DD140534A5 - Mittel zur regulierung des pflanzenwachstums - Google Patents

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DD140534A5
DD140534A5 DD78209725A DD20972578A DD140534A5 DD 140534 A5 DD140534 A5 DD 140534A5 DD 78209725 A DD78209725 A DD 78209725A DD 20972578 A DD20972578 A DD 20972578A DD 140534 A5 DD140534 A5 DD 140534A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums, enthaltend einen festen oder flüssigen Trägerstoff und eine Mischung aus a) einem quaternären substituierten Thianium- oder .Ammoniumsalz aus der Gruppe: N,N-Dimethy1-azacycloheptaniumsalze Ν,Ν-Dimethyl-piperidiniumsalze N,N-Dimethy1-hexahydropyridaziniumsalze N,N-Dimethyl-tetrahydropyridaziniumsalze N-Methy1-pyridiniumsalze N,N-Dimethy1-pyrrolidiniumsalze S-Methyl-thiacyclohexaniumsalze

Description

Anwendungsgebiet "der Erfindung J
Die neuen Mittel können in der Landwirtschaft zur Regulierung des Pflanzenwachstums, insbesondere zur Reduzierung des Längenwachstums, angewendet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, quaternäre Ammoniumverbindungen, z.B. IT,N- · Dimethylpiperidiniumsalze (DS-OS 22 07 '575) oder Phosphonsäurederivate, z.B. 2-Chloräthanphosphonsäure (DS-AS 16 67 968), zur Regulierung des Pflanzenwachstums zu verwenden. Es ist ferner bekannt, Mischungen aus N, N, N-Tr i~ methyl-U-2-chloräthylammoniumchlorid und 2-Chloräthanphosphonsäure zur Regulierung des Pflanzenwachstums zu verwenden (DE-OS 23 61 410). Es ist ferner bekannt, Salze, z.B. das Έ,H-Dimethylpiperidiniumsalz der 2-Chloräthanphosphonsäure, zur Regulierung des Pflanzenwachstums zu verwenden (DE-OS 24 22 807).
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung von Mitteln zur Regulierung des Pflanzenwachstums mit verbesserter Wirkung bei Pflanzen, insbesondere bei grasartigen Pflanzen, die eine Reduzierung des Längenwachstums ermöglichen.
20 9 725 -2- 16.3.1979
AP A 01 K/209 54 487/11
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Mittel bereitzustellen, die eine verbesserte Wirksamkeit bei der Regulierang des Pflanzenwachstums zeigen.
Es wurde gefunden, daß Mischungen aus
a) einem quaternären substituierten Thianium- oder Ammoniumsalz aus der Gruppe:
N, N-Dimethyl-azacycloheptaniumsalze U,I-Dimethyl-piperidiniumsalze W, N-Dimethyl-hexahydropyridaziniumsalze N, U-Dimethyl-tetrahydropyridaziniumsalze H-Methyl-pyridiniumsalze N,N-Dimethyl-pyrrolidiniumsalze S-Methyl-thiacyclohexaniumsalze und
b) einem Phosphonsäurederivat aus der Gruppe 2-Chloräthylphosphonsäure 2~Chloräthylaminoäthylphosphonsäure 2-Chloräthylaminobutylphosphonsäure 2-Chloräthylphosphonsäure-K,H-dimethylamid
. 2-Chloräthylphosphonsäure-H-methy!amid • Vinylphosphonsäure
Propylphosphonsäure . "'
PhosphonomethyIgIycin Bis-phosphonomethylglycin
Benzyl-phosphonsäure gut zur'Regulierung des Pflanzenwachstums geeignet sind.
209 725
-3- O.Z. 32 932
Unter Salzen sind insbesondere die Halogenide (Chloride, Bromide) und speziell die Chloride zu verstehen.
Regulierung des Pflanzenwachstums ist beispielsweise:
Hemmung der Zellstreckung, z.B. Halm- und Internodieneinkürzung, Verstärkung der Halmwand und dadurch Verbesserung der'Standfestigkeit als Voraussetzung für eine Ertragssicherung bei Getreide und anderen Gramineen zur Korn- bzw. Samenproduktion 3 bei Faserpflanzen zur Textilfasergewinnung; · .
