DD139891B1 - Stehender feuerbuchs-rauchrohr-kessel - Google Patents

Stehender feuerbuchs-rauchrohr-kessel

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Description

Titel der Erfindung
Stehender Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung, die einen stehenden Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel betrifft, ist vorzugsweise bei derartigen stehenden Feuerbuchs-Rauchrohr-Kesseln zur Anwendung vorgesehen, bei denen sich in Ströraungsrichtung der Rauchgase an die Feuerbuchse, die unten durch einen Rost begrenzt ist, Rauchrohre anschließen, die in eine Wendekammer münden, von der ein zweiter Rauchgaszug abgeht.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Stehende Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel sind in vielerlei Ausführungen bekannt. Zu den bekanntesten Rauchrohrkesseln, die einen breiten Raum einnehmen, gehören diejenigen, bei denen innerhalb eines Außenmantels des Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessels unten der Mantel der Feuerbuchse über dem Rost angeordnet ist, wie sie beispielsweise aus den DE-PS 818 193, Klasse 13 a, Gruppe 22/10 und 934 769, Klasse 13 a, Gruppe 21/10 ersichtlich sind. Dabei sind in der Decke der Feuerbuchse Rauchrohre befestigt, deren obere Enden im Boden eines oberen zylindrischen Einsatzes enden, an den sich der Gasabzug anschließt. Über einen Verdrängungskörper innerhalb des zylindrischen Einsatzes können gemäß der DE-PS 818 193 die Rauchgase auch über Rohrheizflächen, die der Speisewasservorwärmung dienen, geleitet werden, bevor sie den
zylindrischen Einsatz über den Gasabzug verlassen. Andererseits können aber auch, wie der DE-PS 934 769 zu entnehmen ist, und das ist eine weit verbreitete Ausführung, innerhalb der Feuerbuchse zur Vergrößerung der dampferzeugenden Heizfläche und zur Verbesserung des Y/asserumlaufes quer zum Kessel verlaufende Siederohre angebracht werden. Dabei sind die Siederohre zwar so angeordnet, daß das untere Ende des Rauchrohrfeldes von der Feuerbuchse aus frei zugänglich ist, aber unabhängig von dieser Anordnung der Siederohre ist dieser Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel doch mit erheblichen Nachteilen behaftet. So wird bei diesem Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel nicht nur das für die Wärmeübertragung im Kessel günstige Prinzip des Wärmetausches durch vorwiegend Strahlung in Kombination mit dem konvektiven Wärmeaustausch in nachgeschalteten Heizflächen verletzt, sondern neben einer gestörten Flammenausbildung ist auch ein unvollständiger Ausbrand zu verzeichnen· Außerdem hat sich sov/ohl bei diesem Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel als auch bei allen anderen bekannten Feuerbuchs-Rauchrohr-Kesseln gezeigt, daß ein Auswechseln der Rauchrohre entweder von der Feuerbuchse aus oder aber vom oberen zylindrischen Einsatz aus grundsätzlich kaum möglich ist, so daß die Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel ausgesprochen reparaturunfreundlich sind. Weitere Nachteile sind schließlich der ungleichmäßige Wärraeabbau der Rauchgase und die starke Belastung der Einschweißnähte der Rauchrohre durch die Flamme.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, das für die Wärmeübertragung im Kessel günstige Prinzip des Wärmeaustausches durch vorwiegend Strahlung in Kombination mit dem konvektiven Wärmeaustausch in den nachgeschalteten Heizflächen voll zur Anwendung zu bringen, wobei gleichzeitig erreicht werden soll, daß ein gleichmäßiger Wärmeabbau und ein großer Selbstreinigungseffekt erzielt wird und der Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel sich auch durch seine Reparaturfreundlichkeit auszeichnet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen stehenden Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel zu schaffen, bei dem vorzugsweise durch Ausbildung der Feuerbuchse und zweier sich anschließender Rauchgaszüge, die über eine Wendekammer miteinander in Verbindung stehen, durch Vermeidung der Strähnenbildung, durch Erreichung eines gleichmäßigen Wärmeabbaues und durch einen hohen Selbstreinigungseffekt die Verfügbarkeit stehender Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel, die mit einer Rostfeuerung für feste Brennstoffe versehen sind, wesentlich zu erhöhen, wobei gleichzeitig Reparaturen mit dem geringsten Aufwand durchführbar sein sollen·
Erfindungsgemäß wird dieses dadurch erreicht, daß die Heizfläche der Feuerbuchse, die einbautenlos ausgebildet ist, zur Fläche des Rostes mindestens das Sechsfache beträgt, und daß sich an die Wendekammer als Rauchgasmischkammer der aus mehreren Rauchrohren bestehende zweite Rauchgaszug anschließt, der mit seinem aus dem stehenden Rauchrohrkessel herausführenden Teil mit einem Saugzug verbunden ist, wobei die Rauchrohre des zweiten Rauchgaszuges bei gleicher Anzahl gegenüber den Rauchrohren des ersten Rauchgaszuges entweder einen geringeren inneren Querschnitt besitzen oder aber der zweite Rauchgaszug eine geringere Anzahl von Rauchrohren besitzt als der erste Rauchgaszug·
Um bei diesem erfindungsgemäß ausgebildeten Rauchrohrkessel die Wurfweite zu verkürzen, eine gleichmäßige Rostbedeckung zu realisieren, hiermit im Zusammenhang steht auch eine bessere Kontrolle der Wurfweite, und um schließlich auch eine Begehbarkeit des Rauchrohrkessels zu ermöglichen, ist die Feuerbuchse des Rauchrohrkessels exentrisch angeordnet·
