DD138038B1 - Verfahren und vorrichtung zur begasung von nichtkoaleszenzhemmenden abwaessern - Google Patents
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Description
von tensidarmen Abwässern aus der chemischen Industrie, von kommunalen Abwässern, von Mischabwässern usw.
angewendet werden, wenn es darum geht, die Abwässer biologisch zu reinigen und dazu für die Mikroorganismen der erforderliche Luftsauerstoff in das Abwasser eingetragen werden muß. Ihre Anwendung ist bei der Begasung schwach bis mittelstark belasteter Abwässer sinnvoll.
niedrigen Energieaufwand nur einen geringen Stoffaustausch erbringen.
ein Gas enthaltender Flüssigkeitsfreistrahl in die, unter dem ,Druckstrahler befindliche Flüssigkeit eingebracht. Auf Grund des hohen Impulses des Freistrahles werden die Gasblasen tief in die Flüssigkeit mitgerissen. Auf ihrem Weg durch die Flüssigkeit koaleszieren die Gasblasen. Dabei vergrößert sich ihr Volumen. Auf Grund der hierbei kleiner werdenden Stoffaustauschfläche verringert sich der Stoffaustausch zwischen dem Gas und der Flüssigkeit. Dadurch wird die Rentabilität des Druckstrahlers begrenzt.
verlängert wird. Nachteilig dabei ist, daß auf diesem längeren Strömungsweg die Gasblasen jedoch um ein Vielfaches ihres ursprünglichen Volumens koaleszieren, wodurch der Stoffaustausch geringer wird.
mehrfach zu dispergieren. Gemäß dieser Lösung wird das Gas einem Schachtüberfall zugeführt. Danach wird der im Kreislauf geführte Flüssigkeitsstrom in Leiteinrichtungen nach ihrem Austritt aus dem Schachtüberfall fein dispergiert. In der
dispergiert werden, wird eine Koaleszenz verhindert. Zur Erzielung einer solchen Mikroturbulenz ist ein relativ hoher
schwach belasteten Abwässern nachteilig. Außerdem ist der apparative Aufwand durch die notwendigen Lett- und
auch Rückführwasser bzw. Schlamm in ihre Stoßrichtung fördern und diese mit angesaugter Luft vom Zentrum des
zusätzlich Rührwerke oder Preßluftdüsen einzusetzen. Die Rührwerke oder Belüftungsvorrichtungen sind in einem Winkel, der 30° bis 15° von der Horizontalen und 40° bis 90° von der Radialen abweicht, angeordnet. Nachteil dieser Lösung ist, daß zur
sind. Diese Lösung dient vor allem der Verlängerung der Gasverweilzeit in der Flüssigkeit Das geschieht, indem im Gas-
Flüssigkeitsstrahl bei abnehmender Geschwindigkeit durch weitere Strahlen, die durch die zusätzlichen Rührer oder Düsen induziert werden, in Stoßrichtung die Strahlgeschwindigkeit wieder erhöht wird. Eine Dispergierung zur Stoffaustauschflächenvergrößerung findet dabei aber nicht statt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Begasung von nichtkoaleszenzhemmenden Abwässern zu entwickeln, die mit nur geringem Energieaufwand arbeitet, einen effektiven Stoffübergang im Abwässerbehälter ermöglicht und solche Flüssigkeitsströmungen erzeugt, daß ein Absetzen von Feststoffen auf dem Behälterboden verhindert wird. Diese Vorrichtung soll keine Leiteinrichtung zur Führung der Flüssigkeitsströmung enthalten. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, indem oberhalb des Flüssigkeitsspiegels des Abwasserbehandlungsbehälters ein Druckstrahler und unterhalb des Flüssigkeitsspiegels in der unteren Hälfte des Abwasserbehälters ein Dispergator angeordnet ist. Der Dispergator ist an der Behälterwandung befestigt und besteht vorzugsweise aus einem Rührer. Der Oruckstrahler ist senkrecht oder leicht geneigt angeordnet. In seiner Senkrechten weicht er bis zu 15° von der Senkrechten ab. Die Neigung erfolgt dergestalt, daß das Oberteil des Druckstrahlers, also seine Ausströmöffnung, zum Boden des Flüssigkeitsbehälters zeigt. Seine Ausströmöffnung befindet sich in Höhe des FIQssigkeitsspiegels.
