der erfindungsgemäßen Gleitschalung liegen nach ihrem Aufbau und ihrer Punktion in drei Arten vor: als feste Schaltafeln, lose Schaltafeln und Teleskopschaltafeln.
Jede feste bzw. lose Schaltafel besteht aus einem an sich ebenen Schalblech 1, an dem seitlich abschließend, zwei vorzugsweise Kastenprofil aufweisende Versteifungen 3 befestigt sind· In jeweils gleichem Abstand von der Oberkante bzw. Unterkante des Schalbleches 1 befinden sich senkrecht zur Achse der jeweiligen Versteifung 3 jeweils ein Winkelhebel 5 und ein Winkelhebel 6 bzw. 7, deren eine Schenkel tangential und deren andere Schenkel senkrecht zur Wandebene gerichtet sind. Jeweils ein Winkelhebel 5 und ein in der gleichen Ebene liegender Winkelhebel б bzw. 7 einer festen bzw. losen Schaltafel greifen mit ihren einander zugewandten Schenkeln gelenkig ineinander. Pig· 5 zeigt eine Ausführung, bei der die Winkelhebel 5 und б bzw· 5 und 7 durch einen Gelenkbogen S, der im Winkelhebel 5 verschieblich und im Winkelhebel б bzw, 7 drehbar gelagert ist, verbunden sind. In Pig. 6 sind die Winkelhebel 5,6 und 7 identisch ausgebildet und an ihren einander jev/eils zugewandten Schenkeln so geschlitzt und gespreizt, daß sie ineinandergreifend eine gelenkige Verbindung ergeben, deren Drehpunkt sich bei ebenen Schalblech 1 in dessen Querschnittsiuitte befindet.
An den dem Schalblech 1 abgewandten Schenkeln der ineinandergreifenden Winkelhebel 5 und б bzw. 5 und 7 ist jeweils ein als Spannschloß ausgebildetes Stellglied 9 bzw. 10 gelenkig angeordnet, durch dessen Länge die gleichmäßige konvexe oder konkave Krümmung des elastisch verformten Schalbleches 1 gegeben ist. An jedem Winkelhebel 7 der losen Schaltafeln befinden sich an dem senkrecht zur Wandebene gerichteten Schenkel eine Zuglasche 11, die eine formschlüssige Verbindung zum jeweiligen Winkelhebel 5 bzw. 6 der benachbarten festen bzw. losen Schaltafel herstellt. Ferner v/eisen die Versteifungen 3 der festen Schaltafeln und die mit Winkelhebel 5 versehenen Versteifungen 3 der losen Schaltafeln an beiden Enden Halterungen 12 auf. Jede Halterung 12 v/eist eine Bohrung und einen einseitig darin steckenden, oben bzw. unten überragenden Stützzapfen 15 auf, während die mit Winkelhebel 7 versehenen Versteifungen 3 der losen Schaltafeln an beiden Enden mit Halterungen 13 versehen sind, die mit ihren in einer Gewindebohrung steckenden Zapfenschrauben 14 in die einseitig offenen Bohrungen der Halterungen 12 der benachbarten festen bzw. lopen Schaltafeln greifen· Dadurch entstehen, zusammen mit den formschlüssigen Verbindungen zwischen Zuglaschen 11 und Winkelhebel 7» steife Verbindungen zwischen festen und losen bzw« zwischen losen Sciialtafeln.
Jeweils eine feste Schaltafel und mehrere, vorzugsweise gleich viel beidseitig angeordnete lose Schaltafeln ergeben ein dichtes, absatzloses, formstabiles Schalungsfeld, dessen Bogenlänge durch die Anzahl loser Schaltafeln und dessen Zentriewinkel durch Anzahl und Krümmung der Schaltafeln variabel ist. Mehrere, möglichst gleich große Schalungsfelder sind über den Umfang des Bauworksquerschnittes verteilt, paarweise innen und außen gegenüberliegend angeordnet. Hire Zwischenräume werden durch überlappende Teleskopschaltafeln geschlossen.