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der aus dem Rauchrohrkessel herausführende Teil des zweiten Rauchgaszuges ober-
halb der Peuerbuchse durch rechtwinkliges Abbiegen der Rauchrohre des zweiten Rauchgaszuges am Umfang des Rauchrohrkessels herausgeführt. Unter Berücksichtigung der Begehbarkeit des Rauchrohrkessels ist somit gleichzeitig eine optimale Ausnutzung des Wasserraumes des Rauchrohrkessels verwirklicht worden.
Das Verhältnis der Heizfläche der Peuerbuchse zur Fläche des Rostes sollte vorteilhaft so gewählt werden, daß die spezifische Rostbelastung etwa 0,6 Gcal/m^h beträgt.
Schließlich ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Wendekammer auf ihrer nach oben zugerichteten Seite mit einem aufklappbaren Verschluß versehen. Nachdem die Peuerbuchse bereits einbautenlos ausgebildet ist, wird somit gewährleistet, daß auf sehr einfache Art die Möglichkeit besteht, an die oberen Einschweißnähte der Rauchrohre des ersten und zweiten Rauchgaszuges über die Wendekammer und an die unteren Einschweißnähte der Rauchrohre des ersten Rauchgaszuges über die Peuerbuchse heranzukommen, so daß Reparaturen mit einem sehr geringen Aufwand durchführbar sind. Nicht anders verhält es sich mit einer evtl. notwendigen Reinigung der Rauchrohre.
Ausführungsbeispiel
In der Zeichnung ist ein stehender Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel 1 dargestellt, bei dem innerhalb des durch den Außenmantel 2 begrenzten Wasserraumes 3 die exentrisch angeordnete Peuerbuchse 4» der erste Rauchgaszug 5» die als Rauchgasgemischkammer dienende Wendekammer 6, die mit einem aufklappbaren Verschluß 61 versehen ist, und schließlich der zweite Rauchgaszug 7 angeordnet sind. Dabei ist das Verhältnis der Heizfläche 8 der Peuerbuchse 4 zur Fläche 9 des Rostes 10, der unterhalb der Peuerbuchse 4 angeordnet ist, so gewählt, daß die Heizfläche der Peuerbuchse 4 etwa б mal so groß ist wie die Fläche 9 des Rostes 10. Während der von der Peuerbuchse 4 zur Wendekammer б
führende erste Rauchgaszug 5 eine größere Anzahl von Rauchrohren 11 besitzt, ist der zweite Rauchgaszug 7, der von der Wendekammer 6 zum nicht weiter dargestellten Saugzug führt, aus einer geringeren Anzahl von Rauchrohren 12 hergestellt, wobei sowohl die Rauchrohre 11 des ersten Rauchgaszuges 5 als auch die Rauchrohre 12 des zweiten Rauchgaszuges 7 den gleichen Querschnitt besitzen· Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, ist der aus dem stehenden Rauchrohrkessel 1 herausführende Teil 13 des zweiten Rauchgaszuges 7 durch rechtwinkliges Abbiegen der Rauchrohre 12 oberhalb der Feuerbuchse 4 aus dem stehenden Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel herausgeführt·
Bei diesem erfindungsgemäß ausgebildeten stehenden Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel kommt das für die Wärmeübertragung im Kessel günstige Prinzip des Wärmeaustausches durch vorwiegend Strahlung in Kombination mit dem konvektiven Wärmeaustausch in den nachgeschalteten Heizflächen voll zur Anwendung· Im Bereich der Flammenausbildung bilden sich keine Schatten und Strähnen mehr und durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit auch in den Rauchrohren 12 des zweiten Rauchgaszuges 7 wird ein gleichmäßiger Wärmeabbau erreicht, was sich besonders günstig auf die Abgastemperatur auswirkt. Schließlich wird durch die Zwangsabsaugung der Rauchgase durch den Saugzug unter Verwendung fester Brennstoffe ein hoher Selbstreinigungseffekt erzielt sowie durch die exentrische Anordnung der Feuerbuchse 4 die Wurfweite verkürzt, womit eine gleichmäßige Rostbelastung realisiert wird. Durch die einbautenlose Ausführung der Feuerbuchse 4 und die Begehbarkeit der Wendekammer 6 wird darüber hinaus ein besonders reparaturfreundlicher stehender Feuerbuchs-Rauchrohr-Kessel zur Verfügung gestellt, da die Einschweißnähte der Rauchrohre 11; 12 des ersten Rauchgaszuges 5 und des zweiten Rauchgaszugos 7 leicht zugänglich sind.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Stehender Peuerbuchs-Rauchrohr-Kessel, bei dem sich in Strömungsrichtung der Rauchgase an die Feuerbuchse, die unten durch einen Rost begrenzt ist, Rauchrohre anschließen, die in eine Wendekammer münden, von der ein zweiter Rauchgaszug abgeht, gekennzeichnet dadurch, daß die Heizfläche (8) der Feuerbuchse (4), die einbautenlos ausgebildet ist, zur Fläche (9) des Rostes (10) mindestens das Sechsfache beträgt, und daß sich an die Wendekammer (6) als Rauchgasmischkammer der aus mehreren Rauchrohren (12) bestehende zweite Rauchgaszug (7) anschließt, der mit seinem aus dem stehenden Rauchrohrkessel (1) herausführenden Teil (13) mit einem Saugzug verbunden ist, wobei die Rauchrohre (12) des zweiten Rauchgaszuges (7) bei gleicher Anzahl gegenüber den Rauchrohren (11) des ersten Rauchgaszuges (5) entweder einen geringeren inneren Querschnitt besitzen oder aber der zweite Rauchgaszug (7) eine geringere Anzahl von Rauchrohren (12) besitzt als der erste Rauchgaszug (5)·
    Hierzu 1 Seite Zeichnung

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