. Kompakter Wuchs bei Zierpflanzen zur wirtschaftlichen Produktion von besseren Qualitätspflanzen.
Förderung einer besseren Befruchtung.4 z.B. verstärkter Fruchtansatz bei Kern-, Stein- und Beerenobsts Wein, Citrus,' Mandeln, Oliven, Kakao und Kaffee; " . ·
Gezielte Geschlechtsdifferenzierung mit dem Ziele einer Ertragssteigerung, z.B. bei Cucurbitaceen und Papaya.
Förderung einer gewünschten Senescens bzw. der Ausbildung von Trenngewebe mit dem Ziel der Abszission, z.B. Verringerung der Fruchtfesthaltekraft zur Erleichterung der mechanischen Ernte ' von Citrus, Stein-, Kern- und Beerenobst, Oliven, Mandeln. Kaffee und Schalenfrüchten;
20 9 72δ, _ - 4 - ' ο,ζ, 32 932
Entlaubung von Baumschul- und Ziergehölzen für Versandhandel im Herbst;
Entlaubung von Bäumen zum Zwecke der Unterbrechung von parasitären Infektionsketten, z.B. Gloeosporium heveae-bei Heva brasiliensis;
Förderung der Reife, z.B. bei Tomaten, Citrus, Ananas und Kaffee mit dem Ziel einer programmierbaren Ernte und besseren Fruchtausfärbung oder bei Baumvrolle mit dem Ziel einer auf 1 2 Pflückgänge konzentrierbaren Ernte und Unterbrechung der Mahrungskette für Schadinsekten.
Die neuen Mischungen zeigen insbesondere bei Getreide eine svnergistische Wirkung, d.h. die Wirkung der Mischung ist besser als sich aus den Wirkungen der Einzelwirkstoffe berechnen läßt. Sie zeigen außerdem eine bessere Pflanzenverträglichkeit als bekannte Wirkstoffe und führen zu einer besseren HalmstabiIitat bei^Getreide, so daß ein verringertes Lagern der Pflanzen beobachtet wird.
Insbesondere die Mischungen von Ν,Ν-Dimethyl-piperidiniumchlorid oder Ν,Ν-Dimethyl-hexahydro-pyridaziniumbromid mit 2-Chloräthanphosphonsäure, 2-Chloräthyl-0-(2f-aminoäthyl)-phosphonsäure, . 2-Chloräthylphosphonsäure-N,N-dimethylamid oder der 2-Chloräthyl-Q-(2'-amino~n-butyl)-phosponsäure zeigen eine gute wachstumsregulierende Wirkung.
Das Mischungsverhältnis der Wirkstoffe kann in breiten Grenzen •schwanken, beispielsweise 10:1 bis 1:10 Gewichtsteile insbesondere 4:1 bis 1:4, vorzugsweise 3:1 bis 1,3:1.
Die erfindungsgemäßen Mittel werden beispielsweise in Form von direkt versprühbaren Lösungen, Pulvern, Suspension, auch hoch-
209 725 -
O.Z. 32 932
prozentige wäßrige, ölige oder sonstige Suspensionen oder Dispersionen, Emulsionen, öldispersionen, Pasten, Stäubemitteln, Streumitteln, Granulaten durch Versprühen, Vernebeln, Ver-r stäuben, Verstreuen oder Gießen angewendet. Die Anwendungsformen richten sich'nach den Verwendungszwecken; sie sollten in jedem Fall möglichst die feinste Verteilung der erfindungsgemäßen Mittel gewährleisten.