Eine Teleskopschaltafel besteht aus einem Schalblech 2 und einer daran mittig angeordneten vorzugsweise Kastenprofil aufweisenden Versteifung 4.
Das Schalblech 2 ragt beidseitig über die näch&tliegenden losen Schaltafelii und wird durch üsn in der Schalung befindlicac-n
Frischbeton gegen diese gedrückt. Mittels Gewindebuchsen in der Versteifung 4 ist die Teleskopschaltafel oben und unten an je einer kreuzförmigen Halterung 18 befestigt. Die Halterung 18 ist in bekannter Weise mittels Verstellspindel 24 am Heberbock 25 befestigt. An der Halterung 18 sind beidseitig Stützarme 16 und längenveränderliche Stellglieder 21 gelenkig angeordnet. Die Stützarme greifen über die Stütsaapfen 15 der nächstliegenden losen Schaltafeln und stützen so die jeweiligen Schalungsfelder ab.
Ferner wird jedes Schalungsfeld im Bedarfsfall, d. h. bei entsprechend großer Schalungsfeldbreite, mittig an den Stütszapfen
15 der festen Schaltafel oben und unten von jeweils einer Halterung 19 und Verstellspindel 24 an einem Heberbock 25 gestützt. Bei sehr großer Schalungsfeldbreite befinden sich mittig zwischen den Heberböcken 25 mit den Halterungen 18 und 19 v/eitere Heberböcke 25 mit Verstellspindel 24, Halterungen 20, Stützannen
16 und Stellgliedern 21, wobei die Stützarme 16 über die Stützzapfen 15 von mindestens zwei losen Schaltafeln greifen.
Die Anpassung der Gleitschalung an die horizontale Krümmung des Wandquerschnittes erfolgt vor dem Zusammenbau durch Einstellen der Stellglieder Э, 10, 21 und kann beim Herstellen konischer Bauwerke entsprechend der jeweils erforderlichen Krümmung beliebig genau nachgestellt werden. Die Teleskopschaltafeln stellen sich von selbst auf die jeweilige Krümmung ein, Hierzu ist das Schslblech 2 einer konkav zu krümmenden Teleskopschaltafel an sich eben und wird durch die seitlich hinter ihm befindlichen losen Schaltafeln und. den Frischbetonseitendruck elastisch verformt. Das Schalblech 2 einer konvex zu krümmenden Teleskopschaltafel ist an sich auf den minimal erforderlichen Krümmungsradius plastisch vorgekrümmt und wird durch die seitlich hinter ihm befindlichen losen Schaltafeln und den Frischbetonseitendruck auf die jeweils erforderliche Krümmung elastisch zurückgebogen.
Die Wanddicke wird mittels der Verstellspindel 24 oder durch Veränderung des Stielabstandes der Heberböcke 25 eingestellt
- 8 bzw. verändert·
Die Konizität des Bauwerkes, z. B. beim Herstellen von Schornsteinen erfordert eine Neigung der Schaltafeln gegen die Vertikale, v/as entweder durch Neigen der Heberböcke 25 oder mittels der Verctellspindel 24 realosLert wird. Die durch die Konizität entstehende Umfangsdifferenz zwischen Gleitschalungsober- und -unterkante wird durch einen über die Schaltafelhöhe veränderlichen Überlappungsgrad der Schalbleche 2 und 1 ausgeglichen. Zum Ausgleich des Höhenniveaus der geneigten festen und losen SchflItafein können die losen Schaltafeln mittels der Zapfenschrauben 14 um den erforderlichen Betrag vertikal gegeneinander verschoben v/erden, wobei sich die Y/inkelhebel 5 bzw. 6 in der Aussparung der Zuglaschen 11 um den gleichen Betrag vertikal verschieben.
