DD136869B1 - Einrichtung zur sicherung gegen ueberdrehzahl, insbesondere fuer dampf- oder gasturbinen - Google Patents

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DD136869B1
DD136869B1 DD20538478A DD20538478A DD136869B1 DD 136869 B1 DD136869 B1 DD 136869B1 DD 20538478 A DD20538478 A DD 20538478A DD 20538478 A DD20538478 A DD 20538478A DD 136869 B1 DD136869 B1 DD 136869B1
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Bernd Hoffmann
Manfred Kramer
Dieter Muerbe
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Goerlitzer Maschinenbau Veb
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Description

Einrichtung zur Sicherung gegen Überdrehzahl, insbesondere für Dampf- oder Gasturbinen
Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Sicherung gegen Überdrehzahl, insbesondere für Dampf- oder Gasturbinen, bestehend aus einem der Drehzahl unterworfenen mechanischen Auslöseglied und einer hydraulischen Übertragungseinrichtung in Form eines aus einer Treibdüse austretenden und in eine Fangdüse eintretenden Freistrahls, über dem eine zum Freistrahl achsparallele zweiarmige Wippe angeordnet ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei einer bekannten Einrichtung der vorgenannten Art entsprechend DD-PS 82 229 hat sich gezeigt, daß sowohl bei einem zur Wirkung gebrachten wie auch in normalste llung gehaltenen mechanischen Auslöseglied in Form eines Schnellschlußbolzen3 die stabile Lage der Wippe und damit eine maximale Druckabsenkungsmöglichkeit im Drucksystem nach der Fangduse sowie kurze Auslösezeiten schwierig realisierbar sind. Unter anderem wurden als Ursachen ein nicht glatter, drehfreier Freistrahl sowie Druckflüssigkeits-Luft-Spritzer im Bereich der Treibdüse und nicht frei abfließendes Druckmedium im Fangdüsenbereich ermittelt.
Ziel der Erfindung
Es ist mit minimalem elementetechnischem Aufwand eine stabil arbeitende Sicherheitseinrichtung zu schaffen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, unter Anwendung des in der DD-PS 32 229 dargelegten Lösungsprinzips die vorerwähnten Störfaktoren zu beseitigen, bei gleichzeitiger Berücksichtigung eines beschränkten Platzbedarfes fur die Unterbringung der Sicherheitseinrichtung. Gemäß der Erfindung ist die Aufgabe dadurch gelöst, daß koaxial zum Freistrahl in Nähe der Treibdüse der diesseitige Arm der zweiarmigen Wippe eine schaufeiförmige Schneide aufweist, wobei eine Lochblende in einem schneidenfÖrmigen Vorsprung, dem sich in Richtung des Freistrahls eine geneigte Ebene anschließt, angeordnet ist. Uahe der Fangdüse befindet sich eine Doppellochblende in einer ebenen Wandung der Verkleidung der Einrichtung mit einer darunter angeordneten Auffangrinne und mit einem zwischen der Wandung und der Fangdüse vorgesehenen Spalt. Die Bohrungen aller Lochblenden sind bezüglich der Bohrung der Fangdüse im Durchmesser größer gehalten. Der Grundkörper der Fangdüse und der Grundkörper einer an sich bekannten, mit einer Schaltplatte versehenen hydraulischen Auslöseeinrichtung sind blockartig miteinander verbunden. Die Vorteile der gefundenen erfindungsgemäßen Lösung sind ein stabiler, glatter und drehfreier Preistrahl, eine sichere störungsfreie Übertragung der Auslöseimpulse mit stabiler Lage der Wippe in Ruhestellung, eine nach allen Seiten freie Abströmmöglichkeit der Druckflüssigkeit im Fangdusenbereich und schließlich eine maximale Druckabsenkung bei kurzer Auslösezeit.
Ausfuhrungsbeispiel
Die Erfindung ist nachstehend anhand einer Schnitt zeichnung erläutert.
In einer Welle 1 befindet sich ein in nicht ausgelöster Stellung dargestelltes beziehungsweise in ausgelöster Stellung strichliert gezeichnetes als Schnellschlußbolzen wirkendes mechanisches Auslöseglied 2. Eine mit Druckflüssigkeit beaufschlagbare Treibdüse 3 und eine koaxial angeordnete Fangdüse 4 begrenzen die Strecke eines Preistrahles 5· In einem Lagerkörper 6 ist eine U-profilförmig ausgebildete zweiarmige Wippe 7 mit einer treibdüsenseitigen schaufeiförmigen Schneide 3 gelagert. Koaxial zum Freistrahl 5 ist in Hähe der Treibdüse 3 iß einem schneidenförmigen Vorsprung 9 des Lagerkörpers 6 eine Lochblende 10 vorgesehen. In Richtung des Freistrahles 5 schließt sich eine geneigte Ebene 11 an, so daß Druckflüssigkeits-Luft-Spritzer ohne Einfluß auf die Stellung der Wippe 7 bleiben. Ebenfalls koaxial zum Freistrahl 5 ist fangdüsenseitig eine Doppellochblende 12 angeordnet. Der Raum 13 der Doppellochblende 12 ist nach unten hin offen; er wird von einer sich unmittelbar anschließenden Auffangrinne 14 begrenzt. Die der Fangdüse zugewandte Blende der Doppellochblende 12 ist in einer ebenen Wandung 15 der Verkleidung der Einrichtung eingearbeitet. Die Durchmesser der Bohrungen der Doppellochblende 12 sind größer als der Durchmesser der Fangdüse 4. Zwischen der Wandung 15 und der Stirnseite der Fangdüse 4 ist ein Spalt s vorhanden. Entsprechend den gegebenen Verhältnissen sind die Größe des Spaltes s und der Querschnitt der Stirnfläche der Fangdüse 4 so zu gestalten, daß eine für den Freistrahl 5 störungsfreie, radiale fächer- beziehungsweise schirmförmige Abströmung der Druckflüssigkeit erfolgen kann. Der Grundkörper 16 der Fangdüse 4 ist mit dem Grundkörper 17 einer hydraulischen Auslöseeinrichtung, die eine Schaltplatte 13 aufweist, blockartig verbunden.