Zur Herstellung von direkt' versprühbaren Lösungen, Emulsionen, Pasten und öldispersionen kommen Mineralölfraktionen von mittlerem bis hohem Siedepunkt, wie Kerosin oder Dieselöl, ferner Kohlenteeröle usw., sowie öle pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, z.B. Benzol, Toluol, Xylol, Paraffin, Tetrahydronaphthalin, alkylierte Naphthaline oder deren Derivate, z.B. Methanol, Äthanol, Propanol, Butanol, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Cyclohexanol, Cyclohexanon, Chlorbenzol, Isophoron usw., stark polare Lösungsmittel, z.B. Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, N-Methylpyrrolidon, Wasser usw. in Betracht.
Wäßrige Anwendungsformen können aus Emulsionskonzentrationen 3 Pasten oder netzbären Pulvern (Spritzpulvern, öldispersionen) durch Zusatz von Wasser bereitet werden. Zur Herstellung von Emulsionen, Pasten oder Öldispersionen können die Substanzen als solche oder in einem öl oder Lösungsmittel gelöst, mittels Netz-, Haft-, Dispergier- oder Emulgiermittel in Wasser homogenisiert werden. Es können aber auch aus wirksamer Substanz sowie Netz-, Haft-,' Dispergier- oder Emulgiermittel und eventuell Lösungsmittel oder Öl bestehende Konzentrate hergestellt werden, die zur Verdünnung mit Wasser geeignet sind.
Als oberflächenaktiven Stoffen kommen in Betracht: Alkali-, Erdalkali-, Ammoniumsalze von Ligninsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure, Phenolsulfonsäuren, Alkylarylsulfonate, Alkylsulfate, Alkylsulfonate, Alkali- und Erdalkalisalze der Dibutylnaphthalinsulfonsäure, Lauryläthersulfat, Fettalkoholsulfate,
20 9 725
- 6 - · O-.Z. 32 932
fettsaure Alkali- und Erdalkalisalze, Salze sulfatierter Hexadecanole, Heptadecanole, Octadecano.le, Salze von sulfatiertem Fettalkoholglykoläther, Kondensationsprodukte von sulfonierten: Naphthalin und Naphthalinderivaten mit Formaldehyd, Kondensationsprodukte des Naphtha.lins bzw. der Naphthalinsulfonsäuren mit Phenol und Formaldehyd, Polyoxyäthylenoctylphenoläther, äthoxyliertes Isooctylphenol, Octylphenol, Nonylphenol, Alkylphenolpolyglykoläther, Tributylphenylpolyglykoläther, Alkylarylpolyätheralkohole, Isotridecylalkohol, Fettalkoholäthylenoxid-Kondensate, äthoxyliertes Rizinusöl, Polyoxyäthylenalkylather, äthoxyliertes Polyoxypropylen, LaurylalkoholpoIygiykolatheracetal, Sorbitester, Lignin, Sulfitablaugen und Methylcellulose.
Pulver-, Streu- und Stäubemittel können durch Mischen oder gemeinsames Vermählen der wirksamen Substanzen mit einem festen Trägerstoff hergestellt werden.
Granulate, z.B. Umhüllungs-, Imprägnierungs- und Homogengranulate, können durch Bindung der Wirkstoffe an feste Trägerstoffe hergestellt werden. Feste'Trägerstoffe, sind z.B. Mineralerden, wie Silicagel, Kieselsäuren, Kieselgele, Silikate, Talkum, Kaolin, Attaclay, Kalkstein, Kalk, Kreide, Bolus, Löß, Ton, Dolomit, Diatomeenerde, Kalcium- und Magnesiumsulfat, Magnesiumoxid, gemahlene Kunststoffe, Düngemittel, wie z.B. Ammoniumsulfat, Ammoniumphosphat, Ammoniumnitrat, Harnstoffe. und pflanzliche Produkte, wie Getreidemehle, Baumrinden-, HoIz- und Nußschalenmehl, Cellulosepulver und andere f'este Trägerstoffe.
Die Formulierungen enthalten zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 Gewichtsprozent.
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Zu den Mischungen können ferner Öle verschiedenen Typs, Herbizide, Fungizide, Nematozide, Insektizide, Bakterizide, Spurenelemente, Düngemittel, Netzmittel, Synergisten, Antischaummittel (z.B. Silikone), Wachstumsregulatoren oder Antidotmittel zugesetzt werden.
