DD135048B1 - Einrichtung zum gerichteten leiten von fertigungshilfsstoff - Google Patents
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Description
Titel
Einrichtung zum gerichteten Leiten von Fertigungshilfsstoff
Die Erfindung betrifft Einrichtungen zum gerichteten Leiten von Fertigungshilfsstoff (FHS) vorzugsweise an die Schnittstelle eines Werkzeuges bzw» Eindringstelle eines ¥erkzeuges in ein Werkstück insbesondere an Werkzeugmaschinen.
Es sind Werkzeugmaschinen bekannt, bei denen Düsen, aus denen der Fertigungshilfsstoff austritt, um die das Werkzeug tragende Spindel angeordnet sind· Diese Düsen sind beweglich gelagert und können jede für sich manuell verstellt werden, so daß der austretende Strahl auf die zu benetzende Stelle gerichtet werden kann. Nachteilig dabei ist, daß der Strahl aller oder einzelner dieser Düsen durch den Bediener der Maschine, entsprechend dem Bearbeitungsvorgang und dessen Fortschritt, manuell und für jede Düse einzeln nachgerichtet werden muß. Ein automatischer Betrieb der Maschine ist daher nioht möglich»
Demzufolge wurde vorgeschlagen (DE-OS 2 **37 739)» das verstellbar gelagerte Zuführrohr für den Fertigungshilfsstoff durch einen Motor zu bewegen, der in Abhängigkeit von der Vorschubbevregung des Arbeitsschlittens der Werkzeugmaschine gesteuert wird· Unter der Voraussetzung, daß vor Beginn der Bearbeitung das Zufuhrungsrohr so gerichtet ist, daß der austretende Kühlmittolstrahl auf die Spitze des Bohrwerkzeuges treffen kann,
besteht mit dieser Lösung die Möglichkeit, das Zuführungsrohr in Abhängigkeit vom Vorschub des Arbeitsschlittens stets so nachzustellen, daß der Kühlmittelstrahl immer im wesentlichen auf die Eindringstelle des Werkzeuges in das Werkstück gerichtet ist« Voraussetzung dafür ist jedoch, daß die Länge des Bohrwerkzeuges erfaßt und zur Positionierung des Zuführrohres vor Beginn des Vohrvorganges verwendet wird· Die vorgeschlagene Lösung sieht dazu für Werkzeugmaschinen mit Werkzeugwechseleinrichtung einen Fühler vor, der das in der Werkzeugwechselstation bereitstehende Werkzeug hinsichtlich seiner Länge abtastet· Die Einstellung des Fühlers wird gespeichert und die Speichereinrichtung schaltet den Nachstellmotor ab, wenn die Einstellung des Zuführrohres der Einstellung des Fühlers entspricht« Damit ist insofern der automatische Betrieb der Werkzeugmaschine möglich·
Nachteilig ist der für die Fühleinrichtung und der für die weitere Verarbeitung der so ermittelten Information erforderliche Aufwand, Zu dem kann die Einrichtung nur für Bohrer und bohrerähnliche Werkzeuge eine hinreichend genaue Information für den Nächstelimechanismus liefern« Bei Messerköpfen beispielsweise ist die erfühlte Information kaum für eine genaue Ausrichtung des Zuführrohres auf die Schnittstelle des Werkzeuges zu gebrauchen. Offensichtlich ist die vorgeschlagene Lösung dafür auch nicht vorgesehen.
Hinsichtlich des Ausnutzungsgrades des Fertigungshilfsstoffes hat sich ein einziges Zuführrohr insbesondere bei der Zufuhr des FHS unter hohem Druck als ungünstig erwiesen, da sehr viel Fertigungshilfsstoff wirkungslos von der benetzten Stelle abspritzt und außerdem kann beim Bohren, bedingt durch die Form des Bohrers der Fertigungshilfsstoff nur in Intervallen in die Bohrung eindringen, nämlich immer dann, wenn die Bohrernut kurzzeitig die Bohrung an der Stelle freigibt, an der der Hilfsstoffstrahl auftrifft.