Der Dispergator ist waagerecht oder leicht zum Boden des Flüssigkeitsbehälters geneigt. Dabei weicht er in einem Winkel bis zu 15* zum Boden des Flüssigkeitsbehälters hin von der Waagerechten ab. Die Ausströmöffnungen beider Aggregate sind in Richtung ihrer sich kreuzenden Austrittsstrahlen einander zugewandt. Das heißt, daß die vom Druckstrahler und vom Dispergator erzeugten Strahlen sich kreuzen, wodurch es zur Scherung und damit zur weiteren Dispergierung der Gasblasen kommt.
Der Abstand zwischen dem Druckstrahler und dem Dispergator bildet keine feststehende Größe. Er variiert in Abhängigkeit von der Art der zu begasenden Flüssigkeit, von dem am Druckstrahler anliegenden Flüssigkeitsvordruck, von der Menge des vom Druckstrahler angesaugten Gases, von der Ausbildung des Dispergator und von der Größe des von ihm erzeugten Impulsstromes. Je größer der an dem Druckstrahler anliegende Flüssigkeitsvordruck und damit der von dem Druckstrahler einerseits und dem Dispergator andererseits erzeugte Impulsstrom ist, desto größer ist auch der Abstand zwischen dem Druckstrahler und dem Dispergator. Je größer das von dem Druckstrahler angesaugte Gasvolumen ist, desto kleiner ist der von ihm erzeugte Impulsstrom und desto kleiner muß der Abstand zwischen dem Druckstrahler und dem Dispergator werden. Der von dem Druckstrahler erzeugte Impulsstrom variiert auf diese Weise zwischen 300 und 2000kp.
Die Größe des von dem Dispergator erzeugten Impulsstromes hängt sowohl von seiner Ausbildung als auch von der Energie ab, mit der er betrieben wird. Besteht der Dispergator aus einem Rührer, so hängt die Größe des von ihm erzeugten Impulsstromes von seiner Ausbildung und von seiner Umfangsgeschwindigkeit ab. Besteht der Dispergator dagegen aus einer Düse, die mit einer Pumpe in Verbindung steht, so hängt die Größe des von ihm erzeugten Impulsstromes von dem bei der Düse anliegenden FlOssigkeitsvordruck und von ihrer konstruktiven Ausbildung ab. Je größer der Flüssigkeitsvordruck an der Düse ist, desto größer ist der von ihr erzeugte Impulsstrom und desto größer kann der Abstand zwischen ihr und dem Druckstrahler sein. Der von dem Dispergator erzeugte Impulsstrom variiert auf diese Weise zwischen 100 und 700 kp. Zweckmäßig ist es, daß der von dem Druckstrahler erzeugte Impulsstrom etwa viermal so groß ist wie der von dem Dispergator erzeugte Impulsstrom. Außerdem ist es zweckmäßig, daß die Richtung beider Impulsströme die gleiche Umfangskomponente besitzen, um so eine Zirkulationsströmung zu erzeugen. Es ist außerdem vorteilhaft, den vertikalen Abstand zwischen Druckstrahler und Dispergator so zu wählen, daß er Ve bis Ve der Größe des Abstandes zwischen Druckstrahleraustritt (Austrittsöffnung in Höhe des FIQssigkeitsspiegels) und dem Behälterboden beträgt
Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Beim Eintritt des den Druckstrahler verlassenden Strahles in das Abwasser erfolgt eine Dispergierung, wobei das eingetragene Gas in Form von Gasblasen im Abwasser fein verteilt wird. Zwischen der Luft und dem Abwasser findet an der Oberfläche der Gasblasen ein Stoffaustausch oder, genauer, ein Stoffübergang statt, wobei der Sauerstoff aus der Luft in die Flüssigkeit übergeht und dort der Mikrobiologie zur Verfügung steht. Gleichzeitig wird das durch die Mikroorganismen produzierte Kohlendioxid desorbiert.