Nachstehende Beispiele von Feldversuchen bestätigen die bessere biologische Wirkung der Mischung gegenüber den Einzelwirkstoffen.
Die Mischungen werden vorzugsweise in Form ihrer wäßrigen Lösungen verwendet. Die Anwendung der Mischungen erfolgt in üblicher Weise, beispielsweise durch Spritzen, Sprühen, Vernebeln, Gießen oder Beizen.
Ausführunqsbeispiele Beispiel 1
Pflanze: Sommergerste, Sorte "Villa" Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 74 Tage nach der Saat. 101 Tage nach der Saat wurde die Wuchshöhe der Pflanzen gemessen (Durchschnittswert aus jeweils 100 Messungen)·
Die Standfestigkeit der Pflanzen wurde 124 Tage nach der Saat bewertet, wobei 1 die beste Standfestigkeit abgestuft bis 9 keine Standfestigkeit bedeutet.1
- 8 - O. Z. 32 932
Wirkstoff Aufwand- Wuchshöhe Reduktion Standfe- Verbesserung menge der Wuchs- stigkeit der Stand-
g/ha cm cm 3,5 festigkeit
Unbehandelt - 85,5 2,5
DPC 920 ' 83,4 2,1 2,5· 1,0
CEPA 442 80,8 4,7 1,0 1,0
DPC,+ CEPA , 920] + 442/ 77,4 8,1 2,5
DPC + CEPA 920") + 884/ 76,4 9,1
DPC = N,N-Dimeth7lpiperidiniumchlorid CEPA = 2-Chloräthylphosphonsäure.
Dieses Versuchsergeb'nis belegt hinsichtlich der Reduzierung der Wuchshöhe*die synergistische Wirkung der Mischungen gegenüber den Einzelkomponenten.
• *
Beispiel 2
Pflanze: Wintergerste, Sorte "Birgit" Behandlung mit den wäßrigen Lösungen des Wirkstoffs 219 Tage nach der Saat. Ernte 281 Tage nach der Saat.
Wirkstoff Aufwandmenge g/ha Kornertrag dt/ha 100 % 100
Unbehandelt - 72,4 100
DPC 920 72,5 108
CEPA 442 · '78,3 110
DPC + CEPA 920) + 442J 80,0
209 725
- 9. - .. O,Z, 32 932
Auch anhand dieses Beispieles wird nachgewiesen, daß die Mischung gegenüber den Einzelkomponenten einen synergistischen Mehrertrag erreicht.
Beispiel 3
Pflanze: Hafer, Sorte "Flämingskrone"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der -Wirkstoffe 72 Tage nach der Saat. Die Standfestigkeit wurde 131 Tage nach der Saat bewertet,
Wirkstoff Aufwandmenge Standfestigkeit Verbesserung der
g/ha Standfestigkeit
unbehandelt - 7,0
DPC 460 6,7 0,3
CEPA 221 7,0 0
DPC + 460") + 22l/
CEPA . . ... 6,3
Auch unter den Bedingungen stärkerer Lagerung der unbehandelten Pflanzen führt die Mischung zu einer synergistischen Verbesserung 'der Standfestigkeit. "'
Beispiel 1I
Pflanze: Hafer, Sorte "Eorrus"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 80-Tage nach der Saat. Messung der Wuchshöhe 105 Tage nach der Saat. Ernte 4 Monate nach der Saat.
- 10 -
20 9 7-2-S- ~ ^0-" - · o,z, 32
Wirkstoff Aufwandmenge . Wuchshöhe Reduktion der Kornertrag
Unbehandelt
DPC 460
CEPA 221
DPC + 460")
CEPA ·+ 22lJ · 83Z1 °>8 . -*5,2
DPC .+ ' 460)
83, 9 O ,5 · 42 ,1 100
83, 9 O 38 ,3 91
83, 4 38 ,1 90
CEPA +-442
83,0 _ 0,9 40,8 97
Die Resultate dieses Versuches zeigen deutlich die synergistische Wirkung der Mischungen gegenüber den Einzelkomponenten.
