DD130069B1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hydrostatischen fuehrungen - Google Patents

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Horst Lehmann
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Fahrenschon Peter
Uhlig Christian
Horst Lehmann
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Description

Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von hydrostatischen Führungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Das Anwendungsgebiet der Erfindung erstreckt sich auf den Maschinenbau. Als spezielles Anwendungsobjekt kommen insbesondere Werkzeugmaschinen in Betracht«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind hydrostatische Gerad- und Drehführungen bekannt, bei denen zwei in verschiedene Richtungen weisende« parallel zueinander verlaufende Führungsflächen an einem feststehenden Maschinenteil und zwei Gegenführungsflachen an einem beweglichen Maschinenteil angeordnet sind. Bei der Herstellung derartiger hydrostatischer Führungen ist darauf zu achten, daß die Führungsflächen und Gegenführungsflächen genau parallel zueinander verlaufen,damit unter Betriebsbedingungen zwischen jedem Führungsflächenpaar ein für die berechnete Funktion zwingend notwendiger definierter Funktionsspalt von sehr geringer Abmessung entsteht. Spaltbreiten von 30 bis 50 Mikrometer zwischen den zusammenwirkenden Führungs- und Gegenführungsflächen werden dabei als normale Werte betrachtet»
Wie bereits in der DT-OS 2 005 284; F 16 с 29/02 beschrieben, ist es bei hydrostatischen Führungen dieser Art unmöglich· statisch bestimmte Verhältnisse zu schaffen und es ergeben sich große Schwierigkeiten bei der Fertigung. In der Werkstattpraxis wird dabei so verfahren, daß die Führungsflächen am feststehenden Maschinenteil durch Schleifen und Schaben in eine möglichst genaue parallele Lage zueinander gebracht werden· Bereits diese Arbeitsgänge erfordern großen Aufwand an Arbeitszeit, Werkzeugverbrauch und Meßvorgingen· Weitaus aufwendiger gestaltet sich das anschließende Anpassen der Gegenführungsflächen des beweglichen Maschinenteiles, welche die Funrungsflachen des feststehenden Maschinenteiles- umfassen· Neben der ebenfalle notwendigen Einhaltung der Parallelität der GegenfOhrungeflachen zueinander ist hierbei noch zusätzlich die Herausbildung des genauen Funktionsspaltes erforderlich· Oa es nahezu unmöglich ist, die Forderungen der Parallelität und der Funktionsspalttoleranzen an einem ungeteilt, massiv ausgeführten beweglichen Maschinenteil zu realisieren, ist es üblich, die eine Gegenführungsfläche an einer Umgriffleiste anzuordnen und die Umgriffleiste mit einer Fugefläche am beweglichen Maschinenteil zu befestigen. Damit ist zwar eine geringe fertigungstechnische Erleichterung geschaffen, aber der Aufwand an spangebender Anpaßsrbeit verlagert sich auf die Fugeflachen an der Umgriffleiste und am beweglichen Maschinenteil.
Um die hohen Anforderungen an die Bearbeitungsgenauigkeit und die Einstellung der Führungsflachen zueinander zu mindern, ist βs- nach der DT-PS l 294 110; F 16 с 29/02 bekannt, eine der Föhrungeflachen an einem zur Gegenführungsflache senkrecht beweglich angeordneten Maschinenteil vorzusehen« Dadurch ergibt sich jedoch eine bedenkliche Minderung der Stabilität der Führung.
