DD132600B1 - Vorrichtung zur herstellung von schnueren - Google Patents
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Description
Vorrichtung zur Herstellung von Schnüren Anwendungsgebiet der Erfindung;;
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur hochproduktiven Herstellung von Schnüren, die einen geflochtenen Charakter aufweisen und für die verschiedensten Gebiete einsetzbar sind.
Für die Herstellung von Schnüren werden in bekannter V/eise Zwirn-, Seil-, Plecht- und Kernmantelmaschinen eingesetzt. Kernmantelmaschinen können als Plecht-, Umspinn-, Umwinde- und Umkettelmaschinen ausgebildet sein·
Umkettelmaschinen gemäß DD-WP 97 236 ummanteln die vorgelegte Seele mit Nähmaschinenstichen, wobei die Mantelfäden durch die Greifer und die Nähnadel geführt werden. Die Seele wird durch ein Führungsrohr, was anstelle und in Richtung der sonst vorhandenen Kettelzunge angebracht ist als Fadenbündel oder Faserlunte zugeführt. Durch das DD-WP 116 479 ist bekannt, einen Kern aus festen Materialien, der von einer streifenförmigen Hülle umgeben ist, durch eine stark durchbrochene Ummantelung zu verfestigen.
Mit den bekannten Umkettelmaschinen kann, bedingt durch das Vorhandensein der klassischen Nähwerkzeuge, insbesondere der Nähnadel, nur ein verhältnismäßig lockerer Mantel erzielt werden. Die Stichlänge bzw. die Wirkmaschengröße des Mantels ist durch die vorhandenen Nähnadeln begrenzt. Außerdem wird durch das verhältnismäßig enge Öhr der Nähnadel die zu verarbeitende Fadenstärke begrenzt, wodurch nur verhältnismäßig
dünne Fäden im Mantel verarbeitet werden können.
Die an den bekannten Ummantelmaschinen vorhandene Vorrichtung zur Zuführung der Seele ermöglicht nur das Zuführen gebündelter Padenscharen, die je nach Art der angewandten Abzugstechnik in sich eine mehr oder weniger starke Drehung aufweisen· Die Seele kann nur geradlinig ohne Verdrehung zugeführt werden.
Ziel der Erfindung:
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die aufgezeigten Mängel zu beseitigen und eine neue Vorrichtung zu schaffen, die hochproduktiv Schnüre herstellt, durch die Flechtartikel abgelöst werden können»
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zur Schnurherateilung, mit welcher "antelfädon beliebiger Fadenstärke verarbeitet "werden können· Außerdem soll die Möglichkeit geschaffen werden, die bishsr vorhandene Begrenzung der Maschengroße zu beseitigen und extrem kleine !,laschen ..lit verhältnismäßig starken Materialien zu realisieren. Die Zuführung der Seelenfäden soll so erfolgen, daß diese nach einem im voraus festzulegenden System im Kern der Schnur liegen»
Erfindungsgemäß wird an einer an sich bekannten Urnkettelmaschine, die vorzugsweise in ihrer Funktion einer Überwendlichnähmaschine entspricht, anstelle der sonst vorhandenen Nähnadel ein PadenfUhrungsorgan eingesetzt, das ein Öhr aufweist, welches um ein Vielfaches größer ist, als das der bisher vorhandenen nähnadel. Dieses PadenfUhrungsorgan besitzt nicht - wie die bisher vorhandene Nähnadel - eine scharfe Spitze, sondern ist abgerundet, so daß beim Abgleiten der Ober- und Untergreifer-Schiingen vom Fadenführungsorgan keine Beschädigung des Fadenmaterials erfolgen kann. Das PadenfUhrungsorgan ist platinenartig in einem etwa rechteckigen Querschnitt ausgebildet, wodurch ein extrem dichtes Einstellen der Nähwerkzeuge zu einander ermöglicht wird.
Hierdurch kann mit extrem geringer Maschenlänge gearbeitet werden.
Um die Lage der Seelenfäden in der fertigen Schnur nach einem vorzubestiramenden System zu ermöglichen, ist erfindungsgemäß vor dem Zuführungsrohr einer an sich bekannten Umkettelmaschine eine drehbare Fadenführungsscheibe angeordnet, die kreisförmig angeordnete Fadenführungsösen besitzt.
Die Fadenführungsscheibe ist drehbar auf einer Hohlwelle gelagert. Im Zentrum der Hohlwelle kann eine weitere Seele zugeführt werden. Die Fadenführungsscheibe dreht sich erfindungsgemäß um die Hohlwelle, wobei keine ununterbrochene Drehung in einer Richtung erfolgt, sondern nach einer vorzubestimmenden Umdrehungszahl oder Bruchteilen einer ganzen Umdrehung eine Umkehr erfolgen kanne Durch eine hin- und hergehende Bewegung einer Zahnstange, deren Hub von einer Antriebs- und Steuereinrichtung erteilt wird, kann die drehbare Fadenführungsscheibe beliebig verdreht werden.
Die Drehgeschwindigkeit der Fadenführungsscheibe ist auf die Ummantelungsgeschwindigkeit so abgestimmt, daß vor Umkehr der Drehrichtung die Drehung der Fäden in der ummantelten Schnur durch das Zusammenschnüren des äußeren Mantels fixiert wird.
