DD132957B1 - Handbremseinrichtung fuer bremseinheiten von schienenfahrzeugen - Google Patents

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Siegfried Kahl
Hartmut Dolgner
Karl-Heinz Menzel
Jobst Heger
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Siegfried Kahl
Hartmut Dolgner
Menzel Karl Heinz
Jobst Heger
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Description

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Titel der Erfindung
Handbremseinrichtung für Bremseinheiten von Schienenfahrzeugen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Handbreraseinrichtung für Bromseinheiten von Schienenfahrzeugen, bei der die Zylinder der Bremseinheiten und die daran anschließenden Handbrsmshebel und flexiblen Betätigungselemente schwimmend und lageveränderlich angeordnet sind und deren Betätigung ausgehend von dem in der Längsnitte des Fahrgestells liegenden zentralen Handbremsabzug über eine Bremstraverse und Umlenkhebel erfolgt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Aus dem Kraftfahrzeugbau ist es bekannt (DE-PS 1 S47 Oll), dio Handbremse auf alle 4 Räder wirken zu lassen. So wird die am Handbrerashebel angreifende Handkraft über Seilzug oder Gestänge weiter über einen Hebelmechanismus und die Handbremsseile zu den Bremstroraraeln geleitet. Da die Brsrastrommeln indirekt als Festpunkte des Fahrzeuges betrachtet werden können, ist die Bremskrafteinleitung als Zugkraft möglich.
Es ist auch im Schienenfahrzeugbau allgemein bekannt, Handbremsen als Feststellbremsen vorzusehen. Besitzen die Schienenfahrzeuge als Hauptbremse Scheiben- und/oder Klotzbreraseinheiten, so muß die Betätigung dieser Einheiten durch die Handbremse über die Handbremseinrichtung zentral vom '-Vagenkasten
2SlUl 1982*888875
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aus erfolgen.
So ist ein Handbremsgestänge (DL PS 82 484) bekannt, bei dem der Abzugspunkt in Drehgestell-Längsmitte liegt und unter Zwischenschaltung von Hebeln, Zugstangen und Zuglaschen der Handbremsanschluß an den jeder Bremsscheibe zugeordneten Bremszylindern erfolgt. Die Betätigung der Handbremse geschieht hierbei durch eine Zugkraft am Handbremsanschluß. Es ist weiterhin bereits vorgeschlagen worden, eine Scheibenbremse (betrieblicher Stand der Technik) so auszubilden, daß der Bremszylinder und die daran anschließenden Handbrsnshebel schwimmend und bedingt durch die Verschleißnachstellung lageveränderlich angeordnet sind.
Nachteilig ist bei diesen konstruktiven Aufbau der Scheibenbremseinheit, daS die Betätigung der Handbremse nicht nehr durch eine Zugkraft über eine Gestängekette erfolgen kann. Deshalb ist dort als Betätigungselement ein flexibles Bauteil gewählt, ohne jedoch einen konkreten Lösungsweg für eine funktionstüchtige Anordnung anzudeuten, so daß hisr mit dem Hrfindungsgedanken einsetzend, neue Möglichkeiten in der Wahl der technischen Mittel sowie deran Ausbildung und Anordnung für eine Handbremseinrichtung zu suchen und zu finden waren.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Handbremseinrichtung für Oremseinheiten axt scrhwifimeriden und iagäVeränderlichen Zylindern zu entwickeln.
Darlegung des .Vesens der Erfindung
Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, eine Handbremseinrichtung zu schaffen, die gleiche Handbremskräfte an allen 3remseinheiten bei einem günstigen Handbremswirkungsgrad sicherstellt, dabei Bauteiltoleranzen und -dehnungen ausgleicht und spielfrei einstellbar ist und bei verschiedenen konstruktiven Fahrgestellausführungen, insbesondere verschiedenen Bremsausrüstungen, ohne wesentliche änderungen einsotzbar ist.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an sich bekannte Zug-Druck-Elemente einerseits am Handbremsabzug der Breraseinheiten und andererseits an den Umlenkhebeln angeschlossen sind, wobei die Umlenkhebel bei einem Radsatz mit den Zugelementen bzw. und bei dem anderen Radsatz mit den Druckelementen direkt verbunden sind. In weiterer Ausbildung der Erfindung sind die Enden der Verbindungsteile und/oder der Zug-Druck-Elemente mittels Einstelleinrichtungen an den Umlenkhebeln festgehalten. Darüber hinaus ist in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung die Abzugstraverse bei gelöster Handbremsstellung durch formschlüssige Anschläge lagestabil gehalten. Durch diese Maßnahme ist bei Bremseinheiten mit schwimmender Zylinder- und Bremshebellagerung gewährleistet, daß ausgehend von einem zentralen Handbremsabzug die mit Handbremshebeln versehenen Bremseinheiten gleichmäßig mit Bremskräften beauflagt werden· Mittels Einstelleinrichtungen können Fertigungstoleranzan ausgeglichen und eine spielfreie Lagerung aller Bauteile erreicht werden. Die lagestabile Halterung der Abzugstraverse bei gelöster Handbremsstellung vermindert den Verschleiß der Gleitbahnen und dio Geräuschentwicklung.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt eine vereinfachte Draufsicht auf die Handbremseinrichtung. In Fahrgestellrahmen 1 eines nicht dargestellten Schienenfahrzeuges sind die Radsätze 2; 21 gelagert, welche mit je zwei Scheibenbremseinheiten 3; 3' ausgerüstet sind. Die nicht näher dargestellten Zylinder der Scheibenbromseinheiten 3; 3' und die daran anschließenden Handbremshebel sind horizontal quer schwimmend und lageveränderlich angeordnet. Deder handbremsbetätigten Scheibenbremseinheit 3; 3' ist ein Umlenkhebel 5; 5' zugeordnet· Diese gleichartig ausgebildeten Umlenkhebel 5; bestehen aus miteinander verbundenen Innenhebel б; б' und
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und Außenhebel 7; 7" und sind zueinander symmetrisch in Lagerstellen 4 des Fahrgestellrahmens 1 gelagert. Die vertikale Arbeitsebene und die konstruktive Ausführung der Innen- und Außenhebel 6; 6' und 7; 7' können entsprechend den baulichen Bedingungen im Fahrgestellrahmen 1 gewählt werden. An den Innenhebeln 6; 6' und an den Handbremshebeln der Scheibenbreraseinheiten 3; 3' schließen die etwa gleichlangen Zug-Druck-Elemente 8; 8' an, die vorteilhafter Weise Bowdenzüge mit Zugseil und Druckhülle sind. Zur Erreichung eines guten Handbremswirkungsgrades und weitgehend gleicher Bremskräfte an den handgebrerasten Scheibenbremseinheiten 3; 3' sind diese Zug-Druck-Elemente 8; 8' kurz und in gleicher Einbaulage verlegt. Die Betätigung der Scheibenbremseinheiten 3 erfolgt hierbei durch direkte Koppelung der Innenhebel б mit den Zugelementen 9 und andererseits der Scheibenbromseinheiten 3' durch direkte Koppelung der Innenhebel 6' mit dem Druckelement 10' der funktionell eine Einheit darstellenden Zug-Druck-Elemente 8 bzw. 8". Die jeweils zugehörigen und gegenläufig arbeitenden Teile dar Zug-Druck-Elemente 3; 3", nämlich Druckalemente 10 und Zugelomenta 9' als Hülle und Seil, sind in Konsolen 12 und 13 des Fahrgesteilrahmens 1 abgestützt. Die Außenhebel 7; 7' der Umlenkhebel 5; 5' jeweils einer Fahrgsstellängsseite werden durch Verbindungsteile 14 über die in der Abzugstraverse 15 gelagerten Umlenkrollen 16 miteinander verbunden. Die Abzugstraverse 15 ist horizontal schwenkbar gelagert und ermöglicht im Zusammonspiel mit den Umlenkrollen 16 den Ausgleich von Toleranzen und Dehnungen der Bauteilkette. Damit werden gleiche Handbrsmskräfte an allen Scheibenbremseinheiten 3; 3' erreicht. Dio spielfreie Einstellung der Handbramseinrichtung kann durch die Einstellainrichtungen 11; 11' an den Verbindungsteilen 14 und/oder an den Zugelementen 9; 9' erfolgen. Durch dio formschlüssigen Anschläge 17 wird die Abzugstraverse 15 bei gelöster Hondbremsstellung in Querrichtung lagestabil gehalten und damit dom Verschleiß der Führungsflächen und der Geräuschentwicklung auf Grund der dynamischen Einwirkungen während des Fahrbetriebes entgegen деѵѵхгкі* Dia Anwenaung üq~ vorgeschlagenen Handbremseinrichtung ist nicht ausschließlich auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern schließt auch Schienenfahrzeuge ein, welche auf Grund ihres geringen Gewichts mit nur einer handgebremsten Bremseinheit je Radsatz auskommen.