Die Möglichkeit zum gleichzeitigen und gegebenenfalls sowohl manuellen als auch automatischen Verstellen mehrerer Düsen bietet die mit dem Urheberschein SU 565808 vorgeschlagene Lösung· Hier ist ein zentraler Ring mit jeweils einer Kulis-
senführung versehen, in welcher ein mit der schwenkbar gelagerten Düse verbundener Zapfen geführt ist· Die Kulissenführung ist gegenüber der Schwenkachse der Düse geneigt angeordnet» Bei einer Schwenkung des Ringes verschiebt die Kulissenführung den Zapfen tangential zur Lagerung der Düse, wodruch diese um ihre Schwenkachse betfegt wird»
Unter Beachtung vertretbarer Dimensionierungen gestattet diese Lösung das Schwenken der Düsen nur um einen relativ kleinen Schwenkwinkel. Infolge dessen kann der Fertigungshilfsstoffstrahl nur einen relativ kleinen Flächenbereich treffen» Bei Fräsmaachinen beispielsweise werden jedoch Werkzeuge verwendet, deren sich in Achsrichtung erstreckende Dimensionen sehr unter« schiedlich sind, z.B. Bohrer und Scheibenfräser» Das Leiten des FIIS-Strahles auf die Schnittstelle sowohl des Bohrers als auch des Scheibenfräsers verlangt daher einen relativ großen Schwenkwinkel der Düse»
Das Schwenken der Düse führt desweiteren zu unterschiedlichen Auf tr© ff winke In des FHS-Strahles auf das Werkzeug, wodurch, je nach Winkel, mehr oder weniger FHS wirkungslos von demselben abprallt und nur ein Teil zweckentsprechend wirken kann. Desweiteren hat das Schwenken der Düse den Nachteil, daß mit zunehmend spitzerem Winkel zwischen Düsenachse und Werkzeugaehse die Düsenverstellung um kleinere Winkel erfolgen muß, wenn der Auftreffwinkel des FHS-Strahls auf dem Werkzeug kontinuierlich der wandernden Schneid- oder Eindringstelle nachgeführt werden soll» Dies erfordert einen sehr fein verstellbaren Mechanismus»
Nachteilig an dieser Lösung ist auch, daß sie nur das Verstellen aller Düsen gemeinsam zeigt» Für Anwendungsfalle, wo verschiedene FHS-Strahlen an unterschiedlichen Stellen auftreffen sollen, also z.B. am Werkzeug und am Werkstück, ist sie daher nicht geeignet.
Ziel йег щ Erfindung
Im Interesse der Unterstützung dos Bearbeitungsvorganges hinsichtlich der Kühlung und Schmierung von Werkzeug und Werkstück
und der Abführung von Spänen unmittelbar aus dem Bearbeitungsraum setzt sich die Erfindung das Ziel
- eine optimale Nutzung des Fertigungshilfsstoffes auch bei mehrschneidigen Werkzeugen durch eine gezielte Zuleitung desselben an den Bedarfsort zu erreichen,
- die Verteilung des Fertigungshilfsstoffes auch über größere Flächen z.B. Zuleitung an die Achsschnittstelle sowie an bestimmte Stellen des Werkstückes zu deren Kühlung oder über die gesamte freie Länge längerer Werkzeuge zu ermöglichen«
Die Mängel der nächstliegenden Lösung werden durch die Verwendung eines allen Düsen gemeinsamen Stnierteils verursacht und dadurch, daß die Verstellung der Düsen durch Schwenken erfolgt· Die Verwendung einer Kulissenführung für den Schwenkzapfen gestattet bei vertretbarer Dimensionierung nur einen kleinen Schwenkwinkel«,
Bs ist daher Aufgabe der Erfindung, eine manuelle oder automatisch zu betätigende Einrichtung zu schaffen, die einen oder mehrere Fertigungshilfsstoffstrahlen auf Punkte verschiedenen Abstandes von der Spindelnase richtet, wobei der FES-Strahl entweder unter variablem oder unter konstantem Winkel auftreffen und bei variablem Winkel einen relativ weiten Winkelbereich überstreichen soll· Die FHS-Strahlen sollen sowohl gemeinsam als auch separat verstellbar sein· Der gesamte Aufbau der Einrichtung soll eine Veränderung der jeweiligen Richtung des FHS-Strahls durch die bei der FHS-Zufuhr unter hohem Druck auftretenden Kräfte nicht zulassen·
Die drfindungsgemäße Lösung geht von mehreren um die Arbeitsspindel angeordneten Düsen aus·
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß mindestens eine der Düsen das getriebene Element eines an sich bekannten Kurbel- oder Schraubongetricbes ist, dessen treibendes Element um die Achse der Arbeitsspindel oder um eine