Beispiel 5
Pflanze: Winterroggen, Sorte "Carokurz" Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der'Wirkstoffe 196 Tage nach der Saat. Messung der Wuchshöhe 235 Tage nach der Saat.
Wirkstoff Aufwandmenge . g/ha ... Wuchshöhe . . . . cm . . . . Reduktion der Wuchshöhe cm
Unbehandelt - 142,7
DPC 460 140,2 2,5
CEPA 221 141,0 1,7
DPC + CEPA 460 221 134,5 8,2
Wie bei den anderen Getreidearten, so führt auch hier die Mischung zu einer synergistischen Reduktion der Wuchshöhe.
- 11 -
209 725-
.Z. 32*932
Beispiel 6
Pflanze: Winterroggen, Sorte "Kustro"
Behandlung mit den wäßrigen Losungen der Wirkstoffe 209 Tage nach der Saat*. Ernte 282 Tage nach der Saat.
Wirkstoff Aufwandmenge g/ha Kornertrag dt/ha % 100
Unbehandelt - 40,5 106
DPC I38O 42,9 95
CEPA 1440 . 38,6 108
DPC + CEPA 690 ) 240 / 43,9
Am Beispiel der Winterroggensorte "Kustro" wird nachgewiesen, daß eine Mischung im Verhältnis von etwa 3:1 auf den Kornertrag
einen guten Einfluß hat.
Beispiel 7 . . .
Pflanze: Mais, Sorte "Limac"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe o0 Tage nach der Saat. Messung der Wuchshöhe 90 Tage nach der Saat. Ernte 167 Tage nach der Saat.
Wirkstoff
Aufwandmenge g/ha
Wuchshöhe cm
Reduktion Kolben/m' der Wuchs- Stck. höhe cm.
unbehandelt - 168,0 3,4 9,1 100
DPC 920 164,6 31,9 . 9,2 101
CEPA 721 136,1 38,6 8,9 98
DPC + CEPA 920 V 721 J 129,4 9,4 103
- 12 -
Θ. ζ. 32 932
"Die Mischung ergibt hinsichtlich Reduktion der Wuchshöhe und Kolbenansatz gegenüber den jeweiligen Einzelkomponenten eine synergistische Wirkung. Das zumeist unerwünschte Wachstum der Pflanzen wird zugunsten einer Ertrags erhöhung eingeschränkt.
Beispiel 8
Pflanze: Wintergerste, Sorte "Mirra"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 200 Tage nach der Saat. Messung der Wuchshöhe 227 Tage nach der S-aat. Die Standfestigkeit wurde 270 Tage nach der Saat bewertet.
'Wirkstoff Aufwandmenge Wuchshöhe Reduktion der Stand- Verbes· : g/ha cm Wuchshöhe cm festig- serung
keit
1) ünbehandel.t
2) Ν,Ν-Dimethylhexyhydro-pyridaziniumbromid 920
94,0
90,2
6,5 4,0
2,5
3) 2-Chloräthyl-0-(2'-amino-nbutyl)-phosphon-
säure 960
89,3
4,5
2,0
2 + 3
920 480
78,0
16,0
1,5
5,0
Die Mischung führt hinsichtlich Reduktion der Wuchshöhe und verbesserter Standfestigkeit gegenüber den Einzelkomponenten zu einer synergistischen Wirkung.
- 13 -
20 9 725 __-_i3 -_- ο,ζ, 32-9^2
Beispiel 9
Pflanze: Wintergerste, Sorte "Ogra"
Behandlung mit den .wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 213 Tage nach der Saat. Die Bewertungen der Wuchshöhe und der Standfestigkeit erfolgten 232 bzw. 288 Tage nach der Saat. Ernte 244 Tage nach der Saat. · ·
Wirkstoff Aufwand- Wuchs- Reduktion Stand- Verbes- " Kornertrag
menge -höhe der Wuchs- festig- serung der
g/ha cm höhe cm keit Standfestig-
1) Unbehandelt. - 129,0 4,0 . 58,1" 100
2) DPC 920 126,4 2,6 3,7 0,3 57,5 99
3) 2-Chloräthyl- . 0-(2'-amino-
äthyl)~phos-
phonsäure 480 127,7 1,3 2,7 1,3 59,5 102
)J 122,1
4) 2 + 920"
3 480 ί 122,6 6,4 1,3 ' 2,7 60,9 105
'Auch diese Mischung zeigt gegenüber den Einzelkomponenten einen Synergismus. Die Wuchshöhe, die Standfestigkeit und der Kornertrag werden deutlich verbessert.