Durch die wechselweise Drehung der Fadenführungsscheibe auf der Hohlwelle wird ein sehr dichtes Ummanteln der durch die Hohlwelle zugeführten Seele ermöglicht, wodurch die im Zentrum angeordnete Seele äußerlich nicht mehr sichtbar ist.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird die Herstellung von Schnüren ermöglicht, die von klassischen FIeentschnurerzeugnissen visuell nicht zu unterscheiden sind, wodurch die Möglichkeit besteht, die bisher mit geringer Produktivität erzeugten Flechtartikel hochproduktiv abzulösen.
Durch die erfindungsgemäße Zuführungseinrichtung der Seelenfäden wird die Möglichkeit geschaffen, im Zentrum der Seele linienförmige Gebilde, wie z. B. elektrische Leiter zuzuführen, die absolut dicht ummantelt werden. Hierdurch kann ebenfalls auf die bisher angewandte wenig produktive Flechttechnik verzichtet werden.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden:
Die zugehörige Zeichnung zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Schnüren.
Die Zuführung der Mantelfäden 1 erfolgt im Bereich der Ummantelungsstelle 2.
Anstelle der sonst vorhandenen Nähnadel ist ein Fadenführung^- organ 3 mit einer Bohrung 4 eingasetzt, daß mit seiner fischen Seite parallel zum Fadenführungsrohr 5 angeordnet ist. Die vorhandenen Obergreifer 6 und Untorgreifer 7 können info1^o der flachen platinenartigen Ausbildung des FadenfiUrr-ungsorgans 3 extrem dicht an dieses herangestellt werden, wodurch sehr kleine Maschen erzeugt werden können, v/eil auch bei geringstem Abzug der fertigen Schnur der durch die Bohrung 4 geführte IJantolfaden 1 beim nach Obengehen des Fadenfährungsorgans 3 dieser vom Untergreifer 7 an der Rückseite des Fadenführungsorgans noch sicher gefangen werden kann«,
Die Zuführung der Seelenfäden 8, die aus äußeren Seelonfäden 9 und einer inneren Seele 10 bestehen können, v.'ird von starr angeordneten Spulen 11 abgezogen und einer drehbaren Fadenführungsscheibe 12 zugeleitet
Die äußeren Seelenfäden 9 werden dabei durch die in der drehbaren Fadenführungsscheibe 12 kreisförmig angeordneten Fadenführungsösen 13 geführt.
Die innere Seele 10 wird durch die äußeren Seelenfäden 9 umgeben und der als Hohlwelle 14 ausgebildeten Lagerung für die drehbare Fadenführungsscheibe 12 zugeführt.
Nach dem Verlassen der drehbaren Padenführungsscheibe 12 und der Hohlwelle 14 sind die Seelenfäden 8 so gelegt, daß die äußeren Seelenfäden 9 spiralförmig um die innere Seele 10 verlaufen, wobei der spiralförmi&e Verlauf der äußeren Seelenfäden 9 nach dem Fixieren der Umwindung im Bereich der Ummantelungsstelle 2 wieder umkehrt. Durch eine hin- und hergehende Bewegung der Zahnstange 15, deren Hub von einer Antriebs- und Steuereinrichtung 17 erteilt wird, kann die drehbare Padenführungsscheibe 12 beliebig verdreht werden.
Claims (2)
- Erfindungsansprüche:1· Vorrichtung zur Herstellung von Schnüren auf einer Umkettelmaschine mit einer Führungseinrichtung für die Seelenf"den, gekennzeichnet dadurch, daß ein platinenartiges Führungsorgan (3) welches eine Bohrung (4) für den Mantelfaden (1) besitzt, in Richtung der Längsachse des Fndenfülirungsrohres (5) angeordnet ist und das für das wechselweise Umwinden der inneren Seelenfäden (10) eine v;ahlweise drehbare Fadenführungsscheibe (12) mit kreisförmig auf die Fadenführungsscheibe (12) verteilten Fadenführungsösen (13) für die äußeren Seelenfäden (9) zugeordnet sind.
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, üaß die Fadenführungsschoibe (12) durch eine unterhalb oder oberhalb angeordnete Zahnstange (15) -nit einer Antriebs- und Steuereinrichtung (17) antreibbar ist.Hierzu !Seite Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD20124377A DD132600B1 (de) | 1977-09-28 | 1977-09-28 | Vorrichtung zur herstellung von schnueren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD20124377A DD132600B1 (de) | 1977-09-28 | 1977-09-28 | Vorrichtung zur herstellung von schnueren |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD132600A1 DD132600A1 (de) | 1978-10-11 |
| DD132600B1 true DD132600B1 (de) | 1982-05-26 |
Family
ID=5509891
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD20124377A DD132600B1 (de) | 1977-09-28 | 1977-09-28 | Vorrichtung zur herstellung von schnueren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD132600B1 (de) |
-
1977
- 1977-09-28 DD DD20124377A patent/DD132600B1/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD132600A1 (de) | 1978-10-11 |
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