DD139799B1 - Formmaschine zur herstellung von kastenlosen sandformen - Google Patents
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Description
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Formmaschine zur Herstellung von kastenlosen Sandformen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung findet in Gießereien Verwendung, in denen Gußstücke mittels kastenloser horizontal geteilter Sandformen hergestellt werden. Sie betrifft eine Formmaschine, bei der alternierend obere und untere Formteile hergestellt und zu einer kompletten Sandgießform zusammengefügt werden.
Es ist eine Gießereiformmaschine bekannt (DD - AP 120 374), welche zwei Formeinheiten mit je einem Modellträger und einer kombinierten Sandeinfüll- und Verdichtungsstation aufweist, denen je eine Schwenkeinrichtung mit um vertikale Achsen schwenkbaren Schwenkarmen zugeordnet ist, wobei in jeder Schwenkeinrichtung mindestens drei gleichmäßig versetzte, in Formrahmenhalterungen Formrahmen tragende Schwenkarme angeordnet sind und alle Formrahmen beider Schwenkeinrichtungen um je eine horizontale Achse um 180° drehbar und einzeln vertikal verschiebbar angeordnet sind.
Diese Gießereiformmaschine hat den Nachteil, daß durch die Anordnung zweier Formeinheiten ein großer maschineller und eteuerungstechnischer Aufwand, sowie ein großer Platzbedarf erforderlich ist. Weiterhin ist dadurch die Zugänglichkeit für Wartungs- und Reparaturarbeiten erschwert.
Weiterhin iat eine Formmaschine zur Herstellung von Gießformen (DD - AP 126 918) bekannt, bei der Gießformoberteile und Gießformunterteile taktweise in um eine zentrale Schwenkachse angeordneten Formstationen geformt, auf Formfehler kontrolliert, mit Kernen versehen und in Gießformen zusammengelegt werden. Diese Formmaschine weist eine von einem Schwenkantrieb drehbare Hauptsäule auf, an welcher formrahmentragende Schwenkarme mit einer Drehvorrichtung zum Schwenken der Formrahmen angeordnet sind und in welcher mindestens eine zur Hauptsäule relativ bewegbare Schwenksäule gelagert ist, welche mindestens einen, einen Formrahmen tragenden Arm sowie eine Schwenkeinrichtung und eine Hubeinrichtung aufweist.
Diese Formmaschine hat den Nachteil, daß ein großer maschineller und steuerungstechnischer Aufwand zum Schwenken der relativ zur Hauptsäule bewegbaren Schwenksäulen und zur vertikalen Bewegung der die Formrahmen tragenden Schwenkarme erforderlich ist.
Ziel der Erfindung ist es, eine Formmaschine zur Herstellung kastenloser horizontal geteilter Sandformen zu schaffen, die mit geringem maschinellen und steuerungstechnischem Aufwand arbeitet, einen geringen Platzbedarf erfordert und für V/artungs- und Reparaturarbeiten gut zugänglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Formmaschine zur Herstellung von kastenlosen horizontal geteilten Sandformen zu schaffen, die alternierend obere und untere Formteile herstellt, die Formteile um 180° um eine horizontale Achse verschwenkt, das obere Formteil um 180° wieder zurückschwenkt und die Formteile nach dem Einlegen von Kernen zu einer kompletten Sandgießform zusammenfügt.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Formmaschine mindestens eine vorzugsweise kombinierte Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation, mindestens eine vorzugsweise kombinierte Zulege- und Ausdrückstation sowie ein taktweise angetriebenes geschlossenes Transportsystem zum Transport von oberen und unteren Formrahmen aufweist und zwischen der vorzugsweise kombinierten Zulege- und Ausdrückstation und der vorzugsweise kombinierten Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation weiterhin eine Vereinzelungsstation angeordnet ist und daß Greifer in Verbindung mit Hubvorrichtungen an der vorzugsweise kombinierten Zulege- und Ausdrückstation und der Vereinzelungsstation zum Abnehmen und taktweise versetztem Auflegen der oberen Formrahmen von oder auf das Transportsystem oder unteren Formrahmen angeordnet sind.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das taktweise angetriebene Transportsystem ein System, das die Formrahmen 17; 18 translatorisch bewegt und zwei Wendeeinrichtungen 24; 25 zum Verschwenken der Formrahmen um eine horizontale Achse um 180° stationär angeordnet sind und zwischen den V/ende einrichtungen 24 und 25 beliebig viele Teilungen zur Verrichtung von Arbeitsoperationen angeordnet werden können.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen: Fig. 1: einen Höhenschnitt
Fig. 2: einen Schnitt durch die kombinierte Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation und die kombinierte Zulege- und Ausdrückstation
Fig. 3: einen Schnitt durch die kombinierte Wende- und Kerneinlegestation und die Vereinzelungsstation
Fig. 4: Draufsicht auf eine Formmaschine mit translatorischem Transportsystem
Die in Fig. 1 dargestellte Formmaschine weist eine kombinierte Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3, eine kombinierte Wende- und Kerneinlegestation 4, eine kombinierte Zulege- und Ausdrückstation 6, eine Vereinzelungsstation 14 und ein Transportsystem 1 mit Aufnahmen 2, Drehantrieben 5, abwechselnd oberen Formrahmen 17 und unteren Formrahmen 18 auf.