zu dieser parallele oder in radialer Richtung unter einem beliebigen ¥inkel zur Achse angeordnete Achse manuell oder mittels Kraftantrieb drehbar oder schwenkbar ist. Dabei ist die Düse in Abhängigkeit von den geometrischen Verhältnissen des Getriebes im oder am Spindelstock in radialer Richtung zur Spindelachse verschiebbar,, wobei die radiale Bewegungsebene in einem beliebigen Abstand zur Drehmitte der Arbeitsspindel angeordnet sein kann oder sie ist um eine die Achse der Arbeitsspindel kreuzende Achse schwenkbar. Bei Ausbildung der erfindungsgemäßen Lösung mittels eines Kurbelgetriebes ist die Düse an die Koppelstange desselben angelenkt. Die Kurbel ist vorteilhaft als Zahnrad mit planseitig befestigtem Kurbelzapfen ausgebildet. Die Anlenkung der Düse an die Koppelstange wie auch deren Anlenkung an den Kurbelzapfen erfolgt vorteilhaft Jeweils mittels eines Kurbelgelenkes.
Erfindungsgemäß ist jeweils eine Düse mit einem solchem Getriebe versehen. Der Antrieb desselben erfolgt entweder direkt auf das Zahnrad, so daß jede Düse einen separaten Antrieb aufweist oder durch ein zentrales Treibrad, welches vorteilhaft konzentx'isch zur Arbeitsspindel der Werkzeugmaschine angeordnet ist und das Zahnrad antreibt, so daß mehrere Düsen gemeinsam von einem zentralen Antrieb betätigt werden.
Ist die erfindungsgemäße Lösung mittels eines Schraubenantriebes ausgebildet, dann ist die Düse mit der Mutter desselben starr oder über ein Schwenkgestänge verbunden. Die zugehörige Schraube ist mit einem Zahnrad versehen. Auch hier ist der Antrieb direkt auf dieses Zahnrad als Einzelantrieb für eine Düse oder über ein zentrales Treibrad ab Antrieb für mehrere Düsen vorgesehen.
Vorteilhaft sind einzelne der jeweils eine Düse bewegenden Kurbel- oder Schraubengetriebe nach unterschiedlichen Parametern (Gewindesteigung, Kurbelmaße) ausgebildet, so daß bei deren Antrieb durch ein zentrales Treibrad die eingeleitete Bewegung zu unterschiedlich großen Bewegungen der einzelnen Düsen führt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gegeben, daß von der Gesamtzahl der vorgesehenen Düsen einzelne oder alle eine von einander abweichende Neigung der Achse ihres Düsenkanals zur Achse der Arbeitsspindel bei einer Grundstellung des Treibrades aufweisen«
Die Punktion der erfindungs gemäß en Einrichtung wird anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele beschrieben·
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: eine schwenkbare Düse als getriebenes Element eines Kurbelgetriebes
Fig· 2: eine radial verschiebbar geführte Düse als getriebenes Element eines Kurbelgetriebes
Fig. 3: eine schwenkbare Düse als getriebenes Element eines Schraubengetriebes
Fig« ki eine radial verschiebbar geführte Düse als getriebenes Element eines Schraubengetriebes
Eine Düse 1 ist gemäß Fig. 1 um eine Achse 2 schwenkbar und mittels eines Kugelgelenkes 3 in· der Koppelstange h eines Kurbelgetriebes, dessen Kurbelscheibe als Zahnrad 5 ausgebildet ist und planseitig den Kurbelzapfen 6 trägt, gelagert· Die Koppelstange k ist mittels eines weiteren Kugelgelenkes 7 am Kurbelzapfen 6 angelenkt· Das um die Achse 8 drehbare Zahnrad 5 greift in ein weiteres Zahnrad, hier als Kegelrad 9 ausgebildet, welches als zentrales konzentrisch zur Achse 10 der Arbeitsspindel angeordnetes Treibrad gestaltet ist«
¥ird das Kegirad 9 um einen gewissen Winkel um die Achse 10 gedreht, dann wird auch das Zahnrad 5 um eine Achse 8 gedreht, wobei der Kurbelzapfen 6 auf einem Kreisbogen mitbewegt wird. Die an den Kurbelzapfen 6 angelenkte Koppelstange k überträgt die aus der Bewegung des Kurbelzapfens б resul-
tierende translatorische Bewegung über das Kugelgelenk 3 auf das der Düsenöffnung abgewandte Ende der Düse 1, wodurch diese um die Achse 2 geschwenkt wird.