Je kleiner die Gasblasen sind, desto größer ist die Stoffaustauschfläche und desto größer ist der Stoffübergang. Bei ihrem Weg durch das Abwasser koales2ieren die Gasblasen, d. h., sie treten zusammen und vereinigen sich. Damit nimmt einerseits die Oberfläche der Gasblasen zu, aber andererseits nimmt die Anzahl der Gasblasen ab. Auf diese Weise wird die für den Stoffübergang zur Verfügung stehende Oberfläche der Gasblasen und damit der Stoffübergang geringer. So wurde bei Versuchen ermittelt, daß in einem Zeitraum von 6 Sekunden nach erfolgter Primärdispergierung in einem Druckstrahler von 5 bis 10m Eindringtiefe sich das Blasenvolumen vervierfacht hat. Dabei hat sich die Stoffübergangsfläche um ca. 40% verringert. Außerdem besitzen die größeren Blasen eine höhere Aufstiegsgeschwindigkeit, so daß ihre Verweilzeit sich verkleinert. Um einen effektiven Stoffübergang zu erreichen ist deshalb der Dispergator vorgesehen. Mit Hilfe des von ihm erzeugten Flüssigkeitsstromes, vorzugsweise mit einem Rührer, werden die Gasblasen ein weiteres Mal dispergiert und außerdem über eine größere Wegstrecke durch die im Abwasserbehälter befindliche Flüssigkeit transportiert. Auf diese Weise wird eine intensive Begasung großer Flüssigkeitsmengen erzielt. Dies ist besonders für die Belüftung schwach belasteter Abwasser bedeutsam.
Im Sinne der Erfindung werden unter nichtkoaleszenzhemmenden Abwässern solche Abwässer verstanden, in denen eine Koaleszenz der Gasblasen auftritt, also auch solche Abwasser, in denen die Koaleszenz auf Grund des Gehaltes an bestimmten Stoffen teilweise gehemmt wird. Solche Stoffe sind beispielsweise Sähe und Tenside, die in Abhängigkeit von ihrer Konzentration im Abwasser die Koaleszenz teilweise hemmen. Soweit abertrotz des Gehaltes an diesen Stoffen im Abwasser eine Koaleszenz auftritt, sollen diese Abwasser im Sinne der Erfindung als nichtkoaleszenzhemmende Abwässer verstanden werden.
Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, daß zur Erzielung eines intensiven Stoffaustausches ein wesentlich geringerer Energieaufwand erforderlich ist als mit jener Anordnung, die die bekannten Vorrichtungen aufweisen. Gleichzeitig wird mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung in dem Behälter, in dem sich das zu begasende Abwasser befindet, eine so kräftige Bodenströmung erzielt, daß ein Absetzen von Schlammteilchen verhindert wird.
Fig. 1: einen Schnitt durch eine Begasungsvorrichtung, bei der der Dispergator als Rührer ausgebildet ist Fig. 2: die Draufsicht auf einen Flüssigkeitsbehälter
Fig. 3: einen Schnitt durch eine Begasungsvorrichtung, aus dem die Richtung des vom Druckstrahler erzeugten Gas-Flüssigkeitsstromes ersichtlich ist.
In dem Flüssigkeitsbehälter 1 befinden sich 900m3 Abwasser, das auf mikrobiologischem Wege gereinigt werden soll. Es handelt sich dabei um ein schwach belastetes, tensidarmes, stark koaleszierendes Industrieabwasser, wobei ein spezifischer Sauerstoffbedarf von 0,2 kg O2/m3h besteht. Der Flüssigkeitsbehälter 1 besteht aus einem runden Betonbecken, in dem das Abwasser 8m hoch steht. Am Boden des Flüssigkeitsbehälters 1, genau in dessen Mittelpunkt, mündet die Abwasserzuführungsleitung 2, durch die das zu belüftende Abwasser eintritt. Durch die der Pumpe 3 naehgeschaltete Abwasserabführungsleitung 4 verläßt das belüftete Abwasser den Flüssigkeitsbehälter 1. Die Zuführungsleitung für die Pumpe 3 mündet an einem Stutzen in der Wand des Flüssigkeitsbehälters 1 in der Nähe des Behälterbodens. Die Pumpe 3 steht über die Kreislaufleitung 5 mit dem Druckstrahler 6 in Verbindung. In diese Kreislaufleitung mündet die Abwasserabführungsleitung 4.