Zur Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 ist diametral die kombinierte Zulege- und Ausdrückstation 6 angeordnet, welche mit der druckmittelbetätigten Hubvorrichtung 8 in Verbindung stehende Greifer 9» einen druckmittelbetätigten Ausdrückstempel 11 und eine Gegendruckplatte 13 aufweist (Fig. 2).
Zur kombinierten Wende- und Kerneinlegestation 6 ist diametral die Vereinzelungsstation 14 angeordnet, an der die druckmittelbetätigte Hubvorrichtung 15 mit den Greifern 16 angeordnet ist (Fig. 3).
Der bewegbaren Modelleinrichtung 19 ist ein Antrieb 20 zugeordnet, um entsprechend dem Takt der Transporteinrichtung 1 ein Modell für das untere Formteil 10 oder das obere Formteil 7 innerhalb der Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 mit dem jeweiligen Formrahmen 17; 18 in übereinstimmende Lage zu bringen. Eine Kolben-Zylindereinheit 21 dient zum Anheben des Modells und Formrahmens bis zur Anlage an den Formstoffbehälter 22 und nach dem Einfüllen des Formstoffes und dessen Verschließen durch die Preßplatte 23 weiterhin zum Aufbringen des Preßdruckes.
Die Formmaschine gemäß Fig. 1 bis 3 arbeitet wie folgt:
Während das Transportsystem 1 einen oberen Formrahmen 17 in die Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 eintaktet, bewegt der Antrieb 20 drei Modelleinrichtungen 19
so, daß das zugehörige Modell zum Abformen eines oberen Formteils 7 in übereinstimmender Lage mit den Formrahmen 17 gebracht wird. Die Kolbenzylindereinheit 21 hebt das Modell bis zur Anlage an den oberen Formrahmen 17 und nachfolgend beide bis der obere Formrahmen 17 am Formstoffbehälter 22 anliegt. Durch Entfernen der beweglichen Preßplatte 23 wird der obere Formrahmen 17 mit Formstoff gefüllt, Nachdem die Preßplatte wieder eingefahren ist, erfolgt durch die Kolben-Zylindereinheit 21 die Preßverdichtung, Anschließend erfolgt durch das Absenken der Kolben-Zylindereinheit 21 das Absetzen des nunmehr das obere Formteil 7 enthaltenden oberen Formrahmens 17 auf die Aufnahmen 2 des Transportsystems 1 und das Aussenken des Modells,
Beim Weitertakten des Transportsystems 1 gelangt nunmehr der das obere Formteil 7 enthaltende obere Formrahmen 17 in die kombinierte Wende- und Kerneinlegestation, während in die kombinierte Formstoffeinfüll- und Verdichtungsßtation 3 ein unterer Formrahmen 18 gelangt. Das Abformen des unteren Formteils 10 erfolgt analog des oberen Formteils 7, nur daß vom Antrieb 20 die Modelleinrichtung so bewegt wurde, daß sich das Modell für das untere Formteil 10 in Übereinstimmung mit dem unteren Formrahmen 18 befindet. Der obere Formrahmen 17 mit dem oberen Formteil 7 wird in der kombinierten Wende- und Kerneinlegestation 4 mittels der Drehantriebe 5 um eine horizontale Achse um 180° gewendet, auf Formfehler kontrolliert und wieder um 180° gewendet. Weiterhin können durch hier nicht näher beschriebene Einrichtungen in dieser Station Bohrungen für Eingüsse und Steiger in das obere Formteil 7 eingebracht werden.