- 14 -
- 14 - - O.Z. 32 932
•MM —
Beispiel 10
Pflanze: Wintergerste, Sorte "Dura" ·
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 124 Tage
nach der Saat. Ernte 185 Tage nach der Saat.
Wirkstoff Aufwandmenge g/ha - Kornertrag ddt/ha % 100
1) Unbehandelt 920 47,5 108
2) DPC 240 51,4 103
3) 2-ChIoräthyI- . phosphonsäure Ν,Ν-dimethyl- amid 9200 49,1
4) 2 + ·.. . 480 J 113
3 53,7
Das Beispiel veranschaulicht den hohen Mehrertrag, der mit der Mischung erzielt wird.
1O
Beispiel 11 ..
Sommerroggen, Sorte "Beacon"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 59 Tage nach
der Saat. Die Wuchshöhe vmrde 100 Tage nach der Saat gemessen.
Wirkstoff Unbehandelt Aufwandmenge Wuchshöhe Reduktion der
DPC +' . g/ha cm . Wuchshöhe • cm
1. CEPA - 66
2. 2+3 515 65 .1
3. 134 67 -· 1
4. 515 + 134} 62 4
- 15 -
209 725 .
15 - O.Z. 32 932
,0 55, 70 100
11 ,4 55, 02 99
19 56, 74 102
Das Beispiel, zeigt, daß auch beim Mischungsverhältnis von 4:1 gegenüber den Einzelkomponenten eine synergistische Wirkung erzielt wird.
Beispiel 12 *
Pflanze: Winterroggen, Sorte "Kustro"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 204 Tage nach der Saat. Die Wuchshöhe wurden nach 232 Tagen gemessen und die Ernte 285 Tage nach der Saat durchgeführt.
Wirkstoff Aufwand- Wuchs- Reduktion Kornertrag.
höhe cm der Wuchsg/ha höhe cm dt/ha %
1) Unbehandelt - 154,2
2) A 1840 143,2
3) DPC + CEPA 1220 + 620} 134,8
A = Ν,Ν-Dimethylpiperidiniumsalz der 2-Chloräthanphosphonsäure (bekannt aus DT-OS 24 22 807).
Die Verringerung der Wuchshöhe und der erhöhte Kornertrag demonstrieren die deutlich überlegene Wirkung der Mischung 3 gegenüber dem bekannten Salz A.
Beispiel 13
Pflanze: Winterroggen, Sort.e "Kustro"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 206 Tage nach der Saat. Bewertung der Standfestigkeit 26l Tage und Ernte
288 Tage nach der Saat.
- 16 -
20 9 /Zö - 16 - _ 0. Z. 32 932
'Wirkstoff Aufwand- Standfestig- ' Verbesserung Kornertrag
menge keit der Stand-
g/ha festigkeit dt/ha
D Unbehandelt - 465} β ,8 3 ,0 53, 1 100
2) A 1380 3 ,8 ,5- 54, 6 103
3) DPC+CEPA 915 + 2 ,3 56, 4 106
A = Ν,Ν-Dimethylpiperidiniumsalz der; 2-Chloräthanphosphonsäure.
Auch hier ist die Mischung 3 gegenüber dem Salz Ä hinsichtlich Verbesserung .der Standfestigkeit und Mehrertrag deutlich überlegen.
Beispiel 14
Pflanze: Sommerroggen, Sorte "Somro"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 85 Tage nach der Saat. Messung, der Wuchshöhe 100 Tage und Ernte 153 Tage nach der Saat.
