DD136640A1 - Verfahren zur herstellung von betonzellen - Google Patents

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DD136640A1
DD136640A1 DD20553078A DD20553078A DD136640A1 DD 136640 A1 DD136640 A1 DD 136640A1 DD 20553078 A DD20553078 A DD 20553078A DD 20553078 A DD20553078 A DD 20553078A DD 136640 A1 DD136640 A1 DD 136640A1
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DD20553078A
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Karl-Heinz Bader
Werner Bartel
Wolfgang Walther
Jan Wartenberg
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Bauakademie Ddr
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zellen, insbesondere Betonzellen, bestehend aus einer oder mehreren Platten aus Beton, Leichtbeton, Glasfaserbeton, oder einem anderen aushärtenden Werkstoff und einer die Form der Zelle herstell enden Tragkonstruktion, vorwiegend für Wände, Decken und Stützen des Industrie- und Gesellschaftsbaues. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Zellen, insbesondere Betonzellen, ohne bzw. mit den verschiedenen Arten von Versatzteilen vorwiegend für Wände, Stützen und Decken des Industrie- und Gesellschaftsbaues zu schaffen, das keinen speziellen maschinentechnischen Aufwand erfordert. Das Wesen der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß Platten Aussparungen erhalten, durch die die Verbindung der Platten mit einer Form der Zelle herstellenden Tragkonstruktion erfolgt, indem Stäbe der Tragkonstruktion und/oder Zulageteile in die Aussparungen ragen oder indem die Tragkonstruktion mit in die eingesetzten Anschlußteilen oder Bewehrungsteilen verbunden und die Aussparungen verfüllt werden. Zur Aufnahme von Versatzteilen wurden Einlegeteile in die Platten eingebracht.