Claims (2)

  1. ц Erfind ungsansprüche
    1. Einrichtung zur Sicherung gegen Überdrehzahl, inabesondere fur Dampf- oder Gasturbinen, bestehend aus einem der Drehzahl unterworfenen mechanischen Auslöseglied und einer hydraulischen Übertragungseinrichtung in Form eines aus einer Treibdüse austretenden und in eine Fangdüse eintretenden Prei-strahls, über dem eine zum Freistrahl achsparallele zweiarmige Wippe angeordnet ist, gekennzeichnet dadurch, daß koaxial zum Freistrahl (5) nahe der Treibdüse (3) der diesseitge Arm der Wippe (7) eine schaufeiförmige Schneide (3) aufweist, wobei eine Lochblende (10) in einem am Lagerkörper (6) vorgesehenen schneidenförmigen Vorsprung (9), dem sich in Richtung des Freistrahls (5) eine geneigte Ebene (11) anschließt, angeordnet ist, und daß sich nahe der Fangdüse (4) eine Doppellochblende (12) in einer ebenen Wandung (15) der Verkleidung der Einrichtung mit einer darunter angeordneten Auffangrinne (14) und mit einem zwischen der Wandung (15) und der Fangdüs'e (4) vorgesehenen Spalt (5) befindet, wobei die Bohrungen aller Lochblenden (10, 12) bezüglich der Bohrung der Fangdüse (4) im Durchmesser größer gehalten sind.
  2. 2. Einrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Grundkörper (16) der Fangdüse (4) und der Grundkörper (17) einer an sich bekannten, mit einer Schaltplatte (13) versehenen hydraulischen Auslöseeinrichtung blockartig miteinander verbunden sind.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
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