Die Bewegung des Kurbelgetriebes kann jedoch auch separat ohne das zentrale Treibrad, hier Kegelrad 9, erfolgen, indem der Antrieb mit der Achse 8 des Zahnrades 5 verbunden ist. Gemäß Fig. 2 ist eine Düse 11 als getriebenes Element eines Kurbelgetriebes dargestellt, die in einer Führung 12, die in der Stirnwand des Spindelstockes 13 angeordnet sein kann, verschiebbar geführt ist. An ihrem, der Düsenöffnung abgewandten Ende, ist sie mit einer Stange 14 verbunden, an welche die Koppelstange 15 des Kurbelgetriebes angelenkt ist. Andererseits ist die Koppelstange 15 am Kurbelzapfen 16 angelenkt, der mit dem Zahnrad 17, welches als Kurbelscheibe ausgebildet ist, verbunden ist. Das Zahnrad 17 greift mit seiner Verzahnung in die Verzahnung eines weiteren Zahnrades 18, welches als zentrales koaxial zur Achse 10 der Arbeitsspindel angeordnetes Treibrad dient. Eine Bewegung des zentralen Treibrades, hier Zahnrad 18, um die Achse 10 führt zu einer Drehbewegung des Zahnrades 17, wodurch der Kurbelzapfen 16 auf einem Kreisbogen bewegt wird. Die dadurch über die Koppelstange 15 auf die Stange 14 übertragene translatorische Bewegung wird auch der mit der Stange 14 verbundenen Düse 11 mitgeteilt, wodurch dieselbe in der Führung 12 bewegt wird.
Eine Düse 19 als getriebenes Element eines Schraubengetriebes zeigt schematisch Fig. 3.
Sie ist auf der Achse 20 schwenkbar gelagert und an ihrem der Düsenöffnung abgewandten Ende mit einer Stange 21 gelenkig verbunden, die andererseits mit der Mutter -22, welche von der Schraube 23 getragen wird, verbunden ist. Eine Drehung der Schraube 23 um ihre Achse 24 hat eine translatorische Bewegung der Mutter 22 zur Folge, welche über die Stange 21 auf das der Düsenöffnung abgewandte Ende der Düse 19 übertragen wird und das Schwenken der Düse 19 um die Achse 20 bewirkt. Wie die Lagerung der Schraube 23 und deren Antrieb erfolgen kann, ist in Fig. 4 dargestellt.
Hier ist eine Düse 25 starr mit einer Mutter 26, welche von einer Schraube 27 getragen wird, verbunden* Die Schraube 27 ist in Lagern 28; 2$ drehbar gelagert und trägt ein Zahnrad, hier Kegelrad 30· Dieses Kegelrad 30 greift in die Verzahnung eines weiteren Kegelrades 31) welches hier als zentrales Treibrad dient, daß um die Achse 10 der Arbeitsspindel drehbar angeordnet ist· Die Düse 25 ist in einer Pührung 32, die in der Stirnwand des Spindelstockes 33 angeordnet ist, verschiebbar geführt. Pur den Anschluß der Zuleitung 3k ist die Düse 25 mit einem Anschlußstück 35 versehen, dessen Kanal 36 im Kanal 37 der Düse 25 mundet.
Soll die Düse 25 verstellt werden, so wird das zentrale Treibrad, hier Kegelrad 31» um die Achse 10 gedreht, wobei über das Kegelrad 3° auch die Schraube 27 gedreht wird. Infolge dessen führt die Mutter 26 eine trans la tori sehe Bet/egung aus, die infolge der starren Verbindung von Mutter 26 und Düse 25 direkt auf die Düse 25 übertragen wird und zu einer Verschiebung derselben in der Führung 32 führt·
Bei jeder dieser und anderon möglichen Ausführungsformen der erf indungs gemäß en Lösung kann der Antrieb des jeder Düse zugeordneten Kurbel- oder Schraubengetriebes sowohl über ein zentrales Treibrad für den gemeinsamen Antrieb mehrerer Düsengetriebe als auch für jedes Düsengetriebe gesondert durch einen direkt auf die Kurbel oder die Schraube wirkenden Antrieb erfolgen.