Description

/τ.--. Titel der Erfindung V..··
Verfahren zur Herstellung von Zellen, insbesondere Betonzellen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zellen, insbesondere Betonzellen, vorwiegend, für Wände, Stützen und Decken des Industrie- und Gesellschaftsbaues*
O
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß Betonzellen durch Anbetonieren der äußeren Betonplatten an den Bewehrungskorb hergestellt werden. Dabei wird ein stabiler Bewehrungskorb und die entsprechende Betonmenge in eine waagerecht liegende Form eingebracht. l?ach Erreichen einer entsprechenden Festigkeit der Betonplatte kann der Bewehrungskorb mit der anbetonierten Platte aus der Form genommen und die Platte der anderen Seite anbe~
toniert werden. Zur Verkürzung der Taktzeit werden die Formen beheizt. Der Bewehrungskorb wird in den in der Schalung befindlichen Beton abgesenkt oder nach Einlegen des Korbes wird der Beton eingebracht.
Nachteilig ist die erforderliche Zeit zur Erzielung einer Mindestfestigkeit der Betonplatten« Die Taktzeit für eine Zelle beträgt dadurch mehrere Stunden.
pur eine Serienproduktion von Betonzellen sind damit mehrere beheizbare Formen, die eine größere Produktionsfläche benötigen, erforderlich. Weiter bereitet das Betoneinbringen für die zweite Platte vor allem bei dünnwandigen Zellen Schwierigkeiten. Bei dünnwandigen Zellen mit sehr geringem Abstand zwischen den Platten muß der Korb in den Frischbeton abgesenkt v/erden. Das ist aber nur möglich, wenn keine Versatzteile vorhanden sind, da sie beim Absenkvorgang den Frischbeton nicht verdrängen können. Durch diese Technolo- gie ist es auch nicht möglich, größere Genauigkeiten der Dicken der Betonplatten und der Zellen zu erreichen. Die Fertigung der Betonzellen erfolgt im allgemeinen in einem stationären Werk, Durch den Transport kompletter Betonzellen auf die Baustelle ergibt sich
4-0 als weiterer Nachteil eine schlechte Auslastung des Transportmittels in bezug auf seine zulässige Belastung,
Weiterhin ist bekannt, daß schmale Plattenstreifen separat gefertigt und an ihren Längsrändern durch eine fachwerkartige Konstruktion miteinander verbunden werden.
Nachteilig ist dabei, daß die Plattenstreifen so schmal sein müssen, daß die Plattenverbindung aus statischen Gründen einen Maximalabstand nicht überschreitet. Dadurch ergibt sich als weiterer Nachteils. daß die Anzahl
der Zellenstöße größer wird.
In DE 232 8098, 226 2242 und 211 1730 sind zellenähnliehe Schalungen beschrieben. Die Verbindung zur Zelle erfolgt durch eingesteckte oder aufgeklebte Verbindungsoder Distanzstücke«,
Diese Lösungen haben unter anderem alle den Nachteil, daß die Verbindungs- oder Distanzstücke mit der Plattenbewehrung nicht kraftschlüssig· verbunden und daher sowohl für die Transport-, Montage- und Betonierbelastung als auch für die Nutzungsbelastung, v<rie sie im
^O Industrie- und Gesellschaftsbau auftreten, nicht geeignet sind.
In der DE 2 242 202 werden zwei Betonplatten an den herausragendenElementen ihrer Gitterträger zu einer Schalung zusammengefügt.
°5 Hier ist nachteilig, daß zwecks Herstellung der Verbindung der beiden Betonplatten das Zelleninnere erreichbar sein muß. Die Herstellung der Schalungsplatten muß in einer liegenden Form erfolgen gleich der oben erwahnten Herstellung der Zellen durch Anbetonieren«,
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Zellen, insbesondere.Betonzellen ohne bzw. mit den verschiedensten Arten von Versatzteilen, vorwiegend für Wände, Stützen und Decken des Industrie- und Gesellschaftsbaues zu schaffen, das keinen speziellen maschinentechnischen Aufwand erfordert und mit dem die oben aufgezeigten Mangel beseitigt werden.
- 4 ~ £41*3 3 UW Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Zellen, insbesondere Betonzellen zu schaffen, das eine Serienfertigung gestattet und das ein Komplettieren aus vorgefertigten Einzelelementen zu einer Zelle auf der Baustelle ermöglicht«,
Dies(S Aufgabe wird dadurch gelöst, daß Platten Aussparungen erhalten, durch die die Verbindung der Platten mit einer die Form der Zelle herstellenden Tragkonstruktion erfolgt, in dem Stäbe der Tragkonstruktion und/oder Zulageteile in die Aussparungen ragen, die mit einer Vergußmasse verfüllt oder in dem die Tragkonstruktion mit in die Platten eingesetzten Anschlußteilen oder Bewehrungsteilen verbunden und die Aussparungen verfüllt werden» Ein weiteres Merkmal der erfindungsgemäßen Lösung betrifft Zellen mit Versatzteilen, indem Einlegeteile in die Platten eingebracht sind, in die nach dem Zusammenbau zur Zelle die Versatzteile mit der erforderlichen Genauigkeit eingesetzt werden«,
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung bestehen darin, daß die Platten und die die Form der Zelle herstellende Tragkonstruktion (Bewehrungskorb) separat gefertigt werden«, Dabei kann der Bewehrungskorb auf der Baustelle und die Platten ohne speziellen maschinentechnischen Aufwand in einem herkömmlichen Plattenwerk (zffl B. des Wohnungsbaues) hergestellt werden^ Der Zusammenbau erfolgt auf der Baustelle, auf der Vormontage oder vor ort. Das führt hinsichtlich Qualität (Plattendicke, Zellendicke,' Uberflache) zu einer Verbesserung, Für Versatzteile sind Einlegeteile in die Platten einbetoniert, in die dann nach Zusammenbau zur Zelle die Versatzteiie mit beliebiger Genauigkeit, z, B* mit Hilfe von Laschen ein-
geschweißt v/erden. Der Transport von Platten auf die Baustelle ist wegen ihres kleineren Transportvolumens wirtschaftlicher als der fertiger Zellen. Diese Art der Technologie gestattet weiter, Zellen mit beliebiger Querschnittsform herzustellen, z. £, mj_t trogförmigem Querschnitt für Balken oder mit rechteckigem Querschnitt für Stützen, Die Wanddicke der Zellen kann soweit verringert werden, wie es die Betoniertechnologie zuläßt»
Au s fuhrungs b e i s ρ i el
£)j_e Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1; eine Platte
Pig. 2: die Seitenansicht einer Zelle für eine Wand Pig. 3; die Draufsicht nach Pig. 2
Pig. A' die Schnitt dare t eliding einer Zelle für einen Balken
Pig. 5: die Schnittdarstellung einer Zelle für eine Stütze
Pig. 6 Verbindungsvarianten der Platten mit der "ta "i ff Pig. 9· Tragkonstruktion
Pig. 6 biugsvaria
"ta "i ff
Pig. 9· Tragkonstruktion
Pig.10: Schnitt durch ein Einlegeteil für ein Versatzteil
pig.11: eine Ansicht nach Pig. 10
- 6 -
In Pig. 1 ist eine vorgefertigte Platte 1 mit Aussparungen 3 dargestellt, die keinerlei auskragende Teile an der Oberfläche und den Kanten aufweist. Die Aussparungen 3 können beim Fertigen der Platte 1
T40 hergestellt oder nachträglich eingebracht v/erden· Pig. 2 und Pig. 3 zeigen die Anordnung von zwei mit Abstand gegenüberliegenden Platten 1 mit einer dazwischenliegenden Tragkonstruktion 2, die zu einer Zelle für eine V/and zusammengefügt sind. Die Pig. 4 und Pig. 5 zeigen die Anordnung der Platten 1 und der Tragkonstruktion 2 für eine Balkenzelle bzw. für eine Stützenzelle«, Das Verbinden der Platten 1 mit der Tragkonstruktion 2 erfolgt in den Pig. 6 bis 9 in der V/eise, daß die in den verschiedensten Pormen ausgebildeten Stäbe 4 der Tragkonstruktion 2 in die Aussparungen 3 der Platten 1 eintauchen und der Freiraum mit einer erhärtenden Vergußmasse 6 verfüllt wird. So wird nach Fig* 6 die Verbindung der Platten mit der Tragkonstruktion 2 über auskragende Stäbe 4 der Tragkonstruktion 2, die in die Aussparungen 3 der Platte 1 ragen, erreicht. Nach dem Verfüllen der Aussparungen 3 mit einer Vergußmasse 6 sind die Platten 1 durch Haftverbund mit der Tragkonstruktion 2 verbunden« Die Vergußmasse 6 hat hier eine tragende Punktion«, Die an der Tragkonstruktion 2 angeordneten Bodenplatten 8 überdecken nach dem Anfügen der Platten 1 die der Tragkonstruktion 2 zugewandte Seite der Aussparungen 3 und bewirken, daß beim Verfüllen derselben die Vergußmasse 6 nicht nach innen gedrückt wird«, Desweiteren kann die Bodenplatte 8 ein einge- messener Anschlag für die Herstellung der Betonzelle sein. In Fig. 7 ist ein Anschlußteil 7 Bestandteil der Platte 1. Das Verbinden mit der Tragkonstruktion 2 erfolgt durch das Verschweißen des Anschlußteils 7 mit der Tragkonstruktion 2. In dieser Verbindung hat die Vergußmasse.6 nur eine abdichtende Punktion.
- 7.-205
Die in Pig. 9 dargestellte Verbindung ist ahnlich der in Pig. 6 beschriebenen. Durch das kraftschlüssige Verbinden des Stabes 4 mit dem Zulageteil 5 hat die Vergußmasse 6 nur eine abdichtende Purüction,
Fig. 10 und Pig. 11 zeigen eine Platte 1 mit einem Einlege teil 10 für ein Versatsteil 12. ilach dem Zu~ sammenbau der Zelle erfolgt das Einschweißen des Versatzteiles 12 in das Einlegeteil 10 mit Hilfe von Laschen 11,

