DD140621A3 - Verfahren zur entmonomerisierung von homo-und copolymerisatdispersionen des vinylchlorids - Google Patents

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Hans Kaltwasser
Ute Sziburies
Juergen Zimmermann
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Hans Kaltwasser
Ute Sziburies
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Abstract

Verfahren zur Entmonomerisierung von Homo- und Copolymerisatdispersionen des Vinylchlorids, die mittels Suspensionspolymerisation hergestellt werden. Die Entmonomerisierung wird in wirtschaftlicher Weise erreicht, indem Homo- und Copolymerisatdispersionen des Vinylchlorids, die vor der thermischen Behandlung entgast, anschließend mit Dampf erhitzt und in ein gegebenenfalls mit Rührer ausgerüstetes Gefäß gebracht werden, in dem eine, entsprechend der kontinuierlich zu- und abgeführten Menge vorgegebene Vervzeilzeit eingehalten wird und der Polymerdispersion vor der thermischen Behandlung ein Stabilisator und grenzflächenaktive Substanzen in einer Menge von 0,01 bis 1%, vorzugsweise 0,2 bis 0,5%, bezogen auf den Feststoffgehalt der Dispersion, zugegeben werden.

Description

Titel der Erfindimg
Verfahren zur Entmonomerisierung von Homo- und Copolymerisatdispersionen des Vinylchlorids
Anwendungsgeb iet der Erf indung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entmonomerisierung von Homo- und Copolymerisatdispersionen des Vinylchlorids, die mittels Suspensionspolymerisation hergestellt werden»
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der Suspensionspolymerisation von Vinylchlorid verbleiben in der Dispersion noch Reste an nicht polymerisierten Vinylchlorid (VC) j die möglichst restlos entfernt werden müssen«
So ist es bekannt, die Dispersion unter Rühren mit Unterdruck zu behandeln, wodurch es jedoch nicht gelingt, das an den Polymerteilchen adsorbierte VC zu entfernen.
Es ist weiterhin bekannt, die Dispersion mit Wasserdampf oder inerten Gasen zu behandeln (DL-AP 122 983, DT-OS 2 4-54- 44-5).
Ii. 2 -
1994 7 2
Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß zur Erzielung eines befriedigenden Effektes eine relativ lange Zeitdauer notwendig ist« Darüber hinaus lassen sich thermische Schädigungen der Polymerteilchen, die die anwendungstechnischen Eigenschaften verändern, nicht mit Sicherheit vermeiden. Dies trifft ebenfalls für den Fall der Zugabe von grenzflächenaktiven Stoffen in den diskontinuierlich betriebenen Entmonomerisierungskessel zu.
Es ist auch bekannt, die Dispersion mit Wasserdampf in Kolonnenapparaten mit bestimmten Inneneinbauten zu behandeln (DL-AP 124 253) Hierbei ist jedoch von Nachteil, daß der technische Aufwand sehr hoch ist und Störungen innerhalb des Kolonnenapparates durch Verstopfungen bzw. Verkrustungen nicht vermieden werden können.
Eine weitere bekannte Möglichkeit zur Entfernung des Rest-VC besteht darin, daß die Dispersion kontinuierlich über einen Durchlaufkessel, in welchem der Dispersion direkt Dampf zugeführt wird, geleitet wird (DT-OS 2 621 987).
Diese Methode hat den Nachteil, daß der Dampfverbrauch sehr hoch ist und infolge des sich ergebenden breiten Verweilzeitspektrums" eine thermische Schädigung von Teilen der Polymeren nicht vermieden v/erden kann·
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, in wirtschaftlicher Weise die weitgehende Entmonomerisierung von VC-Homo- oder Copolymerdispersionen zu ermöglichen·
Darlegung des Wesens der Erfindung ,
- Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Entmonomerisierung von Homo- und Copolymerisatdispersionen des VG,
•ο -