Claims (3)

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    Erfindungsansprüche :
    1. Handbremseinrichtung für Bremseinheiten von Schienenfahrzeugen, bei der die Zylinder der Bremseinheiten und die daran anschließenden Handbrerashebel und flexiblen Betätigungselemente schwimmend und lageveränderlich angeordnet sind und deren Betätigung ausgehend von den in der Längsmitte des Fahrgestells liegenden zentralen Handbremsabzug über eine Bremstraverse und Umlenkhebel erfolgt, gekennzeichnet dadurch, daß an sich bekannte Zug-Druck-Elemente (O;8') einerseits am Handbremsabzug der 8remseinhoiten (3;3') und andererseits an den Umlenkhebeln (5;5'} angeschlossen sind, wobei die Umlenkhebel (5;5') bei sinem Radsatz (2) mit den Zugelementen (9 bzw. 9') und bei dem anderen Radsatz (2') mit den Druckelementen (10;10*) direkt verbunden sind.
  2. 2. Handbreraseinrichtung nach Pkt. 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Enden der Verbindungsteile (14) und/oder dar Zug-Druck-Elemente (8;8*) an den Umlenkhebeln (5;5') über cinstelleinrichtungen (11:11') gelagert sind.
  3. 3. Handbrenseinrichtung nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Abzugstraverse (15) bei gelöster Handbremsstellung mittels formschlüssiger Anschläge (17) lagestabil gehalten ist.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung,
DD20299377A 1977-12-29 1977-12-29 Handbremseinrichtung fuer bremseinheiten von schienenfahrzeugen DD132957B1 (de)

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CS636678A CS209217B1 (en) 1977-12-29 1978-10-02 Manual braking device for braking units of railway vehicles

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DD132957A1 DD132957A1 (de) 1978-11-22
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