Für die bei konischen Bauwerken zu realisierende Durchmesserverringerung mit wachsender Bauwerkshöhe wird für die Heberböcke 25 vorausgesetzt, daß sie stets gleichmäßig über den Umfang verteilt bleiben und durch eine entsprechende Konstruktion zwangsläufig radial zur Bauwerksachse geführt werden. Die dabei erzwungene Umfangsreduaierung der Gleitschalung führt zum gleichmäßigen Verschieben der Stützzapfen 15 in den Stützarmen 16 und zur Vergrößerung des Überlappungsgrades der Schalbleche 2 und 1· Mit fortsehrextender Umfangsreduzierung schieben sich weitere lose Schaltafeln hinter die Teleskopschaltafeln und die Stützzapfen 15 dieser losen Schaltafeln in die Stützarme 16, während die zuvor tragenden Stützzapfen 15 den geweiligen Stützarm 16 verlassen. Die somit freigewordenen losen Schaltafeln sind, bevor sie gegen die Versteifung 4 der Teleskopschaltafel stoßen, nach Lösen ihrer Zapfenschrauben 14 nach hinten abGunehmen. Dieser Vorgang wird bei weiterer Durchmesserreduzierung wiederholt, gegebenenfalls Ъіз die letzten losen Schaltafeln demontiert sind, zwischenzeitlich jedoch zunächst die Heberböcke 25 mit den Halterungen 20 und schließlich auch die Heberböcke 25 mit den Halterungen 19 demontiert garden.
Bei mit wachsender Höhe zunehmendem Bauwerksdurchmesser sind lose Schaltafeln und ggf. Heberböcke 25 mit ents-orechenden Halte-
runden 19 oder 20 in umgekehrter Reihenfolge hinzuzufügen.
Durch Zurück- oder Weiterkrümmen demontierter Schaltafein kann der ihnen am Schalblech anhaftende Beton (1,2) in einfacher Weise entfernt werden· Ebenso kann die u. U* versehentlich am Beton anhaftende Gleitschalung durch Vor- und Zurückstellen aller Stellglieder 9» 10 nacheinander wieder gelöst werden.
Außer den bereits genannten Vorteilen der erfindungsgemäßen Gleitschalung liegt deren besonderer Voraus in der sehr guten Maßgenauigkeit und der Oberflächengüte der hergestellten Betonwand, denn die Krümmung der formenden Fläche kann beliebig genau der gewünschten WandJa?ürnmung angepaßt werden und die überwiegende Mehrzahl der Schaltafelstöße weist weder Absätze noch Knickstellen auf. Lediglich eine gerinne Anzahl überlappender Schalbleche zum Ausgleich von Unfangsänderungen führt zu geringen Absätzen, die jedoch nicht größer als Schalblechdicke sind. Außerdem führt die erfindungsgemäße Ausbildung der Schaltafelverbindungen dazuj, daß die Abdichtung der Schaltafelstöße durch den wirkenden Frischbetonseitendruck unterstützt wird· Als Folge hiervon gelten ßeringe Betonverluste und ein geringer manueller Aufwand zur nachbehandlung der Wandoberfläche.
Ein weiterer Vorteil beäteht darin, daß beliebige Bauwerksquerschnitte hergestellt werden können, deren Parameter, wie Umfang, Wandkrümmung, Wanddicke und Wandneigung, sich über die Höhe in großen Bereichen beliebig stetig ändern können. Das hat zur Folge, daß die erfindungsgemäße Gleitschalung für eine Vielzahl unterschiedlicher Bauwerke bei geringerem Montage- und Umbauaufwand eingesetzt werden kann,
Fornor ist der Aufbau und die Bedienung der erfindungsgemäßen Gleit schalung einfach» so daß nu>r wenig unterschiedliche Teile erforderlich sind und alle Montage-, Demontage- und Verstellarbeiten ohne komplizierte Hilfsmittel von Hand ausgeführt werden können.