Mit dem nächsten Takt des Transportsystems 1 gelangt der das obere Formteil 7 enthaltende obere Formrahmen 17 in die kombinierte Zulege- und Ausdrückstation 6, während in die kombinierte Wende- und Kerneinlegestation 4 der das untere Formteil 10 enthaltende untere Formrahmen 18 und in die kombinierte Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 ein zweiter oberer Formrahmen 17' zur Herstellung.
eines weiteren oberen Formteils 7' gelangt. In der kombinierten Zulege- und Ausdrückstation 6 wird mittels der an der Hubvorrichtung 8 angeordneten Greifer 9 der das obere Formteil 7 enthaltende obere Formrahmen 17 von den Aufnahmen 2 des Transportsystems 1 abgehoben. Der in der kombinierten Wende- und Kerneinlegestation 4 befindliche, das untere Formteil 10 enthaltende, untere Formrahmen 18 wird mittels des Drehantriebes 5 um eine horizontale Achse um 180° gewendet und es können Kerne eingelegt werden.
Beim darauffolgenden Takt des Transportsystems 1 wird der das untere Formteil 10 enthaltende untere Formrahmen 18 in die kombinierte Zulege- und Ausdrückstation 6 unter den von den Greifern 9 gehaltenen, das obere Formteil 7 enthaltenden, oberen Formrahmen 17 transportiert. In der kombinierten Y/ende- und Kerneinlegestation 4 befindet sich der zweite obere Formrahmen 17' mit einem weiteren oberen Formteil 7' und in der Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 ein zweiter unterer Formrahmen 181 zur Herstellung eines weiteren unteren Formteils 10*. In der Yereinzelungsstation 14 wird durch Absenken der Hubvorrichtung ein dritter bisher von den Greifern 16 gehaltener oberer Formrahmen 17" auf die Aufnahmen 2 des Transportsystems 1 abgesetzt. In der kombinierten Zulege- und Ausdrückstation 6 wird durch Abwärtbewegung der Hubvorrichtung 8 der das obere Formteil 7 enthaltende obereFormrahmen 17 auf den das untere Formteil 10 enthaltenden unteren Formrahmen 18 aufgesetzt. Die Greifer 9 geben den oberen Formrahmen 17 frei und die Hubvorrichtung 8 bewegt sich wieder nach oben. Der Ausstoßstempel 11 drückt den aus oberem Formteil 7 und unterem Formteil 10 bestehenden Formballen 12 bei seiner Abwärtsbewegung gegen die zuvor in die obere Stellung gefahrene Gegendruckplatte 13· Dabei wird der Formballen 12 aus den Formrahmen 17; 18 und die Gegendruckplatte 13 nach unten gedrückt. Hat der Formballen 12 den unteren Formrahmen 18 verlassen, senkt die Gegendruckplatte 13 ab und übergibt den Formballen 12 einem hier nicht näher beschriebenen Förderer.
Die nunmehr übereinanderliegenden Formrahmen 17; 18 werden beim nächsten Takt des Transportsystems 1 in die Vereinzelungsstation 14 transportiert. In die kombinierte Zulege- und Ausdrückstation 6 gelangt der das obere Formteil 7' enthaltende obere Formrahmen 17', in die kombinierte Wende- und Kerneinlegestation 4 der das untere Formteil 10' enthaltende untere Formrahmen 18' und in kombinierte Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 der dritte obere Formrahmen 17".
In der Vereinzelungsstation 14 wird mittels der Hubvorrichtung 15 und den Greifern 16 der oberen Formrahmen 17 vom unteren Formrahmen 18 abgehoben. In der kombinierten Zulege- und Ausdrückstation 6 wird der das obere Formteil 7' enthaltende obere Formrahmen 17' mittels der Hubvorrichtung 8 und den Greifern 9 von den Aufnahmen 2 des Transportsystems 1 abgehoben. In der kombinierten Wende- und Kerneinlegestation 4 erfolgt das Wenden des das untere Formteil 10- enthaltenden Formrahmen 18' und in der kombinierten Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 wird ein drittes oberes Formteil 7" hergestellt.