Durch die notwendige Lagesicherung und Druckanpassung eines solchen beweglichen Maschinenteiles ist eher eine Erhöhung der Fertigungskosten als eine Einsparung zu verzeichnen. Es ist nach der DE-OS 2 223 173, F 16 C 29/00 auch bekannt, das bewegliche Maschinenteil auf das feststehende Maschinenteil aufzusetzen und auszurichten, so daß am beweglichen Maschinenteil angearbeitete Haftflachen für eine Kunststoffgleit-
schicht den Führungsflächen etwa im gleichen Abstand gegenüberstehen und den so gebildeten Spalt nach allseitiger Abdichtung mit flüssigem Gleitwerkstoff auszugießen· Dadurch ist es zwar möglich« eine relativ genaue Gegenführung ohne weitere mechanische Anpaßarbeit zu erhalten; ein Funktionsspalt, wie er für hydrostatische Führungen notwendig ist, läßt зісп damit nicht abmessungsgerecht realisieren· Es ist deshalb auch schon vorgeschlagen worden» daß ausgehend von der Soll-Lage der Gegenführungsflächen am beweglichen Maschinenteil in einem Abstand eine Haftfläche in der Größe der Jeweilig vorgesehenen Gegenführungsfläche angearbeitet wird und auf beiden Führungsflächen des feststehenden Maschinenteiles mindestens» in der Abmessung der Gegenführungsflächen Folien, in der Stärke des Funktionsspaltes oder auf einer der Führungsflächen in doppelter Stärke des Funktionsspaltes befestigt werden, die an ihrer freien Oberfläche mit einem Trennmittel versehen sind, wonach das bewegliche Maschinenteil gegenüber dem feststehenden Maschinenteil derart ausgerichtet wird, daß dia Haftflächen den Oberflächen der Folien gegenüber in etwa dem gleichen Abstand nahezu parallel gegenüberstehen, wodurch zwei Gießspalte gebildet werden, und daß diese Gießspalte nach allseitiger Abdichtung an den Umgrenzungslinien der Gegenfuhrungsflachen mit einem kalt aushärtbaren oder erstarrungsfähigen Gleitwerkstoff ausgegossen werden*
Dieses Verfahren der Herstellung ist nur begrenzt anwendbar« Es eignet sich insbesondere zur Fertigung von Längsführungen in der Größenordnung der Längsabmessung bis etwa 1,5 m· Mit zunehmender Längsausdehnung der Gleitführung für das bewegliche Maschinenteil wird die Anwendung von Beilagefolian zur Herstellung des Funktionsspaltes problematisch· Lage- und Formgenauigkeit der gegossenen Gegenführungsflächen 3ind nicht mehr in erforderlicher Qualität erreichbar. Bei der Entformung der Teile können außerdem Beschädigungen der Gleitbeläge auftreten.
Ziel der Erfindung
Als Ziel der Erfindung soll erreicht werden« daß die Vorzüge der Gießverfahrensweise mit angegossenen Gleitflächen am beweglichen Maschinenteil auch bei der Herstellung längerer Geradführungen nutzbar sind, so daß sich Führungen über 1,5 ro Langsausdehnung mit hoher Form- und Lagegenauigkait der Funrung3- und Gegenführungsflächen, die den Funktionsspalt begrenzen, herstellen lassen und eine Beschädigung der Gleit-» beläge beim Entformen ausgeschlossen ist.
Oarlegung des Wesens der Erfindung
Die in der Charakteristik des vorgeschlagenen technischen Lösungsweges beschriebenen Mängel lassen sich auf folgende Ursachen zurückführen:
- Als Forrafläche für den Gießvorgang zur Bildung des Funktionsspaltes ist eine Folie erforderlich, die als bewegliches Element auf die Führungsfläche aufgebracht wird,
- Die für längere Führungen notwendigerweise langen Folienbänder lassen sich ungünstig handhaben und neigen beim Auflegen zum Verlaufen und Knittern, wobei Abhebungserscheinungen unkontrolliert auftreten»
- Zur Sntformung sind hohe Kräfte notwendig, da nach den Gießvorgängen keinerlei Spielraum zwischen den beteiligten Flächen vorhanden ist·
Um diese Ursachen zu beseitigen, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von hydrostatischen Führungen mit zwei in verschiedene Richtungen weisenden, parallel zueinander verlaufenden Führungsflächen an einem feststehenden Maschinenteil und zwei Gegenführungsflächen an einem beweglichen Maschinenteil, die den Führungsflächen gegenüber parallel verlaufend angeordnet sind, so daß sich zwischen jeder Führungsfläche und Gegenführungsfläche unter Betriebsbedingungen ein für die Funktion notwendiger Funktionsspalt ausbildet, bei dem ausgehend von der Soll-Lage der Gegenführungsflächen am beweglichen Maschinenteil in einem Abstand eine Haftfläche in der Größe der
