DD136853C2 - Verfahren zum nassmetallurgischen aufarbeiten von blei-zink-flugstaeuben - Google Patents

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DD136853C2
DD136853C2 DD20698178A DD20698178A DD136853C2 DD 136853 C2 DD136853 C2 DD 136853C2 DD 20698178 A DD20698178 A DD 20698178A DD 20698178 A DD20698178 A DD 20698178A DD 136853 C2 DD136853 C2 DD 136853C2
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Guenter Schubert
Horst Dammkoehler
Hans Eckstein
Juergen Siodlaczek
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Mansfeld Kombinat W Pieck Veb
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    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

-A-
Titel der Erfindung
Verfahren zum naßmetallurgischen Aufarbeiten von Blei-Zink-Flugstäuben
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum naßmetallurgischen Aufarbeiten von Blei-Zink-Flugstäuben, wie sie bei der pyrometallurgisehen Verarbeitung von Kupfererzen oder Kupferkonzentraten im Schachtofen anfallen, gemäß Patentanmeldung WP C 22 B/201 327.
Charakteristik der bekannten technischen lösungen
Gegenstand der Hauptpatentanmeldung WP C 22 B/201 bildet ein Verfahren, bei dem Blei-Zink-Flugstäube aus der Kupfergewinnung im Schachtofen bei einer Starttemperatur zwischen 120 bis 150 0C, einem Anfangs-Sauerstoff partlaldruck zwischen 1,0 und 1,5 MPa und einem über die Laugungsdauer gleichbleibenden Gesamtdruck von 1,2 bis 1,5 MPa mit einem 85 bis 150 g 1" NaOH enthaltenden Aufschlußmittel· in Anwesenheit von 4 bis 6 Masse-^ Bitumen gelaugt werden, wobei das Feststoff-Flüssigkeitsverhältnis 1 : 5 beträgt. Nach ca. 120 Minuten Laugungsdauer wird die Lösung in bekannter Weise vom Rückstand getrennt und aufgearbeitet. Dieses insgesamt vorteilhafte Verfahren besitzt jedoch die Nachteile, daß die Lauge relativ teuer ist und ein beträchtlicher Teil des vorlaufenden Arsens mit in Lösung geht.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist eine Ökonomischere Gestaltung des Verfahrens Ъеі stärkerer Selektivität der Lösungsvorgänge.
Darlegung des Wesens der Erfindung;
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum naßmetallurgischen Aufarbeiten von Blei-Zink-Plugstäuben aus der pyrometallurgischen Verarbeitung von Kupfererzen und Kupferkongentraten im Schachtofen zu schaffen, welches unter Vermeidung der Anreicherung und Oxidation des Rheniums in einem Sekundärstaub gewährleistet, daß ein hoher Anteil des in den Blei-Zink-Plugstäuben vorlaufenden Molybdäns und Rheniums in Lösung überführt wird, während das Arsen und die übrigen Komponenten, insbesondere Selen, Blei, Zink, Zinn und die Edelmetalle, quantitativ im Rückstand verbleiben.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß Blei-Zink-Flugstäube der Kupfergewinnung im Schachtofen, nachdem sie in Naßentstaubern abgeschieden wurden, bis auf 10 bis 15 Masse-# Wassergehalt getrocknet und im Anschluß daran mit einem ЗО bis 60 g Γ , vorzugsweise
-1 -1
45 g 1 , NaOH und 60 bis 100 g 1 , vorzugsweise
80 g l"1, Ca(OH)2 enthaltenden Aufschlußmittel in einem Peststoff-Flüssigkeits-Verhältnis von 1 : 3 bis 1 : 5, vorzugsweise 1 : 5, versetzt und als Pulpe in einem Autoklaven eingebracht werden, wobei der Bitumengehalt der vorlaufenden Blei-Zink-Plugstäube bei 4 bis 6 Masse-#, vorzugsweise bei 6 Masse-^, liegt.
Nach Aufheizen auf eine Starttemperatur von 120 bis 150 0C, vorzugsweise 120 0C, wird der Autoklav mit Sauerstoff beaufschlagt.
