DD136452B1 - Injektionskanuele fuer den einmalgebrauch - Google Patents
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Description
Es sind Injektionskanulen fur den Emmalgebrauch bekannt, bei denen die Kanulenrohre in den Kunststoffansatzen eingeklebt sind
Abgesehen davon, daß der Haftsitz bei diesen Kanülen sich in vielen Fallen als nicht ausreichend herausgestellt hat, erfordert deren Herstellung einen relativ hohen Aufwand an Kosten und Zeit gegenüber den Kanülen, bei denen die Kanulenrohre in den Kunststoffansatzen nach dem Verfahren des Umschmelzens befestigt werden (CH 394500, AT 228381) Beim Klebverfahren ist des weiteren nachteilig, daß zur Herstellung eines ausreichenden Festsitzens eine genaue Passung erforderlich ist deren Herstellung nur mit einem erhöhten technischen Aufwand verbunden st Vornehmlich bei Injetctionskanuien mit sehr dünnen Kanulenrohren ist dieses Verfahren mit Schwierigkeiten verbunden Bei loser Passung wird aber bei Verwendung von Klebstoff die Befestigung des Kunststoffansatzes nicht genügend sicher sein
Die nach dem Verfahren des Umschmelzens erzielte Verankerung des Kanulenrohres im Kunststoffansatz beruht vor allem auf der Tatsache, daß der in der Buchsenbohrung fließfähig gewordene Kunststoff das KanulenrohT umfließt und beim Abkühlen infolge behinderter Schrumpfung einen Kraftschluß mit überlagerter Adhasionswirkung mit dem Kanulenrohr bewirkt Der Nachteil dieser Verankerung des Kanulenrohres m Kunststoffansatz besteht dann, daß der anfanglich hohe Festsitz insbesondere infolge der Spannungsrelaxation des Kunststoffes mit der Zeit nachlaßt und somit eine längere Lagerhaltung der Kanüle nicht gestattet Der Abbau des Festsitzes wird noch beschleunigt, wenn die Kanülen unter ungunstigen klimatischen Bedingungen (z 8 bei feuchtwarmem Klima) lagern Unter solchen Bedingungen kann der Abbau des Festsitzes soweit gehen daß die ursprüngliche Verankerung des Kanulenrohres im Kunststoffansatz völlig verloren geht und daß sich das Kanulenrohr ohne besonderen Kraftaufwand mit der Hand aus dem Kunststoffansatz herausziehen !aßt Es wurde versucht, diesem Abbau des Festsitzes durch Anreicherung des Kunststoffes (z B Polyamid) mit Verstarkungsmatenahen (z. B Glasfasern) und v-Bestrahlung der Kunststoffansatze in einer Dosis bis höchstens zur Gelbildung entgegenzuwirken
Obwohl einerseits durch diesen Zusatz an Verstarkungsmatenalien mit oder ohne zusätzliche Bestrahlung der Abbau des Festsitzes verringert werden konnte, mußte andererseits ungunstigerweise festgestellt werden, daß durch den Zusatz der Verstarkungsmatenalien die pharmazeutiscne Eignung des Kunststoffes sich verschlechtert, der Kunststoffpreis steigt die Farbbnllanz des Ansatzes sich verschlechtert, der Materialverbrauch infolge einer geringeren Regeneratverarbeitungsmoglichkeit steigt und der Verlust an Farbbrillanz die Zumischung einer größeren Farbstoffmenge erfordert, um einen ausreichenden Ausgleich zu schaffen Auch wird hier die Anschnittstelle am Ansatz besonders auffallig und es ist vor allem ein hoher Verschleiß der Spntzwerkzeuge und der Spritzgießautomaten zu verzeichnen
Mit der Anwendung der Erfindung soll ein von den klimatischen Bedingungen unabhängiger dauerhafter und standig ausreichender Festsitz des Kanulenrohres im Kunststoffansatz erreicht werden, ohne daß negative Auswirkungen auf die Farbbrillanz auftreten oder größere Farbstoffmengen zur Beibehaltung der Farbbrillanz erforderlich sind und ohne daß die Anschnittstelle am Kanulenansatz besonders auffällig ist
Außerdem soll eine bei der Kunststoffverarbeitung normale Standzeit der Werkzeuge und Spritzgießautomaten nicht unterschritten werden
Mit der Erfindung soll eine Injektionskanule fur den Einmalgebrauch geschaffen werden, deren Festsitz unabhängig von der Lagerungsdauer und den klimatischen Bedingungen standig die voile Gebrauchsfahigkeit gewahrleistet, ohne daß hierfür größere Mittel erforderlich sind
Erfindungsgemaß ist die Aufgabe gelost worden durch den Einsatz eines fur die Chemiefaser-und Folienproduktion bestimmten Polyethylenterephthalates (das gemäß dem 1974 im Verlag Chemie Moskau erschienen Werkes von Rogowin ,Osnowy chimii ι technologii wolokon ' Bd Il S 140 eine relative Molekulmasse von 20000 bis 30000 aufweist) zur Herstellung des Kanuienansatzes im Spritzgußverfahren und durch dessen Verbinden mit dem Kanulenrohr durch Umschmelzen
Der zu der Injektionskanüle gehörende Kunststoffansatz wird im Spritzgießverfahren mittels einer üblichen Schneckenkolbenspritzgießmaschine und eines entsprechenden formgebenden Spritzgießwerkzeuges hergestellt.