Gegenführungsfläche vorgesehen ist, an welche eine Gleitwerkstoff schicht angegossen wird, wobei das bewegliche Maschinenteil auf das feststehende Maschinenteil aufgesetzt und derart ausgerichtet wird, daß die Haftflächen den mit ^in*?*1 Trennmittel versehen***"» ^'IhrijrinefIschen 2«53^пПЬвг in etwa dem gleichen Abstand nahezu parallel gegenüberstehen und dann der von der Führungsfläche und der Haftfläche gebildete Spalt nach allseitiger Abdichtung an der ümgrsnzungslinie der Führungsfläche mit dem Gleitwerkstoff ausgegossen wird, zu schaffen, bei dem die Herstellung des Funktionsspaltes ausschließlich unter Ausnutzung der gegebenen Führungsflächen für den Gießvorgang zur Bildung der Gegenführungsflächen erfolgt und im Stadium der Sntformung des beweglichen vom feststehenden Maschinenteil genügend Sntformungsspielraum vorhanden ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, die as ermöglicht, dia verfahransgemäßen notwendigen Schritts zur Handhabung größerer Hassen des beweglichen Maschinenteils in der '.Verkstattpraxis zu realisieren· Erfindungsgemäß wird die Aufgabenstellung bezüglich des Verfahrens dadurch gelöst, daß das bewegliche Maschinenteil auf das feststehende Maschinenteil aufgesetzt und derart ausgerichtet wird, daß die Haftflächen den mit einem Trennmittel versehenen Führungsflächen gegenüber in etwa dem gleichen Abstand nahezu parallel gegenüberstehen, sodann dar von einer Führungsfläche und einer Haftfläche gebildete Spalt nach allseitiger Abdichtung an der Umgranzungslinie der Führungsfläche mit dem Gleitwerkstoff ausgegossen wird und nach dem Erstarren des Gleitwerkstoffes eine Verschiebung des beweglichen Maschinenteiles senkrecht zur Führungsfläche erfolgt, so daß zwischen der Führungsflache und der Oberfläche der ausgehärteten Gleitwerkstoffschicht ein Spalt in doppelter Größe des Funktionsspaltes entsteht, worauf in den von der zweiten Führungsfläche und der dieser gegenüberstehenden Haftfläche gebildete Spalt nach allseitiger Abdichtung an den Umgrenzungslinien der zweiten Führungsfläche der Gleitwerkstoff eingegossen wird.
Die Aufgabenstellung bezüglich der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgeroäßen Verfahrene wird dadurch gelöst, daß auf dem feststehenden Maschinenteil mehrere Justierträger aufgesetzt sind, auf denen sich Hubböcke befinden« die eine senkrecht zu den Führungsflächen verschiebbare Tragplatte aufweisen, und daß im Duatiertrager senkrecht zu den Führungsflächen wirksame Verstellelemente gelagert sind, wobei die Hubböcke und die Verstellelemente am beweglichen Maschinenteil an den Tragplatten oder an, am beweglichen Maschinenteil befestigten Handhabungskörpern, zur Anlage kommen. Nach weiteren Ausgestaltungsmerkmalen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind an den üustierträgern Wegmeßinstrumente angeordnet, deren Meßfühler Meßflächen am beweglichen Maschinenteil oder an den Tragplatten gegenüberstehen und die Tragplatten sind wälzgelagert und weisen eine Feststellvorrichtung auf.
Ausführungsbeispiel
Die !Erfindung ist nachstehend anhand eines bevorzugten Ver~ fahrensablaufes, sowie durch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens näher erläutert·
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig, l: einen Schnitt durch eine hydrostatische Führung in
der Anfangsphase des erfindungsgemäßen Verfahrens, Fig. 2: einen Schnitt gemäß Fig. l in Fortsetzung des
Verfahrens, Fig. 3: einen Schnitt gemäß Fig. 1 in der Sndphase des
Verfahrens, Fig. 4: eine Ansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens, teilweise im Schnitt und Fig. 5: einen Schnitt nach Linie A-B, gemäß Fig. 4.
Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf die hydrostatische Führung einer Werkzeugmaschine, wobei das feststehende Maschinenteil durch ein Bett 1 verkörpert wird, auf dem als bewegliches Maschinenteil ein Bettschlitten 2 gelagert ist.