Wirkstoff Aufwand- Wuchshöhe Reduktion der Kornertrag . . · .... g/ha . . cm . . . Wuchshöhe cm . dt/ha %
D unbehandelt - 3io} 196, 3 11, 4 34 ,4 100
2) A 920 184, 9 . 12, 9 34 ,0 99
3) DPC+CEPA βίο + 183, 4 36 ,1 105
A = Ν,Ν-Dimethylpiperidiniumsalz der 2-Chloräthanphosphonsäure.
Die Verringerung der Wuchshöhe sowie der erhöhte Kornertrag belegen auch bei Sommerroggen die überlegene Wirkung der Mischung gegenüber dem Salz A.
• - 17 -
209 725
O.Z. 32 932
Beispiel 15
Pflanze: Wintergerste, Sorte "Ago"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 208 Tage nach der Saat. Bewertung der Standfestigkeit 2Jl Tage und Beerntung 279 Tage nach der Saat.
Wirkstoff Aufwand- Standfestig- Verbesserung Kornertrag
menge · keit der Standg/ha . festigkeit dt/ha %
1) Unbehandelt
2) A ' 1840
3) DPC + CEPA 1220 + 620 \
7 ,5 0 j5 58, β 100
7 ,0 2 ,5 50, 5 86
VJI ,0 64, 5 110
A = N,N-Dimethylpiperidiniumsalz der 2-Chloräthanphosphonsäure.
Die Behandlung mit der Mischung 3 führt gegenüber der Behandlung mit dem Salz A zu einer erheblich höheren Standfestigkeit und bedingt durch eine bessere Pflanzenverträglichkeit zu einem deutlichen Mehrertrag.
16.3.1979
AP A 01 IT/209 725
54 487/11
Beispiel 16
Pflanze: Gras der Sorte Phleum pratense, var. "Holea" Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe etwa 2 Jahre nach der Saat. Bewertung der Standfestigkeit 90 Tage nach der Behandlung.
Wirkstoff Aufwand menge g/ha Standfestig keit • Verbesserung der Stand- : f e stjy2k_ejLt
1).Unbehan&elt 0 4,2
2) Ν,ΪΓ-Dimethyl- hexahydropy- ridaziniumbro- mid 5520 • 4,0 " 0,2
3) 2-Chloräthyl~ 0-(2'-ainino- äthyl)pho sphon- säure 17280 3,8 0,4
4) 2 3680 3,2 1,0
+ 3 + 12960
1= kein Lager, 9 = plattes Lager
20 9 725
16.3.1979AP A 01 N/209 72554 487/11
Beispiel 17
Pflanze: Gras der Sorte Festuca pratensis, var. "Cosmos 11" Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe 270 Tage nach der Saat. Ernte 45 Tage nach der Behandlung
Wirkstoff Unbehandelt Aufwand menge ε/ha Samenertrag kg;/ha % 100 Verbesse rung des Ertrages
D N, IT-Dimethyl-hexahy- dropyridazinium- bromid 0 306 VJl 0
2) 2-Chloräthyl-O-(2'- aminoäthyl)phosphon- säure 5520 351 123 + 45
3) 2 17280 375 139 + 69
4) + 3 + 3680 425 + 119
12960
-20- 16.3.1979
AP A 01 K/209 54 487/11
Beispiel 18
Pflanze: Gras der Sorte Trisetum flavescens, var. "Trisett 51"
Behandlung mit den wäßrigen Lösungen der Wirkstoffe etwa 4 Jahre nach der Saat. Ernte 30 Tage nach der Behandlung.
Wirkstoff Aufwand- Samenertrag Verbesserung
menge kg/ha % des· Samenerg/ha . träges
D Unbehandelt O 224 100 O
2) U, IT-Dimethyl-hexyhy- dropyridaziniumbromid 5520 294 131 + 70
3) 2-Chlorathyl-0-(2'- aminoäthyl;phosphon- säure 17280 229 102 + 5
4) CVl 3680 320 143 + 96
+ 3 + 12960
209 725
16.3.1979
AP A 01 ΪΤ/209 725
54 487/11
Beispiel 19
Pflanze: Gras der Sorte Trisetum flavescens, var.