Mit dem nächsten Takt des Transportsystems 1 gelangt in die kombinierte Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 der untere Formrahmen 18, in die kombinierte Wende- und Kerneinlegestation 4 der das obere Formteil 7" enthaltende obere Formrahmen 17", in die kombinierte Zulege- und Ausdrückstation 6 unter den das obere Formteil 7' enthaltenden oberen Formrahmen 17'» der von den Greifern 9 und der Hubeinrichtung 8 in oberer Stellung gehalten wird, der das untere Formteil 10' enthaltende untere Formrahmen 18' und in die Vereinzelungsstation die unbesetzten Aufnahmen 2 des Transportsystems 1 unter den von den Greifern 16 und der Hubvorrichtung 15 gehaltenen Formrahmen 17. In der kombinierten Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation 3 wird ein weiteres unteres Formteil 10 hergestellt, in der kombinierten Wende- und Kerneinlegestation 4 der das obere Formteil 7" enthaltende obere Formrahmen 17" zur Kontrolle vor- und zurückgewendet, in der kombinierten Zulege- und Ausdrückstation 6 ein weiterer Formballen 12 aus den
zusammengelegten Pormrahmen 17* und 18' ausgedrückt und in der Vereinzelungsstation der von den Greifern 16 und der Hubvorrichtung 15 gehaltene obere Pormrahmen 17 auf die Aufnahmen 2 des Transportsystems 1 abgesetzt.
Die nächsten Takte des Transportsystems 1 stellen eine Wiederholung des beschriebenen Arbeitsspieles dar*
In der Pig· 4 ist die erfindungsgemäße Formmaschine mit einem Transportsystem 1 zur translatorischen Bewegung der Pormrahmen 17 und 18 dargestellt. Dabei kann das Transportsystem 1 beispielsweise ein Rollenbahnsystem sein·
Bei einer derartigen Ausgestaltung entfallen die mit dem Transportsystem verbundenen, Drehantriebe 5 aufweisenden Aufnahmen 2. Dafür sind stationär zwei Wendeeinrichtungen 24» 25 so angeordnet, daß in der ersten Wendeeinrichtung 24 die Formteile 7; 10 enthaltenden oberen und unteren Formrahmen 17; 18 gewendet und in der zweiten Wendeeinrichtung 25 die, die oberen Formteile 7 enthaltenden Formrahmen 17 zurückgewendet werden· Zwischen den Wendeeinrichtungen 24 und 25 können beliebig viele Teilungen zur Verrichtung von Arbeitsoperationen an den Formen wie z, B, Kerneinlegen, Fräsen von Eingüssen und Steigern usw, angeordnet werden·
Claims (2)
- Erfindungsanapruch1, Formmaschine zur Herstellung von kastenlosen Sandformen, die mindestens eine vorzugsweise kombinierte Pormstoffeinfüll- und Verdichtungsstation (3), mindestens eine vorzugsweise kombinierte Zulege- und Ausdrückstation (6) und ein taktweise angetriebenes geschlossenes Transportsystem (1) zum Transport von oberen und unteren Formrahmen (17; 18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der vorzugsweise kombinierten Zulege- und Ausdrückstation (6) und der vorzugsweise kombinierten Formstoffeinfüll- und Verdichtungsstation (3) weiterhin eine Vereinzelungsstation (14) angeordnet ist und daß Greifer (9; 16) in Verbindung mit Hubvorrichtungen (8; 15) an der vorzugsweise kombinierten Zulege- und Ausdrückstation (6) und der Vereinzelungsstation (14) zum Abnehmen und taktweise versetzten Auflegen der oberen Formrahmen (17) von oder auf das Transportsystem (1) oder unteren Formrahmen (18) angeordnet sind.
- 2. Formmaschine nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß das taktend arbeitende geschlossene Transportsystem (1) ein System ist, das die Formrahmen (17; 18) translatorisch bewegt und das eine erste (24) und eine Zweite Wendeeinrichtung (25) zum Verschwenken der Formrahmen um eine horizontale Achse um 180° stationär angeordnet und zwischen den Y/endeeinrichtungen (24; 25) beliebig viele Teilungen zur Verrichtung von Arbeitsoperationen angeordnet sind.Hierzu ..^..„„Seiten Zeichnungen
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