Oberhalb des Flüssigkeitsspiegels ist der Druckstrahler 6 senkrecht oder leicht geneigt angeordnet. Die geneigte Anordnung ermöglicht es, daß in dem Flüssigkeitsbehälter 1 eine Rotationsströmung entsteht. Dem Druckstrahler 6 wird mit Hilfe der Pumpe 3 im Kreislauf geführtes Abwasser aus dem Flüssigkeitsbehälter 1 zugeführt. Beim Durchströmen des Druckstrahlers 6 wird Luft mitgerissen, welche aus seiner Umgebung angesaugt wird. Ihn verläßt ein Gas-Flüssigkeits-Gemisch, das mit hohem Impuls in das zu belüftende Abwasser eintritt, wobei sich Gasblasen ausbilden. Es wird ein Druckstrahler eingesetzt, dessen Strahlrohrdurchmesser 400mm beträgt. Das untere Ende des Strahlrohres, also seine Ausströmöffnung, endet genau in Höhe des Flüssigkeitsspiegels. Mit Hilfe eines solchen Druckstrahlers wird ein Volumen von etwa 100 m3 belüftet, wobei dieses belüftete Volumen etwa 10% Gas enthält. Der Flüssigkeitsvordruck am Druckstrahler 6 beträgt 0,8at Überdruck. Die Gasblasen dringen, sofern der Dispergator 7 nicht in Betrieb ist oder sie nicht durch äußere Krafteinwirkung gestört werden, 8 m tief in das Abwasser ein, also bis zum Boden des Betonbeckens. Dabei koaleszieren sie aber sehr stark. Der Abstand des Druckstrahlers 6 zur Wand des Flüssigkeitsbehälters 1 beträgt 2,20m. Der von dem Druckstrahler 6 erzeugte Impulsstrom verkörpert eine Kraft von1200kp(ca. 12000N).
3m oberhalb des Bodens des Flüssigkeitsbehälters 1 ist an dessen Wandung der Dispergator 7 angeordnet Damit beträgt der vertikale Abstand zwischen Dispergator 7 und Druckstrahler 6 fünf Meter und somit reichlich Vs des Abstandes zwischen Druckstrahleraustritt und Behälterboden. Der Dispergator ist als Rührer ausgebildet und besteht aus einem Tankrührwerk mit schwenkbarer Welle. Der Rührer ragt etwa 900 mm in den Flüssigkeitsbehälter hinein. Der Motor und das Getriebe des Rührers befinden sich außerhalb des Flüssigkeitsbehälters 1. Die Rührerwelle ist zum Behälterboden hin geneigt angeordnet. Sie weicht um 10* von der Waagerechten nach unten derart ab, so daß im Flüssigkeitsbehälter 1 eine zum Boden gerichtete Flüssigkeitsströmung entsteht.
Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, ist die Rührerwelle nicht auf die Mitte des Flüssigkeitsbehälters 1, sondern auf die gegenüberliegende Behälterwandung gerichtet, so daß in diesem Behälter eine Rotationsströmung entsteht. Die Erzeugung einer Rotationsströmung wird durch die Schrägstellung des Druckstrahlers β unterstützt. Auf diese Weise entsteht eine Bodenströmung mit einer Geschwindigkeit von größer als 0,3m/s. Diese Strömung verhindert ein Absetzen des Schlammes auf dem gesamten Behälterboden. Gleichzeitig werden auf Grund dieser Störung die Gasblasen sehr weit durch das zu belüftende Abwasser getragen. Die Rührerwelle weist hierbei eine solche Richtung auf, daß die von ihr erzeugte Flüssigkeitsströmung genau unterhalb des Druckstrahlers 6 verläuft und somit die vom Druckstrahler 6 eingetragenen Gasblasen erfaßt und dispergiert werden. Der von dem Rührer erzeugte Impulsstrom weist eine Größe von 320 kp auf.
