DD137451B1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von grossrundgestricken mit schusseffekten - Google Patents

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DD137451B1
DD137451B1 DD20633878A DD20633878A DD137451B1 DD 137451 B1 DD137451 B1 DD 137451B1 DD 20633878 A DD20633878 A DD 20633878A DD 20633878 A DD20633878 A DD 20633878A DD 137451 B1 DD137451 B1 DD 137451B1
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Joachim Brueckner
Charlotte Wuerfel
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Joachim Brueckner
Charlotte Wuerfel
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Description

Titel der Erfindung
vorrichtung zur Herstellung von Großrundgestricken mit Schußeffekten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Großrundge stricken mit schußähnlich, eingelegten Fäden auf normalen RR-Großrundstrickmaschinen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
KR-Großrundgestricke werden in bekannter Weise auf RH-Großrundstrickmaschinen hergestellt, indem, geeignete Fäden mit Hilfe von Zungennadeln und unter Anwendung bekannter Bindungstechniken, wie z. B. Relief-, Farbjacquard-, "/ebstrickbindungen, Transparent- und andere Fangbindungen zu Mg sehen, Henkeln und Flottungen verarbeitet werden.
Voraussetzung für die Herstellung dieser Gestricke, vor allem bei feineren Nadelteilungen, ist der Einsatz von glatten bzw. von im gespannten Zustand wenig strukturierten Fäden, wie z. B. Texturseiden, innerhalb eines relativ eng begrenzten, den Zungennadeln und der ITadeIteilung der Großrundstrickmaschine angepaßten Feinheitsbereiches.
Diese Großrundgestricke haben den Fachteil, daß das modisch oft unerwünschte klare Maschenbild dominiert und daß vor allera bei feineren Teilungen und Zungennadeln keine· strukturierten Fäden oder Fäden mit starken Feinheitsschwankungen, wie z. B.
Effektfäden, zwecks Erzielung strukturierter und rustikaler Oberflächen eingesetzt werden können, da sich derartige Fäden in den ITadelköpf en und ITc-delzungen verfangen und somit zu hohen ITadelbruch- und Gestrickfehlerhäufigkeiten führen würden.
Weiterhin ist ein Verfahren bekannt, bei dem nach aufwendiger Großrundstr'ick-Maschinenumrüstung, insbesondere der Schloßteile und spezielle Zungeimadeln, glatte Fäden abwechselnd als Henkel "und Hinterlegungen eingebunden werden.
Mit diesem Verfahren wird eine Reduzierung der Querdehnung und Erhöhung der Flächenmasse der Gestricke erreicht, jedoch werden auch bei diesem Verfahren die ITadelköpfe und Zungen der Zungennadeln beansprucht, womit die Verarbeitung von stark strukturierten Effektfäden zwecks Erzielung neuartiger, rustikaler Gestrickoberflächen mit Überdeckung des Mascheiibildes ausscheidet.
Ziel der Erfindung
Zweck der Erfindung ist, bei Vermeidung der angeführten Nachteile auf normalen JRE-Großrundstrickma schinen beliebiger Maschinenfeinheit und gleichbleibender !Todelfom unter schneller und einfacher Umrüstung neuartige und modisch interessante Großrundgestricke mit Schwielen-, !Toppen-, Knötchen-, Boucle-, Frise-, Flammen- und ähnlichen Oberflächen zu erzielen.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, vorzugsweise niedrig gedrehte, voluminöse oder mit Struktureffekten versehene Fäden in groben Feinheiten mittels Fadenführer auf normalen RR-Großrundstrickmaschinen, vorzugsweise mit feinen Hadelteilungen unter Vermeidung der erwähnten Nachteile zur Herstellung von Großrundgestricken .mit neuartigen, ausdrucksvollen Oberflächen verarbeitbar zu machen, wobei durch Auswahl von Maschinenfeinheit und Feinheit des Grund- und Effektmaferials vorzugsweise leicht- bis mittelgewichtige Erzeugnisse mit fülligem Aussehen erreicht werden sollen.
Darlegung des ϊ/esens der Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die justierbare Auslaufspitze eines Fadenführerröhrchens berührungslos im Rücken der im Austreiben begriffenen Zylinder- und Rippnadeln angeordnet ist.