Das Spritzgießwerkzeug ist so ausgelegt, daß die Bohrung des Ansatzes zur späteren Aufnahme des Kanüienrohres etwas großer gehalten ist als der Außendurchmesser des Kanülenrohres. Als Kunststoffmateriai wird ein für die Chemiefaser- und Folienproduktion bestimmtes Polyethylenterephthalat mit einer relativen Moiekülmasse von 20200 eingesetzt, welches unmittelbar vor der Spritzgießverarbeitung getrocknet wird bis zu einem Restfeuchtigkeitsgehalt von <0.01 %. Die Zylindertemperaturen der Spritzgießmaschine betragen 498/548/583K, die Schneckendrehzahl lOOU/min, der Nachdruck 4MPa. Nach der so erfolgten Herstellung des Kunststoffansatzes wird das Kanülenrohr in die erwähnte Bohrung des Kunststoffansatzes eingeschoben und erwärmt.
Der fließfähig werdende Kunststoff der Wandung der Ansatzbohrung umfließt das Kanülenrohr, wobei nach dem Erkalten des Materials die feste Verbindung zwischen beiden Teilen hergestellt ist.
Mit der gleichen maschinellen Ausrüstung, wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben, werden Kanülenansätze aus einem für die Chemiefaser- und Folienproduktion bestimmten Polyethylenterephthalat (PETP) mit einer relativen Molekülmasse von 26500 hergestellt.
Das Granulat ist dazu ebenfalls auf einen Restfeuchtigkeitsgehalt von S0.01 % zu trocknen. Die wesentlichsten maschinellen Verarbeitungsparameter sind: Zylindertemperatur 533/548/583 K, Schneckendrehzahl 100 U/min, Nachdruck 6MPa.
Die Herstellung der Verbindung zwischen den mit vorstehenden Parametern produzierten Kanülenansätzen und den Kanülenrohren erfolgt in gleicher Weise wie im Ausführungsbeispiel
Für die Chemiefaser- und Folienproduktion bestimmtes Polyethylenterephthalat mit einer relativen Molekülmasse von 29400 wird auf einen Restfeuchtegehalt von 0,008% getrocknet.
Nach Eingabe dieses Granulats in die Spritzgießmaschine erfolgt die Kanülenansatzherstellung mit den Maschinenparametern 553/558/563K Zylindertemperatur, 150U/min Schneckendrehzahl und 7MPa Nachdruck.
Das anschließende Umschmelzen der Kanülenrohre mit den vorstehend hergestellten Kanülenansatz erfolgt in gleicher Weise wie im Ausführungsbeispiel
Claims (1)
- Erfindungsanspruch:Injektionskanule fur den Einmalgebrauch mit einem im Spritzguß hergestellten und durch Umschmelzen mit dem Kanulenrohr verbundenen Kanulenansatz, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanulenansatz aus Polyethylenterephthalat einer relativen Molekulmasse von 20000 bis 30000 hergestellt ist.Anwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Injektionskanule fur den Einmalgebrauch mit einem im Spritzguß hergestellten und durch Umschmelzen mit dem Kanulenrohr verbundenen Kanulenansatz, wie sie auf dem Gebiet der medizinischen Behandlung sowohl auf dem Sektor der Humanmedizin als auch der Veterinärmedizin zu Injektionszwecken und zum Zweck der Blutentnahme verwendet wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD20543278A DD136452B1 (de) | 1978-05-18 | 1978-05-18 | Injektionskanuele fuer den einmalgebrauch |
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| DD136452A1 DD136452A1 (de) | 1979-07-11 |
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1978
- 1978-05-18 DD DD20543278A patent/DD136452B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD136452A1 (de) | 1979-07-11 |
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