Aus Figur 3 ist zu ersehen, daß der Druckstrahler 6 leicht geneigt angeordnet ist. Er weicht um einen Winkel von der Senkrechten ab. Dieser Winkel beträgt 12°. Der Druckstrahler 6 ist deshalb geneigt angeordnet, damit die von ihm erzeugte Flüssigkeitsströmung und die vom Dispergator 7 erzeugte Strömung sich kreuzt und gleichsinnig eine Rotationsströmung im Flüssigkeitsbehälter 1 ausgebildet. Die vom Druckstrahler 6 erzeugte Strömung ist auf den Teil der Wandung des Flüssigkeitsbehälters 1 gerichtet, der mit der Rührerwelle einen rechten Winkel bildet. Beim Kreuzen der Flüssigkeitsströmung des Dispergators 7 mit der Zweiphasenströmung des Druckstrahlers 6 kommt es zur Scherung und damit zu einer weiteren Dispergierung der Gasblasen.
Dem Flüssigkeitsbehälter 1 werden 300 m3 Abwasser pro Stunde genau in dessen Mittelpunkt zugeführt, die dort sofort von der im Behälter vorliegenden Rotationsströmung erfaßt werden. Dabei wird es gründlich mit dem in dem Flüssigkeitsbehälter 1 befindlichen Abwasser gemischt. Mit Hilfe der Pumpe 3 werden dem Druckstrahler 6 pro Stunde 2000m3 Abwasser über die Kreislaufleitung 5 zugeführt. Beim Durchströmen des Druckstrahlers 6 wird Luft aus dessen Umgebung angesaugt, von der strömenden Flüssigkeit mitgerissen und in das zu belüftende Abwasser im Flüssigkeitsbehälter 1 eingetragen. Dort bilden sich feine Gasblasen aus. Auf Grund des hohen Impulses des Flüssigkeitsstrahles werden die Gasblasen tief in das zu belüftende Abwasser mitgerissen, wobei sie auf ihrem Weg durch das Abwasser koaleszieren, d.h., die Gasblasen treten zusammen und vereinigen sich. Dabei nimmt einerseits die Anzahl der Gasblasen ab und andererseits das Volumen der verbleibenden Gasblasen zu. Zwischen den Gasblasen und dem Abwasser findet ein Stoffaustausch bzw. ein Stoff Übergang statt, wobei der in den Gasblasen enthaltene Sauerstoff in das Abwasser übergeht und dort den Mikroorganismen zur Verfügung steht. Der Stoffübergang findet nur an der Oberfläche der Gasblase statt. Um den Stoffübergang möglichst groß zu gestalten, wird dafür gesorgt, daß die Stoffübergangsfläche zwischen Gas und Flüssigkeit möglichst groß ist. Dies wird erreicht, indem die Gasblasen erneut dispergiert, d. h. zerstört werden. Die Dispergierung der Gasblasen erfolgt durch die von dem Dispergator 7 erzeugte Flüssigkeitsströmung. Diese besitzt einen so hohen Impulsstrom, daß die vorliegenden Gasblasen zerstört (dispergiert) werden. Diese Dispergierung wird als Sekundärdispergierung bezeichnet. Dabei entstehen wieder kleinere Gasblasen, aus denen der Sauerstoff in das Abwasser übergeht. Auf ihrem Weg durch das Abwasser koaleszieren die Gasblasen dann wieder, wobei sie langsam nach oben steigen und relativ ausgezehrt das Abwasser verlassen.
Oa bei jeder, der mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchgeführten Neudispergierung neue saubere Phasengrenzflächen geschaffen werden, tritt hierdurch eine zusätzliche Erhöhung des Stoffüberganges auf.