Damit kann ein voluminöser Faden schußartig zwischen den Zylinder- und Rippmaschenstäbchen ohne Verformung zu Haschen mittels dieses Röhrchenfadenführers eingelegt werden,
Durch Anwendung geeigneter Bindungen und Musterungen können auf der rechten Tiareiiseite Gassen geschaffen werden, durch die die eingebundenen Schußfäden nach Entspannung und Ausrüstung durchbrechen können, wobei neuartige Oberflächenstrukturen erreicht werden und das gewohnte Maschenbild weitgehend überdeckt wird.
Der technisch-ökonomische Vorteil begründet sich weiterhin dadurch, daß eine neue ästhetische Wirkung, eine neue Funktion des Erzeugnisses und ein wesentlich geringerer Aufwand bei der Herstellung dieses Lrzeugnisses erreicht
wird. Damit werden nicht nur optische Effekte auf gestrickten textlien Flächengebilden erhalten, sondern euch die Anv.'endung ökonomisch ungünstigerer anderer Technologien, wie ϊ/eben, vermieden.
Vorteilhaft werden die Schußfäden über Eand-Fadenzubringer den speziellen Fadenführer*! zugeführt, wodurch ein gleichmäßiger V/arenausf a 11, eine gewisse Beeinflussung der Warenbreite und eine Fadenbruchüberwachung ermöglicht wird. Das Verhältnis: Schußfaden zur Anzahl der nachfolgend gebildeten Maschenreihen kann vorteilhaft 1 : 3 oder 1 : 4 oder 1:8 betragen, jedoch sind auch andere Verhältnisse oder Kombinationen daraus möglich.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung s-oll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt:
eine Prinzipskizze der Ausführung und Anordnung eines Schußfadenführers auf der Zylinderschloßplatte der Großrundstrickmaschine
Der SchuJifadenführer besteht aus den Grundkörper 1, dem Röhrchenhaiter 2 und dem Fadenführerröhrchen 3, das eine Einlaufweitung und eine Auslaufschrägung aufweist. Der gesamte. Schußfadenführer ist mittels einer Befestigungsschraube 4 auf der Zylinderschloßplatte 5 einer RR-Jccquard-Großrmidstri'cmaschine Typ Lulticonet, i.lodell 5611, 1SE-, unmittelbar vor dem System zwei befestigt. Stellmuttern б und Klemmschrauben 7 befinden sich als Justierelemente am Röhrchenhalter 2. Das Padenführerröhrchen 3 ist in einer horizontalen Bohrung des Röhrchenhalters 2 verschiebbar und
durch die Klemmschraube 7 arretierbar angeordnet. Die Auslaufspitze des Fadenführerröhrchens 3 weist in Richtung der austreibenden Zylindernadel 8 und jRippnadel 9 und endet in unmittelbarer ITähe derselben, ohne diese oder andere Nadeln oder die Nadelforituren zu berühren. Vorteilhaft kann die Rippscheibe um 0,3 bis 0,5 mm gehooen werden.
Der Schußfaden 10, beispielsweise ein Boucle-Effektzv/irn 1Ю tex, wird durch das Fadenführerröhrchen 3 hinter die Zylindernade1 8 und folgende und unter die Rippnedel 9 und folgende gelegt und anschließend von den Haschen des vorausgehenden Grundfadens 11 und des in diesem Stricksystem verarbeiteten Grundfadens 12, beispielsweise PE-S-t FDm 15 tex, eingebunden, ohne selbst an der Maschenbildung teilzunehmen. Bei Wahl des Verhältnisses: 1 Schußfaden auf Ц- Grundfäden werden die nächsten Schußfadenführer vor. den Systemen 6, 10, 14-, 18 usw. angeordnet.

Claims (1)

  1. - б
    Erfind ungsanspruch:
    Vorrichtung zur Herstellung von Großrundgestricken nit Schußeffekten, bei denen vorzugsweise ein voluminöser Faden schußartig zwischen den Zylinder- und Rippmaschenstäbchen ohne Verformung au Maschen mittels eines Röhrchenfadeaführers eingelegt wird, ge kennzeich net dadurch, daß die justierbare Auslaufspitze des Padenftüirerröhrchens (3) berührungslos im Rücken der im Austreiben begriffenen Zylinder- und Rippnadeln (8; 9) angeordnet ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    DD-PS 116 271, D 04 B, 9-12
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
DD20633878A 1978-06-28 1978-06-28 Verfahren und vorrichtung zur herstellung von grossrundgestricken mit schusseffekten DD137451B1 (de)

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