Ala Führung für den Bettschlitten 2 sind zwei Tragführungen 3, 4 und für die Tragführung 4 zwei Richtungsführungen 5, б vorgesehen, deren Führungsflächen 7, 8 am Bett 1 jeweile eine Gegenführungsfläche 9, IO am Bettschlitten 2 zugeordnet ist· Ausgehend von der ЗоіІ-і-ауѳ <it»r Gagenführunysfläcben 9, XG wurden an Bettschlitten 2 Haftflächen 11, 12 angearbeitet, welche zu den Gegenführungsflachen 9, 10 einen Abstand aufweisen, welcher der Olcka einer an die Haftflächen 11, 12 anzugießenden Gleitwerkstoffschicht 13 entspricht. Das srfindungsgemäße Verfahren wird anhand der Fig. ± bis 3 in bezug auf die Herstellung der Richtungeführung 5, б beschrieben» Ss wird davon ausgegangen, daß die Tragführungen 3, 4 bereits fertiggestellt sind. Dabei iet зз für das Verfahren unmaßgeblich, ob die Gegenführungsfläche der Tragführung 4 von einer angegossenen Gleitwerkstoffschicht gebildet wird oder als metallische Oberfläche vorliegt. Zu Beginn des Verfahrens wird der Bettschlitten 2 auf das Sett I aufgesetzt und derart ausgerichtet, daß dia Haftflächen II, 12 den mit einem Trennmittel versehenen Führungaflächen 7, B gegenüber in etwa dem gleichen Abstand nahezu parallel gegenüberstehen (Fig. l) . Ss genügt bezüglich dar Abstandsmaße und Parallelitätsgenauigkeiten Toleranzen im Bereich von zehntel Millimeter einzuhalten. Als weiterer Verfahrensschritt wird nun der von der Führungsfläche 7 und der Haftfläche 11 gebildete Spalt an der Umgrenzungslinie der Führungsfläche 7 durch Dichtstreifen 14 allseitig abgedichtet. In den so entstandenen Gießhohlraum wird eine kalt härtbare Epoxydharz-Graphit-Suspension eingegossen, welche nach dem Srstarren eine Gleitwerkstoffschicht 13 bildet, deren Oberfläche als Gegenführungsfläche 9 wirksam wird (Fig. 2). Im weiteren Verfahrensablauf erfolgt nun eine Verschiebung des Bettschlittens 2 senkrecht zur Führungsfläche 7, so daß zwischen der Führungsflache 7 und der Gegenführungsfläche 9 ein Spalt in doppelter ОгШе des notwendigen Funktionsspaltas entsteht. £s ist zweckmäßig, den Bettschlitten 2 auf dem Bett 1 in dieser Stellung zu fixieren.
In Fortsetzung des Verfahrens wird nun der von der zweiten Führungsfläche 8 und der dieser gegenüberstehenden Haftfläche 12 gebildete Spalt an der Umgrenzungslinie der Führungsfläche
8 durch Dichtstreifen 14 allseitig abgedichtet und der so entstandene Gießhohlraum mit der Spoxidharz-Graphit-Suspension auegegossen, welche nach dem Erstarren eine Gleitwerkstoffschicht bildet, deren Oberfläche als Gegenführungsfläche 10 aus dem Verfanren hervorgent (Fig· 3;. Zur besseren Verdeutlichung des Verfahrensablaufes wurden die Dichtstreifen 14 in den Fig. 2 und 3 jeweils getrennt zur Bildung der Gießhohlräume eingefugt·
In der praktischen Durchführung des Verfahrens können die Dichtstreifen 14 for beide Gießhohlräume bereits vor dem Aufsetzen des Bettschlittens 2 in die dafür vorgesehenen Nuten aufgesetzt werden· Die Verschiebebewegung des Bettschlittens 2 gegenüber dem Bett 1 zur Bildung des Spaltes 15 ist so gering, daß alle Dichtstreifen 14 infolge ihrer Elastizität diese Bewegung, ohne die Dichtheit zu beeinträchtigen, erlauben· Da die Bettschlitten größerer Werkzeugmaschinen eine beachtliche Masse aufweisen, zu dersn Verschiebung gegenüber dem Bett entsprechend hohe Verstellkräfte aufzubringen sind, ist as zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens unerläßlich, sich эіпѳг Hilfsvorrichtung zu bedienen. Diese erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus zwei Dustierträgern 16, 17, welche auf das Bett 1 aufgesetzt 3ind, wobei an der Führungsfläche 7 der Richtungeführung 5, δ eine Fixierung stattfindet.