Dabei liegt der Anfangs-Sauerstoffpartialdruck zwischen ,1,0 und 1,5 IvIPa, vorzugsweise bei 1,0 MPa, bei einem gleichbleibenden Gesamtdruck von 1,2 bis 1,5 MPa als Summe des Wasserdampfdruckes und des Sauerstoffpartialdruckes. Während des Reaktionsablaufes verschiebt sich das Druckverhältnis mit steigender Temperatur in Richtung der Verminderung des Sauerstoffpartialdruckes. Nach einer Laugungszeit von 120 bis 150 Minuten, vorzugsweise 120 Minuten, und einer Endtemperatur, die ca. 50 0C über der Starttemperatur liegt, wird der Prozeß beendet und nach Entnahme des Reaktionsproduktes aus dem Autoklaven Rückstand und Lösung in bekannter V/eise getrennt und aufgearbeitet.
Ausführungsbeispiel·
Aus Kupferschachtöfen stammende und in Haßentstaubern abgeschiedene Blei-Zink-Flugstäube wurden getrocknet und wiesen danach folgende Zusammensetzung auf:
Zinn 1,52 Masse-^ Selen 790 g t -1
Zink 17,54 Masse-^ Germanium 68 g t -1
Blei 14,06 Masse-f« Kadmium 320 g t -1
Kupfer 1,42 Masse-$ Molybdän 670 g t -1
Arsen 1,28 Masse-?* Silber 240 g t -1
Bitumen 5,9 Masse-$ Rhenium 490 g t -1
Wassergehalt 12,0 Masse-96
Als Aufschlußmittel wurde NaOH in einer Konzentration von 50 g 1" mit einem Zusatz von 90 g l" Ga(OH)2 verwendet, das einen Bitumengehalt von 5,9 Masse-# aufweisende Einsatzmaterial mit der Aufschlußmittellösung in einem Feststoff-Flüssigkeitsverhältnis von 1 : 5 versetzt und die dabei entstehende Pulpe in einen als Reaktionsgefäß dienenden Autoklaven eines Rauminhaltes von 0,75 mr eingebracht. Der Autoklav war an seinen Innenwänden mit Strömungsbrechern versehen; das in ihm eingebaute Rührwerk wies eine Hohlwelle zur Zuführung
des Sauerstoffs auf. Von der Hohlwelle führten Bohrungen zu den Plügelenden des Rührwerkes, um von dort den Sauerstoff in die Pulpe eintragen zu können. Nunmehr erfolgte das Aufheizen des Autoklaven bis zu einer Starttemperatur von 120 0C. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Rührwerk auf eine Drehzahl gebracht, die den Eintrag der erforderlichen Sauerstoffmenge gewährleistet, und der Autoklav über das Rührwerk mit Sauerstoff beaufschlagt.
Bei einem Gesamtdruck von 1,35 MPa als Summe des bei der Starttemperatur herrschenden V/asserdampfdruckes und des Sauerstoffpartialdruckes lag der Anfangs-Sauerstoffpartialdruck bei 1,0ICPa. Aufgrund des Reaktionsablaufs verschob sich mit steigender Temperatur das Druckverhältnis bei annähernd konstantem Gesamtdruck in Richtung einer Verminderung des Sauerstoffpartialdruckes. Nach 125 Minuten Reaktionszeit und einer Endtemperatur von 172 0C wurde die Sauerstoffzufuhr unterbrochen und das Rührwerk auf eine Drehzahl zurückgefahren, die Sedimentationsprozesse in der Pulpe vermeidet. Das Reaktionsprodukt konnte dann nach Entnahme aus dem Autoklaven in bekannter Weise weiter aufgearbeitet werden. Rückstand und Piltrat wiesen folgende Zusammensetzungen auf:
(Die Angeben in blasse-^ beziehen sich auf das Vorlaufen. )
Pi!trat Rückstand
Rhenium 88 fo Selen 93 f°
Molybdän 65 fo Zinn 98 fo
Blei 99 fo
Zink 99 fo
Kupfer 99 fo
Silber 99 ^
Kadmium 99 f>
Germanium 99
Arsen 99 f°*

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    "Verfahren zum naßmetallurgischen Aufarbeiten von Blei-Zink-Plugstäuben der Kupfergewinnung im Schachtofen in Anwesenheit von 4 his 6 Masse-% Bitumen, einer Starttemperatur von 120 bis 150 0C, einem Anfangs-Sauerstoff partialdruck zwischen 1,0 und 1,5 MPa und einem über die Laugungsdauer gleichbleibenden G-esamtdruck von 1,2 bis 1,5 MPa gemäß Patentanmeldung WP C 22 B/201 327, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufschlußmittel 30 bis 60 g Γ , vorzugsweise
    -1 -1
    45 g 1 j NaOH und 60 bis 100 g 1 , vorzugsweise
    80 g I"1, Ca(OH)2 enthält.
DD20698178A 1977-10-04 1978-06-05 Verfahren zum nassmetallurgischen aufarbeiten von blei-zink-flugstaeuben DD136853C2 (de)

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