Die beschriebene Vorrichtung erreicht gegenüber den bekannten Vorrichtungen erhebliche Energieeinsparungen. Um einen Sauerstoffeintrag von 0,2 kg/m3h zu erzielen, benötigt man mit der beschriebenen Vorrichtung einen Energieumsatz von 54 kW, was einem Energieaufwand von nur noch 83kW entspricht. Würde eine Sekundärdispergierung der beschriebenen Art nicht erfolgen, dann mußte man, um den gleichen Sauerstoff eintrag zu erreichen, einen wesentlich größeren oder einen zweiten Druckstrahler einsetzen. In diesem Falle ist ein Energieumsatz von 73 kW erforderlich, was einem Energieaufwand von 122 kW entspricht. Außerdem müßte man noch weitere Maßnahmen ergreifen, um ein Absetzen des Schlammes am Boden des Flüssigkeitsbehälter 1 zu verhindern. Der erfindungsgemäße Effekt wird erreicht, ohne daß im Flüssigkeitsbehälter 1 irgendwelche Leiteinrichtungen angeordnet sind.
Das belüftete Abwasser weist bei seinem Austritt aus der Abwasserabführungsleitung 4 einen BSB6-Abbau von 90 bis 95% auf. Es besitzt einen Sauerstoffgehalt von 2mg/l und einen Schlammgehalt von 4 g/l.
Bei einer anderen Ausführungsform ist der Dispergator 7 nicht als Rührer, sondern als Düse ausgebildet, die mit einer zweiten Pumpe verbunden ist, welche Abwasser aus dem Flüssigkeitsbehälter 1 im Kreislauf der Düse zuführt. Die Düse ist 3 m über dem Boden des Flüssigkeitsbehälters 1 angeordnet Ihre Verbindung mit der zweiten Pumpe erfolgt über eine Wasserzuführungsleitung. Der Abstand der Düse zur Wand des Flüssigkertsbehalters 1 beträgt 500 mm. Bei ihr liegt ein Flüssigkeitsvordruck von 0,6at (Überdruck) an. Der von der Düse erzeugte Flüssigkeitsstrom weist die gleiche Richtung auf und löst die gleiche Aufgabe wie der von dem Rührer erzeugte Flüssigkeitsstrom. Es dispergieren demzufolge die von dem Oruckstrahler 6 eingetragenen Gasblasen in der gleichen Weise, wie der von dem Rührer erzeugte Flüssigkeitsstrom. Energetisch gesehen ist es vorteilhafter, einen Rührer als Dispergator einzusetzen als eine Düse. Auf Grund des schlechteren Pumpenwirkungsgrades und der Strömungsverluste ist bei der Benutzung einer Düse der Energieaufwand etwa 20% höher als bei dem Einsatz eines Rührers als Dispergator.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Begasung von nichtkoaleszenzhemmenden Abwässern in vorzugsweise runden Abwasserbehältern, bestehend aus einem oberhalb des Flüssigkeitsspiegels angeordneten Druckstrahlerund einem unterhalb des Flüssigkeitsspiegels vorgesehenen Dispergator, gekennzeichnet dadurch, daß der Druckstahler (6) mit seiner Ausströmöffnung in Höhe des Flüssigkeitsspiegels endet und in einem Winkel, der bis zu 15° von der Senkrechten abweicht, der Dispergator (7) in der unteren Hälfte des Abwasserbehälters an der Behälterwand befestigt, in einem Winkel, der bis zu 15° von der Waagerechten zum Behälterboden zeigend abweicht, angeordnet ist, wobei die Ausströmöffnungen des Druckstrahlers (6) und des Dispergators (7) in Richtung ihrer sich kreuzenden Austrittsstrahlen einander zugewandt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Dispergator (7) als Rührer oder als Düse ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der vom Druckstrahler (6) erzeugte Impulsstrom etwa viermal so groß wie der vom Dispergator (7) erzeugte Impulsstrom ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß der vertikale Abstand zwischen Druckstrahler (6) und Dispergator (7) 3/s bis Vs der Größe des Abstandes zwischen dem Druckstahleraustritt und dem Behälterboden beträgt.
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