Oeder Dustierträger 16, 17 ist mit einem Hubbock 18, 19 ausgestattet, der sine senkrecht zu den Führungsflächen 7, 8 verschiebbare, wälzgelagerte Tragplatte 20 aufweist. In den Dustierträgern 16, 17 sind ferner Feinstellschrauben 21 angeordnet, welche senkrecht zu den Führungsflachen 7, 8 wirksam sind. Die Dustierträger 16, 17 sind mit einem Feinzeiger 22 ausgestattet, dessen Meßfühler einer Meßfläche an einem Handhabungskörper 23 gegenübersteht, der am Bettschlitten 2 in dessen T-Nuten befestigt ist.
Zur Befestigung des Handhabungskörpers 23 an einem Hebezeug sind Kranösen 24 vorgesehen·
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist folgende:
Vor Beginn des arfindungsgemäßen Verfahrens werden die Oustierträger 16, 17 auf das Bett 1 in einem Abstand voneinander aufgesetzt und an der Führungsfläche 7 anliegend befestigt. Der Handhabungskörper 23 wird mit dem Bettschlitten 2 verbunden» wobei als Befestigungselemente T-Nutenschrauoen 2t> dienen. Unter Benutzung der Kranösen 24 wird nun der Bettschlitten 2 auf das Bett 1 aufgesetzt, wobei die Unterseite des Handhabungskörpers 23 auf den Tragplatten 20 der Hubböcke 18, 19 zum Aufsitzen kommt. Die Hubböcke 18, 19 sind vorher so einzustellen, daß die Gegenführungsflächen der Tragführungen 3, 4 am Bettschlitten 2 die Führungsflächen der Tragführungen 3, 4 am Bett 1 noch nicht berühren. Das Hebezeug, welches bisher zur Beförderung des Bettschlittens 2 diente, kann nun entfernt werden. Die weitere Absenkung des Bettschlittens 2 erfolgt mittels der Hubböcke 18, 19 bis zur gegenseitigen Annäherung der Führungs- und Gegenführungsflächen der Tragführungen 3, 4 auf etwa ein Zehntel Millimeter. Mit Hilfe der Feinstallschrauben 21 erfolgt nun ein Ausrichten des 3ettschliti3ns 2 derart, daß sich die Haftflächen 11, 12 den Führungsflächen 7, 8 der Richtungsführungen 5, 6 gegenüber in etwa dem gleichen Abstand nahezu parallel gegenüberstehen.
Daraufhin erfolgt das Ausgießen des Gießhohlraumes der Richtungsführung 5, wie verfahrensgemäß beschrieben (Fig. 2). Eine Verschiebung des Bettschlittens 2 während des Gießvorganges wird durch eine nicht näher dargestellte Feststellvorrichtung an der Tragplatte 20 vermieden. Zur Fortsetzung des Verfahrens werden nun die Meßfühler der Feinzeiger 22 an der Meßfläche am Handhabungskörper 23 zur Anlage gebracht und die Anzeige auf Null gestellt. Nach Lösung der Feststellvorrichtung wird der Bettschlitten mit Hilfe der Feinstellschrauben 21 senkrecht zur Führungsflache verschoben, so daß zwischen den Führungsflächen 7 und der Oberfläche der ausgehärteten Gleitwerkstoffschicht ein Spalt 15 in doppelter Größe des Funktionsspaltes entsteht. Ois Größe des Funktionsspaltes i3t dabei am Feinzeiger 22 ablesbar.
Danach wird das arfindungsgemäße Verfahren durch Ausgiaßen des Gießhohlraumes der Richtungsführung S zum Abschluß gebracht.
Oe nach Form und Größe der beweglichen Maschinenteile kann dia Ausgestaltung der Dustierträger den v¥erkstattbedingungen angepaßt werden, ohne daß dadurch das erfindungsgemäße Lösungsprinzip verlassen wird.