Claims (4)

  1. Erfindungsansprüche
    ο Verfaliren zur Herstellung von Zellen, insbesondere von Betonzellen, bestehend aus einer oder mehreren Platten aus Beton, Leichtbeton, Glasfaserbeton oder einem anderen aushärtenden -Werkstoff und einer die Form der Zelle herstellenden Tragkonstruktion, dadurch gekennzeichnet , daß die Platten 1 Aussparungen 3 erhalten, durch die die Verbindung der Platten 1 mit einer die Form der Zelle herstellenden Tragkonstruktion 2 erfolgt, in dem Stäbe 4 der Tragkonstruktion 2 und/oder Zulageteile 5 in die Aussparungen 3 ragen, die mit einer Vergußmasse 6 verfüllt werden.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Zellen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion 2 mit den in die Platten 'i eingesetzten Anschlußteilen 7 oder Bewehrungsteilen 9 verbunden v/ird mit oder ohne Verfüllen der Aussparungen 3 mit einer Vergußmasse 6.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von Zellen nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß Einlegeteile 10 in die Platten 1 eingebracht sind, in die nach dem Herstellen der Zelle das Versatzteil 12 eingesetzt wird.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von Zellen nach Punkt 1 bis 3 oder deren Kombinationen, dadurch gekennzeichnet, daß an einzelnen Seiten der Zelle Platten 1 angebracht sind und daß die übrigen Seiten unbewehrt sind oder eine Beweh™ rung aus Rundstahl oder Stahlblech haben,,
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DD20553078A 1978-05-23 1978-05-23 Verfahren zur herstellung von betonzellen DD136640B1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1993024711A1 (en) * 1992-05-28 1993-12-09 Four Corners Group, Inc. Improved building wall and method of constructing same

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1993024711A1 (en) * 1992-05-28 1993-12-09 Four Corners Group, Inc. Improved building wall and method of constructing same

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DD136640B1 (de) 1987-01-07

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