die nach dem Prinzip der Suspensionspolymerisation hergestellt vrerdenj, zu entwickeln, das es gestattet, die Polymerisatdispersionen einer thermischen Behandlung zu unterziehen, ohne daß eine thermische Schädigung der Polymerteilchen bzw, eine Veränderung der durch den Polymerisationsprozeß vorgegebenen anwendungstechnischen Eigenschaften der Polymerisate eintritt, und dies in einer Weise, die es ermöglicht, eine Dampfeinsparung zu erreichen.
- Merkmale der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem der Polymerdispersion vor der thermischen Behandlung ein Stabilisator und grenzflächenaktive Substanzen in einer Menge von 0,01 - 1 %, vorzugsweise 0,2 - 0,5 %t bezogen auf den Feststoffgehalt, zugegeben werden·
Als Stabilisator ist vorzugsweise Trisnonylphenylphosphit geeignet* Als grenzflächenaktive Substanzen können Fettsäuresalze, Harzseifen, Alkylsulfate, Alkylsulfonate und Alkylarylpolyglykoläther einzeln oder im Gemisch verwendet werden.
Die Polymerdispersion wird vor der thermischen Behandlung entgast, anschließend mittels Dampf erhitzt und in ein mit Rührer ausgerüstetes Gefäß gebracht, in dem eine entsprechend der kontinuierlich zu- und abgeführten Menge vorgegebene Verweilzeit eingehalten wird.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Einer wässrigen Dispersion von durch Suspensionspolymerisation erhaltenen PVC mit einem Feststoffgehalt von 25 % wird kontinuierlich mittels einer Dosierpumpe eine wässrige Lösung von Trisnonylphenylphosphit und Natriumalkylsulfonat in einer solchen Menge zudosiert, daß die Summe der beiden genannten Verbindungen 0,4 %, bezogen auf den Feststoffgehalt dar Dispersions beträgt, während die beiden Verbindungen ira Verhältnis 1 : 1 vorliegen»
19947 2
Die Dosierung erfolgt in die Rohrleitung» die vom Sammelbehälter der Dispersion zum Entmonomerisierüngskessel führt· Die so stabilisierte Suspension wird in einem erweiterten Rohrleitungsstück durch Einleiten von Dampf erhitzt und dem 100 1-Entmonomerisierungsbehälter zugeführt. Die durchschnittliche Verweilzeit in diesem beträgt 20' , durch zusätzliche Dampfeinleitung wird die Temperatur der Suspension auf 102 C gehalten, so daß die Gesamtmenge an zugeführtem Dampf 1,5 kg/min, beträgt»
Die entwickelten Brüden werden mittels einer Vakuumpumpe abgezogen· Nach Verlassen des Entmonornerisierungsbehälters wird die Dispersion abgekühlt und der Aufarbeitung durch Dekanter und Stromtrockner zugeführt. Der VC-Gehalt beträgt nach Trocknung 9 ppm» die Thermostabil ität ist nicht beeinträchtigt.
Beispiel 2
Dem gleichen Verfahren wird ein Pfropfprodukt von VC auf ein Äthylen-Vinylacetat-Copolymeres unterworfen· Die zudosierte Stabilisatormenge beträgt 0,4· ^, die Zugabe an grenzflächenaktivem Stoff 0,2 Aufgeheizt wird durch Zufuhr von insgesamt 1 kg Dampf/min. Der Rest-VC-Gehalt nach durchgeführter Aufarbeitung liegt bei 5 PPM» die Thermo·» Stabilität ist nicht beeinträchtigt.

Claims (1)

  1. Erf indungsanspruch
    Verfahren zur Enttnonomerisierung von Homo- und Copolymerisatdispersionen des Vinylchlorids, die vor der thermischen Behandlung entgast, anschließend mit Dampf erhitzt und in ein gegebenenfalls mit Rührer ausgerüstetes Gefäß gebracht werden, in dem eine entsprechend der kontinuierlich zu- und abgeführten Menge vorgegebene Verweilzeit eingehalten wird, gekennzeichnet dadurch, daß der Polymerdispersion vor der thermischen Behandlung ein Stabilisator und grenzflächenaktive Substanzen in einer Menge von 0,01 - 1 %t vorzugsweise 0$2 ~ 0,5 %t bezogen auf den Feststoffgehalt der Dispersion, zugegeben werden«
DD19947277A 1977-04-11 1977-06-14 Verfahren zur entmonomerisierung von homo-und copolymerisatdispersionen des vinylchlorids DD140621A3 (de)

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