"Trisett 51"
Behandlung mit den wäßrigen Losungen der Wirkstoffe etwa 4 Jahre nach der Saat. Ernte 30 Tage nach der Behandlung.
Wirkstoff
Aufwandmenge s/ha
Samenertrag kg/ha %
Verbesserung des Samenertrages
D Unbehandelt 0 224 100 0
2) DPC 5520 280 125 + 56
3) 2-Chloräthyl-0-(2'-
aminoäthy1)pho s-
phonsäure 17280 229 102 + 5
4) 2 3680 286 128 + 62
+ 3 + 12960
20 9 725 ~22~ 16.3.1979
AP A 01 H/209 54 437/11
Beispiel 20 · . .
Man vermischt 70 Gewichtsteile der Mischung aus Beispiel 2 mit 30 Gewichtsteilen Wasser und erhält eine Lösung, die zur Anwendung in Form kleinster Tropfen geeignet ist.
Beispiel 21
20 Gewichtsteile der Mischung aus Beispiel 3 werden in einer Mischung gelöst, die aus 80 Gewichtateilen V/asser, 10 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 8 bis 10 Mol Äthylenoxid an 1 Mol Ö'lsäure-lT-monoäthanolamid, 5 Gewichtsteilen Calciumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure und 5 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Äthylenoxid an 1 Mol Ricinusöl besteht. Durch Ausgießen und feines Verteilen der Lösung in 100 000 Gewichtsteilen Wasser erhält man eine Lösung, die 0,02 Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthält.
Beispiel 22
20 Gewichtsteile der Mischung aus Beispiel 2 werden'in einer Mischung gelöst, die aus 70 Gewichtsteilen Wasser, 20 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 7 Mol Äthylenoxid an 1 Mol Isooctylphenol und 10 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Äthylenoxid an 1 Mol nusöl besteht. Durch Eingießen und feines Verteilen der Lösung in 100 000 Gewichtsteilen Wasser erhält man eine wäßrige Lösung, die 0,02 Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthält.
20 9 725 -23~ 16.3.1979
AP A 01 IT/209 725
54 487/11
Beispiel 23
20 Gewichtsteile der Mischung aus Beispiel 3 werden in einer Mischung gelöst, die aus 90 Gewichtsteilen Wasser, und 10 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Äthylenoxid an 1 Mol Ricinusöl besteht. Durch Eingießen und feines Verteilen der lösung in 100 000 Gewichtsteilen Wasser erhält man eine wäßrige Lösung, die 0,02 Gewichtsprozent des Wirkstoffs enthält.

Claims (2)

  1. Berlin, den 16.3.1979 AP A 01 N/209 54 487/11
    * Zh -
    Erf indungsanspruch
    Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachsturas, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem festen oder flüssigen Trägerstoff und einer Mischung aus
    a) einem quaternären substituierten Thianium- oder Aminoniums"alz aus der "Gruppe: UjlT-Dimethyl-azacycloheptaniumsalze N, N-Dimethyl-piperidiniumsalze N, U-Dimethy1-hexahydropyridaziniumsalze N,H-Dimethyl-tetrahydropyridaziniumsalze ΪΤ-Methyl-pyridiniumsalze IT, W-Dimethyl-pyrrolidiniumsalze S-Methyl-thiacyclohexaniumsalze und
    b) einem Phosphonsäurederivat aus der.Gruppe
  2. 2-Chloräthylphosphonsäure 2-Chloräthylaminoäthylphosphcnsäure 2-Chloräthylaminobutylphosphonsäure 2-Chloräthylphosphonsäure-li, H-dimethylamid 2-Chloräthylphosphonsäur-e-l'T-methylamid Vinylphosphonsäure
    PropyIphosphonsäure
    Phosphonomethylglycin Bis-phosphonomethylglycin · Benzyl-phosphonsäure·
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