Claims (4)
- Erfindun -Dfinsprüche1β Gleitschalung zur Herstellung von Bauwerken nit über die Höhe stetig veränderlichem, vorzugsweise geschlossenem und beliebig stotij gekrümmten Querschnitt, bestehend aus einer Vielzahl aneinanderliegender, miteinander verbundener Schaltafeln, wobei foaie und lose Schaltafeln ein Schelblech (1) geringer uDicke aufweisen, an dem zwei dahinterliegende, sich über die Höhe des Schalbleches (1) erstreckende, saitlich nit den Sehr!blech (1) abschließende Versteifung (3) befestigt sind, an denen in vorzugsweise zwei zum Schalblech (1) und zu den Versteifungen (3) senkrechten Ebenen 7/inIcelhebel (5; 6; 7) befestigt sind, welche paar//eise an ihren einander zugewandten Schenkeln durch ein Gelenk und an ihren den Schalblech (1) abgewandten Schenkeln durch эіп gelenkig angreifendes Stellglied (9; 10) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß p.ehrere Schaltafeln mittels Zuglaschen (11), Halterungen (12; 13) und Zajfanschrauben (14) formschlüssig zu gröi3eren formsteifen stetig gekrümmten, absatzlosen, gleichnamig über . den Umfang des Bauwerksquerschnittes verteilt angeordneten Formwandsegnenten (Scliclungsfelder) verbunden sind, daß die Formwand zwischen zwei nebeneinanderliegenden Schaiungsfeldern durch эіпэ Toleskopechaltafal, bestehend aus einem stetig gekrUmnrben Schalblech (2) und einer mittig dazu angeordneten Versteifung (4), beidseitig überlappend geschlossen und die Versteifung (4) mittels Halterungen (1С) und Verstellspindel (2~) an einem Eeberbock (25) befestigt ist, und daß die festen und losen Schaltafeln an der Halterung (13) obsn bzw. unten überstehende StüTizcapfen (15) aufweisen, mit welchen sie sich feldweiee über Stützarme (16), Halterungen (18; 19; 20), Stellglieder (21) imd Verstellspindein (24) un lieberböcken (25) abstützen.
- 2. Gleitschalung nach Punkt 1 , gekennzeichnet dadurch, daß bei Umfangs'inderung die Schalbleche (1) der lösen Schaltafeln hinter den Schalblechen (2) der Teleskopschaltafeln und die Stützzapfen (15) der losen Schaltafeln in den StUtzarmen (1o) tangential zur Vcandebene verschiebbar sind, wobei zur Demontage bzw. Ilontage einzelner Schaltafeln bei geschlossenem Formraum und bleibender Abstützung der Schalun^sfeider die Schalbleche (2) der C'eleskopschaltafeln ausreichend breit und die Stützarme (16) an den Halterungen (18) ausreichend lang ausgebildet sind.
- 3. Gleitschalung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Schalblech (2) fir den Einsatz als konvex gekrümmte TeIeskopschaltafel auf den kleinsten zu realisierenden lir'.immungsradius des Bauv/erksqucrschnittes vorjekrllmmt ist und. alle anderen Schalbleche (1; 2) ansicli ungekrümmt sind.4· Gleitschalung nach Punkt 1 , gekennzeichnet dadurch, daß die V/inkelhebol (5; 6; 7) einer Schaltafel paarv/eise an ihren einander zugewandten, ineinandergreifenden Schenkeln durch Gelenkbolzen (ε), welche in einem Winkelhebsl (5) verschieblich und im anderen Winkelhebol (5; 7) drehbar gelagert sind, verbunden sird«5β Gleitschalung nach Punkt 1, gekennzeichnet dedurch, daß dieWinkelhebel (5; 5; 7) einer Schaltafel an ihren einander zugewandten Schenkeln но jeschiitst und gespreizt sind, άε2 sie paarweise ineinandergreifend cine gelenkige Verbindung ergeben, deren Drehpunkt bei ungekriönnten Schalblech (1) in dessen Querschnittsmittelpunkt lie^t.
- 6. Gleitschalung nach den Punkten 1 una 2, gskennzeiclinet dadurch, daß die Stützs'.rme (Id) durch Sbeliglisder (21) z^Z^- die Halterungen (18; 20) cclrwenkbar sind.Kierzu„i__.Seii3n ZeiAnungen
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