Zeichnerisch nicht dargestellt ist eine zweckmäßige Ausführungsform der translatorisch bewegbaren Düsen 11 und 25, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß dieselben zur Achse 10 der Arbeitsspindel hin geneigt ausgeführt sind und somit der FHS-Strahl unter einem konstanten Winkel auf das in der Arbeitsspindel aufgenommene Werkzeug auf triff t, ¥ird die Düse 11 oder 25 in der Führung 12 oder 32 verschoben, dann trifft der FHS-Strahl näher oder ferner von der Stirnwand des Spindelstockes-13 oder 33 auf das Werkzeug oder Werkstück, jedoch stets unter dem gMchen Winkel· Dieser Winkel ist bezüglich der bestmöglichen Ausnutzung des Fertigungshilfsstoffes optimal gewählt und zwar so, daß so wenig wie möglich Fertigungshilfs-
Stoff ѵош Werkzeug oder Wex'kstück ungenutzt abprallt. Dadurch wird auch eine geringere Belastung der Umwelt durch abspritzenden Fertigungshilfsstoff erreicht bzw. werden die Umhausung und Klimatisierungseinrichtungen gekapselter Maschinen weniger belastet. Andererseits wird der Zerspanungsprozeß durch optimale Versorgung mit FHS besser unterstützt.
Bei ständig wiederkehrenden gleichen Eertigungsaufgaben können die Düsen eine unterschiedliche Neigung zur Achse der Arbeitsspindel erhalten, wodurch der FHS-Strahl jeder Düse an seinem Auftreffort am Werkzeug oder Werkstück optimal genutzt werden kann. Dies gilt sowohl für die translatorisch bewegbaren Düsen als auch für die schwenkbaren. Die erfindungsgemäß bewegten schwenkbaren Düsen haben desweiteren den Vorteil, daß sie in einem weiten Schwenkbereich bewegt werden können, so daß der Auftreffort des FHS-Strahles sowohl auf der gesaraten Länge des Werkzeuges als auch an einer bestimmten Stelle des Werkstückes, die gegebenenfalls intensiv gekühlt werden muß, liegen kann. Infolge des erfindungsgemäß mölichen separaten Antriebes einer Düse, kann eine solche beispielsweise auch zum Bespülen einer Fläche an der Werkzeugmaschine benutzt werden, z.B. um dort Späneanhäufungen, die bekanntlich Wärmenester bilden, zu vermeiden» Dazu würde eine schwenkbare Düse ständig über ihren gesamten Verstellbeaeich bewegt. Der separate Antrieb gibt auch die Möglichkeit, jeder Düse eine bestimmte Lage zum Werkzeug oder Werkstück unter zu geben, so daß durch die Zahl der vorhandenen Düsen unterschiedlichsten Anforderungen an die Zuführung von Fertigungshilfsstoff entsprochen werden kann, Daboi ist durch die Kombination der beiden Düsenantriebe und der Verstellmöglichkeiten der Düsen eine gute Auswahl möglich.
Die erfindungsgemäße Lösung gestattet sowohl das manuelle als auch das automatische Ausrichten einzelner oder .mehrerer Fertigungshilfsstoff strahlen sowohl durch einen zentralen Antrieb als auch durch Ginzelantriebe. Dadurch kann in Abhängigkeit vom Arbeitsprogramra der !laschine, entsprechend den Erfordernissen dos Bearbeitungsprozesses, manuell oder automatisch dio Zuführung des FertigungshilfsstoffeR an die Schnittstolle, die Eindringetolle des Werkzeuges in das Werkstück und an andere Stellen an Werkzeug, Werkstück und an der Maschine erfolgen.