Das erfindungegemäße Verfahren erschließt die vorteilhafte Verfahrensweise des Gleitbelaggießens zur Herstellung hydrostatischer Führungen for großdimensionierte Bauteile, insbesondere für lange Bettschlitten von Werkzeugmaschinen· Gegenüber der vorgeschlagenen Verfahrensweise der Herstellung des Funktionsspaltes unter Beifügung einer Folie werden höhere Genauigkeiten erreicht·
2s sind geringere Sntformungskräfte notwendig, die eine Beschädigung der angegossenen Gleitbeläge ausschließen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet eine genaue, leicht durchführbare Handhabung bei der Ausführung der einzelnen Verfahrensschritte, insbesondere auch bei der Entformung.

Claims (5)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von hydrostatischen Führungen mit zwei In verschiedene Richtungen weisenden, parallel zueinander verlaufenden Führungsflächen an einem feststehenden Maschinenteil, die den Führungsflachen gegenüber parallel verlaufend angeordnet sind, зо daß sich zwischen jeder Führungsfläche und Gegenführungsfläche unter Betriebsbedingungen ein für die Funktion notwendiger Funktionsspalt ausbildet, bei dem ausgehend von der Soll-Lage der Gegenführungsflächen am beweglichen Maschinenteil in einem Abstand eine Haftfläche in der Größe der Gegenführungsfläche vorgesehen ist, an welche eine Gleitwerkstoffschicht angegossen wird, wobei das bewegliche Maschinenteil auf das feststehende Maschinenteil aufgesetzt und derart ausgerichtet wird, daß die Haftflächen den mit einem Trennmittel versehenen Führungsflachen gegenüber in atwa dam gleichen Abstand nahezu parallel gegenüberstehen und dann dar von der Führungsfläche und der Haftfläche gebildete Spalt nach allseitiger Abdichtung an der Umgrenzungslinie der Führungsfläche mit dem Gleitwerkstoff ausgegossen wird.
gekennzeichnet dadurch,
daß nach dem Erstarren des Glaitwerkstoffes eine Verschiebung des beweglichen Maschinenteiles (2) senkrecht zu der Führungsfläche (7) erfolgt, so daS zwischen der Führungsfläche
(7) und der Oberfläche der ausgehärteten Gleitwerkstoff-3Chicht ein Spalt (15) in doppelter Größe des Funktionsspaites entsteht, worauf in den von der zweiten Führungsfläche
(8) und der dieser, gegenüberstehenden Haftfläche (12) gebildeten Spalt, nach allseitiger Abdichtung an den Umgrenzungslinien der zweiten Funrungsflache (8) der Gleitwerkstoff eingegossen wird·
2» Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch,
daß auf dem feststehenden Maschinenteil (1) mehrere Oustierträger (16, 17) aufgesetzt oder befestigt sind, auf denen sich Hubböcke (18, 19) befinden, die sine senkrecht zu dan Führungsflächen (7, 3) verschiebbare Tragplatte (20) aufweisen, und daß im Justierträger (16, 17) senkrecht zu den Führungsflächen (7, 3) wirksame Verstallelemente (21) gelagert sind, wobei die Hubböcke (18, 19) und die Verstellelemente (21) am beweglichen Maschinenteil (2), an den Tragplattan (20) oder am beweglichen Maschinenteil (2) befestigten Handhabungskörpern (23) zur Anlage kommen·
3. Vorrichtung nach Punkt 2,
gekennzeichnet dadurch,
daß an den Dustierträgern (16, 17) Wegmeßinstrumenta (22) angeordnet sind, deren Meßfühler Meßflächen am beweglichen Maschinenteil (2) oder an den Tragplatten (20) gegenüberstehen«
4. Vorrichtung nach Punkt 2 oder 2 und 3, gekennzeichnet dadurch,
daß die Tragplatten (20) eine Feststellvorrichtung für dia Arretierung ihrer Verschiebebewegung aufweisen·
5. Vorrichtung nach Punkt 2 oder 2 und 4 oder 2 bis 4, gekennzeichnet dadurch,
daß die Tragplattsn (20) wälzgelagert sind· Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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