Der Fertigungsprozeß wird dadurch, optinal unterstützt und der Fertigungshilfsstoff4 in hohem Grade ausgenutzt. Dadurch wird der sogenannte "шаппагтѳ" bzw» "mannlose11 Betrieb einer Werkzeugmaschine auch insofern ermöglicht·
Claims (12)
1. Einrichtung zum gerichteten Leiten von Fertigungshilfsstoff an die Schnittstelle eines Werkzeuges bzw. die Eindringstelle eines Werkzeuges in ein Werkstück, mit im oder am Spindelstock der Werkzeugmaschine um die Arbeitsspindel angeordneten beweglichen Düsen, gekennzeichnet dadurch,
äaß mindestens eine der Düsen (1; 11; 19; 25) getriebenes Element eines an sich bekannten Kurbel- oder Schraubengetriebes, mit einem um die Achse (10) der Arbeitsspindel oder eine zu dieser parallele oder in radialer Richtung unter einem beliebigen Winkel zur Achse (10) angeordnete Achse (8; 24) manuell oder mittels Kraftantrieb drehbaren Treibrad (9ϊ 18; 31) ist und daß die Düse(n) (11; 25;1; 19) in einer im oder am Spindelstock (13) vorgesehenen, sich in radialer Richtung zur Achse (10) der Arbeitsspindel erstreckenden Führung (12; 32) angeordnet oder um eine die Achse (10) der Arbeitsspindel kreuzende Achse (2; 20) schwenkbar gelagert ist·
2· Einrichtung nach Punkt 1
gekennzeichnet dadurch,
gekennzeichnet dadurch,
daß die Düse (1) an die Koppelstange (4) des Kurbelgetriebes angelenkt ist.
3. Einrichtung nach Punkt 1 und 2
gekennzeichnet dadurch,
gekennzeichnet dadurch,
daß die Kurbel des Kurbelgetriebes aus einem Zahnrad (5) mit planseitig befestigtem Kurbelzapfen (6) besteht.
4. Einrichtung nach Punkt 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlenkung der Düse (1) an ihre Koppelstange (4) sowie die Anlenkung dieser Koppelstange (4) an ihren Kurbelzapfen (6) jeweils als Kugelgelenk (7) ausgebildet ist.
5. Einrichtung nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß die Düse (19; 25) mit der Mutter (22;26) des Schraubengetriebes verbunden ist·
6. Einrichtung nach Punkt gekennzeichnet dadurch, daß die um eine die Achse (10) der Arbeitsspindel kreuzende Achse (20) schwenkbare Düse (19) über ein Gestänge (21) mit der Mutter (22) verbunden ist.
7. Einrichtung nach Punkt gekennzeichnet dadurch, daß die Düse (25) starr mit der Mutter (26) verbunden ist.
8. Einrichtung nach einem der Punkte 5 bis gekennzeichnet dadurch, daß die Schraube (23; 27) ein Zahnrad (30) trägt, welches in das Treibrad (31) eingreift.
9· Einrichtung nach einem der Punkte 1 bis gekennzeichnet dadurch, daß jedes der eine Düse (1; 11; 19; 25) bewegenden Kurbel- oder Schraubengetriebe in ein separates Treibrad eingreift.
10. Einrichtung nach einem der Punkte 1 bis gekennzeichnet dadurch, daß mehrere der jeweils eine Düse (1; 11; 19; 25) bewegenden Kurbel- oder Schraubengetriebe mit einem zentralen Treibrad (9; 18; 31) gekoppelt sind, welches koaxial zur Arbeitsspindel angeordnet ist.
11. Einrichtung nach einem der Punkte 1 bis gekennzeichnet dadurch, daß einzelne der jeweils eine Düse (1; 11; 19; 25)
bewegenden Kurbel- oder Schraubengetriebe von einander abweichende Parameter aufweisen·
12· Einrichtung nach einem der Punkte 1 bis 11 gekennzeichnet dadurch,
daß die Achse des Düsenkanals in einer Grundstellung des Treibrades entweder bei allen Düsen im gleichen Winkel zur Achse (10) der Arbeitsspindel geneigt oder einzelnen Düsen eine separate Neigung zugeordnet ist.
Hierzu „pi...Seiten Zeichnungen
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| Publication number | Publication date |
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| SU973306A1 (ru) | 1982-11-15 |
| CS217407B1 (en) | 1983-01-28 |
| DD135048A1 (de) | 1979-04-11 |
| DE2905579A1 (de) | 1979-09-27 |
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